Ja und nein. Natürlich wohnt einer Sache kein rationaler oder messbarer Wert inne, so wie Marx das mit seiner Arbeitswertlehre glaubte.
Von einer Sache geht also kein Wert aus, sonst wäre Tausch sinnlos, Individuen projizieren aber einen Wert auf sie. Und dieser ist bzw. kann für jedes Individuum und zu jedem Zeitpunkt ein anderer sein. Letzen Endes wird man immer nur freiwillig einem Tausch (bzw. Handel) zustimmen, wenn man das was man erhält, höher wertschätzt als das, was man gibt. Und zwar auf beiden Seiten. Auch wenn man sich das in dem Moment gar nicht so klar macht.
Würde einer Sache ein Wert inne wohnen, könnten Tauschgeschäfte in der Summe nur 1:1 getätigt werden, da sonst jemand etwas verlöre, und somit dem Tausch nicht zustimmen würde. Wer aber genau so viel erhält, wie er gibt, braucht erst gar nicht tauschen, da es nichts ändert.
Wirtschaftswissenschaftlich gesehen hast du selbstverständlich recht, dennoch ist meine Aussage so wie sie gemeint, und ich denke auch verstanden wird, nicht falsch.