Reverb G2: HP will mit VH-Readset HTC, Oculus und Valve angreifen

Dazu müsste man aber anmerken, dass OLED deutlich teurer in der Produktion ist als LCD.
Weiterhin verstehe ich absolut nicht, wieso man ein solches Headset (übrigens Headset, nicht "Readset") mit der Quest vergleicht! Die Quest ist eine VR Konsole, die optional suboptimal mit dem PC betrieben werden darf. Das Bild ist dabei verglichen mit anderen Headsets unscharf.

Die Quest ist das neueste und, neben den in freier Wildbahn quasi irrelevanten Vive Pro, Pimax 5K XR und Odyssey, auch beste OLED-Headset. Außerdem ist sie bislang die meist empfohlene Lösung für alle, denen die Index zu teuer ist. Die Rift S dagegen findet deutlich weniger Anklang und das liegt nicht nur an ihrem grotting Sound.

Der Vergleich zur Index haut übrigens auch absolut nicht hin! Wäre es eine "Billig-Index", würde man wohl auf Lighthouse setzen. Die Reverb G2 wird aber wieder eine WMR-Brille werden, wie schon der Vorgänger! Als "Billig-Index" könnte man wohl eher die Pimax 5K+ betiteln. Diese ist in vielen Belangen der Index ähnlich, aber immer neutlich unterlegen! An der Reverb G2 scheint hingegen nicht billig und außer den Controllern auch nichts wirklich unterlegen zu sein. Das marginal größere FOV der Index macht für mich jedenfalls den Kohl nicht fett. Ich nutze die Odyssey+ heute kaum noch, obwohl sie ein vergleichbares FOV hat wie die Reverb G2. Stattdessen nutze ich die Rift S, die über ein DEUTLICH kleineres FOV verfügt.

Man wirbt offensiv mit von der Index übernommener Technik und fordert den Vergleich damit förmlich heraus. Ohne unergonomische Schrott-Controller und schlechte Bildqualität, dafür aber mit gutem Sound und mutmaßlich deutlich erweitertem Tracking-Bereich sind in der Versenkung verschwundene WMR-Modelle jedenfalls kein naheliegender Vergleich. Die Plathirsche sind Quest und Index, an diesen muss sich ein Newcomer messen lassen. Und HP forciert den Vergleich mit der Index, was meiner Meinung nach die schlechtere Wahl ist.
 
Der größte Faktor dürfte wohl der Preis sein. Man zahlt für die kleinere Ausgabe der Quest typischerweise weniger und bekommt bei gleicher Software und Controllern und je nach Geschmack vergleichbarem Display auch noch die Möglichkeit zur autarken Nutzung dazu. Privat stört mich, neben Facebook im Hintergrund, vor allem das in dunklen Umgebungen sichtbare LCD.

Letztlich ist es aber auch egal, warum die Quest meiner Beobachtung nach häufiger empfohlen wird als die Rift S, es zählt nur, dass dem so ist. Wer in den Markt drängen möchte, muss sich nun einmal mit den beliebten Produkten messen.
 
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