Netflix-Zuschauer: Darum werden Nutzer in drei Kategorien unterteilt

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Gegenüber dem britischen Parlament hat der Streaming-Dienst Netflix offengelegt, wie es festlegt, ob eine Serie oder ein Film erfolgreich ist. Anders als beim linearen Fernsehen gibt es keine Zuschauerzahlen, stattdessen teilt Netflix die Nutzer in drei Kategorien ein und übermittelt die Zahlenwerte an die Produzenten der Serie beziehungsweise des Films.

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Das machen die immer noch so? Ich dachte eigentlich, seit dem digitalen Fernsehen und Fernsehstreaming (Telekom Magente und Co.) würde das für jeden Haushalt erfasst. Technisch bestimmt machbar, auch wenn man dann noch nicht sieht, wer die Sendung im Haushalt anschaut. Aber selbst die Haushalte nach Zielgruppen zu kategorisieren sollte heute mit Statistic und Datensammelwut eigtl. kein Problem mehr sein..hmm.
 
Das machen die immer noch so? Ich dachte eigentlich, seit dem digitalen Fernsehen und Fernsehstreaming (Telekom Magente und Co.) würde das für jeden Haushalt erfasst. Technisch bestimmt machbar, auch wenn man dann noch nicht sieht, wer die Sendung im Haushalt anschaut. Aber selbst die Haushalte nach Zielgruppen zu kategorisieren sollte heute mit Statistic und Datensammelwut eigtl. kein Problem mehr sein..hmm.

Ja, das Verfahren wird immer noch genauso mit speziellen Receivern durchgeführt. Um zu ermitteln, welche Person im Haushalt gerade TV sieht, muss die Person eine Taste mit "ihrer Nummer" drücken. So wird festgestellt, welche Alterszielgruppe eine Sendung hat. Im Vorfeld müssen die ausgewählten Haushalte natürlich die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen angeben inklusive Alter und Geschlecht. Die "Gesellschaft für Konsumforschung" hat in Deutschland noch keine Lösung, wie man Streaming-Plattformen messbar machen kann.
Siehe: AGF Videoforschung - FERNSEHPANEL

All diese Daten wie "was sie gesehen haben" oder "Kunden kauften auch..." besitzen nur die jeweiligen Webseiten-Eigentümer sowie ausgewählte Marketingnetzwerke (manche davon gehören Amazon, Apple, Google, Facebook). Diese verkaufen die gesammelten Daten an Werbekunden. Letztendlich spielen dann die Werbekunden möglichst "passgenaue" Werbung auf Webseiten, in Apps usw. aus oder können auch mal den Nutzer mit Werbeanrufen / E-Mails "informieren". Nur geht das komplett an den "klassischen TV-Sendern" vorbei. Diese sehen von diesen erwähnten Daten rein gar nichts, zumindest nicht im linearen TV über einen Receiver. Erst, wenn man Mediatheken der linearen TV-Sender (ARD, ZDF, ProSieben, RTL etc.) aufruft, können die Sender selbst Daten erheben. Diese werden aber kaum veröffentlicht oder gar gesammelt gemeldet wie bei den "Einschaltquoten" üblich.

Um Webseiten zu erfassen, gibt es andere Tools. Hier wird besonders Google genutzt. Das hat dann allerdings rein gar nichts mit Mediatheken zu tun, sondern betrifft einzelne Webseiten. Auch dazu gibt es zwar Erhebungen, allerdings werden bspw. nur Nachrichten-Webseiten erfasst, ohne jedoch Google News oder Facebook einzubeziehen.
 
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Ein Problem bei den Streaming-Anbietern einschließlich der TV-over-IP-Angebiete ist auch der Anbieter-exklusive Zugriff: Natürlich könn(t)en Telekom, Vodafone, Amazon, Netflix & Co sekundengenau überwachen, wer was wann guckt und welche Interaktionen er dabei vornimmt. Die Werbekunden wollen aber keine Eigenangaben vom Verbreiter, sondern objektive Zahlen eines unabhängigen Dritten. Könnte ja jeder behaupten, dass er Milliarden zahlungskräftige Zuschauer hat. Aufgrund der geschlossenen Systeme ist es für Konsumforscher gar nicht möglich, das geschaute Programm zu erfassen. Die Receiver sind black boxen und am Ende kommt ein (kopiergeschützter) HDMI-Stream raus. Den müsste man vom Fernseher abfilmen und nach Sendermerkmalen durchforsten, um das Zuschauerverhalten zu analysieren. Und selbst dann weiß man noch nicht, ob es Live-TV, eine Aufnahme, eine Mediathek oder ein Youtube-Upload ist, der wiedergegeben wird.
 
Ich frage mich in welcher Kategorie ich bin, ich fange vieles parallel an und schaue über Monate parallel mehrere Dinge, weil ich vom selben Content auf dauer gelangweilt bin.
Dann kann es passieren, das man für einen Film Wochen braucht um ihn zu ende zu schauen.
 
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