AW: 5,56x45 NATO vs. Völkerrecht
*ausführliche Wiederholung dessen, was bereits gesagt wurde*
Ich wiederhole noch einmal: Über den Sinn humaner Einschränkungen für Kriege lässt sich streiten. Dieser Sinn wurde von den Parteien, um die es hier geht, aber schon akzeptiert. Behaupten sie jedenfalls.
Anm. am Rande noch:
Afaik zieht Uranmunition keine akuten Vergiftungen nach sich (bzw. wer so nah dran ist hat eh keine Chance). Die Sekundärwirkungen entfalten sich erst nach Jahren in vollem Umfange und haben somit keinen militärischen Nutzen. Der einzige Vorteil von Uranmunition ist der Preis. Wolfram ist (schweine) teuer, abgereichtes Uran dagegen ein Abfallprodukt, dass gerade die Atommächte zu Hauf rumliegen haben.
(kann z.B. auch daran erkennen, dass es auch für Panzerungen der eigenen Fahrzeuge eingesetzt wird, wo Gift- und Strahlungswirkung höchst unwillkommen wären und eben keine störenden Ausmaße haben, aber die hohe Dichte zum kleinen Preis ihre volle Wirkung entfaltet)
BTT -
Man kann das mit der perfiden Moral nochmals weiter treiben. Was waren eigentlich die Militärischen Gründe, vom lange bewährten 7,62 mm Kaliber für die Standardmunition abzugehen ?
1. Geringere Materialkosten
2. Geringeres Gewicht, also mehr Munition am Mann
3. - und jetzt wird es richtig Perfide - das Kalkül, das ein verletzter Feind mehr Gegnerische Kräfte und Mittel bindet.
4. - und noch perfider - die psychologische Wirkung von entstellten und schreienden Überlebenden auf den Rest der Gegnerischen Truppe und zuletzt auf die Zivilbevölkerung in der Heimat.
Es ist ganz Einfach so - Abschreckung bedeutet mit jedem Schuss das Grauen in den Reihen der Gegner zu vergrössern. Was soll da noch die Diskussion um ein Mehr oder Weniger an "Humanität" - trifft doch sowieso auf taube Ohren.
3 und 4 sind eben keine offiziell eingestandenen Ziele, da sie den internationalen Vereinbarungen, "an die man sich hält" wiedersprechen würden.
(1. afaik auch nicht. Der Lauf dürfte nicht soviel billiger werden und die Gesamtmasse der verschossenen Munition steigt eher, der Gesamtfertigungsaufwand in jedem Fall)
Den Hauptgrund der höheren Effektivität glaube ich denen durchaus - nicht zuletzt deswegen, weil vier Programme (Nazis, Briten, USA, UdSSR) ~unabhängig voneinander (die letzteren drei alle von ersteren inspieriert, aber mit eigener Untersuchung) zu dem gleichen Schluss kamen. (die höhere Reichweite und Zielgenauigkeit der 7,Xmm ist mangels fähiger Schützen und passender Einsatzbedingungen nutzlos, kleinere Munition und damit mehr Schüsse mit in der Summe höherer Trefferfolge wäre ohne Nachteil möglich)
Interessant wird es an dem Punkt, an dem einer der vier ein Projektil entwickelt hat, das schwerere Verletzungen hervorraufen konnte (sollte?), wie der größere Vorgänger.