AW: "Billige Hardware würde ich ..." - das meinen die PCGH-Redakteure zu einem aktuellen Thema
Die sind auch zurecht interessant. Ich wollte mir eine NAS kaufen, nur 2 Schächte waren mir zu wenig, und danach explodiert ja der Preis. Also habe mir für 26€ ein AM1 ITX Mainboard mit 4 Sataports geholt und für die CPU (Athlon 5150 1,6GHz) 37€ gezahlt. 30€(BeQuiet 300 Watt Purepower) noch das NT und den Rest hatte ich noch rumliegen. Leistungstechnisch ist für Videos, Browsen und Office nicht nötig.
Jetzt ist es mein HTPC mit schlappen 14TB Speicher und einer 60 GB SSD.
Komischerweise reichte der 5150 @ 1,9GHz nicht für HEVC Videos, deshalb gab es später den 5350 mit 2.05GHz und der packt es locker
Ein absolut preiswertes System, vorallem in Kombination mit Resteverwertung
Was Resteverwertung angeht: Ich habe mir aus den abgelegten (weil verstorbenen) Rechnern meines Vaters in Verbindung mit einer bei mir noch rumliegenden GTX570 einen Gamingrechner zusammengestellt, der Games vor 2011 und sehr viele Indiegames noch sehr zufriedenstellend stemmt.
Verbaut ist ein Intel Core2Duo E8400 und 4 GByte DDR2-RAM ... 2 512 SATA-Platten (die mal aus meinem alten Hauptrechner geflogen sind, weil sie zu wenig Kapazität hatten) und die GTX570 mit ihren 1,25 GByte VRAM.
Betriebsystem ist Windows 7, dessen Lizenz noch an einem der Gehäuse klebte. Auch das alte Netzteil aus meinem alten Hauptrechner, das ich durch ein Dark Power Pro 10 ersetzt hatte tut dort noch seinen Dienst.
Neue Komponenten: Ein günstiger Prozessorkühler der noch auf den Sockel 775 passt. Er hat mich 10 € gekostet und tut seinen Dienst leiser als der Standardintel-Kühler ... 2 Lüfter 1x95 mm und 1x80 mm, da in diesen FertigPCs von Fujitsu Simens keine Lüfter verbaut waren. Kostenpunkt: 26 € (beide von Noctua).
Also hat mich dieser Rechner 36 € gekostet, ist aber fürs Gaming noch sehr gut gerüstet, sofern es nicht die aktuellsten AAA-Titel sein müssen. Die restlichen Teile wären entweder zum Verwerter gegangen, oder auf ewige Zeit verstaubt (GTX570).
Es ist schon komisch, obwohl ich hier einen High-End-Rechner stehen habe, fazinieren mich grade die Rechner, die wesentlich schwächer als der Bolide ist ... Im Prinzip sind sie auch spannender, den dort ist einiges an probieren und tweaken angesagt, wenn man eine ordentliche Performance zum spielen haben will ... Und es ist oft sehr erstaunlich was solche Rechner zu leisten im Stande sind.
Angefangen habe ich meine PC-Gamingkarriere auch auf einen aus Gebrauchtteilen zusammengekauften PC, damals noch mit einem Celeron und einer Herkules S3 Savage 3D. Die Spielegrabbelkiste war damals meine Freund. Mein erstes Spiel war Wing Commander 4 und ich war schlichtweg begeistert. Dazu sollte man noch bedenken, dass ich bis ins Jahr 1999 meinem Amiga 1200 treu geblieben bin und erst 2001 auf den PC umgestiegen bin ... Die Zeit dazwischen habe ich mit einer PS1 überbrückt.