Hm... Falklandkrieg 1986. Gut ging nicht lange, aber Krieg ist Krieg.
Damals war Argentinien eine Militär Diktatur.
Und der verlorene Falklandkrieg sorgte dafür, dass die Bevölkerung die Militär Regierung absetze und eine demokratische Regierung folgt.
Der Krieg hat also was Positives bewirkt.
Und da liegst du leider, denke ich, falsch.

Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg haben Mexico und die USA von 1846 bis 1848 gegeneinader Krieg geführt. Beides waren nach damaligen Verständnis demokratische Regierungen mit einem Präsidenten an der Spitze. Also gab es durchaus schon Krieg zwischen demokratisch "freiheitlichen" Staaten.
1844 war General Antonio Lopez Präsident Mexikos. Lopez wurde von General Herrera abgeetzt.
Herrera übernahm und wurde kurz darauf von Paredes gestürzt und plante Mexiko in ein Königreich zu verwandeln, um Unterstützung aus Europa zu bekommen.
Demokratisch war in Mexiko also gar nichts.
Genauso wie die Deutsche Demokratische Republik nie demokratisch war.
Was man kritisieren kann ist die Tatsache, dass sich die USA Gebiete mit militärischen Mitteln geholt hat. Texas war ja mexikanisch.
Es reicht auch einfach schon, festzustellen, dass von Demokratien durchaus (auch unberechtigte und gegen das Völkerrecht verstoßende Angriffs-) Kriege ausgegangen sind, um diese Gedankenblase zum Platzen zu bringen. Wen es dabei getroffen hat, ist völlig irrelevant und purer Zufall.
Wenn die Interessen unterschiedlich genug, die Völker wütend genug sind, dann ist Feierabend.
Es ging einzig darum, dass es sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass sich Demokratien in Europa gegenseitig den Krieg erklären.
Dass die USA Regierungen gestürzt hat, war ja eher im Geheimen gehalten. Nikaragua und Panama und so.
Aber Europa ist nicht USA.