Zwei Sachen. Zunächst einmal:
Der Anlass für diese Prosa hört auf den Namen Fast Food, also Fast-Essen (beinahe ein Nahrungsmittel). Richtig, es geht um Mc Donald's, wobei die Aktion des Konzerns nur der sprichwörtliche Tropfen ist, welcher das Fass zum Überlaufen bringt. Hintergrund: Jüngst war zu lesen, dass der Preis eines Cheeseburgers von 1,00 auf 1,39 Euro heraufschnellen soll. Das entspricht einer Erhöhung von immensen 39 Prozent – klingt gleich gewaltiger, stimmt's? In der Folge gingen unzählige Fast-Esser auf die Barrikaden. Unverschämtheit, teuer, unhaltbar und so weiter. Jetzt mal ernsthaft: 1,39 Euro. Eineuroneununddreißig! Was bitte hat diese Summe im Jahr 2012 für ein Gewicht? Inflation und stetige, meist versteckte Preiserhöhungen an jeder Ecke lassen nur einen Schluss zu: Leben ist teuer.
Die Gesamte-Inflation berechnet sich durch vielen Faktoren. Geht man ins Detail bemerkt man aber, dass gerade die Dinge des täglichen Bedarfs - Lebensmittel vornean - sich besonders verteuern, also über der schön gerechneten offiziellen Inflation von etwa ~2%, während Dinge auf die man eher verzichten kann sich weniger stark verteuern oder im Preis sogar fallen (Elektronik z.B.) durch modernere Masssen-Fertigungsmethoden etc. Der Cheeseburger ist ein - mir noch nicht bekanntes - besonders schön unverschämtes Beispiel für den Preisanstieg. Man darf hier nicht auf das tatsächlich mehr bezahlte Geld schauen, sondern wirklich nur auf die reine Prozentzahl: +39% Preisaufschlag! Da die Reallöhne seit etwa 20 Jahren stagnieren, bzw. sogar in bestimmten Schichten leicht rückläufig sind, wirkt sich eine über der Inflation liegende Preiserhöhung in jedem Fall negativ auf den monatlich verfügbaren Geldpool gerade einkommensschwacher Schichten aus. Da es zu Nahrungsmitteln bisher nicht allzu viele anerkannte Alternativen gibt, ist ein starker Anstieg hier tatsächlich skandalös, gerade wenn man bedenkt, dass in "jenen" Schichten der Konsum von FastFood über dem Durchschnitt liegt, gerade der Konzern mit dem M im Namen macht seinen Reibach mit dieser Klientel.
Wobei wir hier noch auf hohem Niveau jammern, wenn man bedenkt, was die Anstiege der Rohstoffpreise (aufgrund vieler Faktoren, auch der Spekulation) in wirklich armen Ländern für kaum verdienende MEnschen bedeutet ....
Ein anderer schöner "Trick" zu Plünderung der Konsumenten besteht im zweiten Punkt:
Lassen Sie also besser uns die Zeit investieren, immerhin verlangen wir dafür Geld. Geld, um beispielsweise mittags zum Bäcker zu gehen oder eine Pizza zu bestellen. Oder um ein paar "überteuerte" Cheeseburger zu konsumieren. Hand aufs Herz: Wer satt werden möchte, wird mittags ohne die kleinste Anstrengung zwischen 2 und 10 Euro los. Jeden Tag. Unser Heft kostet ohne DVD nur 3,99 (mit Datenträger: 5,30 Euro). Nur einmal im Monat. Und obwohl es nur an einem von 31 Tagen diese Kosten verursacht, haben Sie trotzdem das komplette Monatswissen -– versuchen Sie das mal mit einer Pizza! Die muss echt verdammt groß und günstig sein. Ja, ich bin der festen Überzeugung, dass unser Heftpreis im Verhältnis zu den sonstigen Lebenskosten nichtig ist. Und dass jeder, der sein Hobby liebt, nicht Lebenszeit mit der Filterung unzähliger Internet-Artikel und dem Stellen schon von uns beantworteter Fragen verbrennen sollte.
Netter Versuch.
Zugegeben: Einmal im Monat ein Heft für ~4-5€ dürften im Rahmen eines Hobbys für Keinen eine grosse finanzielle Belastung sein. Allerdings bedienen sich Handel und Industrie bei Privatkunden gerne eines kleinen Tricks zu Gewinnmaximierung: Dem Ändern von Packungsgrössen. Gerade seitdem ein bestimmtes Gesetz gefallen ist, für eingenormte Verpackungsgrössen bei bestimmten Produkten, wird massivst Beschiss am Kunden geübt, indem einfach etwas weniger Produkt in die selbe Packung gesteckt wird, oder die Packung gleich auf einen "krummen", schlechter nachvollziehbaren Netto-Gewichtswert abgeändert wird. Der Teufel steckt hier im Detail, vergleicht man den Preis pro kg wird einem klar, wie sehr man teilweise verarscht wird. Die Verbraucherschützer sowie diverse Fachmagezine haben dazu bereits einschlägige Artikel gebracht ...
Auch die Computec Media AG hat sich in der Hinsicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ich möchte mal daran erinnern, dass vor nicht allzu langer Zeit (Ausgabe 03/10 der PCGames, Ausgabe 04/10 PCGH) das Format des Hefts geändert wurde. Faktisch ist das Heft nun "kleiner" als vorher, da auf etwas kleinere Seiten in der Höhe gedruckt, was eingespartes Papier und damit das Senken von Kosten für Computec bedeutet - für den Kunden aber "weniger Produkt". Jetzt kann man den Inhalt vorher und nachher eher schlecht vergleichen, gefühlt bringe ich euch hier ein wenig Vertrauen entgegen, dass sich an Umfang und Anzahl der Artikel subjektiv nichts gross geändert hat, der schale Beigeschmack besteht seit damals trotzdem, dass ich weniger Heft fürs gleiche Geld bekomme. Nachgewogen ist dem btw. so, 15 Ausgaben (wegen der Messungenauigkeit bei einzelnen Exemplaren, immder die DVD [Plus]-Version) "von früher" mit den ältesten 15 der Hefte mit kleinerem Format ergab: Da fehlt ein klein bisserl was. : P
Ist kein wirklicher Vorwurf, nur ein kleiner Fingerzeig .... Glashaus und so (wobei die Inflation einen eh mehr kostet ...).
