Hausvernetzung - welches Material?

.::ASDF::.

Freizeitschrauber(in)
Hallo zusammen,

ich möchte bei mir ein Heimnetzwerk errichten. Der grobe Aufbau sollte so aussehen für ein Gigabitnetzwerk:
Router - Patchkabel - Gigabit-Switch - Patchkabel - Patchfeld (Cat6) - Verlegekabel (Cat7) - Netzwerkdose (Cat6) - Patchkabel - PC

Für die Verkablung und Anschlüsse habe ich schon mehrere Anleitungen gefunden. Allerdings bin ich mir bei der Materialauswahl noch unsicher wie die Qualität ist und es dabei deutliche Preisunterschiede gibt.

Materialliste:
- Crimpzange
- LSA-Anlegewerkzeug
- 100m Cat7 Kabel
- Patchfeld
- Auf- und Unterputz Netzwerkdose

Da mein Vater von SommerCable überzeugt ist wollte er ein Cat7 Kabel für 263€ kaufen. LINK
Das Kabel von Ligawo, das ich rausgesucht hatte kostet nur 53€ LINK ist die Qualität deshalb schlecht oder ist das Kabel von SommerCable einfach nur überteuert.
Bei den Dosen gibt es auch Preisunterschiede: Von Telegaertner für 15€ oder von Ligawo für 5€.
Das Werkzeug gibt es einmal als Set mit Kabeltester für gerade mal für 15€ oder ein einzelnes LSA-Anlegewerkzeug für 25€.
Als Patchpanel hatte ich das rausgesucht: Patchpanel Cat6 12-fach LSA - zum Anschluss von: Amazon.de: Elektronik


Wieviel sollte man für so etwas ausgeben und wie sind eure Erfahrungen. Andere Vorschläge können natürlich auch gemacht werden.
Ein paar Praxistipps um Anfängerfehler zu vermeiden könnt ihr auch gerne posten.

MfG .::ASDF::.
 
Wenn Du Patchfeld Cat 6 nimmst, brauchst Du kein Cat 7 Kabel. Ist echt Verschwendung. Um Cat 7 ordentlich aufzulegen und nachher zu schauen ob es wirklich Cat 7 Standard hat, müsstest du ein Messprotokoll erstellen (über bestimmte Messgeräte). Crimpzange brauchst Du nicht (Es sei denn du willst Dir deine Kabel selbst Crimpen (PC zu Dose). Die gekauften erfüllen alle mal den Standard. Die aufputzdose lässt sich fantastisch auflegen, Durch den seitlichen Zugang. Du solltest aufpassen, ob du beide Seiten auflegen willst. Weil dann sollte der Zugang für beide paare auf einer Seite liegen (Da Du die Kabel ja auch in die Dose bekommen musst). Die Kabelpaare sind bis zum auflegen zu verdrillen, das ist wichtig für die Fehlertoleranz (Cat6 niedrieger als Cat7 wo man sehr sauber arbeiten muss).
Das Patchfeld würde vollkommen ausreichen (bei Amazon Bild ist es allerdings unsauber und ungleichmäßig verkabelt). Für Heimgebrauch langt Cat6 vollkommen. Das ist nur MEINE Meinung, und paar Tips von mir. Da wir es im alltäglichen Gebrauch haben.


Schau mal auf dies Seite, die erklärt ganz gut warum Du kein Cat 7 brauchst.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603191.htm
 
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Kommt drauf an wie leicht man das Kabel austauschen kann, wenn es aber in der Wand verlegt ist, würde ich persönlich schon CAT 7 nehmen um die nicht nochmal aufreißen zu müssen ( Investition für die Zukunft halt ). Auch ein neues Kabel durch die Leerrohre zu ziehen ist nicht immer ganz einfach. Ob man es braucht oder nicht wird sich zeigen.
 
Ich würde ebenfalls für die Zukunft denken und ein Kabel nehmen, das auch mit zukünftigen Standards (wie zB 10GBit/s) mitkommt. Cat6 kann (je nachdem, welches genau), maximal 500Mhz übertragen, Cat7 bis zu 1000Mhz. Das würde ich persönlich bevorzugen.
Außerdem sollte man darüber nachdenken, wie gut die abgeschirmt sein müssen.


Reichen 100m? Ich kenne euer Haus nicht, aber 100m sind nicht wirklich viel. Wenn du jeden Raum anschließen möchtest ... Und Leerrohre laufen nicht immer perfekt dorthin, wo sie hinsollen :D
 
Es gibt noch keine CAT7 Steckverbinder nur die Kabel gibt es schon....

Beim Werkzeug nimm was Ordentliches (=Teures) das spart viel Stress und Probleme...

Beide Unterputzdosen werden nicht zu eurem Schalterprogramm passen (wäre schon ein Glücksfall), ist das egal? sieht finde ich immer doof aus wenn die Dosen nicht zum Rest passen....
 
Cat6 bedeutet nur, dass es auf 100m eine gewisse Geschwindigkeit übertragen kann.
Da im Heimnetz sowieso nie so lange Kabel verlegt werden und mit Cat6 auch 10Gb erreicht werden können würde ich eindeutig zu Cat6 greifen.

Abgesehen davon ist das oben verlinkte Kabel stolze 7.6mm dick. Das wird nicht einfach das Ding ein zu ziehen.
 
Brauchst du wirklich ein Patchpanel?

Beim Kabel kannst du ruhig sparen. Richtig gute CAT-7 Verlegekabel kosten zwar zum Teil tatsächlich einiges aber du solltest problemlos mit einem relativ billigen CAT-6 oder auch CAT-5 Kabel auskommen. Schirmung nach Bedarf, wirklich nötig ist sie bei 1000 BASE-T im Normalfall nur wenn ein einzelnes Kabel im Netzwerk länger als ~50m ist. Bei 10 GBASE-T kann Schirmung auch bei kürzeren Kabeln ab etwa 20m sinnvoll sein, außerdem natürlich zur Erhöhung der Stör-und Abhörsicherheit wobei ich auf LWL Technik setzen würde wenn das wirklich eine Rolle spielt.

Markenhersteller hochwertiger TP-Netzwerkkabel sind etwa VOKA, LanPro, OKIdensen, Nexans, Siemon oder LAPPkabel deren Produkte vor allem auch in der professionellen Netzwerktechnik und in der Industrie zum Einsatz kommen.

Teurere Steckdosen (es gibt auch noch wesentlich teurere aber auch qualitativere, etwa dies: Busch-Jaeger 0218/12-101 UAE-Anschlussdose, RJ 45, Cat. 6A iso, geschirmt) sind meist robuster und langlebiger. Ist natürlich auch eine Designfrage. Für 1000 G-BASE reichen prinzipiell sicherlich fast alle.

Es gibt noch keine CAT7 Steckverbinder nur die Kabel gibt es schon....

Na ja es gibt GG45 und TERA aber durchsetzen konnten sich beide noch nicht.
 
Cat5 ist nur bis 100mbit/s spezifiziert ...

Die höhere Abschirmung könnte außerdem Sinn machen, wenn die Leerrohre zusammen mit den Stromleitungen verlegt wurden. Dann könnte man evtl Interferenzen verhindern.

Ich denke, Cat6 muss es schon mindestens sein.
 
Cat5 ist nur bis 100mbit/s spezifiziert ...

Das stimmt nicht.

1000BASE-T (IEEE 802.3ab) wurde explizit für die Verwendung mit CAT-5 Kabeln entwickelt und ist für ungeschirmte Kabel bis 50m und geschirmte bis 100 Meter spezifiziert. In der Praxis ist meist eher deutlich mehr als weniger möglich. Beachtlich ist das der 1000BASE-T Standard (1999) älter ist als der CAT-6 Standard (2002) geschweige denn CAT-6A.

10GBASE-T (IEEE 802.3an-2006) wurde primär für die parallel dazu entwickelten CAT-6 (bzw. CAT-6A) Kabel entwickelt für welche im Vergleich zu CAT-5 engere Spezifikationen gelten. Insbesondere bei relativ kurzen Kabeln sowie Kabeln mit Aderpaarschirmung (PiMF bzw. FTP) ist aber auch die Verwendung von CAT-5 Kabeln problemlos möglich was auch durchaus beabsichtigt war aber nicht spezifiziert ist (wobei es allerdings etliche offizielle Dokumente der IEEE gibt die ausführlich auf dieses Thema eingehen).

Grundsätzlich wurde bei beiden Standards auf eine hohe Zuverlässigkeit und Fehlertoleranz Wert gelegt da Ethernet ja auch in sicherheitskritischen Server- und Automatisierungssystemen breite Anwendung findet. Dadurch kann man die Grenzen der sehr konservativ ausgelegten Spezifikation deutlich überschreiten bevor man wirklich Probleme bekommt.


Im Gegensatz zu anderen Standards wie etwa 1000BASE-TX oder 10GBASE-CX4 wurden die 1000BASE-T und 10GBASE-T Standards auch -mit durchaus erheblichem Aufand- entwickelt um mit etablierter Verkabelung möglichst kompatibel zu sein. Insbesondere in großen Netzwerken ist ein Tausch der Verkabelung oft die größte Hürde bei der Aufrüstung dieser Netzwerke weshalb sich diese Standards trotz wesentlich höherem Aufwand bei den Endgeräten im Vergleich zu den Alternativen durchsetzen konnten bzw. durchsetzen.
 
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Danke für die große Rückmeldung:daumen:

Das Kabel sollte schon Cat7 sein, weil es dauerhaft verlegt werden soll. Mir geht es im Moment weniger darum, dass es dem Cat7 Standard entspricht (ist aber für die Zukunft auch gut, weil man dann nur die Dosen austauscht) sondern um die Abschirmung. Es wird sehr wahrscheinlich auch an ein paar Starkstromkabel vorbeigeführt.

@Stryke7 Alle Räume werden jetzt noch nicht angeschlossen ist eher eine Raum zu Raum Renovierung. Da aber Doppeldosen verwendet werden und ich deshalb zwei Kabel verlege und die Leerrohre zum Teil auch ein paar Bögen machen sollte es schon mehr sein. 200m sollten für den Anfang reichen.

@ DOcean Das Schalterprogramm ist ca. 30 Jahre alt. Da wird man nichts passendes finden. Ist aber auch egal hauptsache Internet in den Zimmern.

@ Superwip Gibt es den eine Alternative zum Patchpanel? So wie ich das gelesen habe, passen an Verlegekabel nur Dosen oder ein Patchpanel. RJ45 Stecker sollen angeblich wegen der dickeren Isolierung/ Aderquerschnitt nicht draufgehen. Drei Dosen mit sechs Kabel sind schon eingeplant, die dann ans Patchpanel sollten.
 
Das Kabel sollte schon Cat7 sein, weil es dauerhaft verlegt werden soll. Mir geht es im Moment weniger darum, dass es dem Cat7 Standard entspricht (ist aber für die Zukunft auch gut, weil man dann nur die Dosen austauscht) sondern um die Abschirmung. Es wird sehr wahrscheinlich auch an ein paar Starkstromkabel vorbeigeführt.

Was genau hoffst du mit CAT7 zu erreichen?

10GBit/s geht auch ohne und mehr als 10GBit/s wird es wohl auch mit CAT7 so schnell nicht geben. Abgesehen davon das man das in absehbarer Zukunft kaum brauchen wird.

Die Schirmung von CAT7 ist auch nicht grundsätzlich besser als bei anderen geschirmten Kabeln, insbesondere nach außen hin. Stromkabel stören auch kaum, Störquellen sind eher andere, ungeschirmte, parallel verlegte Netzwerk- oder Telefonkabel oder Funkanlagen, zum Teil schlecht geschirmte Schaltnetzteile, Induktionsöfen u.Ä. Ausnahme sind Stromkabel über die D-LNA genutzt wird.

@ Superwip Gibt es den eine Alternative zum Patchpanel? So wie ich das gelesen habe, passen an Verlegekabel nur Dosen oder ein Patchpanel. RJ45 Stecker sollen angeblich wegen der dickeren Isolierung/ Aderquerschnitt nicht draufgehen. Drei Dosen mit sechs Kabel sind schon eingeplant, die dann ans Patchpanel sollten.

Auf die meisten Verlegekabel kann man durchaus entsprechende Stecker crimpen, es gibt sogar welche die vorkonfektioniert mit Stecker verkauft werden (auf einer Seite könnte man den Stecker dann ja abschneiden).
 
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die Lieferfähigkeit bei den Schalterprogrammen ist auch nach Jahren noch gut, wenn also damals nichts exotisches gekauft wurde, könntest du Glück haben das das Programm noch gibt oder das ein ähnliches Ersatzprogramm gibt
 
Cat 7 ist auf jeden Fall die richtig Wahl.:daumen: Ich hab bei mir auch Cat 7 Kabel drin, weil die Kabel min. 25 Jahre in der Wand bleiben sollen. Wer gerne sein Haus alle paar Jahre umbaut kann ja ruhig billige nehmen.

Ich hab bei mir das hier im Haus verwendet:
100.00m Cat. 7 Verlegekabel S/FTP PiMF 1000MHz auf Orange
InLine Car6a 2x RJ45 Unterputzdose weiss - Hardware, Notebooks
Digitus Desktop Kat.6 Patch Panel - Hardware, Notebooks

Dosen lassen sich leicht installieren und das Kabel macht einen guten Eindruck. 1 Gbit/s ohne irgendwelche Probleme.

Als Werkzeug kannst du ruhig was günstiges nehmen, wenn du dein Netzwerk nur 1 mal aufbaust und nicht jeden Tag damit arbeitest. Wenn einer am Wochende am Auto schraubt, dann empfehle ich ihm ja auch keine Hazet Werkzeugkiste für 8000€+.:ugly:

InLine Auflegewerkzeug für LSA Leisten (MFLSA+) - Hardware,
Geht absolut problemlos damit.

Ein paar Praxistipps um Anfängerfehler zu vermeiden könnt ihr auch gerne posten.
Steinstaub auf jeden Fall aus den Dosen mit Druckluft rauspusten.
http://www.amazon.de/LogiLink-WZ-00...070&sr=8-1&keywords=WZ0015#productDescription Kabeltester kaufen.
Elektronik Seitenschneider verweden, mit dem man Kabel bündig abschneiden kann.
Abisolierzange verwenden und kein Messer.
 
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Bei LSA abisolieren verfehlt den Sinn von LSA. Da sollte man jedoch gleich beim Werkzeug zu Krone greifen, sonst ärgert man sich später.
 
Cat 7 ist auf jeden Fall die richtig Wahl. Ich hab bei mir auch Cat 7 Kabel drin, weil die Kabel min. 25 Jahre in der Wand bleiben sollen. Wer gerne sein Haus alle paar Jahre umbaut kann ja ruhig billige nehmen.

10 GBit/s gehen auch mit CAT6 noch relativ problemlos und ob 40 oder gar 100GBit/s jemals mit Cat-7 möglich sein werden steht in den Sternen- bis dato ist das jedenfalls nicht so und wenn das so bleibt war die zusätzliche Investition umsonst. Ich bin jedenfalls der Meinung das sich bei noch höheren Geschwindigkeiten Lichtwellenleiter durchsetzen werden aber bis das Thema aktuell wird (bis man im Heimbereich von mehr als 10GBit/s profitiert und leistbare Endgeräte verfügbar sind) können noch locker 15-20 Jahre vergehen. Anstelle (vermeintlich) zukunftssicherer Kabel würde ich die Kabel eher so verlegen das sie sich möglichst leicht tauschen und ergänzen lassen (großzügig dimensionierte Kabelkanäle bzw. Leerrohre mit nicht allzu kleinen Biegeradien). Davon profitiert man auch bei sonstigen Umbauarbeiten oder Reparaturen. Da LWL Kabel in der Regel sehr dünn sind sollte deren nachträgliche Verlegung in vorhandenen Kabelkanälen und Leerrohren kein Problem sein sofern die Biegeradien nicht zu gering sind.

Unabhängig von CAT-7 im Zweifel geschirmte Kabel lasse ich mir noch eher einreden wegen Stör- und Abhörsicherheit und EMV aber nicht wegen "Zukunftssicherheit".

Ob 40GBASE-T oder 100GBASE-T jemals kommt ist fraglich. Wenn dann -darauf deuten entsprechende Studien hin- nur mit im Vergleich zu den aktuellen Standards deutlich beschränkten Kabellängen. Die Rede ist von maximal ~50m bei 40GBASE-T und CAT-7 und ~10-15m bei 100GBASE-T und CAT-7. Insbesondere letzteres könnte zum Stolperstein für eine vorhandene Verkabelung werden auch wenn es eine CAT-7 Verkabelung ist. Da die Abwärtskompatibilität eines solchen Standards kaum ein Vorteil ist (insbesondere in größeren Netzwerken mit relativ langen Kabeln, zudem wird eine CAT-7 Verkabelung und entsprechende Dosen/Stecker benötigt) und eine hohe Sendeleistung erforderlich ist (insbesondere im Vergleich zu LWL Lösungen) wird angezweifelt ob ein solcher Standard sinnvoll wäre und sich durchsetzen könnte.

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CAT-7 ist eine fragwürdige Investition in eine höchst ungewisse Zukunft.
 
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Eine Spekulation auf eine spätere Neuverkabelung ist unterm Strich teurer.

Und so viel kosten die Cat7-Kabel jetzt auch nicht ...
 
Du planst ne IT-Infrastruktur die 25-Jahre halten soll? Ist das ein Projekt der öffentlichen Hand oder woher kommt diese wahnsinnige Idee? Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in 25 Jahren alles per Gedankenübertragung versenden und unter jedem Schreibtisch ein Quantencomputer steht ist größer, als dass Cat6 oder 7 in 25 Jahren noch ein aktueller Standard ist.

Kabel so verlegen, dass du sie leicht tauschen kannst... und Cat6 wird die nächsten 5 Jahre wohl im Heimbetrieb locker ausreichen. Weiter in die Zukunft zu planen macht keinen Sinn.
 
Aus Ehrfahrung:
Verwende das Telegaertnermaterial. Ich war in der Gebaeudetechnik beruflich taetig und habe Netzwerkverkabelungen in etwas anderen Dimensionen realisiert.
Ich verstehe nicht, wie hier einfach eine Busch und Jaeger Dose als besonders langlebig dargestellt wird, nur weil eventuell teurer.
Speziell die ganzen Netzwerkdosen der Schalterhersteller wie Gira, Busch und Jaeger, Mertens etc wuerde ich nicht ganz so hochwertig wie von Telegaertner sehen.
Es gibt Netzwerkdosen, welche innen aus Einzelmodulen aufgebaut sind. Fuer den Heimgebrauch unsinnig und die Montage frickelig.
Auf jeden Fall solltest du tiefe Unterputzdosen/Hohlwanddosen haben, sonst wirds ein Gefummel.
Ich sehe da folgende Reihenfolge (Verarbeitung, Montagefaehigkeit): Telegaertner > BTR / Schalterhersteller (Gira, Jung, Busch und Jaeger, etc)/ Panduit > Rutenbeck > Billigzeugs ;)

Ob ein Schalterprogramm jetzt alt ist oder nicht spielt nicht wirklich eine Rolle.
Siemens oder Gira, um Beispiele zu nennen, haben die Bemaßung der Unterteile nicht veraendert, so das durchaus aktuelle Rahmen und Schalterprogramme auf die alten Unterteile passen. Jeder namhafte Schalterhersteller hat spezielle Adapterrahmen oder ganze Zentralplatten die auf Netzwerkdosen passen.

Zum LSA+ Anlegewerkzeug: ich habe hier auch Einige in den Fingern gehabt. Mit den guenstigen geht es irgendwie aber mit dem von Krone, welches ungleich mehr kostet ist es trotzdem anders, angenehmer und besser. Notwendig nicht unbedingt.

Auf der Gegenseite wo du das Patchfeld montieren wolltest: wuerde es da stoeren wenn nur Kabel aus der Wand kommen?
Telegaertner hat Stecker die du direkt auch auf dickere Cat 6/7 Kabel montieren kannst. Das einzige was du dafuer brauchst ist ein Elektronikseitenschneider mit gerader Schnittkante und eine Wasserpumpenzange zum Zusammenpressen.
Habe ich bei mir genauso gemacht, da die Leitungen eh unsichtbar in einem Verbau verschwinden.
Amazonlink und Link auf der Herstellerseite. Kann ich echt nur empfehlen diese Teile.

Zum Kabel kann ich leider nichts sagen, da wir die vom Großhaendler bekommen haben. Bei uns wurden zu 99,5% Duplexleitungen verlegt. Hersteller hat durchaus variiert.

Bei den Meßprotokollen gab es die meisten Fehler und Abweichungen nur weil bei der Dosenmontage oder Patchfeld geschlampt wurde.
Nie aber wegen eines minderwertigen Kabel.

Beim Kabel hat man doch den Schirm. Ich habe immer wieder gesehen wie Netzwerktechniker/Elektriker diesen Schirm einfach mit Isolierband nach hinten geklebt hatten. Sieht irgendwie aus. Ich verwende seit langer Zeit dafuer selbstklebendes Kupferband. Man bekommt einen sauberen Abschluss.
Nicht zwingend notwendig, ist aber ein kleines Detail :)
 
Also ich habe insbesondere mit der Abdeckung der Telegaertner Dosen keine sehr gute Erfahrung gemacht. Man kann allerdings Dose und Abdeckung teilweise herstellerübergreifend kombinieren.
 
Bei LSA abisolieren verfehlt den Sinn von LSA. Da sollte man jedoch gleich beim Werkzeug zu Krone greifen, sonst ärgert man sich später.

Das will ich sehen wie du ein Patchpanel auflegst ohne den Mantel vom Kabel abzumachen.:ugly: Damit könntest du auch richtig Geld machen, weil ich noch niemand gesehen habe der das drauf hat.

Eine Spekulation auf eine spätere Neuverkabelung ist unterm Strich teurer.

Und so viel kosten die Cat7-Kabel jetzt auch nicht ...
Exakt so seh ich das auch. Nur weil ich heute 20Euro auf 100 Meter Kabel spare kann ich in ein paar Jahren für hunderte Euros den ganzen Kack wieder rausreißen. Wäre was anderes, wenn man jetzt richtig was sparen könnte aber nicht wegen so ein paar Peanuts.

Du planst ne IT-Infrastruktur die 25-Jahre halten soll? Ist das ein Projekt der öffentlichen Hand oder woher kommt diese wahnsinnige Idee? Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in 25 Jahren alles per Gedankenübertragung versenden und unter jedem Schreibtisch ein Quantencomputer steht ist größer, als dass Cat6 oder 7 in 25 Jahren noch ein aktueller Standard ist.

Kabel so verlegen, dass du sie leicht tauschen kannst... und Cat6 wird die nächsten 5 Jahre wohl im Heimbetrieb locker ausreichen. Weiter in die Zukunft zu planen macht keinen Sinn.
Wenn ich sehe wie lange es schon 100MBit/s LAN gibt ist die Schätzung gar nicht mal so schlecht.
 
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