Zu hoher Takt (von Werk) bei Grafikkarte ein Qualitätsmangel und Reklamationsgrund?
Hallo PCGH-Community,
ich habe mir im Jahr 2014 einen neuen Rechner zusammengestellt, in dem als Grafikkarte die von Werk aus übertaktete „Gigabyte Geforce GTX 780 TI – OC (Overclocked) Edition“ verbaut ist.
Nun hat sich in den vergangenen 1,5 Jahren immer mehr herausgestellt, dass viele moderne 3D-Spiele wegen der von Werk gegebenen Übertaktung der Grafikkarte in unregelmäßigen zeitlichen Abständen abstürzen. Das Problem kann „gelöst“ werden, indem ich die Karte etwas untertakte.
Betroffene Spiele sind Batman Arkham City, Alien Isolation, Crysis 3 und GTA 5.
In einem Telefonat mit einem Mitarbeiter von Gigabyte teilte dieser mit, dass das Problem nicht bei der Hardware sondern bei der „Software“ also den Spielen bzw. deren Programmierung und Engine liege. Diese wären „schlecht programmiert“ und würden nicht mit dem hohen Takt der Karte zurechtkommen. Andere Spiele und Benchmarks würden ja auch ohne Abstürze laufen.
Ich konnte diese Äußerung nicht widerlegen, betonte allerdings, dass es sich um sehr unterschiedliche Spiele von verschiedenen großen Spieleherstellern handelt und ich es für unwahrscheinlich halte, dass alle diesen großen Studios schlechte Arbeit machen. Die meisten Grafikkarten würden ja mit den genannten Spielen ohne Probleme klarkommen. Das Telefonat kam daher erst mal zu keinem Ergebnis.
Da ich noch in der zweijährigen Garantie für die GraKa bin, würde ich diese gerne reklamieren und im besten Fall das volle Geld zurückbekommen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob hier tatsächlich ein „Qualitätsmangel“ als Reklamationsgrund vorliegt.
Bei Chip.de ist in einem Artikel folgende Erläuterung zu finden:
„Qualitätsmangel
Ein Mangel liegt dann vor, wenn die gekaufte Ware nicht den Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer oder der "verkehrsüblichen Beschaffenheit" entspricht. Beispiel: Die Grafikkarte eines neuen Computers ist defekt. "Üblichkeit" wiederum meint, dass die Ware nicht allzu negativ von vergleichbaren Produkten abweicht. Was üblich ist, bestimmen dabei unter anderem die Aussagen von Verkäufer oder Hersteller in der Werbung: Ordnet dieser der Sache darin gewisse Merkmale zu, so können Sie diese als Käufer auch erwarten - etwa die beworbene 16 statt der tatsächlichen 14 Megapixel-Auflösung einer Digitalkamera. Auch wenn die Digicam ansonsten einwandfrei funktioniert.“
Ich wüsste nicht, wie sich eindeutig feststellen lässt, ob nun die Grafikkarte oder die Spiele ursächlich für den Fehler sind, da ja erst aus der Kombination von beiden die Abstürze bewirkt werden. Zwar funktionieren andere Spiele nahezu einwandfrei (in den 1,5 Jahren waren das u. a. Mass Effect 3, FIFA 15, Skyrim mit Grafikmods), aber diese stellen bei maximalen Einstellungen deutlich geringere Ansprüche an die Karte als die o. g. Spiele.
Nun wüsste ich gerne eure Meinung zu diesem Thema. Habt ihr vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennt sich evtl. jemand mit der Rechtslage bei der Reklamation von Computerhardware aus?
Vielen Dank vorab für eure Hilfe
Hallo PCGH-Community,
ich habe mir im Jahr 2014 einen neuen Rechner zusammengestellt, in dem als Grafikkarte die von Werk aus übertaktete „Gigabyte Geforce GTX 780 TI – OC (Overclocked) Edition“ verbaut ist.
Nun hat sich in den vergangenen 1,5 Jahren immer mehr herausgestellt, dass viele moderne 3D-Spiele wegen der von Werk gegebenen Übertaktung der Grafikkarte in unregelmäßigen zeitlichen Abständen abstürzen. Das Problem kann „gelöst“ werden, indem ich die Karte etwas untertakte.
Betroffene Spiele sind Batman Arkham City, Alien Isolation, Crysis 3 und GTA 5.
In einem Telefonat mit einem Mitarbeiter von Gigabyte teilte dieser mit, dass das Problem nicht bei der Hardware sondern bei der „Software“ also den Spielen bzw. deren Programmierung und Engine liege. Diese wären „schlecht programmiert“ und würden nicht mit dem hohen Takt der Karte zurechtkommen. Andere Spiele und Benchmarks würden ja auch ohne Abstürze laufen.
Ich konnte diese Äußerung nicht widerlegen, betonte allerdings, dass es sich um sehr unterschiedliche Spiele von verschiedenen großen Spieleherstellern handelt und ich es für unwahrscheinlich halte, dass alle diesen großen Studios schlechte Arbeit machen. Die meisten Grafikkarten würden ja mit den genannten Spielen ohne Probleme klarkommen. Das Telefonat kam daher erst mal zu keinem Ergebnis.
Da ich noch in der zweijährigen Garantie für die GraKa bin, würde ich diese gerne reklamieren und im besten Fall das volle Geld zurückbekommen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob hier tatsächlich ein „Qualitätsmangel“ als Reklamationsgrund vorliegt.
Bei Chip.de ist in einem Artikel folgende Erläuterung zu finden:
„Qualitätsmangel
Ein Mangel liegt dann vor, wenn die gekaufte Ware nicht den Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer oder der "verkehrsüblichen Beschaffenheit" entspricht. Beispiel: Die Grafikkarte eines neuen Computers ist defekt. "Üblichkeit" wiederum meint, dass die Ware nicht allzu negativ von vergleichbaren Produkten abweicht. Was üblich ist, bestimmen dabei unter anderem die Aussagen von Verkäufer oder Hersteller in der Werbung: Ordnet dieser der Sache darin gewisse Merkmale zu, so können Sie diese als Käufer auch erwarten - etwa die beworbene 16 statt der tatsächlichen 14 Megapixel-Auflösung einer Digitalkamera. Auch wenn die Digicam ansonsten einwandfrei funktioniert.“
Ich wüsste nicht, wie sich eindeutig feststellen lässt, ob nun die Grafikkarte oder die Spiele ursächlich für den Fehler sind, da ja erst aus der Kombination von beiden die Abstürze bewirkt werden. Zwar funktionieren andere Spiele nahezu einwandfrei (in den 1,5 Jahren waren das u. a. Mass Effect 3, FIFA 15, Skyrim mit Grafikmods), aber diese stellen bei maximalen Einstellungen deutlich geringere Ansprüche an die Karte als die o. g. Spiele.
Nun wüsste ich gerne eure Meinung zu diesem Thema. Habt ihr vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Kennt sich evtl. jemand mit der Rechtslage bei der Reklamation von Computerhardware aus?
Vielen Dank vorab für eure Hilfe

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