WLAN-Empfang vergrößern (Richtfunk?)

Geogoleo

Komplett-PC-Aufrüster(in)
WLAN-Empfang vergrößern (Richtfunk?)

Hallo,

folgende Situation:

- Haus befindet sich an einem Hügel am Stadtrand
- WLAN-Empfang von WLAN-Netzwerken aus der Stadt nur sehr schwach
- Abstand zwischen Haus und Stadt beträgt ca. 800m, mit einem zusätzlichen Höhenunterschied von max. 100m.

Jetzt hatte ich überlegt, eine Richtantenne zum Empfang dieser WLAN-Netze am Haus anzubringen.
Dazwischen sollte sich ein Gerät befinden, an welchem man auswählen kann, welches der empfangenen WLAN-Netzwerke
wieder ausgegeben werden soll.

Somit suche ich im Prinzip einen WLAN-Repeater, bei welchem sich die Eingangsantenne auswechseln lässt (also SMA).

Meine Frage ist jedoch, ob das so funktioniert wie ich es mir gerade gedacht hab.
Reicht eine Richtfunk-Antenne auf empfangsseite, um das Signal zu verstärken? Oder wäre zudem ein Sender mit Richtantenne nötig?


Danke schonmal für hilfreiche Tipps
 
AW: WLAN-Empfang vergrößern (Richtfunk?)

Der Name Richtfunk sagt es eigentlich schon. Auf beiden Seiten wird der selbe Antennenaufbau benötigt. Also eine Schüssel auf jeder Seite, um eine gerichtete Funkstrecke zu erzeugen.

Und ohne entsprechende Anträge bei der Bundesnetzagentur meines Wissens nicht zulässig.
 
AW: WLAN-Empfang vergrößern (Richtfunk?)

- Haus befindet sich an einem Hügel am Stadtrand
- WLAN-Empfang von WLAN-Netzwerken aus der Stadt nur sehr schwach
- Abstand zwischen Haus und Stadt beträgt ca. 800m, mit einem zusätzlichen Höhenunterschied von max. 100m.

Jetzt hatte ich überlegt, eine Richtantenne zum Empfang dieser WLAN-Netze am Haus anzubringen.
Dazwischen sollte sich ein Gerät befinden, an welchem man auswählen kann, welches der empfangenen WLAN-Netzwerke
wieder ausgegeben werden soll.
Du willst also das W-lan andere anzapfen? Ich versteh den Sinn irgendwie nicht. Also mein Netz behalte ich doch gerne eher für mich.
 
AW: WLAN-Empfang vergrößern (Richtfunk?)

Bei W-LAN erfolgt Senden und Empfangen über die selbe Antenne. Eine Richtantenne wirkt also sowohl auf Senden als auch aufs Empfangen.

Zum Empfangen eines schwachen, weit entfernten Signals brauchst du einen guten W-LAN Empfänger und gegebenenfalls eine Richtantenne die möglichst gut auf die "Zielantenne" ausgerichtet werden sollte. Eine Antenne mit kleinerem Öffnungswinkel bringt einen höheren Gewinn allerdings muss sie auch genauer ausgerichtet werden.

Für modernes W-LAN mit MIMO (802.11n oder 802.11ac) sind mehrere Antennen parallel erforderlich. Mit einer Antenne sind via 802.11a/g maximal 54MBit/s brutto möglich, das entspricht netto etwa 25MBit/s. Mit MIMO ist unter Umständen auch ein besserer Empfang möglich.

Beim Senden muss das Signal so stark und so stark gerichtet sein das es vom Empfänger noch "gehört" wird. Die maximale äquivalenten isotropen Strahlungsleistung der Antenne ist auf basis gesetzlicher Regelungen limitiert und zwar auf 100mW im 2,4GHz Bereich (in den USA 125mW) und auf 1W im 5GHz Bereich. Die Strafen im Fall eines erwischt werdens sind ziemlich streng (Beschlagnahmung der Funkausrüstung, unter Umständen mehrere tausend Euro Geldstrafe), wie groß das Risiko ist erwischt zu werden hängt stark vom Einsatzszenario ab. Hier ist vor allem die Art der Anwendung relevant (mobil/gelegentlich oder stationär/dauerhaft) und ob sich in der Gegend (in Senderichtung) irgendwelche Einrichtungen, Nachbarn,... befinden die sich von dem starken W-LAN Signal gestört fühlen könnten und natürlich davon wie weit der Grenzwert überschritten wurde.

Bei schlechterem Empfang schaltet W-LAN auf eine gröbere Multiplexingtechnik zurück wodurch die Übertragungsstabilität verbessert wird aber die Geschwindigkeit verschlechtert wird. Ein besserer Empfang bring daher mehr Geschwindigkeit.


Zu Richtantennen: Richtantennen gibt es in diversen Bauformen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Für detailierte Informationen ist dieses Buch zu empfehlen: Rothammels Antennenbuch

Zum Empfänger: Sollen unterschiedliche W-LAN Quellnetze angesteuert werden und ein ganzes Netzwerk damit verbunden werden bietet sich wohl am ehesten ein kleiner PC an. In diesen kann dann auch gleich eine *gute* W-LAN Karte integriert werden. Die Steuerung des PCs zum wechseln zwischen den W-LANs kann fallweise eventuell halbautomatisch/netzwerkgesteuert etwa via TELNET funktionieren aber das ist natürlich nicht ganz einfach.

PS: Das Antennenkabel sollte möglichst kurz gehalten werden.

Bundesnetzagentur
-Bundesnetzargentur
-Bir Tawil
:schief:
 
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