Umgerechnet würde das nur 680.000 bis 750.000 Surface-RT-Tablets bedeuten, die sich tatsächlich in der Hand von Kunden befinden. Alexander zufolge ist diese Quote aber nicht ungewöhnlich; auch bei Android-Geräten beobachte man sie in den ersten Monaten nach Verkaufsstart oft in dieser Höhe. Sie stehe aber im Kontrast zu Apple, das 90 bis 100 Prozent der “ausgelieferten” Produkte auch tatsächlich umgehend abverkauft.
Im ersten Quartal habe Microsoft offenbar seine Surface-Produktion zurückgefahren, merken die Marktforscher an. Das Unternehmen habe noch genug Inventar abzuverkaufen. Auch dies sei keine Ausnahme in der Branche – beispielsweise Amazons Erstbestellungen des Kindle Fire hätten weit ins zweite Verkaufsquartal gereicht, weshalb es die Produktion zeitweise einfrieren musste.
iSuppli zufolge hat Microsoft aber noch mit einem zweiten Problem des Surface RT zu kämpfen, nämlich einer “sehr hohen” Rückläuferquote. “Wenn man hohe Rückläuferquote und geringen tatsächlichen Verkauf kombiniert, weist das schon auf ein Problem hin”, sagt Alexander – eines, mit dem wiederum auch Amazons Kindle Fire zu kämpfen hatte. Der Grund ist aber ein anderer: “Die Rückläufer scheinen in vielen Fällen mit der relativ steilen Lernkurve des Betriebssystems zusammenzuhängen – das nicht gerade intuitiv ist.”