Wikipedia aus Protest offline?

Das ist doch beinahe Standard an Unis. Mit Wikipedia braucht bei uns auch niemand zu kommen. Nett für einen ersten Überblick, aber das wars schon. Es geht nichts über Fachbücher. Vor allem in höheren Semester, da gibts im Internet nichts hilfreiches mehr. Dann erledigt sich das googlen von selbst.
stimmt. wofür haben die unis und fhs sonst diese riesigen bibliotheken mit ganzen massen von fachbüchern? einfach suchen und nachschlagen. ist zwar etwas mehr arbeit, aber auch informativer
 
es gibt auch Fachbücher die als Standardwerk gelten wo seit vielen Auflagen Fehler drin sind obwohl die Fehler bekannt sind und da reden wir nicht von Monaten sondernd von Jahrzehnten.
bei den fachbüchern gibt es aber eine größere auswahl, die man miteinander vergleichen kann. im zweifelsfall fragt man einfach den prof. bei wikipedia gibt es allerdings (fast immer) nur ein artikel über ein bestimmtes thema.
 
Äh ja...

Bei ~200 Studenten im Semester und round about 30-50 Büchern gl hf.

Zudem, wo willst du die ganzen Bücher stapeln? Ich hab auch immer meine 3-5 Bücher da liegen, aber hin und wieder will man nochmal etwas nachschlagen. Wenn du wirklich alles aus Büchern immer griffbereit haben willst in meinem Fall müsste ich locher 30-40 Bücher ständig hier rum liegen haben (minimum). Da haste dann aber nur das "0815" Zeug abgedeckt. Bei uns gibt es einfach VIEL extrem VIEL. Und wenn ich mir kurz ansehen will was der Unterschied zwischen zwei Interferometertypen anschauen will, bringt mir das 0815 Buch rein gar nichts, weil da wahrscheinlich eben nur der Grundtyp abgehandelt wird, aber sicherlich eben nicht alles. Wenn man sich dann aber ein Buch dazu holt, was es nicht mal zwingend geben muss, da zu Speziell und Unwichtig für die Lehre, dann haste nen richtig dicken Schinken, wo halt bis ins letzte Detail irgendwelche Elemente durchgesprochen werden. Zum schnellen Verständnis trägt so etwas aber nicht bei.
 
Eine Quelle ist immer nur so gut wie derjenige der sie benutzt.

Fachbücher werden von Menschen geschrieben die (Gott bewahre) Fehler machen. Genauso ist es mit Wikipedia-Artikeln. Der große Unterschied: Bei Wikipedia arbeiten viel mehr Menschen daran und das, was die Wissenschaft als "peer reviewing" bezeichnet findet dort laufend statt. Dafür hat man den Nachteil, dass theoretisch auch jeder irgendwelchen Quatsch zum Besten geben kann.

So oder so ist Wikipedia (oder ähnliche Systeme) die Form in der Wissen in Zukunft gemanaged werden wird. Man muss schon sehr blind sein um das nicht zu sehen. Jeder der häufiger mit Bibliotheken zu tun hat, der weiß, dass die Vorteile etwas schnell auf Wikipedia nachzuschlagen IMMENS sind gegenüber der Vorgehensweise in einer Bibliothek:
1. hingehen oder im Online-Katalog der Bibliothek nach Schlagwörtern/Autoren/usw. suchen um möglichst Buchtitel zu erraten die mitunter mit dem Thema zu tun haben - außer man kennt sich schon aus in der Materie und weiß über mögliche Autoren / einschlägige Werke Bescheid
2. Bücher auswählen
3. Bücher ausleihen / an der Bibliothek kurzlesen (meist ToC) um festzustellen ob das Buch überhaupt wirklich das gewünschte Thema beinhaltet
4. Buch wirklich ausleihen lesen und nach den gewünschten Informationen durchfiltern
5. Buch zurückgeben

Das ganze wird noch komplexer, wenn es gewünschte Bücher nicht gibt, dann darf man Fernleihe betreiben und das wird mitunter sogar recht teuer.

Einzig wenn man den typischen wissenschaftlichen Text vorliegen hat in Papierform und man könnte ihn stattdessen als elektronisches Dokument haben, mit der Möglichkeit der Suche (Suchbegriffe), Hyperlinks für die einzelnen Kapitel usw. ist das schon eine extreme Steigerung der Arbeitseffizienz als in 500 Seiten Büchern blättern zu müssen.

Bezüglich der Universitäten:
Klar gibt es einige Professoren / Institute die glauben, dass nur in Büchern die Wahrheit stehen könne und nur was auf Papier gedruckt wurde, eine seriöse Quelle sein kann. An und für sich gerade für Wissenschaftler eine geradezu aberwitzige Vorstellung, denn Wissenschaft steht genau nicht für auf Papier gedruckte Dogmen.
Ebenso gibt es aber Institute / Professoren die sehr wohl elektronische Quellen inklusive Wikipedia zulassen. Wieso auch nicht? Ich hatte schon genug mit wissenschaftlichen Publikationen zu tun, um zu wissen, dass was so alles an 'Fachliteratur' veröffentlicht wird, oftmals viel weniger Kontrolle unterliegt als der typische Wikipedia Artikel, der nicht als "unvollständig, mangelnde Quellen usw." gekennzeichnet ist.

Vergleichbarkeit ist übrigens auch eine der Voraussetzungen für Wikipedia Artikel. Gibt es mehrere Theorien sind die bei ordentlichen Artikeln auch angeführt und es wird auch entsprechend auf weiterführende Quellen verwiesen.

Abschließend sei noch gesagt, dass "Wikipedia copy+paste" ein völlig anderes Problem ist. Ein Plagiat hat nämlich erstmal überhaupt nichts mit der Richtigkeit der Quelle zu tun, sondern lediglich mit einer falschen (weil nicht vorhandenen) Zitierweise. Wenn ich aus Fachliteratur abschreibe ist das genau dasselbe.

Auch das harte und strenge wir müssen mindestens 2 Quellen angeben usw. hat nichts mit der Glaubwürdigkeit von Quellen zu tun, sondern ist eine Arbeitsweise die eigentlich an jeder Universität üblich ist. Ob diese 2 Quellen dann zwangsweise Bücher sein müssen ist eben eine andere Diskussion die für mich ganz klar mit nein zu beantworten ist. Was neu ist, ist halt erstmal böse, aufzuhalten ist der Trend mit Sicherheit nicht und an den paar Instituten die ich kenne, ist gerade für Lehrende und auch Professoren Wikipedia ein unheimlich beliebtes Tool um Dinge nachzuschlagen.

An alle die glauben an ihren Unis würde das nicht benutzt werden:
Fragt mal die IT beauftragen der Uni wieviele Wikipedia-hits das Bediensteten Netzwerk so generiert....
 
@ Skysnake: Ich verstehe vollkommen was Du meinst! Wir sind mit Nebenfächlern ca. 600 Leute und bei den Büchern gibt es maximal je 5 Exemplare, wovon manche dann noch bei den Dozenten, respektive Professoren als Dauerleigabe im Büro liegen und man sich Zeiten zur Einsicht vereinbaren muss...
Das mit den Fachbüchern kann ich auch nur Bestätigen, in manchen sind seit Jahrzehnten Fehler drinne und werden mit jeder neuen Auflage übernommen. Wir haben Bücher da lassen wir deswegen ganze Kapitel aus und brauchen deswegen ein weiteres Buch.
Desweiteren verstehe ich nicht warum ander in diesem Thread einfach nicht deine Aussage verstehen können!
Wiki ist das was früher das Bücherregale fassende gebundene Lexikon war! Da hat man auch nur rein geschaut um sich einen Überblick zu verschaffen! Dazu ist Wikipedia auf die schnelle mal gut und spart auch noch Platz im Bücherregal, den man jetzt für entsprechende Fachliteratur nutzen kann ;).
So nebenbei weiß einer noch was eine Brockhaus Komplettausgabe anno dazumal gekostet hat? Wikipedia ist kostenlos!
Also Wikipedia ist eine gute Möglichkeit sich schnell einen Überblick über Allgemeine seit Jahren gültige Gegebenheite zu verschaffen -NICHT- um den aktuellen Forschungsstand fachlich korrekt abzurufen oder wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen!
Letztenedes entscheidet jeder aber für sich, keiner muss diese Meinung teilen, was aber noch lange nicht heißt, dass man uns versucht zu erklären das wir falsch liegen nur weil sie für euch nicht zutrifft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Muss auch mal loswerden das Wiki für mich die erste Seite íst der ich was spende... kann jetzt jeder sehen wie er will aber für mich ist Wiki nicht mehr eine Informationsseite sondern ein Menschenrecht!
 
Man oh man, ich verstehe es nicht, warum einige Leute hier Wiki mit Fachliteratur vergleichen wollen... Wiki ist nun mal eine freie Enzyklopädie, daher nur gut oder sehr gut für kurze Frage. Es wohl klar, dass niemand für seine Diplomarbeit Brockhaus verwenden würde :huh:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wiki und der rest des Webs sind einfach notwendig um sich ein aktuelles Bild zu machen, da Bücher so wie sie in den Druck kommen in gewissen Teilen schon wieder veraltet sind.
 
Man hört immer "viele Artikel in Wikipedia stimmen nicht", bla bla - na dann zeige man mir doch bitte einen. Zudem empfinde ich Wikipedia für wissenschaftliche Arbeiten als sehr geeignet. Es stehen meist gute Quellen drin, es ist prägnant zusammengefasst, Schnittpunkte zu anderen Themen sind mit drin - meist mehr als nur ein schöner kurzer erster Überblick. Man sollte es halt nur nicht als Quelle verwenden, Fachliteratur bleibt einem dadurch nicht erspart.
 
Als Quelle kann man wiki schon verwenden, nur als einzige Quelle zu nutzen ist zu wenig, vorallem für viele Professoren. Ist ja auch irgendwo verständlich^^
Ich muss auch sagen, dass bei wiki einiges wesentlich verständlicher Verfasst ist. Habe bei mir ein paar Versuchserklärungen fürs Studium wo recht einfache Sachen viel zu umständlich erklärt sind, einmal bei wiki geschaut und schon hab ich verstanden was der Prof. von mir will ;)
 
Zurück