AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?
Naja, fast. Normalerweise 2, da RAM und CPU teils unterschiedliche Spannungen brauchen. Bekommt der Uncore-Bereich auch noch eigene Spannungen, braucht man schon 3 Phasen.
Eine Skylake CPU erwartet vier verschiedene Eingangsspannungen, VCC, VCCGT, VCCIO und VCCSA. In gleicher Reihenfolge sind diese für Kernspannung, Stromversorgung des iGP, der IO Systeme und des System Agents. Letztere zwei werden aber nur so wenig belastet, dass hier oft kein voller buck converter verbaut wird, den wir normal als Phase bezeichnen. Viele Hersteller setzen dafür nur zwei Linearregler ein.
Allerdings müsste man dann schon große Brummer aufs Board bauen, die sehr schwer zu kühlen sind. Deshalb sind es dann mehr Phasen, um z.B. die Hitzeentwicklung besser aufteilen zu können.
Ja, mit der Anzahl der Phasen steigt auch die Effizienz der Wandlereinheit, zudem lässt sich Restwelligkeit mit steigender Anzahl an (im Grunde genommen nicht) parallelen Phasen besser drücken.
Ein Design aus mehreren Phasen ist somit schon durchaus sinnig.
Was sich für die Skylakes als absolut genügend heraus gestellt hat, sind vier gedoppelte Phasen mit solider Bestückung für VCC. Nur muss man eben erst einmal heraus finden, wo man diese auch bekommt.
Sobald laut Hersteller mehr als 8 Phasen verbaut worden sind, ist noch lange nicht sicher, dass dies der Fall ist, nicht mal in der Quantität.
Wo ich dir aber sagen kann, dass einem die passende Phasenzahl und - soweit ersichtlich - gute Komponenten im Wandler geboten werden, wäre mit dem günstigen Preis das ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4.
Wem dort noch Features wie USB 3.1 fehlen, der muss sich dann umorientieren zu einem Gigabyte GA-Z170X-UD3 oder ASUS Z170-A.