Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Sasch93

Schraubenverwechsler(in)
Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Wie viele Phasen braucht man z. B. einen i5 6600k auf 4,5 ghz bringen will?

Wie viele Phasen braucht man für extremes OC mit einer geköpften CPU und Wasserkühlung?

Spielt dabei die TDP des Prozessors auch eine Rolle und gibt es Tests zu dem Thema?
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Die meisten Boards arbeiten mit 10 Phasen. Quantität alleine bringt dir allerdings nicht viel, auch die Qualität der verwendeten Bauteile sollte stimmen. Lästiges Spulenfiepen und zu hohe Temperaturen wären nur einige Nachteile billiger Phasen.

Ob das jetzt der i5 auf 4.5 GHz oder extremes OC mit geköpfter CPU unter Wasser ist, die Anzahl der Phasen ist für den Erfolg des Vorhabens nicht entscheidend. Wenn du von Köpfen redest, solltest du eigentlich auch selber wissen, dass es dabei mehr auf die Qualität der CPU und die Leistungsfähigkeit der Kühlung ankommt. Und natürlich spielt auch die nötige TDP eine Rolle. Je höher das Glück in der CPU Lotterie, umso weniger VCore benötigst du für hohe Taktraten und umso weniger Hitze musst du abführen.

Sorry aber für mich kingt das nach "hab da was bei Youtube gesehen, fand ich geil, will ich auch!" Nicht böse gemeint.
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Tja, das ganze ist nur Marketing Geschwafel, das ist alles.
Ist völlig Wumpe, wie viele Phasen ein Mainboard hat, entscheidend ist, was für eine Stromaufnahme diese Phasen verkraften können.
Ein 10 Phasen Board bringt nichts, wenn nur 10 Ampere pro Phasen gehen. Da ist ein 8 Phasen Mainboard besser, das 30 Ampere pro Phase zulässt.
Daher ist das auch nicht vergleichbar. Jeder Hersteller baut das anders und sagt natürlich auch nie, was maximal möglich ist.
Von daher reicht eben eine einzige Phase auch aus, sofern da eben 200 Ampere durchgehen können. :D
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Nicht immer aufs Marketing schimpfen, ich arbeite auch in der Branche! ;) Wir sind nur Sklaven der Geschäftsführung. Recht hast du natürlich trotzdem!
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?


Naja, fast. Normalerweise 2, da RAM und CPU teils unterschiedliche Spannungen brauchen. Bekommt der Uncore-Bereich auch noch eigene Spannungen, braucht man schon 3 Phasen.

Allerdings müsste man dann schon große Brummer aufs Board bauen, die sehr schwer zu kühlen sind. Deshalb sind es dann mehr Phasen, um z.B. die Hitzeentwicklung besser aufteilen zu können.
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Üblicherweise sind die Phasen auf Boards auf ca. 25W Dauerbelastung (mit Spitzen etwas darüber) ausgelegt.
Dadurch kommt in etwa soviel Abwärme zustande, wie man auf der kleinen Fläche abführen kann.

Das hilft dir für deine OC- Abschätzung aber überhaupt nichts.
Wichtig ist eine saubere Ausgangsspannung, die zur CPU rübergeht und Lastwechsel gut verkraftet.

Allgemein bist du gut beraten, nicht das billigste Z170- Board zu nehmen, sondern eines, was dir ausreichend Ports für deine Endgeräte bietet.
Für Hausfrauen-OC mit Luftkühlung ist jedes 130-180€ Board ausreichend dimensioniert.

Für extremes OC probiert vermutlich auch der8auer viele Boards (auch des gleichen Modells) aus, bis er eins findet, was noch 100 MHz mehr hinbekommt.
Allein an den Phasen kann man da nix festmachen.

Ein 300€+ Board für ne 200€-CPU ist aber ziemlicher Unsinn. Das kann man mal so sagen.
Dann lieber den i7 und ein "günstiges" (s.o.) nehmen.
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

In der Regel isses halt schon so: mehr Phasen --> qualitativ besseres Board. Auch wenn das technisch jetzt nicht zwingend so sein muss. Heute kriegst du allerdings schon gute Z170 Boards für um die 100-120€.
 
AW: Wie viele gekühlte Phasen auf dem Mainboard braucht man wirklich?

Naja, fast. Normalerweise 2, da RAM und CPU teils unterschiedliche Spannungen brauchen. Bekommt der Uncore-Bereich auch noch eigene Spannungen, braucht man schon 3 Phasen.

Eine Skylake CPU erwartet vier verschiedene Eingangsspannungen, VCC, VCCGT, VCCIO und VCCSA. In gleicher Reihenfolge sind diese für Kernspannung, Stromversorgung des iGP, der IO Systeme und des System Agents. Letztere zwei werden aber nur so wenig belastet, dass hier oft kein voller buck converter verbaut wird, den wir normal als Phase bezeichnen. Viele Hersteller setzen dafür nur zwei Linearregler ein.

Allerdings müsste man dann schon große Brummer aufs Board bauen, die sehr schwer zu kühlen sind. Deshalb sind es dann mehr Phasen, um z.B. die Hitzeentwicklung besser aufteilen zu können.

Ja, mit der Anzahl der Phasen steigt auch die Effizienz der Wandlereinheit, zudem lässt sich Restwelligkeit mit steigender Anzahl an (im Grunde genommen nicht) parallelen Phasen besser drücken.
Ein Design aus mehreren Phasen ist somit schon durchaus sinnig.
Was sich für die Skylakes als absolut genügend heraus gestellt hat, sind vier gedoppelte Phasen mit solider Bestückung für VCC. Nur muss man eben erst einmal heraus finden, wo man diese auch bekommt.
Sobald laut Hersteller mehr als 8 Phasen verbaut worden sind, ist noch lange nicht sicher, dass dies der Fall ist, nicht mal in der Quantität.
Wo ich dir aber sagen kann, dass einem die passende Phasenzahl und - soweit ersichtlich - gute Komponenten im Wandler geboten werden, wäre mit dem günstigen Preis das ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4.
Wem dort noch Features wie USB 3.1 fehlen, der muss sich dann umorientieren zu einem Gigabyte GA-Z170X-UD3 oder ASUS Z170-A.
 
Zurück