Wenn ein alter UT- und Quake-Spieler plötzlich Battlefront zockt - Selbstversuch mit Kulturschock-Garantie

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Stellen Sie sich eine Zeitreise in puncto Spielmechanik vor. Was wäre, wenn sich der PCGH-Chefredakteur virtuell zehn Jahre lang in einen Kryo-Schlaf begibt, keinen Shooter in der Zeit anfasst und sich dann Ende 2015 an Star Wars: Battlefront heranwagt? Viel Spaß beim Selbstversuch. Nachmachen ist unbedingt zu empfehlen.

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Ich habe mich eigentlich so unglaublich auf Battlefront gefreut - und zwar genau bis zur Beta :wow:
Danach war mir klar das ich - wenn überhaupt - Battlefront nur nach dem Studieren einiger Reviews nach dem release kaufen würde.
Aber nachem das Game dann veröffentlicht wurde war mir klar --> nix für mich :(

Battlefront ist sicher kein schlechtes Spiel - aber es ist so unglaublich "ver-casual-isiert" das es mir schon fast weh tut :heul:

Ich habe anfangs meiner "Multiplayer-Karriere" Duke-Nukem 3D, Unreal Tournament (99) und andere "schnelle" Shooter gespielt
Danach - als Star Wars Battlefront (das Original) draußen war selbiges bis zum Umfallen gespielt.

Aber irgendwann hatte ich das schneller "Geballer" satt und hab mal testweise Battlefield 3 im 64er-Conquest (Caspian) bei nem Freund gespielt.
Von da an war ich für andere Multiplayer-Shooter-Arten(!) verloren :hail:

Versteht mich nicht falsch - ich kann verstehen das jedem was anderes gefällt - aber trotzdem hat mich Battlefront sehr enttäuscht.
 
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Sehr schöner Artikel in welchem man sich doch schneller wiederfindet als gedacht. Mir geht es ähnlich auch wenn ich nicht alle Kritikpunkte so unterschreiben kann. Das XP basierte Leveln sowie eine Individualisierung der Spielfigur gehört meiner Meinung nach heutzutage zur benötigten Grundausstattung eines Shooters einfach dazu. Korrigiert mich wenn ich irre, aber CoD Modern Warfare hat diesbezüglich damals echt eine Innovation eingeführt welche ich heute bis zu einem Gewissen Grad nicht mehr missen wollte. Das Level-abhängige Freischalten interessanter Perks hat dieses Spiel damals revolutioniert und mich auch dazu verleitet, der Serie lange die Treue zu halten. Denn ich persönlich brauchte im MP mehr als nur das stupide Killen von Gegner von für alle von Anfang an gleich gesetzten Klassen. Ja, ich brauchte eine sichtbare Belohnung und eine Ausrüstung, die meinen Mitspielern gezeigt haben, OK die Dinge wurden hart oder eben zeitintensiv erarbeitet. Flankiert von einem guten Level-Design aber vor allem! dedizierten Servern oder einem fairen Matchmaking war es eine Freude sich in bester Rambo-Manier in den Kampf zu werfen. Taktische Tiefe war nicht mein Ziel, ich wollte Action und ich wollte dafür belohnt werden.

Das hat auch lange Zeit funktioniert, 2-3 Folgetitel, da sich das Rad auch nicht ständig neu erfinden ließ, akzeptierte man dann ein sich zig mal wiederholendes Prestige-System. Dies sagte nichts über Reaktion und Fähigkeit aus, sondern lediglich über Spieldauer. Völlig ok. Folgte man diesem Weg, stellte man jedoch schnell fest, das eine Sättigung stattfand und aus dieser Sättigung dann Frustration wurde. Warum? Inhaltlich stellte ich keine allzu hohen Anforderungen an einen Action-Shooter. Als jedoch selbst das Belohnungssystem schon auf Grundleveln jedermann zur Verfügung stand war der Reiz für mich dahin. Der Sargdeckel war und ist dann das abgrundtief schlechte Matchmaking gewesen. Somit habe ich dann auch endlich den "aktuellsten" Teil der Serie ignoriert und ich fühle mich dabei sehr gut. Dieses Matchmaking, sowie generell die momentanen Versionen besagter Action-Shooter dienen meiner Meinung nach nur dem Zweck der kurzzeitigen Unterhaltung, weniger aus Kunden- sondern mehr aus Anbietersicht. Shooter sind heutzutage leider in den meisten Fällen kalkulierte Wegwerfware und die besagten Kritikpunkte reines kommerzielles Kalkül. Entweder man akzeptiert dies oder man wendet sich anderen Genres zu, ich habe letzteres gemacht.

Zur damaligen Zeit, teils auch heute, empfand ich den "unfairen" Nachteil einer Level 10 Ausstattung im Vergleich zu Level 50 Leuten auf dem selben Server auch nie störend, sondern viel mehr herausfordernd. Die gesunde Mischung in den Teams sollte dabei natürlich gewahrt bleiben. Nichts war erquickender als sich an der zerstörten Freude eines Noobis zu ergötzen, welcher dich voller Stolz gelegt hat um dir deine Ausrüstung zu stehlen, nur um dann zu sehen wie er lachend in die beim Tode fallen gelassene Granate zu laufen. Wohl in dem Wissen, dass man Stunden vor dieser Situation meist selbst besagter Noobi war.

Damals hieß es, lernen durch Schmerzen aber man biss die Zähne zusammen. Heute heißt es, friss oder stirb. Für beides lassen sich die Publisher für ein Geschäftsjahr fürstlich entlohnen und da mache ich nicht mehr mit.
 
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Sehr schöner Artikel gerne mehr davon :daumen:
Interessant zu sehen wie es sich Verhält einen anderen/neuen/unterschiedlichen Shooter nach 10-15 Jahren zu spielen, wo man völlig anderes gewohnt ist.
 
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Ja, in der langen Zeit hat sich wohl einiges getan. Wobei, wenn ich so einigen anderen Presse- und Reviewstimmen zuhöre, Star Wars: Battlefront vielleicht auch einfach nicht wirklich gut geworden ist und der "Kulturschock" damit nur noch größer. Da ich selber nie der Shooter-Fan war, fehlt mir da leider die Erfahrung.

HerrBayer könnte aber vielleicht noch Interesse an TOXIKK haben, das laut Steam bald aus der Early Access-Phase rauskommt.
TOXIKK bei Steam
Fällt mir da so ein, da es sich selbst mit "Frag like it's 1999" bewirbt. :) Zumindest scheint es bisher nicht völlig vermasselt zu sein.
 
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Das Level-abhängige Freischalten interessanter Perks hat dieses Spiel damals revolutioniert und mich auch dazu verleitet, der Serie lange die Treue zu halten.
Nur komisch das es in BF2 extremst lange auch ohne ging. Für mich hat unter Anderem der ganze Perk-Mist dazu geführt, dass ich mit der BF-Reihe mittlerweile ganz abgeschlossen habe.
 
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Sehr schöner Artikel gerne mehr davon :daumen:
Interessant zu sehen wie es sich Verhält einen anderen/neuen/unterschiedlichen Shooter nach 10-15 Jahren zu spielen, wo man völlig anderes gewohnt ist.

Die Richtung dürfte klar sein oder?

jedenfals kommt mir die Story irgendwie bekannt vor.
Bei mir war es nicht SW-BF sondern CoD 4.
War auch ein Kulturshock für mich.
Früher wurden die Gegner deutlich angezeigt wo die sind und heute gibt es Tarnkleidung (damit auch der letzte Nerd ne Chance hat?) oder Autos exlopdieren wenn man draufschießt
(past ja super in dem "realistichen" Gewand) aber denoch hat es irgendwie Spass gemacht.
Auch war der Umgangston deutlich anders. Zu UT / Q3 Zeiten kannte man seine "Pappenheimer" und grüsste sich untereinander heute dagegen wird andauert von so ziemlich jeder
kulturellen Minderheit angepöpelt; wobei wenn man es genau betrachtet es eh nur Idioten sind und damit die "Minderheit" ad absurdum führt.
Heute rege ich mich regelmäßig bei BF3/4 über das nicht vorhandene Balancing /Netcode oder ggf. doch Cheater auf; anscheind ein würdiger Ersatz um sich Auf&Ab zuregen wie damals von Dos.
 
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schöner Artikel aber ut 99 und qwake3 kann man einfach nicht mit battlefront vergleichen ich habe sellbst bis vor 4 jahren extrem ut 99 gezockt habe auch mir einen guten namen gemacht aber dan einfach zeitlich nicht mehr hinbekommen leide heute zocke ich mal ne runde auf einen snieper hardcorecamper server das war es aber muss echt sagen es gibt gott-sei-dank noch sehr viele satmm spieler bei ut 99 ! glaube dieses spiel wird noch sehr lange gespielt werden andere games die neuer sind verfügen nicht mal mehr über server etc ut99 sollte jeder mal gespielt haben ! :daumen:
 
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Server aufmachen, loslegen z. B. Auch im normalen Deathmatch ohne Teams
Eigentlich mit der schlimmste Verlust bei neueren Spielen, Offline LAN´s sind damit leider unmöglich. (Und Online begrenzt der langsame Internetzugang)

Die ganzen anderen negativen Änderungen haben mittlerweile dazu geführt, das ich ziemlich wenig spiele.
Wer mal wieder ein simples, einfaches Game ohne Ranking-System spielen will, sollte mal Cube2: Sauerbraten probieren.
 
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TOXIKK ist wirklich ganz gut. Spielt sich gut, leider sind immer sehr wenig Leute online.
Habe es mir von Monaten gekauft und schaue ab und an mal rein.
 
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Als Arena Shooter der alten Zeit (auch für die Lan) gibt es noch Xonotic und Warsow, die beide auf einer hochgezüchteten Quake 1 bzw. Quake 2 Engine basieren, da deren Source Code von ID Software damals unter der GPL freigegeben wurde. Beide Spiele kostenlos.

https://www.youtube.com/watch?v=zTm5DytFLmE (Xonotic im TD Modus)
https://www.youtube.com/watch?v=SBf5pqhH53Y (Warsow)

Ansonsten auch die aktuelle Beta vom neuen Unreal Tournament
 
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Das ist das Problem an heutigen Spielen (und der damit aufwachsenden Generation). Anstatt den Spieler durch interessantes, facettenreiches und anspruchsvolles Spieldesign zu fesseln, bekommt man 0815-gameplay und 9001 unlocks, ribbons und was den Leuten sonst noch so einfällt.

Die Spieler werden nicht mehr durch das Spiel selber motiviert sondern zunächst durch das konstante "Schulterklopfen" in Form von grossen Nummern, Soundeffekten und "MLG SO AWESOME" popups sowie dutzendweise unlocks. Im Prinzip ist es positive Konditionierung, wie man es z.B. mit Haustieren macht. An einem gewissen Punkt übernimmt dann die "sunk cost fallacy".

Ernsthaft, schaut euch mal alte Spiele (besonders FPS) an. Spielt mal eine Runde Shadow Warrior oder Duke Nukem 3D. Dann spielt eine Runde CoD, Battlefield oder was für'n Rotz heute sonst noch aktuell ist.
 
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K.A. Für mich war BF4 mein erstes MP überhaupt und ich persönlich hatte in den vergangenen 12 Monaten viel Spaß mit meinem Clan.
 
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K.A. Für mich war BF4 mein erstes MP überhaupt und ich persönlich hatte in den vergangenen 12 Monaten viel Spaß mit meinem Clan.
Tja, bei mir ging es damals mit Doom und Quake im LAN los. BFBC2 war der letzte große Multiplayer-Shooter den ich noch gespielt habe. Und das auch hauptsächlich wegen dem Clan. Mit BF3 hat der sich dann auch langsam aufgelöst weil ein Großteil der alten BF2-Hasen keine Lust mehr hatten. In BF2 war eine Klassenvielfalt nötig, mangels Autoheal/-repair und eingeschränkter Muni für alle (inkl. Fahrzeuge). Auch gab es mehr Teamplay, weil eben nicht jeder nur auf die K/D geschaut hat.
Und schnelle, klassische Shooter im Stile eines Q3A oder UT gibt es nicht mehr. Gibt aber auch einige passende Videos auf Youtube dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=W1ZtBCpo0eU
Von dem gibt es mehrere Teile:
https://www.youtube.com/watch?v=C4yIxUOWrtw
 
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Ich glaube der Unterschied früher war auch das wir bei € III Arena, HL2 DM und so weiter einfach nur des Spaßesswillens gespielt haben. Heute wird da oft nur noch verbissen um irgend einen Rang, Extra EX, Waffe gekämpft.
Es wird da zum Teil sehr verbissen dran gegangen um, das Eigentliche, der Spaß am spielen ist nur noch Nebensache.
Leute die dann nicht 20/7 vor dem Spiel hocken sehen kein Land mehr.
Schlimm ist mittlerweile auch der Umgangston, so Totalausfälle wie sie heute leider die Regel sind, waren früher die Ausnahme.
Das sind so die Gründe warum ich heute fast nur noch Singleplayer spiele, oder wenn mal mit Freunden ne Runde OpenArena, als Erinnerung an die guten alten € III Tage :)
 
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Der Artikel trifft genau meine Meinung. Großes Danke @ Thilo :daumen:
 
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Da hat der Herr Bayer teilweise recht und teilweise etwas verdrängt. Zunächst ist Battlefront nicht im Ansatz mit UT / UT2K4 oder gar Q3A vergleichbar. Das beginnt beim Map-Aufbau, zieht sich über die Waffeneigenschaften und das Auto-Heal und endet beim Movement.

Battlefront spielt sich wie ein Kriegszenario Shooter: Verstecken, campen, möglichst große Waffe in die ungefähre Richtung abfeuern. Man weiß im Grunde von Anfang an alles was man wissen muss. Ein wenig Erfahrung und ab gehts. Damit hier nicht sofort die Motivation flöten geht, muss man etwas freispielen. Sonst legt man es nach 5 Minuten in die Ecke. Dass dann das Matchmaking so katastrophal ist, ist sehr schade und der echte große Knackpunkt.

Bei UT(2K4) und Q3A war es neben der erwähnten Kenntnis des Levelaufbau äusserst wichtig das Movement zu trainieren. Strafejumps, Circlejumps, Plasmaklettern, Walldodges, Spawnpunkte ablaufen, Streubreite einzelner Waffen kennen und ins Spiel einbauen, Flugverhalten des Gegners, wenn er durch eine Granate oder Rakete durch den Raum geschleudert wurde etc. DAS musste man auch trainieren und noobs VS trainierte war noch frustrierender als heute. Ich weiß noch gut wie wir uns zu festen Trainingstagen verabredet haben. Und dann Schleifertraining im 1 on 1. Da musste man rückwärts über die Plattformen in der DM17 laufen können (ohne abstürzen und dabei Waffen einsammeln). Da wurden Matches nur mit der Machinegun bestritten, damit man lernt wie man die Flugbahn des Gegners beeinflusst etc. Nicht zu vergessen, dass ohne Configtuning überhaupt nichts ging (Engine verhielt sich komplett anders wenn man z.B. 120 fps oder 125 fps als Limit festlegt).

Das war auch am Anfang also auch kein Spaß. Und dann gabs immer noch einen besseren, der dich trotzdem gnadenlos vernichtet hat. Da war man dann nichtmal 3 Sekunden am Leben nach dem Spawn. Ich erinnere mich mit Grausen an einen Bekannten, der damals bei BAD-CT gespielt hat. :ugly: Und ich habe wieder ein paar Runden Q3A gespielt. Es hat sich nichts geändert. Zumindestens wenn man mal jemanden auf einem Server findet.

Zu den erwähnten Beleidigungen beim Spiel: das ist das Phänomen des Internets. Hättest das auf einer LAN probiert, hätte dich jemand am Platz besucht. Also wurde es nicht gemacht.
 
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Irgendwie auch meine Zeit. Mit Duke3D und HalfLife 1 im LAN großgeworden. Zum Schluss noch ein wenig UT2004 und das wars dann. (Wenn gezockt wird, dann nur die alten Klassiker im Single)

Das mit dem Levelsystem habe ich zu Anfang bei Age of Empires 3 gesehen, wurde durch findige Bastler per Ini-Tuning aber schnell freigeschaltet, ansonsten eine "nette Sache".

Dass das Matchmaking so katastrophal ist, kann auch folgende Gründe haben. Der Zustrom von Neulingen würde irgendwann komplett abreißen als nur langsam zu versiegen. Denn wenn der Zustrom am versiegen ist, würden die wenigen "kleinen" irgendwann plötzlich keine Chance mehr haben, auf irgendwen zu treffen und so XP anzuhäufen. (Selbst erlebt in einem MMO, wo die Arena zum Glück nicht spielentscheident ist)
 
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