Welche Hardware für neuen Firmenserver?

aero23h

Schraubenverwechsler(in)
Schönen guten Tag zusammen,
ich wurde gefragt, ob ich den Server eines Bekannten in der Firma neu aufsetzen kann.
Das ganze wird als kleines Projekt für mich angesehen.
Auf dem alten läuft noch Windows Server 2003 und die Hardware ist auch dementsprechend alt.
Nun steh ich vor der "Herausforderung" zu schauen welche Hardware in so ein Server gehört. Von der Auswahl an Hardware hab ich nicht so viel Ahnung und erst recht nicht in Bezug auf Server.

Hier mal eine Liste an Sachen was auf dem Tower laufen soll:
  • Domaincontroller
  • Buchaltungssoftware
  • Datenspeicherung /-sicherung
  • Eventuell VPN für Arbeiten von Zuhause aus
  • 5Pc's sind im Netzwerk
  • Windows Server 2019 Essentials
Wenn mir hier jemand zu paar Tipps geben kann und schauen kann was sinnvoll ist, wäre ich auch mega dankbar.
Mit der Software und dem Aufbau des Netzwerkes komm ich schon eher klar, doch nehme auch dafür gerne hierfür eure Tipps und Hilfe dankend an.

Wir wissen, dass es sicherlich die bessere Lösung wäre, da ein Fachmann die Sache machen zu lassen, dennoch wurde das ganze mir anvertraut, als kleines Projekt damit ich auch was dabei lerne.

Ich habe hier mal ein Bild von der Konfiguration die ich mir bis jetzt mal so erstellt habe.
Screenshot_8.png
 
N

NatokWa

Guest
Das einzige das ICH dir jetzt auf Anhieb sagen kann ist folgendes : Jede CPU braucht ihren EIGENEN RAM, verdoppel also den RAM gleich mal.
Allerdings : Was wilst du nen Server NEU aufbauen mit CPU's von 2014 ?? EIN EINZIGER Threadripper/Epic hat schon mehr Power als die Dinger .....
 

Einwegkartoffel

Kokü-Junkie (m/w)
Die Frage wäre auch: Wie ausfallsicher soll das ganze sein?

Grundsätzlich reicht dir vllt alles ab Ryzen 7 (wobei ich die erste Generation mal außen vor lassen würde). Ich bin aber selbst gar nicht im Thema, was zB ECC Speicher angeht. Da müsste sich jmd anders zu äußern...
 

guss

PC-Selbstbauer(in)
Hat die Buchhaltungssoftware keine Systemvoraussetzungen? Welche Datenbank benutzt die Buchhaltungssoftware (MS SQL Server, Oracle, ...)? Das gibt Dir vielleicht schon mal ein paar Anhaltspunkte, was das Ding können muss.
 

CookieTrust

Komplett-PC-Käufer(in)
"Wir wissen, dass es sicherlich die bessere Lösung wäre, da ein Fachmann die Sache machen zu lassen, dennoch wurde das ganze mir anvertraut, als kleines Projekt damit ich auch was dabei lerne."
Ist nicht böse gemeint, aber das sollte ein wirklich ein Fachmann machen. Um nur mal zwei Gründe hierfür zu nennen. Wer haftet denn, wenn du da unabsichtlich "*********************" baust? Was ist, wenn das System abschmiert und das Backup defekt/fehlerhaft ist und die Daten verloren sind. Die Kosten eines Ausfalls übertreffen meisten die eines Fachmann, um ein Vielfaches.

Solltest du trotzdem das Projekt umsetzen hier mal ein paar Punkte die zu beachten sind.
Redundante Netzteile, um ein Ausfall des Server zu verhindern. Ein Netzteil hängt am normalen Netz, das andere an der USV.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung(USV). USV ist nicht gleich USV! Spannungsspitzen im Stromnetz kann z.B. nicht jede USV abfangen.

Software: Schau dir die System-Voraussetzung der einzelnen Softwarekomponenten an und dimensioniere den Server danach. Im Zweifelsfall mal eine Liste mit aller Software erstellen und in entsprechende Fachforen posten.

Ausfallsicherheit kann durch eine passende Raid-Konfiguration erreicht werden. (Raid 5/6)

Fragen, welche man sich bei der Einrichtung der Datensicherung stellen muss:
Wie weit zurückliegende Daten will/muss ich zurückspielen können und wieviel Speicherplatz benötigt das.
Was genau wird eigentlich gesichert und worauf wird das Backup gespeichert und wie kann ich das zurückspielen?
Hardware auf welcher die Backups liegen, sollten nicht im selben Raum wird der Server stehen.
(Wasserschaden/Feuer im Serverraum und Produktivsystem und Datensicherung sind beide schrott)
Mitarbeiter könnten absichtlich Daten manipulieren und löschen. Dieser Fall wird häufig bei Backupstrategien vergessen/verdrängt und kann zu reichlich "Ärger" führen.
Datenbanken im laufenden Betrieb zu sichern führt zu Problemen bei der Wiederherstellung. Also müssen vor der Datensicherung, Datenbankdumps gemacht werden. Manche Datensicherungsprogramme können das von sich aus. Ansonsten brauch man dafür entsprechende Skripte.

vg CookieTrust
 

Shinna

BIOS-Overclocker(in)
Ich kann mich dem nur anschließen...

Sucht euch einen IT Fachmann/frau dafür. Einfach blind Hardware zusammenstellen bringt hier wenig. Letztlich muss die auch zu den Anforderungen passen. Wenn Du für dich da einen Lerneffekt haben möchtest nehme einfach an den Meetings zu dem Thema teil. Sowas wird ja nicht zwischen Tür und Angel verhandelt. Neben den eigentlichen Anschaffungskosten steht dann auch noch das Thema Wartung und Support an.

Und wenn die Kiste ans Netz angeschlossen ist, sollte man auch die "Sicherheit" im Hinterkopf haben. Wäre unlustig wenn jemand von aussen auf den Server zugreifen könnte und es zu einem wie auch immer gearteten Datenleak kommt. Oder schlimmer jemand macht den Server dicht und man wird zur Kasse gebeten. Und das passiert heutzutage öfter als man denkt.
 
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