Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Weißt du überhaupt, was du da schreibst? Weil die Formel hat weder was mit turbulenten Strömungen, noch mit Durchflüssen im Allgemeinen zu tun. Sie beschreibt lediglich die Wärmeaufnahme eines Objekts, abhängig vom Temperaturunterschied, der Masse und der Wärmekapazität. Dabei wurde der eigentliche Zusammenhang sogar noch linearisiert, sprich dein Kram gilt nur wenn ∆T hinreichend klein ist. Es hat (fast) nix mit dem Thema zu tun, genauso gut könnte man schreiben

"erstmal folgendes zum Sachverhalt: E = mc^2"

So.

Ich stimme dir aber zu, dass turbulente Strömungen in PC-Wasserkühlungen eher nicht auftreten. Es sei denn, man verwendet einen Hochdruckreiniger als Pumpe oder so.


Nein? Selbst wenn die Temperaturdifferenz kleiner wird, wird der Wärmetransport nicht schlechter, da die vorbeigeführte Masse zunimmt. Ansonsten wäre der Wärmetransport ja bei gar keinem Durchfluss maximal.

----BREAKING NEWS---- für maximale Kühlleistung alle Lüfter und Pumpen im PC abstellen -----BREAKING NEWS-----



Keine Leaks im System? Spaß beiseite, die Eigenschaft des "Strom leitens" ist ja nicht binär. Destilliertes Wasser leitet elektrische Ströme wesentlich schlechter als Leitungswasser, auch wenn es kein perfekter Isolator ist. Die Chancen, dass ein System ein Leck überlebt sind also mit destilliertem Wasser wesentlich höher, einfach weil die Ströme, die durch das Wasser fließen deutlich geringer sind.

Ein passives System (abgestellte Pumpe) kann tatsächlich gut funktionieren, wenn genügend Kühlkörper vorhanden ist. (Heatpipes funktionieren so) Es herscht ja kein Stillstand der Teilchen im Gas oder Flüssigkeiten, ein Ausgleich findet (wenn auch geringer) immer noch statt. Die Pumpe kanaliesiert das Ganze nur in eine Fliesrichtung, was einem Kreislauf zugute kommt. Dieser Kreislauf würde sich aufgrund der Temperaturunterschiede aber auch so ergeben, wenn eben auch viel träger und weit vorbei am Sweetspot.

Und dass es keinen perfekten Isolator gibt, ist mir auch klar, spätestens wenn nen Blitz einschlägt leitet auch Gummi etc. Auch wenn plasmatische (4. Aggregat Zustand) Zustände herrschen, wird vieles plötzlich zum super Leiter (z.B. Erhitzung von Luft beim Blitz)

In der Schule damals hab ich leider keinen Mitschnitt machen können aber hier etwas zur Leitfähigkeit vom recht gut isolierenden destiliertem Wasser:

Top 5 Tips for Watercooling Beginners - YouTube
5:18 Min - 7:25 Min


Zur Pumpen Geschwindigkeit (und damit auch Durchfluss):
Does pump speed matter when watercooling? - YouTube




JayzTwoCents ist aufgrund seiner Erfahrung bezogen auf Wakü eine ernst zunehmende Quelle.

@ amdahl
Deine Kommentare ließen uns bisher noch nicht an deinem offenbar umfänglichen Wissen teilhaben, außer dass du fälschlicher Weise IQ mit Wissen gleichsetzt. Erkläre uns doch bitte nicht nur wo wir falsch liegen, sondern auch warum - ich möchte dazulernen....

@ Incredible Alk schon klar...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

"Nein? Selbst wenn die Temperaturdifferenz kleiner wird, wird der Wärmetransport nicht schlechter, da die vorbeigeführte Masse zunimmt. Ansonsten wäre der Wärmetransport ja bei gar keinem Durchfluss maximal.

----BREAKING NEWS---- für maximale Kühlleistung alle Lüfter und Pumpen im PC abstellen -----BREAKING NEWS-----"




hast mich falsch verstanden, ich meinte nicht, dass der Wärmetransport schlechter wird, sondern der Wärmeübergang vom zu kühlenden Teil ins Fluid (wegen kleinerer Temperaturdifferenz). Natürlich wird das durch den schnelleren Durchfluss ausgeglichen.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

@ amdahl
Deine Kommentare ließen uns bisher noch nicht an deinem offenbar umfänglichen Wissen teilhaben, außer dass du fälschlicher Weise IQ mit Wissen gleichsetzt. Erkläre uns doch bitte nicht nur wo wir falsch liegen, sondern auch warum - ich möchte dazulernen....
Mir ist schon vor einigen Jahren der Ehrgeiz abhanden gekommen jeden zu korrigieren der Grütze im Internet schreibt. Sorry.
Aber teilweise kann ichs doch nicht lassen. So habe ich zum Beispiel nirgendwo IQ mit Wissen gleichgesetzt. Ich schrieb dass mein IQ gefallen sei. Mein Wissensstand wurde nicht erwähnt, er blieb aber gleich falls es dich interessiert.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

turbulente strömung bei pc-waküs? was hier für ein unsinn geschrieben wird...

Das gleiche könnte ich jetzt auch schreiben.....

Di = 8 mm; 130 L/h

Re = 5760 -> Strömung turbulent

Di = 12 mm; 200 L/h

Re = 5880 -> Strömung turbulent.

In den Kühlern ist die Strömung sowie so turbulent.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Mir ist schon vor einigen Jahren der Ehrgeiz abhanden gekommen jeden zu korrigieren der Grütze im Internet schreibt. Sorry.
Aber teilweise kann ichs doch nicht lassen. So habe ich zum Beispiel nirgendwo IQ mit Wissen gleichgesetzt. Ich schrieb dass mein IQ gefallen sei. Mein Wissensstand wurde nicht erwähnt, er blieb aber gleich falls es dich interessiert.

Dein Ehrgeiz zu korrigieren ist dir nicht abhanden gekommen. Zitat "Die Begründung ist aber völlig falsch." - eine Korrektur. Nur lieferst du keine Begründung. Solche Kommentare sind wertlos.

Hier geht es um Wissensaustausch. Wenn Wissenstände Anderer, deine Fähigkeit Probleme zu Lösen, einschränken rate ich dir dringendst, dieses Forum zu verlassen.
Außerdem stellst du einen merkwürdigen Zusammenhang zwischen dem Wissenstand Anderer und deinem IQ her.

Im Ernst, ich möchte dich nicht Angreifen, aber wenn du schon Energie aufwendest um zu schreiben, dann sei doch dabei zweckdienlich. Für die Präsentation der eigenen Arroganz gibt es sicher bessere Plattformen.

Ich meinte es ernst als ich sagte, dass ich was lernen mag.

PS: Alle Flüssigkeiten sind immer in gewisser Weise Turbolend, nur der Grad der Turbulens variiert und wird durch Reibung erhöht. Hängt euch nicht an diesem Wort auf...

@ Mephisto_xD
Zitat: "Ein reine Wasserkühlung würde ohne Pumpe nicht funktionieren, da die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ziemlich bescheiden ist. Selbst reine Kupferstangen wären da noch vieeel besser. Wenn es richtig blöd läuft, gäbe es noch nichtmal einen Kreislauf, auch wenn man das durch eine schlaue Anordnung noch erreichen könnte (heiße Sachen nach unten, kalte Sachen nach oben --> Hitze macht Wasser leichter / weniger dicht--> weniger dichtes Wasser steigt --> wird ganz oben abgekühlt --> sinkt wieder nach unten.)"
Also KANN ein passiver Loop funktionieren, wie ich sagte...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Ein passives System (abgestellte Pumpe) kann tatsächlich gut funktionieren, wenn genügend Kühlkörper vorhanden ist. (Heatpipes funktionieren so) Es herscht ja kein Stillstand der Teilchen im Gas oder Flüssigkeiten, ein Ausgleich findet (wenn auch geringer) immer noch statt. Die Pumpe kanaliesiert das Ganze nur in eine Fliesrichtung, was einem Kreislauf zugute kommt. Dieser Kreislauf würde sich aufgrund der Temperaturunterschiede aber auch so ergeben, wenn eben auch viel träger und weit vorbei am Sweetspot.

Nope. In Heatpipes verdunstet das wärmeleitende Medium an der Wärmequelle, kondensiert am "Radiator" und fließt dann zurück. Die Wärme wird also nicht durch die Flüssigkeit geleitet, sondern durch den Phasenübergang aufgenommen und wieder abgegeben.

Ein reine Wasserkühlung würde ohne Pumpe nicht funktionieren, da die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ziemlich bescheiden ist. Selbst reine Kupferstangen wären da noch vieeel besser. Wenn es richtig blöd läuft, gäbe es noch nichtmal einen Kreislauf, auch wenn man das durch eine schlaue Anordnung noch erreichen könnte (heiße Sachen nach unten, kalte Sachen nach oben --> Hitze macht Wasser leichter / weniger dicht--> weniger dichtes Wasser steigt --> wird ganz oben abgekühlt --> sinkt wieder nach unten.)
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Di = 8 mm; 130 L/h

Re = 5760 -> Strömung turbulent

Di = 12 mm; 200 L/h

Re = 5880 -> Strömung turbulent.

In den Kühlern ist die Strömung sowie so turbulent.

Vorsicht - der Grenzwert der Reynoldszahl ist in dem Anwendungsszenario nicht so einfach anwendbar. Die Strömung klappt nicht wie manche leider immer noch glauben bei 2300 (oder was da aktuell in Mode ist... das ändert sich hier und da mal :-D) spontan in turbulent um. Es gibt einen Übergangsbereich der besonders bei extrem glatten Rohrwänden wie WaKü-Schläuchen sehr groß ausfallen kann, es gibt Experimente wo noch Reynoldswerte von über 50.000 laminare Strömungen hervorgebracht haben.

Was nun wo in welchem Kreislauf wirklich vorliegt kann man rechnerisch kaum erfassen. Die Praxiserfahrung zeigt aber, dass der Übergang zu turbulent in WaKüs tendentiell sehr spät auftritt (also bei Re weit über nominellem Grenzwert), da erst bei sehr hohen Durchflüssen ein Punkt erreicht wird wo der Durchflusswiderstand massiv steigt.
Echt turbulent bist du dann, wenn du zur Verdoppelung deines "normalen" Durchflusses auf ein mal 8 Pumpen statt einer brauchst:
Extreme Wasserkuhlung: Der Bild- und Videobeweis mit weit uber 1.000 l/h Durchfluss :D

Nope. In Heatpipes verdunstet das wärmeleitende Medium an der Wärmequelle, kondensiert am "Radiator" und fließt dann zurück. Die Wärme wird also nicht durch die Flüssigkeit geleitet, sondern durch den Phasenübergang aufgenommen und wieder abgegeben.

Ein reine Wasserkühlung würde ohne Pumpe nicht funktionieren, da die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ziemlich bescheiden ist. Selbst reine Kupferstangen wären da noch vieeel besser.

Absolut richtig.

Eine WaKü funktioniert über (erzwungene) Wärmekonvektion, nicht über Wärmeleitung (da ist Wasser mehr als bescheiden...).
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Absolut richtig.

Eine WaKü funktioniert über (erzwungene) Wärmekonvektion, nicht über Wärmeleitung (da ist Wasser mehr als bescheiden...).

Und eine Dampflok hält ihren Kreislauf über eine Pumpe aufrecht? Energiequelle ist zwar größer, aber dafür hält sich nicht nur der Kreislauf selbst aufrecht, sonder bewegt "nebenbei" noch Tonnen... Die Verlustleistung des Chips sorgt ja für einen gewissen Druck.
Ein Stirlingmotor funktioniert sogar mit noch schlechter Wärme leitenden Gas.

Showing My Desk to Adam Savage - YouTube (ab 2:34)

In der Firma in der ich arbeite, werden unter anderem Wärmetauscher für passive Systeme der Pharma Industrie hergestellt. Die scheinen gut zu funktionieren. Dennoch scheine ich irgendwas zu übersehen, da ich mir nicht herausnehmen mag, im Gegensatz zu euch im Recht zu sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

"Das gleiche könnte ich jetzt auch schreiben.....

Di = 8 mm; 130 L/h

Re = 5760 -> Strömung turbulent

Di = 12 mm; 200 L/h

Re = 5880 -> Strömung turbulent.

In den Kühlern ist die Strömung sowie so turbulent."




also ich bekomm 1038 raus..

edit: 10380 (bei 50°C), recht hast du, ist jan ding : )
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Und eine Dampflok hält ihren Kreislauf über eine Pumpe aufrecht?
Eine Dampflok arbeitet mit einem Phasenübergang und mit Temperaturdifferenzen die deine WaKü zum platzen bringen.
Aber du hast recht, wenn das Wasser in einer WaKü zu kochen beginnt gehts bei entsprechender Bauart ohne Pumpe. :schief:

Ein Sterlingmotor nutzt es aus, dass Gase ihren Zustand mit der Temperatur verändern und Druckunterschiede erzeugen. Auch das ist in einem WaKü-Kreislauf nicht der Fall. Flüssigkeiten haben das Verhalten zwar in sehr viel geringerem Maße auch aber das fängt der AGB ja ab um - wie oben - die WaKü nicht zum platzen zu bringen.

Das sind alles völlig unterschiedliche Prinzipien und haben von der physikalischen Arbeitsweise her nichts miteinander zu tun.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

@Incredible Alk

Rekr = 2300 ist keine Mode, sondern besagt explizit, dass < 2300 die Strömung als laminar definiert ist. Darüber hinaus kann die Strömung eine turbulente Form annehmen, deine Aussage ist dies bezüglich richtig. Nur bei Re > 2300 kann man aber nicht mehr von einer laminaren Strömung sprechen. Sondern von einer Übergangsströmung mit unvöllständiger oder vollständig turbulenter Ausprägung.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Stimmt ja. Ich habs deswegen "Mode" genannt weil der 2300er Grenzwert wo er aktuell anscheinend grade ist sich über die Jahrzehnte und erst Recht über verschiedene Literaturquellen häufig mal geändert hat. Es ging nur darum zu sagen dass das keine scharfe Grenze ist und es einen durchaus sehr großen Übergangsbereich geben kann. :)
In der Praxis geht man häufig vereinfacht davon aus, dass man sich über große Turbulenzen noch keine Sorgen machen muss so lange Re noch vierstellig ist. ;-)
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Und eine Dampflok hält ihren Kreislauf über eine Pumpe aufrecht? Energiequelle ist zwar größer, aber dafür hält sich nicht nur der Kreislauf selbst aufrecht, sonder bewegt "nebenbei" noch Tonnen... Die Verlustleistung des Chips sorgt ja für einen gewissen Druck.
Ein Stirlingmotor funktioniert sogar mit noch schlechter Wärme leitenden Gas.

Ähm bitte was für einen unüberlegten Käse schreibst du da eigendlich ?

Du vergleichst ein ANTRIEBSSYSTEM das auf einem Erzwungenen Phasenübergang (DAMPF) basiert mit einer KÜHLmethode und behauptest das deshalb Pumpen nicht nötig währen ?? WO zum Geier hast du in einer Wasserkühlung einen Phasenübergang der zu derartigen druckunterschieden führen würde das ein Kreislauf entsteht ? Wobei ... eine Dampflock bzw eine Dampfmascvhiene ist eines z.B. schon mal garnicht : ein KREISLAUF !!! Der Dampf verläst das System nach dem Kolben , sonst würde das ganze nämisch net funktionieren .

Zum Sterling-Motor : Ja ist ein tolles SPielzeug , hat nur leider NULL Antriebsleistung und ist nur in der Lage sich SELBST zu bewegen + basiert auf GAS welches einen wesentlich höheren Wärmeausdehnungskoefizienten besitzt als Wasser ... versuch mal nen Sterlingmotor auf Wasserbasis zu bauen , wird net klappen . BTW gehts beim Sterlingmotor auch nicht um WärmeLEITUNG ......
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Folgende Konfiguration:

Ein echter, Kreis aus 2 Schläuchen, unten ein Prozessor der erwärmt, oben, mittig ein Radiator und von da aus über den 2. Schlauch zurück nach unten zum Prozessor (meinet wegen noch nen Ventil, dass die Fließrichtung bestimmt). Nicht gleich Kreislauf, wenn der Prozessor arbeitet???

Selbst ne blöde Heizung (Prozessor) + Fenster (Radiator) im Zimmer (Loop) sorgt für nen Kreislauf.

sorry, vielleicht bin ich zu blöd dafür, aber ich erkenne dabei keine Logik.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Stimmt ja. Ich habs deswegen "Mode" genannt weil der 2300er Grenzwert wo er aktuell anscheinend grade ist sich über die Jahrzehnte und erst Recht über verschiedene Literaturquellen häufig mal geändert hat. Es ging nur darum zu sagen dass das keine scharfe Grenze ist und es einen durchaus sehr großen Übergangsbereich geben kann. :)
In der Praxis geht man häufig vereinfacht davon aus, dass man sich über große Turbulenzen noch keine Sorgen machen muss so lange Re noch vierstellig ist. ;-)

Das liegt daran, dass der kritische Reynoldswert vom Fluid und der Randbedingung abhängig ist.

1840 - 2300. Aber 2300 ist der obere Grenzwert:

https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1007/1007.0810.pdf
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Ein echter, Kreis aus 2 Schläuchen, unten ein Prozessor der erwärmt, oben, mittig ein Radiator und von da aus über den 2. Schlauch zurück nach unten zum Prozessor (meinet wegen noch nen Ventil, dass die Fließrichtung bestimmt). Nicht gleich Kreislauf, wenn der Prozessor arbeitet???
Das ist ein Kreislauf, ja.
Nur ist diese natürliche Konvektion viiiiiel zu schwach als das man sie hier verwenden könnte. Oder anders gesagt das Wasser hätte an der CPU seine 80 Grad, die CPU drosselt darunter bei 100 Grad und der Kreislauf bewegt sich wenn du Glück hast mit einem halben Liter pro Stunde. ;)

Deine Heizung mit Fenster ist wieder GAS (Luft), damit geht sowas prinzipbedingt viel besser als mit FLÜSSIGKEIT (Wasser). Deswegen funktionieren passivkühler auf CPUs bis zu einer gewissen Grenze durch natürliche Konvektion sprich ohne Lüfter, Wasserkühler aber eben nicht ohne Pumpe.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Ein passives System (abgestellte Pumpe) kann tatsächlich gut funktionieren, wenn genügend Kühlkörper vorhanden ist. (Heatpipes funktionieren so) Es herscht ja kein Stillstand der Teilchen im Gas oder Flüssigkeiten, ein Ausgleich findet (wenn auch geringer) immer noch statt. Die Pumpe kanaliesiert das Ganze nur in eine Fliesrichtung, was einem Kreislauf zugute kommt. Dieser Kreislauf würde sich aufgrund der Temperaturunterschiede aber auch so ergeben, wenn eben auch viel träger und weit vorbei am Sweetspot.

Heatpipes sieden, an ihrem heißen Ende, eine Flüssigkeit, die sie, an ihrem kälteren Ende, wieder kondensieren. Die Wärmeabfuhr findet durch das Sieden statt, der Wärmetransport über das Gas und die Wärmeabgabe durch die Kondensation. Wenn man bei einer Wakü die Pumpe (unter Last) abschaltet, dann wird sich einfach der CPU Block und das Wasser in ihm erhitzen, bis der Siedepunkt erreicht ist, dann hat man quasi eine offene Heatpipe.

In der Firma in der ich arbeite, werden unter anderem Wärmetauscher für passive Systeme der Pharma Industrie hergestellt. Die scheinen gut zu funktionieren. Dennoch scheine ich irgendwas zu übersehen, da ich mir nicht herausnehmen mag, im Gegensatz zu euch im Recht zu sein...

Du übersiehst das die Zwangskonvektion, bei Flüssigkeiten, viel effektiver ist ist als eine thermische Konvektion. Man könnte solche Kühler theoretisch konstruieren, allerdings wären die Rohren dann wohl mehrere cm dick, der Wärmetauscher der CPU wäre gigantisch (eher wie ein großer Luftkühler) und der Radiator würde auch recht üppig ausfallen. Ach ja: von geringen Temperaturen müßte man sich auch verabschieden. Alles in allem eine Schnapsidee, besonders da die Sache auch noch lageabhängig ist.

Da nimmt man doch lieber das gute alte Wärmeleitrohr...
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Das ist der versuch, das Heatpipeprinzip anzuwenden - was hier weniger mit nem Vakuum passiert (dann würden diese dünnen Plastikschläuche ganz schnell zusammenklappen) sondern indem man irgend ein Chemiezeugs statt Wasser verwendet das nunmal bei 40 Grad oder so siedet bzw. einen sehr niedrigen Dampfdruck hat (streng genommen siedet weder hier noch in Heatpipes irgendwas, es verdunstet nur).
Das ist aber eher ne Machbarkeitsstudie als eine echte Alternative, alleine schon daran zu sehen dass soweit ich das sehe weder das Raijintek-Ding noch irgendein anderer Prototyp jemals auf den Markt gekommen ist.
 
AW: Wasserkühlung: Mehr Kühlleistung mit höherem Schlauchdurchmesser? Leserbrief der Woche

Also mit Verlaub des Ganze ist vom 08.06.2016, Der angepeilte September ist längst rum aber kein beweis dafür, dass es nur eine Machbarkeitsstudie ist.

"Laut eigenen Angaben habe Raijintek die Kühlung bereits bei einer Abwärme von 300 Watt erfolgreich getestet."
Wenn das stimmen sollte, klingt des schon recht performant.

Im Normalfall müsse der Radiator über dem CPU-Kühler angebracht werden, damit das Verdampfungsprinzip funktioniere und die Flüssigkeit wieder zurückfließen könne. Bei einer höheren Abwärme soll eine Montage auf gleicher Höhe ausreichen. Die Produktion soll in einem Vakuum stattfinden, um in der Kühlung einen Unterdruck aufbauen zu können - so wird der Siedepunkt der Flüssigkeit an den gewünschten Temperaturbereich angepasst. Die Kühlung wird man deswegen nicht öffnen können. Um den Verdampfungsprozess zu unterstützen, werden die Schläuche zum und vom Radiator unterschiedlich dick ausgeführt.

"Nach derzeitigem Kenntnisstand plant der Hersteller Modelle mit 120, 240, 280 und 360 mm großen Radiatoren." klingt auch nicht nach Studie.

Vielleicht ist die Methode nicht so praktikabel aber wenn nicht alles frei erfunden ist, scheint es zumindest möglich... Die These, einen Flüssigkeitskreislauf ohne Pumpe/passiv zum CPU kühlen nutzen zu können, auch wenn mit einigen Kniffen (Verdampfung, angepasster Siedepunkt), "bewiesen".
 
Zurück