Es braucht ja nicht zwangsläufig die exakten Kennwerte einzelner Produkte. Ich dachte da eher so an eine Grobauslegung im Sinne von: Was bringt es wenn ich die Pumpe 2 Nummern größer nehme, sollte ich CPU und GPU in Reihe schalten, welchen Einfluss hat die Reihenfolge dann auf die CPU-Temperatur, brauche ich den 480er Radi wirklich...
Aber ich gebe zu, so ein Projekt wäre recht ambitioniert, auch ohne Kennzahlen.
Sowas ist in einem halben Tag (Achtung Schleichwerbung) mit Ansys gemacht und anders als die Vermutung von Torsten, kann man die Strömungsformen und Temperaturgradienten mit technisch ausreichender Genauigkeit auflösen. Sogar grafisch besser als im Feldversuch. Denn jede Stromlinie mit der Kamera zu erfassen, grenzt schon einer Unmöglichkeit. Im grafischen Plot kann man dutzende, wer zu Übertreibung neigt - hunderte Stromlinien aufzeigen lassen.
Ja wenn die Simus erstmal laufen. So eine Simulation ist nämlich gar nicht mal ohne, weil über große Bereiche die Wärmeleitung (Kühlerblock) und über große Bereiche die Strömung durch den Kühlkörper berechnet werde muss und gleichzeitig hat man auf winzigen Längenskalen eine Wärmegrenzschicht und eine hydrodynamische Grenzschicht. Das ganze mit kleinskaliger Turbulenz (genau das macht ja ein gut geriffelter Kühlkörper) - was oft sogar wenn erstmal nichts über die Strömung bekannt ist Brute Force 3D Ansätze erfordert. Dazu kommen dann viele harte Übergänge und Zacken in der Geometrie durch die Lamellen die dann erstmal das ganze zu einem ill-posed problem werden lassen. D.h. man muss bei jeder Kühlrippenänderung (um die es ja geht) wieder das Simulationsgitter anpassen. Da istn neuer Kühlblockblock mit nem dahintergeschalteten Temp-Sensor schneller gedreht.Naja bezüglich der Simulation über Wasserkühler bezweifel ich mal, dass man wegen mangelnder Genauigkeit jener Software auf Prototypen umgestiegen ist, im Einphasengebiet ist die Konvergenz deutlich besser als 1/10 Kelvin. Über den Temperaturgradienten hat man übrigens auch die Kühlleistung.
Naja bezüglich der Simulation über Wasserkühler bezweifel ich mal, dass man wegen mangelnder Genauigkeit jener Software auf Prototypen umgestiegen ist, im Einphasengebiet ist die Konvergenz deutlich besser als 1/10 Kelvin. Über den Temperaturgradienten hat man übrigens auch die Kühlleistung.
Naja bezüglich der Simulation über Wasserkühler bezweifel ich mal, dass man wegen mangelnder Genauigkeit jener Software auf Prototypen umgestiegen ist, im Einphasengebiet ist die Konvergenz deutlich besser als 1/10 Kelvin. Über den Temperaturgradienten hat man übrigens auch die Kühlleistung.
Mal davon abgesehen, dass der größte Unsicherheitsfaktor immer noch der thermale Widerstand vom CPU-Die zum Kühlkörper ist und da ist man sehr weit von 1/10 Kelvin entfernt, die sehr ungenaue Diode mal ausser acht gelassen. Also die Aussage erschließt sich mir überhaupt nicht.
Bei Lüftersimulationen ist es auch ein anderer Umstand. kompressibles Medium. Wobei bei einer Konvergenz-Abweichung von über 10% zu zweifeln lässt, entweder bezüglich dem Anwender oder der falschen Software.
Es gibt in der Industrie genügend Vergleiche bezüglich einer Messung und Simulation. Wenn wir mal bei kompressiblen Medium bleiben, z.B. der Luftwiderstandkoeffizient eines Fahrzeuges. Da beträgt die Abweichung beim industriellen und standardisierten SST Modell < 2%. Wem das nicht reicht kann auf das RMS Modell oder sogar auf LES (Large Eddy Simulation) - dann wird es sogar wissenschaftlich, wechseln.
Ich würde solche Unternehmen jetzt auch nicht unbedingt als Referenz sehen. Eine kompetente FEM Software ist nicht nur sehr teuer im Unterhalt (Lizenzen, Schulungen usw). Sondern erfordert auch viel an Erfahrungen - richtig defnierte Modelle, Randbedingungen usw. Da lohnt sich solch eine Anschaffung bei der Herstellung von klein Waren wie z.B. Kühlkörper oder Lüfter eher weniger. Die Maschinen zu Produktion sind sowie so vorhanden und ein Feldversuch sprengt nicht das Budget.