Natürlich ist das transparent. So transparent wie es eben geht bei Medien. Man kann schließlich auch nicht den kompletten Kinofilm sehen, bevor man ihn bezahlt. Es liegt in der Natur der Sache bei Medien, dass man in finanzielle Vorleistung tritt. Ist aber nicht nur bei Medien so. Beim Essen ist es ganz ähnlich...
Ich werde einfach kurz und bündig antworten.
Nimm Youtube. Ich unterstütze z.B. TekSyndicate. Ich kauf deren Merchandise und lasse Werbung bei ihren Videos laufen - freiwillig. Auch Patreon geht.
a) alles freiwillig b)alles jederzeit kündbar, wobei nur Patreon eine Art "Abo" bietet und c) ihr Content war verfügbar ohne das ich denen was zukommen lassen musste und ich kann den nach wie vor überall genießen - bei Freunden die einen Adblocker laufen lassen, überall, ohne das da was rumgemotzt wird. Und wenn ich es mal nicht so dicke habe, gibts halt nen Monat lang keine Donations (ja sie streamen auch) und auch keine Ware bzw Patreon-Zahlungen. Bleibt die Werbung.
Das sind für mich aktuelle Medien. Nicht der Dinosaurier aus der Zeit wo Computer noch ohne Worte wie "Giga" und "Tera" ausgekommen sind und Internet was für Auserwählte war.
Und auch für große Redaktionen wird das funktionieren.
Ich sehe immer mehr Paywalls aufziehen, viele Seiten betonen das extra mit nem fetten Popup "Wir verhungern! Journalismus kostet GELD, also GIB das gefälligst rüber", andere sind schon komplett auf Paywalls umgestiegen und bieten nur Textschnipsel an, wer lesen will - Abo.
So n Mist kommt mir nicht auf den Monitor und auch nicht in Papierform.
Unternehmen, gerade Journalisten, müssen sich entwickeln. Der Trend im PC-Bereich geht zu Massenmedien die von den größeren Jungs finanziert werden auf einer Seite und sehr kleinen, spezialisierten Projekten auf der anderen Seite (wie z.B. viele einzelne Personen die im Bereich Modding, WaKü usw aktiv sind, richtig interessante Sachen bringen und viel tiefere Einblicke und bessere Informationen liefern als die Presse).
Kannste sehen wie du willst.
P.S. es geht nicht um Crowdfunding. Es geht darum, das die Werbung ordentlich was abdeckt und die Finanzierung über die Leute eher ein guter Bonus ist, aber bei weitem nicht erforderlich.
Damit dies auch so bleibt, die Werbung aber nicht penetrant wird, muss man die Reichweite erhöhen.
Nicht jedes Projekt kann zu der Größe anwachsen, wie es z.B. Linus Media Group geschafft hat, aber man versteht das sie eigentlich über die Werbeeinnahmen genug einnehmen um zu arbeiten - die zusätzliche Kohle sorgt dafür das sie verrückte Projekte machen, mehr Leute einstellen können und einfach mal mehr Kohle haben.
Für mich gibt es nur eine Zukunft im "Untergrund", also abseits der Bild&co.
Wer im Underground arbeitet und extrem spezialisiert ist, kann nur so arbeiten. Printmedien werden weiter zurückfallen und Paywall-Prinzip funktioniert sehr selten.