Vor Kauf den Stromverbrauch einer CPU in Erfahrung bringen

Shutterfly

Software-Overclocker(in)
Moin moin,

ich plane derzeit ein neues 24/7 System. Anders als bei Desktop-Rechnern, möchte ich hier jedoch auch einen Blick auf einen akzeptablen Energieverbrauch legen.

Problem für mich ist derzeit überhaupt mal an Zahlen zu kommen. Die angegebene Verlustleistung (TDP) bei einer CPU sagt ja leider nur bedingt etwas über den realen Stromverbrauch aus. Wäre jedoch zumindest bei jeder CPU einfach nachsehbar.

Außer nun das Internet zu durchsuchen und hoffen, dass ich irgendwo eine Webseite finde, welche das mal wirklich getestet hat, habe ich vermutlich keine Chancen für eine genauere Verbrauchsangabe oder?
 
Erst einmal die Frage, was mit dem Rechner 24/7 gemacht werden soll. Soll er die ganze Zeit idlen oder eher falten? Beim Falten kannst du die TPD als Anhaltspunkt nehmen, im Idle musst du dir wirklich erstmal Reviews suchen.

Zur Not schau mal bei tomshardware vorbei, die fertigen nämlich genaue Verbrauchsverläufe für Grafikkarten an, evtl. machen die ja das auch mit der CPU (+ Board)
 
Erst einmal die Frage, was mit dem Rechner 24/7 gemacht werden soll. Soll er die ganze Zeit idlen oder eher falten? Beim Falten kannst du die TPD als Anhaltspunkt nehmen, im Idle musst du dir wirklich erstmal Reviews suchen.

Die Maschine ist primär als Firewall und NAS gedacht (läuft unter ESXi Virtualisierung). Jedoch würde ich beim NAS gerne Plex nutzen und dort wäre dann Transcoding die Krönung.

Ich habe hier schon ein kleines Board mit Atom Quard-Core, der macht die ersten beiden Anforderungen spielend. Beim Transcoding stirbt er mir jedoch unter den Händen weg.

Daher geht meine Überlegung nun in die richtig, dass ein kleiner i3 oder Xeon v5 her muss, zumindest wenn ich am Transcoding-Gedanke festhalte. Dieser wird jedoch größten Teils tatsächlich primär idlen.
 
Dann würd ich auch mal Richtung Athlon 5350 schielen. Denn wenn die iGPU das Transcoding unterstützen könnte (kommt wohl auf die Software an), dann wird die APU das auch spielend schaffen können und wär zudem sparsamer als ein i3.
 
Danke für den Tipp, werde ich prüfen, ob das CPU samt verfügbaren Boards die Anforderungen, welche der Hypervisior stellt, auch erfüllen können.

Nachtrag: Die CPU scheint das notwendige AMD-Vi (Gegenstück zum Intel VT-d) nicht zu unterstützen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du ein NAS bauen willst, kann ich dir die Seite hier empfehlen

Danke, die Seite kenne ich. Bringt mir jedoch nur bedingt etwas, da hier das Augenmerk auf reinen NAS-Konfigurationen liegt. Und dafür ist das auch gut.

Guides für gute Hardware für ein ESXi virtualisiertes NAS sind hingegen rar und viele der normalen Hardware kann man da nur sehr bedingt einsetzen. Grundsätzlich braucht man da mit Hardware, welche keinen Intel NIC hat, gar nicht ankommen. Da gibt es zwar auch kompatible Patches, welche irgendwo die Treiber für ESXi dran klatschen aber das ist dann nur meist halbgar.

Wo ich passende Hardware herkomme, was notwendig ist, etc. weiß ich schon. Derzeit liegt mein Fokus wahrscheinlich auf dem 1151er Sockel, da dort selbst ein Celeron schon VT-d unterstützt.

Die 1151er Sockel schränken die Board-Wahl jedoch massiv ein, da es nur wenige Boards gibt, welche dann die notwendigen Anforderungen mitbringen, sofern man nicht direkt in den extrem teuren Bereich driften will. Ein SuperMicro für einen 1151er Sockel mit 4x 1GB Intel NICs und Intel C236 liegt z.B. schon bei 250 Euro.

ASRock Rack bietet auch Boards an, diese liegen dann jedoch zwar preislich darunter, haben jedoch max. 2 NICs, ergo: 2 NICs müssen per PCIe-Karte her, usw.

Das sind aber alles unwichtige Randschauplätze, welche mir wenig Sorgen machen. Ich hänge derzeit primär an der Frage: Welche CPU? Und ist diese verfügbar?

Mein Liebling wäre noch der Xeon 1235L v5 mit 25 Watt und ordentlich power, kostet jedoch auch wieder 300 Euro und ist vermutlich erst ab nächsten Monat verfügbar (genau kann mir das kein Lieferant sagen). Daher schaue ich nach Alternativen, welche gerne auch etwas schlanker von der Leistung sein dürfen.

Sollen jedoch alle wenig verbrauchen, womit ich wieder bei meinem Problem bin. Neue 1151er Prozi, welche nicht den Massenmarkt treffen, werden selten getestet. Werte über Reviews zu bekommen ist hier schwierig.
 
Das sind aber alles unwichtige Randschauplätze, welche mir wenig Sorgen machen. Ich hänge derzeit primär an der Frage: Welche CPU? Und ist diese verfügbar?

Wenn die CPU sowieso meistens idled, ist, meiner Meinung nach, der Unterschied im Vergleich mehrerer Modelle nicht so groß. Und wenn sie nicht idled, ist sie durch zügigere Berechnung schneller fertig und der Mehrverbrauch rechnet sich auf die Weise wieder.
 
Ist das tatsächlich so? Da bin ich halt noch zu ungebildet.

Wenn ich z.B. eine Xeon mit 80 Watt nehme, gegen eine mit 25 Watt und beide haben den gleichen Bechmark-Score. Liegt der Idle-Wert dann wirklich so nah beisamen? Ich hätte nun gedacht, dass die 80 Watt Xeon dann auch im Idle signifikant mehr verbraucht.

Beim i3 ist der Abstand mit 35 Watt und 53 Watt (glaub es waren 53 Watt) natürlich geringer, hier könnte ich mir das eher vorstellen.
 
Single-Core schlägt er ihn definitiv. Von der gesamten Rechenleistung jedoch nicht, zumindest wenn ich hiernach gehe:

PassMark - CPU Performance Comparison

Wobei dies hier noch die V3-Version vom Vorgänger ist, sollte vom Modell her ähnlich sein. Taktrate ist sogar noch geringer, der 1235L V5 sollte also noch etwas mehr Power haben. Leider gibts dafür noch keine Samples.

Wenn ich mir das heute zu den T-Prozessoren durchgelesen habe, dann werde ich das alles noch einmal neu beleuchten. Bislang hab ich immer gedacht: T-Prozis fressen grundsätzlich weniger Strom, weil weniger Abwärme. Daher der höhere Preis.

Weil alleine schon 10 Watt machen bei einem 24/7 System pro Monat 2,19 Euro bzw. 26,28 Euro im Jahr.
 
Single-Core schlägt er ihn definitiv. Von der gesamten Rechenleistung jedoch nicht, zumindest wenn ich hiernach gehe:
Wobei dies hier noch die V3-Version vom Vorgänger ist, sollte vom Modell her ähnlich sein. Taktrate ist sogar noch geringer, der 1235L V5 sollte also noch etwas mehr Power haben. Leider gibts dafür noch keine Samples.

Nein, das ist ein falscher Vergleich. Der E3-1230L v3 hat Hyperthreating, der 1235L V5 nicht.

http://ark.intel.com/de/compare/75053,88170
 
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Hmm stimmt, ich gebe zu, dass ich den Xeon einfach nur blind anhand seiner Taktung und dem L gewählt habe ohne in die Details zu schauen.

Werde heute Abend das dann mal in Ruhe angehen. Bis dahin jedenfalls schon einmal vielen Dank für das Gespräch bis dahin :)
 
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