Von Apple II und Sockel A (PCGH Retro 5. Juni)

Um Platz zu sparen, denn die Prozessoren plus 2nd-Level-Cache belegten eine relativ große Fläche, darum hat man sie auf die Kante gestellt. ;)
 
Soweit ich weiß war der Cache zwar langsamer als der Prozessor, aber dennoch vom Multiplikator des Prozessors abhängig (oder in irgendeiner anderen Form vom Prozessor abhängig). Damals war der Cache ja nicht im Prozessor verbaut.

bye
Spinal
 
Beim Slot-Athlon war das Taktverhältnis von Prozessor zu Cache je nach Modell flexibel. Das führte dazu, dass eine schnellere Prozessorversion nicht immer wirklich vom Leder ziehen konnte, weil der Cache z.B. mit 1/3 des Takt angebunden war, im Unterschied zu einer langsameren Version mit 1/2-Takt-Cache.
 
Entweder das, oder die Produktion wäre sehr teuer gewesen. Es gab z.B. auch Pentium II basierte Overdrive Modelle für den Sockel 8 (ehemalige Pentium Pro Systeme), bei denen wurden CPU und Cache (aber irrc nur ein Chip) auf viel kleinerer Fläche im Sockel-Substrat) untergebracht - was aber technisch sehr anspruchsvoll war. (wobei ich mich bis heute Frage, ob es sich späteren Dual-DIE-CPUs wieder rentiert hat, oder ob Intel da von 0 angefangen hat)

Bei Intels Slot-Modellen mit externem Cache lief der übrigens immer mit halbem CPU-Takt. Deswegen schwankte der Abstand zwischen Athlon und Pentium III Katmai auch und es gibt bis heute unterschiedliche Meinungen dazu, wer denn nun wo wirklich wieviel besser war bei welchem Takt oder zu welchem Zeitpunkt oder bei welcher Stromaufnahmen in welchem Stepping undüberhauptkannmanalleparameterimmersodrehendasdereigenefavoritnurnochgewinnenkann :ugly:
 
Der richtige PentiumPro war auch noch doppelt anspruchsvoll - das CPU/Cache-Taktverhältnis war 1:1, wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt.

Der PentiumII-Overdrive für den PPro-Sockel hatte sich den Cache vom Xeon ausgeliehen. Taktverhältnis 1:1, wie beim Original-PPro.
Nettes Platinchen:
PentiumOverdrive.jpg

Bei den Slot-Athlons konnte man das Taktverhältnis ändern, wenn man die Cojones dafür hatte. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Man stelle sich mal die heutigen CPU-Kühler-Schwergewichte von ~1kg auf einem Slot-Prozessor vor ... Vermutlich nur mit Aufhängung im Gehäuse möglich. :ugly:
 
Der Slot A hatte (zumindest anfangs?) ein sehr solides Halterungssystem, dass sich vor aktuellen Backplate-Lösungen nicht zu verstecken braucht. Und für die Montage wäre es sogar ein enormer Vorteil, denn man kann CPU und Kühler außerhalb des Systems zusammenfügen und dann als eine Einheit ins Board stecken -> kein rumgewurschtel auf engem Raum, kein Problem mit Schrauben, die nah am Sockel unter ausladenden Kühlkörpern verschwinden,... (und verdammt geil, wenn man mal eine andere CPU testen will - keine Kühlerdemontage, kein WLP-Gesaue. Einfach rausziehen, danaben legen und das Board ist frei)
Die Heatpipeführung wäre allerdings etwas anspruchsvoller.
 
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