News Volla Tablet: Made in Germany mit Android, Linux oder beidem

Das sowieso. Was bringt es Google auszusperren, wenn die Apps dann nach Hause telefonieren?
Der Kompromiss ist also sich auf wenige Apps zu beschränken, denen man vertraut.
Ja, wobei ich jetzt eher meinte, dass man eben auch eine eventuelle zweite Partition vor dem anderen System schützen muss. Was bringt ein Dual-Boot, wenn das unsichere System beliebig die andere Partition lesen kann?
Für Paid Apps muß man sich aber schon mit dem Google Konto anmelden, welches auch mit einem normalen Smartphone verbunden sein muß.
Ja, das kann sein. Da hatte ich bis jetzt noch kein Interesse dran.
 
Beim Fairphone wie beim Shift Phone wurde ein embedded SoC gewählt der lange Treiber Updates bekommt. Ein "normaler" Smartphone SoC ist nach ein paar Jahren aus der Versorgung raus.
Mit der neuen EU Regelung und den längeren Update versprechen der Hersteller hat sich letzteres natürlich etwas geändert.

Fairphone hat es konzeptionell schwierig, den neuesten und heißesten Scheiß zu verbauen, denn sie müssen eben gemäß eigener Ansprüche erst einmal eine faire Quelle dafür finden. Das schränkt die Auswahl passender Hardware ein respektive führt dazu, dass man gegebenenfalls erst eine Zertifizierung abwarten muss und somit erst nach allen anderen kaufen kann.

Aber wenn die Besonderheit in der Software liegt, sieht das anders aus. Natürlich hat ein Kleinhersteller immer noch ein paar Monate Lag gegenüber einem der Platzhirsche, wenn er eine aktuelle Plattform ordern will und als drittklassiger Kunde vom OEM nachrangig bedient wird. Eventuell im Anschluss auch noch Arbeiten in Deutschland durchführen will, die andere in der chinesischen Nachbarhalle erledigen lassen. Aber ich sehe hier keinen Grund, erst gar keine aktuelle Hardware anzufragen, sondern was von vorgestern zu bestellen. Gerade wenn man erhebliche Mehrkosten für die hauseigenen Special-Features pro Stück umlegen muss, erscheint eine hochwertige Basis angebracht – 100 Euro extra für "kein Google" bei einem 300-Euro-Tablet sind eine andere Hausnummer als 100 Euro extra für "kein Google" bei einem 800-Euro-Modell. Zumal die Zielgruppe für "kein Google" vermutlich nicht immer den neuesten Trends hinter her rennt, sondern mit Bedacht und für langfristige Nutzung anschafft.
 
Ja, wobei ich jetzt eher meinte, dass man eben auch eine eventuelle zweite Partition vor dem anderen System schützen muss. Was bringt ein Dual-Boot, wenn das unsichere System beliebig die andere Partition lesen kann?
Ich gehe nicht davon aus, daß Android bzw Apps die Möglichkeit eines zweiten OS berücksichtigen und da rumschnüffeln. Dafür ist das viel zu exotisch. Bei Ubuntu wäre ich da schon vorsichtiger, weil das OS eher für so eine Nische gemacht wurde und der Hersteller für die Erfindung des absolut gläsernen Users bekannt ist.


Ja, das kann sein. Da hatte ich bis jetzt noch kein Interesse dran.
Das steht da so.
 
Dieser setzt aber die Play Services voraus, ohne kommt es schon beim Einloggen zu einer Fehlermeldung. Entweder also, da gibt es einen Workaround oder die Playservices sind da doch irgendwo drin.
Das Problem hatte ich erst vor ein paar Tagen, als ich ein Samsung J1 (2016) geschenkt bekommen habe, als ich für einen Nachbarn ein paar Files aus dem iPhone gesichert habe. Ich mußte bei APK Mirror den Playstore aktualisieren. Anmeldung war dann immer noch unmöglich mit der gleichen Fehlermeldung, daß die Google Server nicht erreicht werden können. Glücklicherweise erlaubt der Playstore auch ohne Anmeldung die Installation der Play Services.
Zu dem e/OS. Das mußte ich erstmal googeln. Das kommt sicher nicht ganz ohne Grund daher mit einem "handverlesenen" App-Paket.



Dual OS bietet kaum ein Anbieter. Und dieser einfache Kniff würde die Zielgruppe maßgeblich erweitern.
Und dann wiederum kann man gleich auf ein Google Handy setzen.

Außer eben bei GraphenOS denn dort kann man über separate Benutzerkonten entscheiden ob du gerade mit oder ohne Google Services einschalten möchtest. Eben Sandboxed!
 
Und dann wiederum kann man gleich auf ein Google Handy setzen.

Außer eben bei GraphenOS denn dort kann man über separate Benutzerkonten entscheiden ob du gerade mit oder ohne Google Services einschalten möchtest. Eben Sandboxed!
Jedenfalls hat man als Privatsphäre-Enthusiast echte Probleme. Mir persönlich ist das ziemlich Latte, was die so sammeln. Das ist einfach viel zu viel und kann daher von keinem Menschen ausgewertet werden. Ausnahmen sind natürlich Mitarbeiter, die sich wahllos Cloud-Inhalte angucken oder was so im Tesla passiert.
 
Das muss auch kein Mensch auswerten das macht demnächst ne KI und kann dann deine Patientendaten der ePA zusammen mit deinen Kaufinteressen und Sucheingaben in Einklang bringen :kuss:
Das macht seit Anbeginn eine KI. Den einen stört das und er meint gläsern zu sein, der andere freut sich über die Annehmlichkeiten und personalisierte Werbung. Ich beschreite da so einen Mittelweg.
 
Das Prädikat "googlefrei" sollte man differenziert betrachten. Einerseits kann das Gerät (Smartphone oder Tablet) ohne Google-OS und ohne Google-Apps konfiguriert werden. Das läuft über entsprechend genannte Betriebssystem oder auch Lineage OS recht gut. Bei Lineage OS weiß ich, dass es für viele Smartphones/ Tablets, seien es massenkompatible Geräte (Samsung etc.) oder Nischengeräte (Fairphone etc.), gut und teils deutlich besser als mit herkömmlichen OS funktioniert. Allerdings braucht es Zeit und Motivation, sich in die Installation eines Android OS einzuarbeiten, was definitiv nix für Laien ist. Das geht gänzlich ohne Google oder mit Google-Mimikri (microG für googleadaptable OS-Komponanten und Aurora als Google Playstore-Zugang bzw. F-Droid für freie Apps). Selbstverständlich funktionieren microG und Aurora nicht reibunglos, weil sie ihren Workaround immer an Googles Maßnahmen zur Verhinderung dieser Workarounds anpassen müssen.

So, und das Andererseits ist eine ganz andere Geschichte. Ich kann ein Smartphone selbständig googlefrei aufsetzen, ohne microG, ohne Aurora, dabei keine Google-Server aufrufen und keine das Vorhaben untergrabenden Apps installieren - und trotzdem befindet sich das Gerät, sobald man sich online bewegt (dazu ist es ja da), in einem von Google beherrschten oder wenigstens durchdrungenen Ökosystem. Wer den Datenverkehr eines solchen System überwacht und anschaut, wird feststellen, dass dennoch Verbindungen mit Google-Servern entstehen.

Die Attribute "googlefrei" und "online" sind im Allgemeinen unvereinbar.
 
Die Attribute "googlefrei" und "online" sind im Allgemeinen unvereinbar.
Das stimmt wohl leider. Das gleiche gilt für viele andere Datenkraken. Im Endeffekt sind z.B. deine Kontaktdaten da gelandet, sobald du sie jemandem mitteilst, der einen der Dienste auf seine Kontaktdaten loslässt, was gefühlt fast jeder ist. Auch der Mailverkehr ist kein Stück mehr privat, wenn einer der Korrespondenten z.B. ein Gmail-Konto nutzt. Auch wieder gefühlt fast jeder, weil einen Google-Account hat "man" ja sowieso.
 
Ich wollte doch nur ein neues Tablet :wow:

Das arme Dingen wurde ja ganz schön platt geredet hier.
Ich bin kein Profi in Betriebssystemen, aber was man als Laie so liest, klingt erst einmal gut.
Ich versuche also, mit möglichst geringem Aufwand mehr Sicherheit zu erreichen.

Ich hab aber gleichzeitig keinen Spaß mehr dran, mich in Systeme reinzuarbeiten. Dieses Commandozeilen gedöns aus ersten Linux Tagen graust mich heutzutage.
Das muß sofort laufen. Ein e/OS zu installieren wäre so das Maximum an Eigeninitiative. Is ja zum Glück nur noch klicki klicki.
Die Frage ist also, wieviel ist mir der Komfort wert.
 
Die Frage ist also, wieviel ist mir der Komfort wert.
GraphenOS aufs Pixel Tab zu schubsen ist aber auch keine Raketenwissenschaft. Jeder der noch halbwegs dazu in der Lage ist eine Schritt für Schritt Anleitung zu befolgen und lesen in der Schule hatte sollte das hinbekommen können.

Oder eben wie ich schon sagte den Differenzbetrag jemandem geben der das für einen tun kann. Jedenfalls hat man dann einigermaßen brauchbare Hardware.

Bei nem degoogled device ist früher oder später sowieso Frust und gefrickel angesagt für jeden der es gewohnt war das die Androidanpassungen jeder der großen Hersteller die Nutzer mit ihren Out of the Box ready to use Lösungen verwöhnt haben.

Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier!

Und ja, natürlich will der einfache Anwender am liebsten kein gefrickel.

Sowas wie Bootloader unlock per OEM Freigabe und USB debugging über ADB aus dem Google SDK!
Ich finde man sollte sich auch mal zurecht fragen welchen Sinn dieser Aufwand hat wenn man dann im Anschluß mittels "Gapps" oder "MicroG" danach die Googledienste wieder auf den Knochen drauf prügelt um den alten Komfort wiederherzustellen.

Denn das ergibt IMHO auch out of the Box für mich einfach keinen Sinn! Dann bleibt einfach bei Google oder wechselt zu Huawei oder Apple oder sonst was.

Denn egal ob AOSP-Android (das sich in näherer Zukunft ohnehin ändern wird wie HIER zu lesen), oder Ubuntu Touch oder oder oder... Ohne MicroG oder Gapps wird ein riesen großer haufen an Apps die für Googles Ökosystem entwickelt wurden einfach nicht laufen. Auch Onlinebanking nicht!

Meine Banksoftware verweigert bei offenem Bootloader und dem Fehlen bestimmter Schlüsseln seinen Dienst.

GraphenOS bietet dafür eine Lösung, indem es die SafetyNET Keys auf dem Gerät belässt, undes auf Pixel Geräten möglich macht den Bootloader nach der Installation wieder zu verschließen.

Und dann kann man über verschiedene Benutzerkonten die voneinander getrennt in einer sandbox laufen dann auf dem einen eben per MicroG etc. Alte gewohnte für einen selbst notwendigen Applikation wieder zum laufen bringen, und auf dem anderen Konto dann vollständig degoogled sein Ding drehen.

Ja das ist alles frickelei und unbequem dazu! Aber das die Notwendigkeit dazu sich darüber Gedanken zu machen, erst jetzt einigen wegen der Abhängigkeit zu den jeweiligen Diensten, wegen KI und auch Trump in den Sinn kommt.

Das ist einfach traurig! Als unsereins damals vor solchen Horrorszenarien gewarnt hat wurde man als Aluhutträger und verschwörungstheorien verbreitender Irrer abgestempelt. Da kamen Antworten von wegen, "na und, sollen sie doch sammeln was sie wollen meine daten sind so unwichtig die Interessen eh niemanden!"

Jetzt wo der Zug bald abgefahren ist, die Abhängigkeit von den USA fast unumkehrbar, und KI es so fast jedermann so einfach wie nie macht große Mengen an Metadaten auszuwerten, aufzubereiten und nutzbar zu machen für allerhand böses Zeug.

Jetzt kommen diese Flitzpiepen aus ihren löchern hervor und fordern Datenschutz konforme Lösungen aus Deutschland ohne gefrickel out of the Box ready to use... Und das am besten asap!

Da Fass ich mir doch an den Kopf Mensch! Normalerweise müsste man denen sagen, hier haste Tintenfass und Füllfederhalter! Schreib wieder Briefe... Dann nimm dieses Siegel und diesen roten Wachs und verschließe damit den Umschlag... Zur Info den Wachs muss man dafür erhitzen damit das funktioniert! Ich hoffe das überfordert euch nicht!

Manche haben es echt nicht anders verdient!


Ps: hier ein paar Satzzeichen zum selbst einbauen! ",,,,,....!?" ""
Bin müde und mir war nicht nach Lesbarkeit!
 
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Ich finde man sollte sich auch mal zurecht fragen welchen Sinn dieser Aufwand hat wenn man dann im Anschluß mittels "Gapps" oder "MicroG" danach die Googledienste wieder auf den Knochen drauf prügelt um den alten Komfort wiederherzustellen.
Naja, da setzt du jetzt aber auch einfach mal voraus, dass Leute das machen wollen. Ich habe auch keine Zahlen, aber viele Szenarien lassen sich doch mit den offenen Bordmitteln erschlagen. Viele Apps lassen sich doch z.B. durch ein Lesezeichen für den Browser ersetzen.
Das ist einfach traurig! Als unsereins damals vor solchen Horrorszenarien gewarnt hat wurde man als Aluhutträger und verschwörungstheorien verbreitender Irrer abgestempelt. Da kamen Antworten von wegen, "na und, sollen sie doch sammeln was sie wollen meine daten sind so unwichtig die Interessen eh niemanden!"

Jetzt wo der Zug bald abgefahren ist, die Abhängigkeit von den USA fast unumkehrbar, und KI es so fast jedermann so einfach wie nie macht große Mengen an Metadaten auszuwerten, aufzubereiten und nutzbar zu machen für allerhand böses Zeug.

Jetzt kommen diese Flitzpiepen aus ihren löchern hervor und fordern Datenschutz konforme Lösungen aus Deutschland ohne gefrickel out of the Box ready to use... Und das am besten asap!
Ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass sich bei den meisten Leuten viel geändert hat, was ich aber noch erschreckender finde. Aber immerhin scheint die Politik jetzt langsam mal anzufangen, die Warnungen ernster zu nehmen. Ja, ist Kategorie "zu wenig, zu spät", aber immerhin.

Ich finde jedenfalls gut, dass solche Produkte auf den Markt kommen, weil so nicht nur die Schnittmenge aus "technisch versiert" und "an Privatssphäre interessiert" letztere bekommen kann, wodurch wenigstens jeder die Möglichkeit bekommt, sich zu schützen. Welches davon dann das beste ist, ist dann meiner Meinung nach eine andere Frage und hängt auch von einigen individuellen Faktoren ab. Und wie so oft gilt meiner Ansicht nach auch hier, dass mehr Auswahl erst mal besser ist.
 
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