Verständnisfrage WLAN-Router

payan

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,

Mir ist bei der Suche nach einem neuen Router aufgefallen, dass die möglichen WLAN Geschwindigkeiten teilweise bis 2.400 MBit/s möglich sind. Wie kriegt man denn solche Geschwindigkeiten hin, wenn beim DSL Anschluss nur 300MBit/s ankommen?
Ich glaube ich verstehe etwas grundlegendes nicht. Kann mir da jemand mal helfen?

LG
 

keinnick

Lötkolbengott/-göttin
Du kannst diese Geschwindigkeiten (theoretisch und auf dem Papier) im internen Netzwerk nutzen. Also wenn Du etwas von Rechner A zu Rechner B schiebst. Der Down-/Upload des Internetanschlusses spielt in dem Fall keine Rolle.
 

DJKuhpisse

BIOS-Overclocker(in)
Mir ist bei der Suche nach einem neuen Router aufgefallen, dass die möglichen WLAN Geschwindigkeiten teilweise bis 2.400 MBit/s möglich sind. Wie kriegt man denn solche Geschwindigkeiten hin, wenn beim DSL Anschluss nur 300MBit/s ankommen?
Ich glaube ich verstehe etwas grundlegendes nicht. Kann mir da jemand mal helfen?

Das ist die theoretische Geschwindigkeit zwischen deiner WLAN-Karte und dem AP. Diese ist nur theoretischer Natur. Bei jeder Datenübertragung gilt: die Leitung mit der geringsten Übertragungsrate bestimmt die Geschwindigkeit. Wenn das 10Base5 ist, bringt dir z.B. das flotte WLAN nichts.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Mir ist bei der Suche nach einem neuen Router aufgefallen, dass die möglichen WLAN Geschwindigkeiten teilweise bis 2.400 MBit/s möglich sind. Wie kriegt man denn solche Geschwindigkeiten hin, wenn beim DSL Anschluss nur 300MBit/s ankommen?
Gar nicht. Wenn nur 300 ankommen können natürlich auch nur 300 weitergeleitet werden.

Aber auch mal angenommen du hättest ne 2,5GBit Internetleitung.
Diese Routerbandbreiten sind theoretische Bestcase Marketingzahlen. Bedeutet selbst wenn dein Router mit 2400 gefüttert würde müsstest du beipsilesweise 4 Geräte im 5 GHz Band und 2 Geräte im 2,4 GHz-Band in 10 cm Abstand um den Router anordnen, bestmöglich konfigurieren, das alles in einem völlig störungsfreien Raum machen und dann gleichzeitig bei allen Geräten nen Speedtest machen. Die Insgesamt übertragene Bandbreite könnte sich dann brutto den 2400 annähern. :ugly:

Praktisch sind diese Angaben völlig nutzlos. Sobald du von einem Einzelgerät ausgehst und ein paar Meter Abstand und womöglich, man soll es kaum glauben, sogar eine Wand dazwischen hast sind die realen Bandbreiten oftmals nur noch ein Zehntel der beworbenen Größe. Wenn dein "2400er" Router es schafft, unter realen Bedingungen dem Endgerät immer die 300 MBit zu liefern die ankommen ist das schon gar nicht schlecht.

Es ist immer noch so, dass selbst die dicksten Highend Routerflaggschiffe (mit "10000+ MBit/s" auf dem Etikett) schnell auf unter 500 MBit einbrechen wenn man sich zwei Räume weiter bewegt. Um ein Gigabit (als mittlerweile öfter mögliche Internetbandbreite) per Funkl zu übertragen braucht man schon sehr starkes Equipment und einigermaßen gute Umgebungsbedingungen (bestenfalls unter 20 Meter und höchstens eine dünnere Wand dazwischen). Generell gilt nach wie vor: Werr wirklich schnelle und stabile Datenraten haben möchte muss ein Kabel legen. Funk ist bequem (und für 99% der Leute und Anwendungen auch locker ausreichend) - aber eben nicht wirklich schnell.
 
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