AW: Vectoring: Netzagentur präsentiert Preise, die Mitbewerber der Telekom für Bitströme zahlen sollen
Der letzte mir bekannte Stand ist, dass Vectoring die aktuellen Kupferleitungen nutzt und Geschwindigkeiten bis 100MBit/s bietet, damit eben nicht Glasfaser verlegt werden muss.
Zusätzlich können ADSL-Leitungen anderer Anbieter nicht mehr weiter genutzt werden, da diese Störquellen für das Vectoring sind - eben der ewige Streit um das Telekom-Monopol.
Ich habe mich eben zum Thema
Super-Vectoring informiert. Vetcoring2 soll bis 250MBit/s bieten, korrekt, dafür gibt es weiterhin das Manko, dass die "letzte Meile" auf 600m knapp halbiert wird, so dass weiterhin nicht die voll Bandbreite geboten werden kann und es wird
weiterhin auf Kupferleitungen, statt auf Glasfaser gesetzt.
Wenn der Tausch der Kästen/Hausanschlüsse kein Problem ist, warum wurde es nicht bereits längst erledigt? Nichtmal in Großstädten um die 1 Mio Einwohner wird dies gemacht.
Da hatte ich ganze 6MBit/s. Jetzt in einem 100 Einwohner Dorf, gibts 100MBit/s, aber auch nur, weil der Energieversorger mit einem örtlichen Anbieter verhandelt hat, der
nicht Telekom heißt.
Wenn ich etwas missverstanden habe, bitte um Korrektur.
Vectoring wird zur Zeit nur in Verbindung mit FTTC eingesetzt und auch so ganze Ortsnetze ausgebaut. Das bedeutet Glasfaser bis zum Bordstein. Die alten KVz werden zu MFGs* überbaut, ein MSAN kommt hinenin und dieser ist selbstverständlich mit Glas angebunden.
Der Einsatz von VDSL-Vectoring rund um die Vermittlungsstellen, welches kürzlich erst freigebenen wurde, wird noch etwas dauern.
Die Infrastruktur von Vectoring kann, wie genannt, zu Supervectoring und G-Fast erweitert werden. Der MSAN ist später sogar in der Lage zu einen FTTH-Knoten umgebaut zu werden. Das heißt, man muss "nur" noch Glasfaser bis zum Kunde verlegen. Die Faser zum MFG liegt ja bereits, FTTC sei dank!
Also keine Ausbaubremse. Klar ist Vectoring immer noch kein FTTH, dafür aber viel billiger und vor allem ist der Ausbau schneller.
Und ADSL wird nie (!) gestört. Nur ein fremdes VDSL-Signal.
Denn das ADSL Frequenzspektrum geht nur bis 2,2 MHz. VDSL- und damit Vectoring haben eine Bandbreite von 2.2 MHz bis hinauf zu 30 MHz.
Der Überbau der alten KVz ist nicht so einfach getan. Da stecken viel Planungsarbeit und Genehmigungen dahinter.
Das oft ein Dorf mittlerweile besseres DSL hat als eine Stadt liegt an den Komunen und Bürgermeistern selber.
Was denkst Du was da für Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, bzw. einfaches Unverständnis herrscht. Und dann kommt der lokale Energiversorger und redet alles billig und schön, sodass die Komune ja sagt.
Außerdem, wenn eine Stadt heute mit der Telekom Verhandlungen führt und den Startschuss gibt, sollte klar sein, dass nicht schon ein halbes Jahr später alles ausgebaut ist.
*MFG = Multifunktionsgehäuse
Ich hoffe, ich konnte etwas aufklären.
ADSL geht weiterhin. Was nicht mehr geht sind VDSL Ports. Aber diese waren sowieso rar gesät.
Wenn sie ihr Netz ausbauen, legen sie meist Leerrohre mit hinein und können ihren Tochterunternehmen diese günstig (für lau) vermieten.
Reseller VDSL-Ports sind gar nicht so selten. Wieso auch?
Vectoring gibt es ja erst seit letztes Jahr. Und das VDSL was aus den Vermittlungsstellen kommt ist auch noch non-Vectoring. Das war ja auch der Streitfaktor. Die Mitanbieter haben sich quer gegen die Telekom gestellt (nachvollziehbar). Da sie sich nun Vectoring-Leitungen vom Telekom-Knoten mieten müssen, anstatt vielleicht VDSL aus einen ihrer eigenen Infrastruktur weiter nutzen zu können.
Leerrohre legt auch die Telekom mit eins Erdreich, oder sollte zumindens besser.

Früher wurde das leider aus Kostengründen oft nicht gemacht. Heute hat man die Spätfolgen.
