AW: [Update] Internetzensur per Hintertürchen. BKA-Vertrag bestätigt Vermutungen!
Das ist 1. eine Behauptung, 2. das latente Risiko bei jeder Umfrage (deshalb wurden wohl auch Wahlen eingefuehrt) und mindert 3. das Gewicht der Meinung dieser Bevoelkerungsgruppe nicht. Womit der Punkt fuer mich auch totdiskutiert ist, weil Ihr ihn offensichtlich ohnehin nicht verstehen wollt.
Meine Meinung: Infratest geht ja nicht ins Altersheim um ihre 1000 Leute zusammenzubekommen, sondern wählt halt im Telefonbuch etc. eine möglichst repräsentative Gruppe aus, die möglichst aus allen Teilen der Bevölkerung kommen sollte. Somit ist eine solche Umfrage theoretisch in Ordnung, wenn nicht die Fragestellung nur eine Antwortmöglichkeit offen lässt. Spam_Bot hat ja hier die Gegenumfrage gepostet, was den Faktor der Fragestellung hervorhebt.
Diese Macht hat sie auch nicht.
Das BKA erstellt die Listen, diese sind geheim und dürfen nicht überprüft werden. Wenn eine "saubere" Seite nun - wie in Australien - draufkommt, merkt man das unter Umständen zu spät, und der Ruf wurde ruiniert.
Achtung Beispiel: Ein Kinderarzt hat eine eigene Seite, und die Besucher (Patienten) wollen diese Seite ansurfen: Stoppschild wegen Kinderpornographie. Ich glaube kaum, dass die Patienten dann noch so gerne zu diesem Arzt mit ihren Kindern gehen...
da gibt es also angeblich eine Behoerde in Deutschland, die die Demokratie auszuhoehlen und Zensur voranzutreiben sucht. Warum plagt sich diese Behoerde mit dem parlamentarischen Apparat ab? Warum macht die das nicht einfach?
Weil unsere Verfassung noch existiert und somit auch das BKA sich daran halten müsste. Alles auf einmal ist halt unmöglich und auch für die Bevölkerung nicht hinnehmbar.
Salamitaktik nennt sich das und wurde schon erfolgreich angewendet bei anderen Themen.
Ach so ist das. Rentner sind doof, Russen Saeufer, Polen Autodiebe und Tuerken stinken nach Knoblauch?
Habe ich nie gesagt und die Vorurteile brauchst du mir nicht unterstellen.
1. Ich habe keinen herausgepickt, sondern alle gemeint.
2. Geh raus, frag die Leute, was sie über das Thema wissen. So ziemlich jeder, den ich dazu gefragt hab, wusste nichts. Den meisten ist es auch egal, hauptsache das Hobby ist nicht in Gefahr.
Da ist vom Studenten bis zum Renter alles dabei gewesen und so ziemlich keinen interessiert das Thema.
Allerdings ist das dann schon deutlich komplizierter.
Bestreite ich auch nicht.
Was fuer "Unterstellungen" meinst Du? Das heute Seiten mit kindespornographischem Material, morgen solche mit Urheberrechtsverstoessen und in einer Woche solche mit "regimekritischen" Aeusserungen auf einer schwarzen Liste landen werden, so wie es hier im Thread schon unwidersprochen orakelt wurde? Das sind Unterstellungen. Haltlos und an der Grenze zur Infantilitaet.
Das jetzt von dir gesagt und "staatsparanoiden Phantastereien" meine ich.
Nimm zum Beispiel - mal wieder - die australische Liste: mehrere Homosexuellen-Seiten sind darauf gelandet, dazu ein Zahnarzt und da kann man beim besten Willen nichts illegales erkennen.
Bei der Überprüfung anderer Listen waren auch nur relativ wenige illegale Seiten auf der Liste enthalten, und dennoch werden diese Listen von den befürwortenden Politikern als erfolgreich gewertet.
Andersrum: Wie kannst du denn ausschließen, dass Lobbyarbeit (Film/Musikindustrie) erfolglos bleibt?
Mag sein. Allerdings hilft etwas Zynismus, diesen Thread hier auszuhalten. Und Bezug zum Thema hat der Einwand durchaus: USA, Kanada, Niederlande. Alles kein deutsches Hoheitsgebiet; alles, was hier gehostet wird, entzieht sich der deutschen Justiz. Und genau an dieser Stelle wird die Zahlenklauberei auch zum Boomerang - ca. (jeder kolportiert da andere Zahlen) 96 Prozent aller gelisteten kindespornographischen Inhalte befinden sich vorgeblich in diesen Staaten und koennen von deutschen Strafverfolgungsbehoerden nicht abgeschaltet werden.
Die deutsche Justiz braucht auch keinen Zugriff, denn auch in anderen Ländern gibts Gesetze.
Deine Naivitaet ist wirklich erschuetternd. Glaubst Du wirklich, irgendein Hoster auf den niederlaendischen Antillen macht einen Finger krumm, nur weil irgendwer aus not so good old Germany ihn anruft und ihm Schauermaeren ueber bei ihm gehosteten Content erzaehlt?
In jedem westlichen Land ist Kinderpornographie illegal, in Deutschland übrigens unter anderem auch Pornographie mit Darstellern über 18...
Auch in anderen Ländern werden Verstöße gegen Gesetze geahndet und laut deinen Aussagen hätte
CareChild überhaupt keinen Erfolg haben dürfen. Esl war die dänische Sperrliste und ich nehme mal an, dass da nicht nur deutsche Provider entsprechende Seiten gelistet haben...
Er wird den Hoerer auflegen und sich den naechsten Schirmchendrink bestellen. Und das geht letztlich auch voellig in Ordnung. Wuerdest Du wollen, dass Deine hier in Deutschland gehostete Webseite abgeschaltet wird, weil ein Mullah aus Teheran bei 1&1 angerufen und wegen Beleidigung Allahs durch einen nackten Hintern mit einer Fatwa gedroht hat?
Solange es legal ist, nen Hintern auf einer Seite zu veröffentlichen, kann sich der Mullah die Tastatur kaputt tippen und trotzdem bleibt Allahs Hintern gehostet, auch wenn es eher wegen Mohammedkarikaturen Ausschreitungen gab, was aber ein anderes Thema ist.
Du wirst es kaum glauben, aber auch andere Länder und deren Polizei sind offen für Tipps und wenn niemand ausgeliefert werden muss, sondern nur ein paar Anrufe und Klicks, wird es passieren. Außerdem: Welcher Hoster in den USA will bald Probleme mit der Polizei bekommen, wenn Material über den Missbrauch von Kindern auf seinem Server erreichbar ist? Gerade in den USA, die bei Kindern und dem Missbrauch sehr überreizt reagieren.
Auch wenn deine Antillen in der Nähe von Cuba und Südamerika liegen, die unterliegen dem Gesetzt der jeweiligen europäischen Ländern und müssen sich auch da an das Gesetz halten.
Erstens waere das aus ermittlungstaktischer Sicht wohl irgendwie kontraproduktiv und zweitens praktisch ausgesprochen sinnbefreit - weil die Domains ja ohnehin nicht erreichbar waeren. Scheint mir eher logisch und in der Natur der Sache begruendet denn ein Problem zu sein.
Welche ermittlungstaktische Sicht? Kommt einer aufs Stoppschild, ist er erstmal schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat. Der Rechtsstaat handelt aber genau andersrum.
Ist die Liste nicht überprüfbar, kann jede Seite darauf gelangen- Wie willst du denn bitte überprüfen können, ob das BKA hier sich an Gesetze hält?
Pardon?! Ohne zu wissen, was auf dieser Liste steht, ist jede Prozentzahl, die hier genannt wird, ausschliesslich spekulativ.
Zuerst werden die Listen anderer Länder übernommen. Und genau hier ist es bekannt, dass Seiten fälschlicherweise gesperrt wurden. So ziemlich in jedem anderen Land wurden legale Seiten gesperrt und wie kannst du auf die Idee kommen, dass es hier anders ist? Sind die Deutschen den Beamten/Menschen anderer Länder überlegen? Ich denke nicht.
Nach den von Euch verbissen verteidigten Zahlen steht das Gros der Server eben nicht in Deutschland [...]. Punkt, Schluss, Aus. Es besteht damit keine Moeglichkeit fuer die deutschen Strafverfolgungsbehoerden, gegen diese vorzugehen. Punkt, Schluss, Aus. Du & Co. suggerieren hier, man muesse ja nur wollen und dann waere das Internet morgen so sauber, als haette Meister Proper den Wischmop ausgepackt. Das ist nicht wahr und wird nicht davon wahrer dass Ihr es gebetsmuehlenartig wiederholt.
Die Sperren werden auch nicht sinnvoller, wenn man es dauernd wiederholt.
Die deutschen Strafverfolgungsbehörden müssen gar nichts unternehmen, außer den Kollegen mal nen Tipp geben. Die werden entsprechend deren Gesetzen handeln.
Die Sperrung von offensichtlich rechtswidrigen Inhalten (ueber die derjenige, der sie aufzurufen versucht, ja durch ein plakatives "Stopp"-Schild informiert wird) subsummiere ich nicht als Zensur; sie enthaelt keine "Informationen" vor, die von irgendeiner Relevanz fuer demokratische Prozesse sind. Die reisserische Vokabel von der Zensur wird hier in fahrlaessiger Weise entwertet, bagatellisiert und vor den Karren der eigenen Interessen gespannt.
Doch, genau das ist es: Zensur.
Zensur bedeutet, dass unliebsame Inhalte der Bevölkerung vorenthalten werden sollen. Was nun genau unter "unliebsame Inhalte" verstanden wird, ist auch nur reine Definitionssache. Manche gewichtige (nicht Körperumfang!) Politiker wollen "gewaltverherrlichende" Seiten ebenso sperren wie ebenso von der Film- und Musikindustrie geforderten Seiten... Wie kannst du das denn bitte ausschließen, wenn die zuständigen Politiker das heute geredete morgen nicht die Bohne interessiert?
Das Stoppschild loggt aber ebenso die IPs mit und der Aufruf wird als Versuch gewertet, sich kinderpornographisches Material anzueignen. Dolle Karte.
Das Internet ist ebenso den Gesetzen unterworfen und illegale Inhalte müssen entfernt werden, weil halt gesetzeswidrig. Das setzt aber eine Prüfung voraus und der Betreiber hat auch die Möglichkeit - wenns eine Pornoseite ist - Altersnachweise zu liefern, um zu beweisen, dass seine Seite legal ist.
Mogis ist übrigens gegen Sperren und liefert Argumente... Da stellt sich doch die Frage, warum das Ministerium für die Sperren ist, wenn die Opfer dagegen sind?
Wer wird denn hier vom Wahlkampf missbraucht und vor den politischen Karren gespannt, wenn nicht die Opfer von Missbrauch?
Weshalb ich dafuer bin? Weil es in einer Gesellschaft auch so etwas wie einen ethischen Mindestkonsens geben sollte. Wenn eine Gesellschaft Dinge wie Kindespornographie weitgehend einhellig aechtet ergibt es keinen Sinn, derlei dennoch verfuegbar belassen zu wollen und dies als Akt der Freiheit zu verklaeren.
Verfügbar: Es bleibt verfügbar und es wird nichts getan, die Verfügbarkeit zu beeinträchtigen.
Der ethische Mindestkonsens ist übrigens schon längst da, Missbrauch an Kindern wird nicht toleriert. Und genau da verfehlt die Idee der Sperrung die Bekämpfung: Es wird nichts getan, weder wird das Material gelöscht, noch die Betreiber ermittelt oder auch nur einem einzigen Kind geholfen...
Ein "Stopp"-Schild verhindert keinen einzigen Kindesmissbrauch, richtig. Aber es lenkt nicht vom Problem ab, sondern schafft ein Symbol (einer von sehr wenigen Anlaessen, wo ich ausdruecklich fuer Symbole bin) fuer das Problem, ohne dass das Problem selbst gezeigt wird. Ich muss einem missbrauchten Kind seine Wuerde nicht noch ein weiteres Mal nehmen, indem ich seinen Missbrauch sehe.
EOD.
Ich muss dem Kind auch nicht nocheinmal seine Würde nehmen, indem ich es für einen politischen Wahlkampf missbrauche.
Was bitte hilft es einem Kind - so denn das Material ohne dessen Einverständnis erzeugt wurde - wenn ihm nicht geholfen wird?
Das meiste wird soundso nicht über das Internet gehandelt, die Argumente von der von der Leyen sind sämtlich widerlegt. Wozu Politikern Glauben schenken, die es mit der Wahrheit nicht sehr genau nehmen?
e:/ Ich möchte nochmals dringend
auf diesen Artikel in der Zeit hinweisen, wo so ziemlich alle Behauptungen der
leyenhaften Politiker widerlegt werden.
Dieser und andere Links - ich kann mich nur gern wiederholen - stehen auf
dieser Seite