Dann musst du dich aber bei den Publisher beschweren, denn Steam hat keine Exklusivtitel, wie Epic. Wenn also ein Publisher nur auf Steam veröffentlicht, beschwere dich nicht bei Valve. Und das ist auch kein Monopol. Es ist lediglich ein Spiel, das nur auf einer Platform angeboten wird. Ein Monopol ist etwas anderes:
[ChatGPT-Antwort auf „Was ist ein Monopol?“]
Ich wiederhole es zum letzten Mal:
Ob ein Monopol vorliegt, hängt immer davon ab, wie eng oder weit man das Produkt und den Markt definiert.
In welchem Store außer Steam kann ich denn z. B. die native PC-Version von Portal 2 kaufen? Oder von NieR: Automata? Geht nicht. Du kannst die PC-Versionen dieser beiden Titel nicht ohne Steam kaufen. Schlussfolgerung: Steam hat
auf diese beiden Titel, hauseigen und Third-Party,
auf dem PC ein Monopol. Die Aussage ist weder „Steam hat auf PC-Spiele ein Monopol.“, noch „Steam hat auf NieR: Automata ein Monopol.“. Nur mit beiden markierten Komponenten
zusammen ist die Aussage wahr, weil dann sowohl das Produkt als auch der Markt ausreichend eingegrenzt sind, dass kein Konkurrent mehr da ist.
Im Übrigen muss man sich bei Epics Exklusivtiteln genauso bei den Publishern beschweren, schließlich ist es immer noch ihre Entscheidung, ob sie den dicken Geldkoffer annehmen, den Epic ihnen für die zeitweise Exklusivität in die Hand drückt. Natürlich ist der Verzicht darauf mit einem größeren Risiko verbunden, aber *gezwungen*, auf den Deal einzugehen, ist keiner von ihnen. Nicht so wie sie vertraglich gezwungen werden, bei der Konkurrenz genauso teuer zu verkaufen wie auf Steam, wenn sie überhaupt auf Steam verkaufen wollen.
Doch sehr wohl! Microsoft, wie du schon oben lesen kannst ist markbeherrschend am PC. 96 % der PC Benutzer verwenden Windows. Dadurch schalten sie andere Mitbewerber aus, da Firmen und Benutzer aus dem Grund oft nicht auf Linux setzen wollen.
Und trotzdem kann man sein gesamtes Nutzungsverhalten auf ein Linux-Ökosystem einstellen. Natürlich ist das mit diversen Einschränkungen verbunden (wobei ich beim Programmieren dieses Gefühl eher unter Windows habe), aufwendig und für viele nicht ohne Weiteres praxistauglich, aber möglich ist es sehr wohl. Und wie gesagt, im proprietären Bereich gibt es immer noch Apple. Das ist zwar nicht viel besser, aber es ist etwas anderes als ein reines Microsoft-Monopol.
Natürlich, allerdings ist Valve extrem userfreundlich und fair. Das siehst man auch beim hervorragenden Support für das Steam Deck. Man kann Spiele anspielen und wieder zurück geben. Und das Geld das Valve verdient investieren Sie in den Game Store, aber vor allem unterstützen Sie Linux und haben viele weitere tolle Projekte, die irgendwann den Usern zugute kommen werden. Wobei Sie komplett offen sind und auch Kritik zu lassen, was nicht selbstverständlich ist... (Netflix, Epic, ...)
Alles richtig, nur ändert das halt nichts an der Tatsache, dass Valve ebenso Verbraucherrechte massiv einschränkt, damit schon mehrfach rechtliche Grenzen überschritten hat und deshalb von Gerichten zurückgepfiffen werden musste. Ein Krimineller, der Gutes tut, ist trotzdem ein Krimineller und muss dafür seine Strafe bekommen.
Daran ist nicht verwerfliches, Steuern zu sparen. Das machen wir genauso, wenn es möglich ist. Firmen müssen jedoch viel höhere Steuern bezahlen. Darum ist es nur intelligent, das Geld gut anzulegen.
Und warum ist es dann verwerflich, als Verbraucher mittels VPN am Kaufpreis zu sparen? Warum ist es in Ordnung, den Fiskus zu bescheißen, aber ein privates Unternehmen zu bescheißen ist böse? Verstehe ich gerade nicht. Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher?
Dass Firmen und Unternehmer viel höhere Steuern bezahlen müssen, stimmt übrigens auch allenfalls in absoluten Zahlen, weil sie viel mehr Einnahmen haben. Aufs Verhältnis gerechnet ist es kompletter Humbug. Am stärksten besteuert wird in Deutschland Einkommen durch Erwerbsarbeit; Steuern auf Kapitaleinkünfte sind deutlich niedriger. Im Verhältnis zu den Einnahmen zahlen Unternehmen deutlich weniger Steuern als Arbeitnehmer, und das schon ganz ohne Steuertricks.
Das ist ja auch nachvollziehbar, denn jeder hat mit bekommen, wie die Spieleproduzenten bei den Home Computern wie dem C64 oder Amiga keine Spiele mehr veröffentlichen wollten oder sogar in Konkurs gegangen sind, da alle die Spiele nur noch kopiert haben. Ein Kopierschutz ist scheinbar notwendig, da die Firmen sonst nicht zu Ihrem Geld kommen, das sie in das Spiel investiert haben.
Stimmt, deswegen sind ja auch Witcher 3, Cyberpunk 2077 und Baldur’s Gate 3 finanziell so kolossal gefloppt. Weil sie auf GOG und damit ohne Kopierschutz verkauft wurden und sich deshalb die Leute allesamt ihre Kopien schwarz ziehen konnten.
Stellt sich raus: Wenn du den Leuten einen ordentlichen Gegenwert bietest, bezahlen die Leute auch bereitwillig dafür, ganz ohne dass du deine zahlende Kundschaft wie potenzielle Kriminelle behandeln musst und im Endeffekt für ihre Aufrichtigkeit bestrafst, indem du sie Einschränkungen unterwirfst, die sie mit einer Schwarzkopie nicht hätten. Es war doch der große Herr und Messias Lord GabeN höchstselbst, der seinerzeit richtig erkannt hat, dass Piraterie ein Serviceproblem und kein Preisproblem ist. Schade ist nur, dass die Leute, die ihn damit immer wieder zitieren, darüber vergessen, dass es seine Plattform war, die DRM im PC-Gaming zwar nicht erfunden, aber salonfähig gemacht hat.
Es funktioniert eben nicht. Die User holen sich nur Gratis-Games ab, wollen aber den Epic Games Store nicht verwenden und die meisten User kaufen dort auch nichts ein. Und das ist auch gut so. Denn Game Stores, bei denen keine Kritik möglich ist und die mit solchen Methoden arbeiten, sollte man nicht unterstützen.
Dem letzten Satz stimme ich zwar zu; aber dann trotzdem Epic seine persönlichen Daten zu hinterlegen und ihre gammelige Spyware zu installieren, um seine wertvolle Zeit für ihre Gratisspiele zu opfern, entspricht nicht gerade meinem Verständnis von „nicht unterstützen“.
Das funktioniert nicht... den bei Half Life 2 geht es nur um ein einzelnes Spiel. Aber bei Windows geht es um ein Betriebssystem auf dem es sehr viele wichtige Programme und Spiele gibt, die auf anderen Systemen nicht angeboten werden. Das ist ein großer Unterschied. Man muss nicht Half Life 2 spielen, aber Windows muss man verwenden, da man oft keine Alternative hat.
Nö, muss man eben nicht, habe ich schon mehrfach erklärt. Niemand
muss bei Steam kaufen, wenn er bereit ist, auf den Großteil aller PC-Spiele zu verzichten. Niemand
muss seine Spiele bei Steam veröffentlichen, wenn er damit leben kann, auf die Reichweite zu verzichten. Und niemand
muss Windows nutzen, wenn er in der Lage ist, seine Softwarenutzung auf Linux-Programme umzustellen. Warum ist dieses prinzipielle „niemand
muss ... kaufen/nutzen/spielen“ für dich ein valides (Totschlag-)Argument, wenn es um Valve und Steam geht, aber nicht bei Microsoft und Windows?
Daran ist nicht schlechtes. Eine Firma muss sich eben genau wegen solchen unnötigen Angriffen, wie dieser Anwaltskanzlei absichern. Dadurch die AGB. Sonst könnte die Firma wahrscheinlich bei jedem kleinen Problem zu sperren. Das wäre allerdings eine Katastrophe auch für alle die dort Spiele gekauft haben. Um das zu vermeiden, muss man sich als Firma ausreichend absichern.
Kritikpunkt nicht verstanden. Die Kritik war nicht, dass Valve AGB hat, in denen es sich absichert, sondern dass Valve nicht transparent kommuniziert, auf welche Rechte Käufer, die gesetzlich üblicherweise mit einem Kauf verbunden sind, verzichten müssen und dass ihnen insbesondere das, was sie bezahlt haben, jederzeit wieder weggenommen werden kann.
Allerdings bleibt Valve trotzdem sehr fair und nutzt das nicht aus. Wie gesagt, man kann Spiele für immer bei Steam behalten. Selbst wenn diese nicht mehr zum Verkauf angeboten werden, wenn du diese besitzt, kannst du sie dennoch weiter spielen. Es ist noch kein einziges meiner Spiele verschwunden.
[...]
Die Spiele darfst du behalten, wie ich oben schon geschrieben habe.
Kann ich die gekauften Spiele auch spielen, ohne dass Steam installiert ist und läuft? Nein. Behalte ich die gekauften Spiele, wenn mein Steam-Account gebannt wird, und sei es nur, weil ich mal per VPN verbunden war (was laut Steam-AGB tatsächlich ein Banngrund sein kann)? Auch nicht. Bekomme ich dann mein gesamtes Geld zurück? Träum weiter. Selbst der Umstand, dass bereits gekaufte Spiele, die aus dem Store verschwinden, behalten werden können, ist reine Kulanz – einen rechtlichen Anspruch darauf hast du nicht, denn Valve hat sich in den AGB rausgenommen, dir deinen Zugriff jederzeit wieder zu entziehen. Sie tun es nicht, aber sie dürften und könnten jederzeit.
Und wer oder was garantiert dir eigentlich, dass es für immer so bleiben wird? GabeN wird nicht ewig leben und es ist nicht abzusehen, was mit Valve dann passieren wird. GabeN mag seine Firma nicht an Microsoft verschachern, aber wer sagt uns, dass sein Nachfolger das auch nicht tun wird? Wie kannst du dir sicher sein, dass du in fünf Jahren, in zehn Jahren immer noch Zugriff auf alle jemals gekauften Steam-Titel haben wirst?
Wirklich sicher sein, dass du die Spiele für immer behalten wirst, kannst du nur bei GOG: Du bekommst dein Spiel in Form eines Installers, der ohne Launcher und Internetverbindung lauffähig ist und von dem du nach Belieben Backups anfertigen kannst. Bei Steam bekommst du das nicht.
Man braucht doch heut zu tage für wirklich alles einen Account, sei es für die Jahreskarte, jeden Einkauf im Internet und auch bei den Streaming-Services wie Netflix, usw. Das ist Standard.
Ach, und wenn eine Frau sich von ihrem Freund befummeln lässt und dieser immer wieder mal wechselt, muss sie sich dann auch bei jedem anderen Typen gefallen lassen, wenn er sie anfassen will? Ich finde das in höchstem Maße übergriffig, zu erwarten, dass man, nur weil man sich von Datenkrake X abschnorcheln lässt, sich auch Datenkrake Y überhelfen lassen müsse, so als ob die Tatsache, dass ich einen z. B. Google-Account habe, ein Freifahrtschein für alle anderen sei, mich ebenfalls zu einem Schnüffelaccount zu nötigen; und ebenso, bei wie vielen Firmen heute generell nicht mehr mein Geld als Gegenleistung für ihre Ware genügt, sondern es „mein Geld plus“ sein muss. Mein Geld plus meine persönlichen Daten, mein Geld plus Verzicht auf meine Verbraucherrechte, mein Geld plus permanente Internetverbindung, mein Geld plus Durchschnüffelung meiner Dateien, mein Geld plus Verwendung einer proprietären, abgeriegelten Hard- und Softwareumgebung, mein Geld plus meine Würde, mein Geld plus Arschabwischen. Das ist auch kein Valve-spezifisches Problem, das geht mir bei allen anderen Anbietern genauso gegen den Strich.
Na bitte nur 50 % mehr. Was aber auch daran liegen kann, das es im Epic Game Store nicht viel zu tun gibt. Also jetzt willst du auch noch Kinder in Game Stores verbieten oder? ;-D
Erst hatte die Hand 20 Finger, jetzt sind 70 Millionen also das Anderthalbfache (50 % mehr) von 30 Millionen. Bin schon gespannt, welche faszinierende Mathematik als nächstes kommt.
Dann mach doch mal dort noch nen weiteren Shop auf jeweils.
Jetzt fang du nicht auch noch an, auf aus dem Zusammenhang gerissene Zitatfetzen von mir „Gegenargumente“ zu liefern, die an der ursprünglichen Aussage vorbeigehen und deshalb keine sind.
Wie sieht es den im Videostreaming aus? Da haste ja keine marktbeherrschenden Service mehr. Muss ja ein Schlaraffenland sein für die Kunden. /s
Es hätte einfach gereicht, meine Ausführungen zu Monopolen etwas genauer zu lesen. Im Streaming-Bereich haben wir keinen funktionierenden Wettbewerb, sondern einen Haufen Mini-Monopole. Star Wars gibt es nur bei Disney+, für Squid Game brauchst du Netflix, und bei Fallout kommst du um Amazon nicht herum. Alle Inhalte sind jeweils exklusiv bei einem Anbieter verfügbar, und sofern es keinen Kino- oder Disc-Release gibt, führt kein Weg an dessen Abobedingungen vorbei. Wenn dieselben Inhalte allesamt bei mehreren Anbietern verfügbar wären und diese tatsächlich über Preise und Leistung konkurrieren müssten (so wie der Einzelhandel beim Disc-Vertrieb oder eben die Kinos bei einer Kino-Veröffentlichung), wäre die Situation auf dem Streamingmarkt für die Kundschaft nicht mal ansatzweise so prekär. Die US-Judikative hat sich in den 1940er- und 50er-Jahren schon etwas dabei gedacht, als sie die Hollywoodstudios dazu verdonnerte, Produktion und Vertrieb voneinander zu trennen. Das war eine Errungenschaft, welche man Hollywood niemals hätte zerstören lassen dürfen. Und so einen Wettbewerb bräuchten wir auch im (PC-)Gaming, aber das wird ja u. a. durch Valves Vertragsklauseln hinsichtlich Preisgestaltung gerade unterbunden.