Undervolting: Performanceverlust trotz höherem Takt

PiDabbelju

Software-Overclocker(in)
Hey Leute,
ich wollte mal schnell euch fragen, ob ihr für folgendes Phänomen eine Erklärung habt: Ich habe meine EVGA 3060 Ti XC mit der Spannungskurve im MSI Afterburner undervolted, konkret 1950MHz@950mV. Habe das ganze in Forza Horizon 5 mit dem Benchmark mal getestet und 99 fps erhalten. Das ist im Vergleich zu Stock (1905MHz) komischerweise 1 fps weniger, OBWOHL die Karte höher taktet. Auch in Superposition war das Phänomen bei 1800MHz (einmal Stock und einmal UV) zu beobachten: Dort ein gut niedrigerer Score (6700 statt 6900 etwa) trotz gleichen Taktes. Woran liegt das? Höherer Takt, welcher stabil gehalten werden kann, sollte doch eigentlich zu höherer Performance führen, oder?
LG Phil
 
Hört sich nach clockstretching an.

Also die GPU läuft nicht mehr 100% stabil bei niedrigerer Spannung, verringert aber nur intern (ohne Meldung nach draußen, bzw. die Auslesetools erfassen diese Absenkung einfach nicht, weil zu kurz) den Takt.

Ich kenn das bisher nur von den Ryzen CPUs, aber prinzipiell könnte das auch auf deine GPU zutreffen.

Mach wieder minimal mehr Spannung drauf und beobachte weiter.
 
Eine Unstabilität muss sich nicht immer direkt durch irgendwelche Fehler zeigen, oft passiert genau dieses, dass es mit manchen Tests dann weniger Punkte rauskommen. Das liegt dann daran, dass dieses UV oder OC so instabil ist, dass es Fehler in den Berechnungen verursacht. Die Fehlerkorrektur kostet dann Leistung, was zu einem schlechteren Ergebnis führt.

Ist übrigens nicht nur mit Grafikkarten so, auch mit Prozessoren, wenn UV oder OC betrieben wird.
 
Höherer Takt, welcher stabil gehalten werden kann, sollte doch eigentlich zu höherer Performance führen, oder?
Stimmt. Nur beginnt instabil manchmal schon bevor der Nutzer Fehler oder Abstürze bemerkt.
Es gibt Instabilitäten, die die GPU bzw. der Treiber "bemerkt" und korrigieren kann bevor es zu einem Absturz oder ähnlichem kommt. Diese Korrektur ist normalerweise ums ganz grob zu umreißen "STOPP - alle Caches leermachen - alle Daten neu aus dem vRAM holen - Berechnungen vom letzten als richtig bekanntem Punkt (i.d.R. der vergangege Frame) wiederholen". All das geschieht in Sekundenbruchteilen, kostet aber natürlich Performance (und erzeugt ggf. Frametimes aus der Hölle wenn Frames mehrfach berechnet werden müssen bis sie einmal richtig sind).

Bewusst provozieren kann man sowas häufig bei vRAM-Übertaktung. Hier ists oft so, dass die letzten 100 MHz mehr bevor die Karte hart abschmiert oder kuriose Bildlandschaften erzeugt Performance kosten statt sie zu erhöhen da bei minimal instabilem vRAM ständig Daten die korrupt bei der GPU ankommen neu angefordert/ausgelesen werden müssen.

Eine andere Version ist das beschriebene "Clock stretching", was aber nach meinem Stand eher bei CPUs gemacht wird. Hier kann beispielsweise ein Ryzen5000er langsamer werden wenn er zu hoch getaktet wird weil die CPU intern bewusst Leerzyklen einfügt um einen Absturz zu verhindern.
 
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Nachher hängst Du die ganze Zeit im CPU-Limit und hast es nur nicht bemerkt.
Auslastung der Graka dauerhaft voll?

Immer wenn die Graka weniger als 95% Last anzeigt: CPU-Limit.
Und im CPU-Limit kannst Du die Graka übertakten bis die Schwarte kracht ... CPU-Limit. Es wird nicht einen FPS mehr geben, liegt in der Natur der Sache. CPU-Limit.
 
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das phämomen hatte ich mit meiner 3090... spannung per curve gesenkt, hatte mit cs source getestet, da läuft die karte von sich aus mit 2070mhz. average fps im auge behalten, runter auf 0,9v, alles okay. danach wurds spassig. die karte hat den takt gehalten, aber nun nen 150 fps geringes average.
laut gpu-z war alles okay, sensorenfassung auf schnellste aktualisierung. für mich sah alles gut aus, bis mir auffiehl, dass die last auf der cpu gesunken ist. prozentual zum verlust der fps.
deshalb kann ich mich meinen vorrednern nur anschließen. nur weil die ausgegebenen taktraten stimmen, heißt das nicht, dass die karte rund "läuft". der verlust an stabilität muss irgendwo korrigiert werden, was einen beachtlichen performanceverlust mit sich bringt.
wenn die karte kurz vor der kotzgrenze ist und vermehrt korrigieren muss, sollte das gesamte system beinträchtigt sein.
der vram-vergleich von alk ist hier sehr schön, das konnte ich auch schon damals bei meiner 580, 680, 980ti und 1080ti bebachten. übertaktet bis zum absturz, dann langsam im kleinsten schritt zurück, bis augenscheinlich stabil.
dann in den benchmarks bemerkt, dass die karten @stock schneller waren, als mit dem oc.
 
Interessanterweise konnte ich diese Schutzfunktion bisher nur bei Team Grün beobachten. (Gpu) Bei team Rot kam immer gleich der Treiber - Reset. Beim VRAM oc können übrigens auch mal Artefakte kommen bevor der Treiber abstürzt.
 
Vielen Dank fur euren Input Leute ^^
Mal schauen ob ichs nochmal etwas konservativer probiere oder einfach nur noch die Lüfterkurve anpasse.
 
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