News Umstieg von Windows 10 auf Windows 11: Massive Kritik an Microsoft

PCGH-Redaktion

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Microsoft ist Privatkunden beim drohenden Ende des Supports von Windows 10 zwar etwas entgegengekommen, weiterhin gibt es aber deutliche Kritik. Die höheren Hardwareanforderungen von Windows 11 dürften für eine Menge Elektroschrott sorgen.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Umstieg von Windows 10 auf Windows 11: Massive Kritik an Microsoft

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Das vermittelt den Eindruck, dass MS einfach mal nach dem Motto gehen wollte "wir haben mit unseren OS die Marktmacht, also gehen wir einfach über Leichen". Dass sich das aber so langsam rächt, sollten sie wohl besser mal einsehen, wenn nicht mal mehr Unternehmen mitziehen, die immer brav gezahlt haben.

Und vielleicht auch mal nachhaltiger und umweltfreundlicher denken.
 
Es ergibt auch absolut keinen Sinn, CPUs aus der ersten Ryzen Generation oder auch vergleichbare Intel CPUs quasi zu Elektroschrott zu deklarieren, nur weil der Quasi Monopolist bei Betriebssystemen das so will. Denn gäbe es ein OS, das eine vergleichbare Verbreitung wie Windows hätte, könnte Microsoft sich so ein Vorgehen niemals erlauben. Man kann das schon als Ausnutzen eines Monopols bezeichnen.

Klar sind die CPUs mittlerweile 8 Jahre und älter und es gibt mit Linux eine Alternative. Aber was die CPUs betrifft sind diese für einfache und anspruchslose Anwendungen wie Büroarbeiten bei Millionen von Firmen immer noch vollkommen ausreichend. Vielfach langweilen sich diese Prozessoren in solchen Szenarien die meiste Zeit.

Und was Linux betrifft. Ja, die Unterstützung ist besser geworden. Aber trotzdem steht für Software, die in Unternehmen genutzt wird, keine Linux Version bereit. Und keine fähige IT wird auf irgendwelche Frickellösungen wie Wine setzen, um Windows Software unter Linux irgendwie zum laufen zu bekommen. Vom Aufwand wie Schulungen für Linux gar nicht erst zu reden. Das verursacht enorme Kosten. Und ebenfalls kommt erschwerend hinzu, das es bei Linux eine mittlerweile schier unüberschaubare Anzahl an Distros gibt. Und jede Distro unterscheidet sich in gewissen Dingen mehr oder weniger. Es gibt eben nicht das Linux. Damit schießt sich Linux mittlerweile selbst ins Knie, was den Ersatz für Windows im Geschäftskundenbereich betrifft.
 
Die sind nur an einem interessiert: Mehr Umsatz generieren.
Nachhaltigkeit?
Ja, unbedingt, aber NUR wenn mehr Kohle bei rum kommt.
Sei es Einsparung von Kosten oder sonstige Ertragssteigerungen.

Von Beginn an war die Entscheidung, z.B. die erste Ryzen-Gen abzuklemmen reine Willkür.
***
Umsatz ist eigentlich nicht korrekt.
Gewinn, das zählt.
 
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In der Praxis kann man es ja trotzdem überall installieren. Das habe ich zumindest als Rückmeldung von diversen Windows-Poweruser:innen in Erfahrung gebracht, die ich gefragt hatte. Ich selbst nutze Linux und mein Skylake-System tut damit fabelhaft. Allerdings darf ich jetzt wieder bei Bekannten antanzen, die überfordert sind. Windows als easy-peasy Endbenutzersystem zu verkaufen entspricht im Zeitalter von Tablets und Smartphones einfach nicht mehr dem, was die Leute darunter verstehen. Aber gerade ältere Leute suchen die Ursache von Problemen oft häufiger bei ihrer Hardware als beim Betriebssystem. Da höre ich dann: "der ist ja schon so alt" - obwohl das System hardwaretechnisch tadellos in Ordnung ist.
Und was Linux betrifft. Ja, die Unterstützung ist besser geworden. Aber trotzdem steht für Software, die in Unternehmen genutzt wird, keine Linux Version bereit.

Das kann man so pauschal nicht sagen. Gerade im Serverbereich kommt in Unternehmen sehr oft Linux zum Einsatz. In Microsoft Azure laufen 60% der Instanzen unter Linux. Azure bietet meines Wissens Red Hat, Ubuntu, Debian, SUSE, CentOS als Standard‑Images an.

Das Endnutzer Gejammere um die vielen Distributionen spielt im professionellen Bereich keine Rolle. Es ist dort irrelevant bis vorteilhaft, weil Flexibilität, Modularität und Kontrolle entscheidend sind. Menschen verdienen einfach Geld damit diese Distributionen an Unternehmenszwecke anzupassen. Das wäre mit Windows in dem Umfang gar nicht möglich. Im Desktopbereich ist Windows weiterhin sehr dominant. In allen übrigen Bereichen sind die IT-Umgebungen heute sehr heterogen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was Linux betrifft. Ja, die Unterstützung ist besser geworden. Aber trotzdem steht für Software, die in Unternehmen genutzt wird, keine Linux Version bereit. Und keine fähige IT wird auf irgendwelche Frickellösungen wie Wine setzen, um Windows Software unter Linux irgendwie zum laufen zu bekommen.
Aber wer noch mal was neues entwickelt oder in Auftrag gibt, wird sich vielleicht zweimal überlegen, ob das eine native Windowsanwendung sein soll und vielleicht doch lieber mal zumindest was entwickeln, was einfach auf einem (Linux-)Server gehostet wird und beim Anwender im Browser läuft und damit schon mal betriebssystemsagnostisch ist und irgendwann braucht man dann auch kein Windows mehr. Webanwendungen sind ja nicht zuletzt wegen der Systemunabhängigkeit ja eh im Trend.
Und ebenfalls kommt erschwerend hinzu, das es bei Linux eine mittlerweile schier unüberschaubare Anzahl an Distros gibt. Und jede Distro unterscheidet sich in gewissen Dingen mehr oder weniger. Es gibt eben nicht das Linux. Damit schießt sich Linux mittlerweile selbst ins Knie, was den Ersatz für Windows im Geschäftskundenbereich betrifft.
Das ist kein Problem. Wenn man Distros betrachtet, die für solche Zwecke infrage kommen, fällt das Feld in den einstelligen, vielleicht niedrigen zweistelligen Bereich zusammen. Das sind dann auch hauptsächlich die Distros, hinter denen auch große Anbieter stehen, die Serviceverträge usw. anbieten.
 
An diesem Punkt fällt mir ein Satz ein den mein Großvater gerne sagte wenn wieder mal neue Trends gesetzt werden sollten.

Jung, in meinem alter muss man nicht mehr jeden scheiß mitmachen!
Das ist ja kein Trend, der "gesetzt werden soll", die Hersteller haben einfach keine Lust, alles für Windows, MacOS, Linux, Android und iOS extra zu entwickeln und webbasierte Anwendungen können eine gute Möglichkeit sein, Anwendungen auf allen Systemen anzubieten, die über eine Browserengine verfügen.
 
Firma X macht eine Neueinstellung und die hat nur einen leeren Tisch.

Also Laptop, zwei Monitore, Headset, Maus und Tastatur, sagen wir 1200€, kaufen nicht die billigsten Plastikbomber, sondern etwas das 6 Jahre hält. Auf den Zeitraum sind das Kosten von 16,6€ pro Monat. Die Neueinstellung wird etwas mehr verdienen als 16,6€ im Monat, das sollten also keine Kosten sein an denen die Einstellung scheitert. Wenn die Firma Microsoft Office 365 und Exchange einsetzt sind das allein 40€ im Monat und mehr. Wenn VM Ware oder Citrix im Unternehmen benutzt werden, dann hört man spätestens an der Stelle auf zu rechnen. Laptops auf denen Windows 11 nicht läuft sind älter als 2017, das war vor 8 Jahren, nicht 6 wie in meinem Beispiel.

Als Firma kann man sich also fragen ob es das wert ist, sich darüber aufzuregen, dass HW alle 8 Jahre mal getauscht wird. Also wird getauscht, meistens nicht erst nach 8 Jahren. Die Geräte werden ja schon vorher verschlissen. Stellt Euch ein Gerät vor, das jemand 6 Jahre rumgezerrt hat. Och komm, das geben wir noch mal zwei Jahre jemand anderem ist der seltenste Fall wie das ausgeht.

Im Heimbereich werden solche Rechnungen nicht aufgestellt, da sieht man sich meist nur die Anschaffungskosten an und regt sich auf, dass man schon wieder 500€+ für ein Laptop ausgeben muss. Die Welt unterscheidet sich dabei in zwei Gruppen. Apple User die von Apple gesagt bekommen, dass ihre altes iPhone Schrott ist und sie jetzt unbedingt ein neues kaufen müssen weil das alte nach 5 Jahren kein Update mehr bekommt. Das sind die User die das feiern. Und Microsoft User die erfahren, dass ihr Betriebssystem nach 10 Jahren keine Updates mehr bekommt (von denen sie sich die ersten sieben Jahre geweigert haben von Win7 zu wechseln, obwohl das schon keine Sicherheitsupdates mehr bekommen hat). Das sind die User die dann Linux Linux brüllen, ungeachtet der Tatsache, dass dort LTS auch nur 5 Jahre bedeutet.
 
Ja ja die Dummen DAU´s brauchen erst mal um Linux benutzen zu können ne Schulung :-)

Die benutzen wahrscheinlich schon seid Jahren Linux ohne es zu merken (Handy und co.

laufen ja alle über Linux Varianten) und um irgendwas anklicken zu müssen brauch man ne Schulung :-)
 
Nur weil man ca. 400 Millionen Rechner nicht automatisch auf Windows 11 upgraden kann, heißt das doch nicht, dass daraus automatisch Elektroschrott wird. Das ist nur dann der Fall, wenn man engstirnig ist und einzig und alleine Microsoft Produkte als Alternative betrachtet.

Dabei ist das Problem doch wohl eher, dass entweder die Nutzer selbst keine Alternative in Betracht ziehen oder diese Nutzer aufgrund mangelnder Information (hier sehe ich nicht nur die Entwickler dieser Alternativen in der Pflicht sich mehr um diese Chance zu bemühen, sondern vor allem auch Medien - schließlich führt Linux immer noch ein Schattendasein) gar nicht wissen, dass es diese gibt, oder dass deren Verwendung heute kein Hexenwerk mehr ist.

Diesbezüglich wäre es wirklich hilfreich, wenn Medien z.B. neue Hardware immer auch im selben Umfang unter Linux testen würden. Da dies lange Zeit einfach vernachlässigt wurde, besteht hier zwischenzeitlich ein deutlicher Nachholbedarf.

Das Support-Ende von Windows 10 ist keine Katastrophe, es ist eine Chance, die es zu nutzen gilt.
 
Das sind die User die dann Linux Linux brüllen, ungeachtet der Tatsache, dass dort LTS auch nur 5 Jahre bedeutet.
Nur bekommt man von Linux bei einem Upgrade nicht das System mit zunehmend mehr Bloat zugemüllt oder gesagt, dass das System jetzt zu schlecht ist und man sich ein neues kaufen soll. Release-Upgrades sind eher vergleichbar mit den halbjährlichen Updates bei Windows. LTS hat für Endnutzer eigentlich keine größere Relevanz.
 
webbasierte Anwendungen können eine gute Möglichkeit sein, Anwendungen auf allen Systemen anzubieten, die über eine Browserengine verfügen.
Eine Möglichkeit ist das schon, allerdings ist die Browsersituation nicht wirklich toll.
Welche Daten bleiben da sicher, wenn fast alle Chrome oder Safari nutzen ?
Wie lange Mozilla noch von der Datensammelwut verschont bleibt, weiß man auch nicht. Das große Geld will halt verdient werden. :daumen2:

Das Support-Ende von Windows 10 ist keine Katastrophe, es ist eine Chance, die es zu nutzen gilt.
In einer perfekten Welt schon, aber das wird leider nicht passieren. Viele dieser alten Rechner werden auf dem Müll landen. Ein Teil wird noch für enige Zeit auf Win 10 bleiben und danach entsorgt. Ein noch kleinerer Teil wird noch Jahre lang mit Windows 10 betrieben, weil benötiget alte Software evtl. nicht mehr auf Win 11 läuft. Es gibt heute noch genügend Win XP/7 Rechner. :)

Es gibt 1000 Gründe sich Linux nicht anzuschauen.

- Zeit
- etwas läuft nicht
- man muss sich mit etwas Neuem beschäftigen, was ja anstrengend ist ;-)
- die Annahme Linux sei zu kompliziert
usw.

Im Heimbereich werden solche Rechnungen nicht aufgestellt, da sieht man sich meist nur die Anschaffungskosten an und regt sich auf, dass man schon wieder 500€+ für ein Laptop ausgeben muss.
Wenn viele dieser Leute doch nur wüssten, dass sie das gar nicht müssen. Was machen 90% der Leute denn zu Hause ? Shopping, E-Mail, youtube, Netflix, online Banking, Ab und zu mal ein Worddokument oder eine PDF Datei öffnen, Fotos verwalten ?
Alles sofort unter Linux möglich. :daumen:

5 Laptops habe ich in den letzten 2 Monaten für Bekannte/Kollegen schon umgestellt. Alle finden es super!
Der letzte war ein Dell Latitude i5-6300 15,6". Gebraucht für 60€ + Versand ersteigert. Sieht aus wie neu und läuft fantastisch. Warum soll so etwas auf den Müll ? Nur weil er "abgeschrieben" ist ?
 
Die hohen Anforderungen sind nur, damit sie mehr Hardware verkaufen können.

Im Prinzip geht es darum, die Nutzer langfristig auszusperren, indem man den PC in eine Art Konsole verwandelt. Die Prinzipielle Idee hat MS schon 1997 vorgestellt. Dafür ist es jedoch nötig, dass jeder PC über TPM verfügt und diese Hürde wollen sie jetzt aus dem Weg räumen.

Positiv, für alle, die Denuvo hassen: das wird man dann nicht mehr brauchen, da sich keine illegalen Programme mehr ausführen lassen.

Als Firma kann man sich also fragen ob es das wert ist, sich darüber aufzuregen, dass HW alle 8 Jahre mal getauscht wird. Also wird getauscht, meistens nicht erst nach 8 Jahren. Die Geräte werden ja schon vorher verschlissen. Stellt Euch ein Gerät vor, das jemand 6 Jahre rumgezerrt hat. Och komm, das geben wir noch mal zwei Jahre jemand anderem ist der seltenste Fall wie das ausgeht.

Es kommt darauf an was für eine Firma das ist. Bei vielen ist durchaus alter Krempel vorhanden und bei anderen werden die Geräte nach drei Jahren prinzipiell getauscht, Leasing sei Dank. Ich war 2020 bei einer Schulung und das lief die Unterstützung für Win 7 aus. Unsere Monitore waren 19" mit 1280x1024, also das, was um 2003 so modern war. Die Rechner hatten die erste Bulldozergeneration (also knapp 9 Jahre alt) verbaut, mit 4GB RAM und HDD. Zum Upgrade kam der IT Service und hat dann zusätzliche 4GB RAM verbaut.

So kann es auch aussehen.
 
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