ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Lass die Leute doch sein, was sie wollen...bei Sportsachen wo es physische Unterschiede(Vorteile) gibt sehe ich das aber als NoGo.
Physische Unterschiede gab es schon immer und immer in einem Kontinuum. Unabhängig davon, auf welches altertümliche Rollenklischee ein Mensch besteht oder welche Sexualpartner er bevorzugt, gibt es Männer mit sehr niedrigem Testosteronspiegel und vor allem -Wirkung und Frauen mit sehr hoher. Erstere brauchen bei Sportveranstaltungen halt gar nicht erst antreten, letztere brauchen sich kaum Mühe zu geben. Das hat man aber nicht nur bei Hormonen: Es gibt jede Menge Männer unter 1,65. Wie viele davon spielen bei Olympia Basketball? Wie viele 50-kg-Frauen gewinnen beim Kugelstoßen? Schon mal einen Sitzriesen auf dem Siegerpodest beim Gehen gesehen?
Es war noch nie so, dass alle Menschen mit fairen Grundvoraussetzungen bei einem Sportevent antreten konnten. Eigentlich geht es ganz im Gegenteil schon immer vor allem darum, wer am meisten Glück bei seinem biologischen Grundpotential hatte. Deswegen wurde ja für "Frauen" Sonderschutzgruppen mit verringerten Anforderungen geschaffen, in denen auch Benachteiligte eine Chance hatten. Nur wurde das Zugangsrecht zu diesem Club halt bislang von Ärzten bei der Geburt nach einem kurzen Blick auf die Genitalien vergeben. (Übrigens keineswegs fehlerfrei. Gab Fälle, in denen Menschen mit XY Chromsom, mit sexuellem Interesse an Frauen und mit ***, nur halt etwas verschrumpelten, ein "Mädchen" in die Geburtsurkunde gestempelt bekamen und zumindest solange als "Frau" an Sportwettben teilnahmen, bis sie die Pubertätsfolgen nicht mehr verheimlichen konnten.)
Jetzt hat man halt auf den Hormonspiegel umgestellt und da eine willkürliche Grenze quer durchs Spektrum gezogen. Jeder, der knapp darunter liegt, hat Glück, jeder knapp darüber verloren. Und wer um die Grenze pendelt, darf halt mal gewinnen und mal gar nicht teilnehmen. Unfair? Sicher. Aber genauso unfair wie eh und je.



