VJoe2max
BIOS-Overclocker(in)
AW: Tipps für einen "einsteiger"
Ausgelesene Tempsensor-Werte - egal von welchem Signal sind so oder so für die Tonne
. Je nach CPU. Board und dessen BIOS kann es schon auch mal vorkommen das Temperatur unter Raumtemperatur oder in bedenklich aussehenden Höhen angezeigt werden. Mit den realen CPU-Temperaturen hat das alles wenig zu tun. Die Werte sollte man daher lediglich als ganz groben Anhaltspunkt sehen. Von einer Toleranz von +-10K und manchmal mehr kann man dabei bedenkenlos ausgehen - ergo ziemlich sinnlos das überhaupt auszulesen
.
Die Sensoren sind nicht dazu eingebaut, dass der User Informationen erhält sondern, um die CPU im Überhitzungsfall sicher abzuschalten bzw. einzelne Kerne oder alle zu throtteln. Die Sensoren sind dabei in der DIE-Struktur eingebaut und können aufgrund es Fertigungsprozesses nicht wirklich kalibriert werden. Sie unterliegen daher relativ großen Streuungen. Im wesentlichen versuchen die Hersteller die Sensoren aber offenbar so zu trimmen, dass sie bei den relevanten Temperaturen für die Notabschaltung einigermaßen richtig liegen. Im Normalbetrieb ergeben sich daraus aufgrund der nicht linearen Kennlinien irgendwelche Mondwerte oder halt einigermaßen plausible Anzeigen - je nach dem wie gut der Hersteller den Prozess im Griff hat.
Die schnellen Schwankungen von Sensorwerten können z.B. auch durch die Auswertesoftware bedingt sein die ihrerseits ebenfalls noch zu Verfälschungen führen kann.
Effektiv ein für den User relativ nutzloses Feature, dem deutlich zu viel Bedeutung beigemessen wird. Was zählt ist einzig und allein ob eine CPU unter allen Umständen - das heißt unter Prime Linx oder sonstigen BurnIn-Benchmarks 100% stabil läuft. Alles andere ist Kaffeesatzleserei
.
Profis im OC-Bereich verlassen sich daher z.B. in aller Regel nur auf indirekt gemessene Temepraturwerte und lassen die Werte der internen Sensoren allenfalls als grobe Schätzungen und zur Beobachtung des Temperaturanstieg- und abfallverhaltens gelten
. Das gilt natürlich auch für GPUs und alle anderen fein strukturierten Halbleiter die mit internen Sensoren ausgestattet sind. Man kann prinzipiell nur mit Sensoren tatsächlich messen die man kalibrieren kann - was aber bei diesen nicht möglich ist.
Bei einer Wakü hat man den Vorteil zumindest die Wassertemperatur verglichen mit den Sensorwerten einer CPU recht genau messen zu können. Von physikalischen Prüfständen sind zudem die zu erwartenden Delta-T-Werte für bestimmte Kühler mehr oder minder auch für reale Systeme ableitbar. Nur bei physikalischen Prüfständen sind die Werte dafür in gewissem maße verwertbar, weil sowohl im DIE-Simulator als auch bei der Wassertempmessung echte Messtechnik zum Einsatz kommt. Es nützt daher nichts Delta-Werte von einem Prüfstand auf Hardware-Basis zu benutzen, da auch diese natürlich der hohen Unsicherheit von CPU-Sensorwerten unterliegen.
Problem dabei ist aber selbstverständlich, dass kein physikalischer Prüfstand ein reales System 1:1 abbildet. Die reinen Differenzen sind jedoch unter Beachtung dessen, dass die Randbedingungen des Prüfstands nicht völlig vom Realsystem abweichen, um Klassen vertrauenswürdiger zu betrachten als Werte die mit realer Hardware ermittelt wurden.
Damit hat man dann jedenfalls eine Möglichkeit die tatsächliche CPU-Temperatur einigermaßen realistisch einzuschätzen zu können, indem man zur Wassertemperatur das Delta T des Kühlers addiert und evtl. noch eine mehr oder weniger große Sicherheitsreserve von ein paar Grad aufschlägt, da die Strömungverhältnisse und die Rückkühlung des Prüfstands natürlich nicht dem realen System genau entsprechen. Bei fehlerhafter Kühlermontage kann man natürlich auch dieses Hilfsmittel vergessen.
Eine genaue Messung der CPU-Temperaturen jedenfalls nicht möglich. Es gibt auch weder bei AMD noch bei Intel kalibrierbare Sensoren zwischen DIE und IHS
.
Bei Luftkühlungen muss man sich btw auf die Pi*Daumen-Werte der Sensoren stützen und kann eigentlich nur anhand des Betriebsverhaltens wirklich bewerten ob eine CPU zu heiß läuft oder nicht. Das reicht aber in der Regel.
Zudem nähern sich die Sensorwerte bei höheren Temperaturen tendenziell wohl eher den realen Temperaturen an als es im niedrigen Temperaturbereich bzw. im Idle der Fall ist.
Die sog Casetemp ist nach allem was so durchsickert lediglich ein nach bestimmten Algorithmen bestimmter (u.U. last- und spannungsabhängiger) Mittelwert von den Einzelsensorwerten der mit einem Offset belegt wird, welcher beim BurnIn-Test des Herstellers festgelegt wurde - so wird zumindest gemunkelt
. Prinzipiell sollte dieser Wert dann eher der Realtemperatur entsprechen als die Einzelwerte der Sensoren. Da es für die Notabschaltung prinzipiell aber egal ist was da für ein Absolutwert heraus kommt ist, muss man auch da sagen, dass vermutlich der Wunsch Mutter des Gedankens ist
.
Ich finde es immer wieder witzig mit welch bitterem ernst viele Leute sich mit Schwankungen der Absolutwerte von CPU oder GPU-Sensoren befassen. Wenn man es nüchtern betrachtet sind Diskussionen über Sensorwerte und deren angebliche Bedeutung für was auch immer schlicht und einfach alle überflüssig
.
Das Einzige was man damit einigermaßen "messen" kann, sind die Unterschiede, wenn man z.B. die Kühlung ändert (allerdings auch nur in beschränktem Rahmen). Dabei muss man jedoch beachten dass auch Unsicherheiten bei der Kühlermontage hier einen Einfluss haben haben. Zu mehr taugen diese Sensoren aus Usersicht schlicht und einfach nicht.
Und noch eine Bemerkung zu den geposteten Werten: Im Idle wäre es selbst mit kalibrierten Sensoren sinnlos die CPU-Temperatur zu messen. Was Uninteressanteres als Idle-Temps gibt´s gar nicht
.
Das Einzige was halbwegs interessant ist sind Ergebnisse unter Vollast - immer unter den oben beschriebenen drastischen Einschränkungen bewertet
.
Ausgelesene Tempsensor-Werte - egal von welchem Signal sind so oder so für die Tonne
. Je nach CPU. Board und dessen BIOS kann es schon auch mal vorkommen das Temperatur unter Raumtemperatur oder in bedenklich aussehenden Höhen angezeigt werden. Mit den realen CPU-Temperaturen hat das alles wenig zu tun. Die Werte sollte man daher lediglich als ganz groben Anhaltspunkt sehen. Von einer Toleranz von +-10K und manchmal mehr kann man dabei bedenkenlos ausgehen - ergo ziemlich sinnlos das überhaupt auszulesen
.Die Sensoren sind nicht dazu eingebaut, dass der User Informationen erhält sondern, um die CPU im Überhitzungsfall sicher abzuschalten bzw. einzelne Kerne oder alle zu throtteln. Die Sensoren sind dabei in der DIE-Struktur eingebaut und können aufgrund es Fertigungsprozesses nicht wirklich kalibriert werden. Sie unterliegen daher relativ großen Streuungen. Im wesentlichen versuchen die Hersteller die Sensoren aber offenbar so zu trimmen, dass sie bei den relevanten Temperaturen für die Notabschaltung einigermaßen richtig liegen. Im Normalbetrieb ergeben sich daraus aufgrund der nicht linearen Kennlinien irgendwelche Mondwerte oder halt einigermaßen plausible Anzeigen - je nach dem wie gut der Hersteller den Prozess im Griff hat.
Die schnellen Schwankungen von Sensorwerten können z.B. auch durch die Auswertesoftware bedingt sein die ihrerseits ebenfalls noch zu Verfälschungen führen kann.
Effektiv ein für den User relativ nutzloses Feature, dem deutlich zu viel Bedeutung beigemessen wird. Was zählt ist einzig und allein ob eine CPU unter allen Umständen - das heißt unter Prime Linx oder sonstigen BurnIn-Benchmarks 100% stabil läuft. Alles andere ist Kaffeesatzleserei
. Profis im OC-Bereich verlassen sich daher z.B. in aller Regel nur auf indirekt gemessene Temepraturwerte und lassen die Werte der internen Sensoren allenfalls als grobe Schätzungen und zur Beobachtung des Temperaturanstieg- und abfallverhaltens gelten
. Das gilt natürlich auch für GPUs und alle anderen fein strukturierten Halbleiter die mit internen Sensoren ausgestattet sind. Man kann prinzipiell nur mit Sensoren tatsächlich messen die man kalibrieren kann - was aber bei diesen nicht möglich ist. Bei einer Wakü hat man den Vorteil zumindest die Wassertemperatur verglichen mit den Sensorwerten einer CPU recht genau messen zu können. Von physikalischen Prüfständen sind zudem die zu erwartenden Delta-T-Werte für bestimmte Kühler mehr oder minder auch für reale Systeme ableitbar. Nur bei physikalischen Prüfständen sind die Werte dafür in gewissem maße verwertbar, weil sowohl im DIE-Simulator als auch bei der Wassertempmessung echte Messtechnik zum Einsatz kommt. Es nützt daher nichts Delta-Werte von einem Prüfstand auf Hardware-Basis zu benutzen, da auch diese natürlich der hohen Unsicherheit von CPU-Sensorwerten unterliegen.
Problem dabei ist aber selbstverständlich, dass kein physikalischer Prüfstand ein reales System 1:1 abbildet. Die reinen Differenzen sind jedoch unter Beachtung dessen, dass die Randbedingungen des Prüfstands nicht völlig vom Realsystem abweichen, um Klassen vertrauenswürdiger zu betrachten als Werte die mit realer Hardware ermittelt wurden.
Damit hat man dann jedenfalls eine Möglichkeit die tatsächliche CPU-Temperatur einigermaßen realistisch einzuschätzen zu können, indem man zur Wassertemperatur das Delta T des Kühlers addiert und evtl. noch eine mehr oder weniger große Sicherheitsreserve von ein paar Grad aufschlägt, da die Strömungverhältnisse und die Rückkühlung des Prüfstands natürlich nicht dem realen System genau entsprechen. Bei fehlerhafter Kühlermontage kann man natürlich auch dieses Hilfsmittel vergessen.
Eine genaue Messung der CPU-Temperaturen jedenfalls nicht möglich. Es gibt auch weder bei AMD noch bei Intel kalibrierbare Sensoren zwischen DIE und IHS
. Bei Luftkühlungen muss man sich btw auf die Pi*Daumen-Werte der Sensoren stützen und kann eigentlich nur anhand des Betriebsverhaltens wirklich bewerten ob eine CPU zu heiß läuft oder nicht. Das reicht aber in der Regel.
Zudem nähern sich die Sensorwerte bei höheren Temperaturen tendenziell wohl eher den realen Temperaturen an als es im niedrigen Temperaturbereich bzw. im Idle der Fall ist.
Die sog Casetemp ist nach allem was so durchsickert lediglich ein nach bestimmten Algorithmen bestimmter (u.U. last- und spannungsabhängiger) Mittelwert von den Einzelsensorwerten der mit einem Offset belegt wird, welcher beim BurnIn-Test des Herstellers festgelegt wurde - so wird zumindest gemunkelt
. Prinzipiell sollte dieser Wert dann eher der Realtemperatur entsprechen als die Einzelwerte der Sensoren. Da es für die Notabschaltung prinzipiell aber egal ist was da für ein Absolutwert heraus kommt ist, muss man auch da sagen, dass vermutlich der Wunsch Mutter des Gedankens ist
. Ich finde es immer wieder witzig mit welch bitterem ernst viele Leute sich mit Schwankungen der Absolutwerte von CPU oder GPU-Sensoren befassen. Wenn man es nüchtern betrachtet sind Diskussionen über Sensorwerte und deren angebliche Bedeutung für was auch immer schlicht und einfach alle überflüssig
. Das Einzige was man damit einigermaßen "messen" kann, sind die Unterschiede, wenn man z.B. die Kühlung ändert (allerdings auch nur in beschränktem Rahmen). Dabei muss man jedoch beachten dass auch Unsicherheiten bei der Kühlermontage hier einen Einfluss haben haben. Zu mehr taugen diese Sensoren aus Usersicht schlicht und einfach nicht.
Und noch eine Bemerkung zu den geposteten Werten: Im Idle wäre es selbst mit kalibrierten Sensoren sinnlos die CPU-Temperatur zu messen. Was Uninteressanteres als Idle-Temps gibt´s gar nicht
. Das Einzige was halbwegs interessant ist sind Ergebnisse unter Vollast - immer unter den oben beschriebenen drastischen Einschränkungen bewertet
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