Timelapse Slowmotion (Bericht bei RTL) - Zeitrafferfotografie: was soll daran neu sein?

Herbboy

Kokü-Junkie (m/w)
Gestern beim Rumzappen blieb ich bei einem Bericht im RTL-Nachtjournal hängen, bei dem es um einen Fotografen (Mayeul Akpovi) ging, der unerwarteten großen Erfolg mit Videos hat, die er aus Einzelbildern kreiert hat.

Den Bericht gibt es hier RTL Nachtjournal - RTL.de wobei ich nicht weiß, wie lange es noch auf diesem Link zu finden sein wird (Direktlink hab ich keinen), aber hier ist auch ein Video des Fotografen, der das ganze an sich nur als Hobby gemacht hat (vor nem Jahr hatte er noch nicht mal eine Kamera) und selber überrascht wurde, dass es so viele Leute es gut finden: Paris In Motion (Part I) on Vimeo inzwischen hat er sogar größere Aufträge von Firmen usw.

So, der Punkt ist: das Video ist sehr schön und gut gemacht, da steckt auch eine Menge Arbeit drin, aber: in dem Bericht bei RTL hieß es, dass es eine ganz neue Methode sei und auch deswegen so erwähnenswert. Da frag ich mich: übersehe ich was, oder haben die Journalisten die letzten Jahrzehnte gepennt? Was ist denn an dieser Methode neu? Das ist doch ein alter Hut, aus Einzelbildern einen Zeitrafferfilm zu machen? ^^ Sicher: es ist natürlich simpler und auch eine "ältere" Methode, dass man mit einer FILMkamera filmt und das einfach schneller abspielt. Aber spätestens seitdem man durch digitale Kameras und Speicherkarten hunderte von Fotos ohne "Filmwechseln" und der normalerweise anfallenden Entwicklungsdauer für Fotos machen kann und auch schon mit dem ersten Foto checken kann, dass die Schärfe, Verschlusszeit und sonstige Kamera-Menüpunkte passend für die jeweilige Situation eingestellt sind und man sich somit nicht teure Fotofilme für die Tonne verschiesst, ist doch bei weitem nichts neues...? ^^
 
Das hilft jetzt alles nicht weiter, denn es geht nicht um RTL-Bashing, zumal grad deren Nachtjournal eher neben ARD+ZDF-Nachrichten zu den News gehören, die bei Kritikern als seriös durchgehen.

Mich interessiert halt, ob da vlt irgendwas neues in dieser "Technik" ist, was ich übersehe, oder ob mein Eindruck, dass es ein alter Hut ist, stimmt.
 
Ich habe mal kurz in das Video reingeschaut und habe gesehen, dass er teilweise die Kamera zwischen den Bildern bewegt. Es entsteht also der Eindruck einer Kamerafahrt. Das ist an sich nicht neu, aber es ist sehr schwierig die Kamerafahrt flüssig und mehr oder weniger ruckelfrei zu machen. Die Ergebnisse sind natürlich sehr gut gemacht, aber mit einer einfachen Excel Tabelle, einem Maßband und einer Stoppuhr kann es eigentlich jeder machen.
 
Man nehme einen FullHD camcorder, ein stativ und die zeitraffer Funktion und erzeugt denselben effekt ohne große arbeit :D
Kommt bisschen drauf an welchen Anspruch man hat qualitätsmäßig. Aus meiner Erfahrung mit Sotopmotion kann ich nur sagen, dass man für eine wackelfreie Fahrt schon relativ präzise arbeiten muss. Da hilft es schon wenn man genau weiß wieviel Grad man jetzt den Stativkopf drehen muss.

Wenn man aber z.B. in 1080p aufnimmt und dann das Bild cropt auf 720p kann man die Wackler wieder entfernen.
 
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