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Thermalright HR-22 (Review)

Emiterr123

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Einleitung

Hallo und willkommen zu meinem ersten Lesertest. Ich werde heute den Thermalright HR-22 auf Herz und Nieren prüfen. Einen herzlichen Dank an PC Games Hardware für die Bereitstellung des Testexemplares.


Thermalright HR-22 Kühlkörper - hgjhg



Thermalright HR-22 Boden und Heatpipes



Detailbetrachtung

Wenn man zum ersten Mal den Kühler in der Hand hält, fällt einem sofort die saubere Verarbeitung und das doch recht massive Gewicht auf. Auch die Größe beeindruckt.
Der Kühlkörper des Thermalright HR-22 ist nicht so breit wie der Noctua NH-D15. Wie man auf den Bildern sehen kann, ist damit der Einbau des Arctic Accelero Xtreme IV kein Problem.
Der Abstand zwischen Kühlkörper und Backplate des Kühlers ist groß genug, während er beim NH-D15 grenzwärtig ist. Sehr gut für alle die einen Nachrüstkühler bevorzugen.
Der Thermalright HR-22 kommt in einem schlichten Karton auf dem der Schriftzug prangt. Im Karton selber wirkt alles aufgeräumt. Befestigungsmaterial, FanDucts alles hat seine eigene Box.
Ordnung ist das halbe Leben, in einem Rechner das Ganze.
Der Kühlkörper selber wurde gut in Schaumstoff verpackt, so das ihm ein rauer Transport nichts anhaben kann.
An Zubehör ist relativ viel dabei: Verschiedene Backplates (je nach Sockel), Befestigungsmaterial, Klammern zum Anbringen eines Lüfters, Wärmeleitpaste, Antivibrationspads für einen Lüfter, Werkzeug (der Schraubenzieher ist top) und zwei FanDucts (120mm und 140mm). Vermisst habe ich für den recht hohen Preis nur einen Lüfter. Jedoch darf man nicht verschweigen, dass Thermalright sich einiges bei der Konstruktion des Kühlers gedacht hat und sich der der Kühler, was Leistung und Optik betrifft echt sehen lassen kann. Dafür ist der Preis dann doch gerechtfertigt.


Thermalright HR-22 Abstand Bachplate Grafikkartenkühler (ca. 3,5cm)



Im Im Vergleich dazu der Noctua NH-15 (weniger als 1cm)



Testsystem und Methodik

Methodik

Der Test wird im geschlossenen Gehäuse durchgeführt. Die Gehäuselüfter laufen mit minimaler Drehzahl, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Die Games spiele ich in Full HD mit maximalen Details (Spielzeit ca. 45 Minuten). Ich wollte eigentlich noch Prime 95 nehmen, doch leider schmiert der Rechner bei Benutzung des Programms immer ab. Konnte das Problem nicht lokalisieren und ihr müsst leider nur mit den Spielen vorlieb nehmen.
Das Auslesen der Temperaturen und Taktraten übernimmt das Programm Core Temp 1.0 RC6 (64 bit) für mich. Die Temperaturen der Grafikkarte werden mit GPU Z (Version 0.8.0) ausgelesen. Den Lüftertest habe ich mit dem High-End Lüfter NF-A15 (140mm) von Noctua durchgeführt. Dieser Lüfter bietet die optimal Balance zwischen Lautstärke und Leistung. Er läuft mit einer Maximaldrehzahl von 1500 Umdrehungen pro Minute und hat einen sehr guten Luftdurchfluss.
Um Vergleichswerte zu haben, verwende ich den Noctua NH-D15 mit den gleichen Einstellungen. Der Noctua kommt standardmäßig mit zwei NF-A15. Er bietet aber keine so große Kühlfläche wie der HR-22.
Auch sind die Lamellenabstände des NH-D15 sind nicht so groß. Deswegen ist schon klar, dass er im semi-aktiven bzw. passiven Betrieb klar im Nachteil ist.
Die Fan-Ducts halte ich eher für ein Spielerei, weswegen ich sie im Test nicht bedacht habe. Auch ist der Abstand zwischen Gehäuselüfter hinten und Kühler sehr gering (ca. 3cm).
Da ich kein Gerät zur Schallmessung besitze müssen meine Ohren als Messinstrument herhalten.

Testsystem

Der heiße Kandidat ist eine Intel i7 4770k (Haswell) CPU. Sie wird mit 3500 Mhz betrieben, den Turbo Boost habe ich deaktiviert. Die Haswell Serie ist bekannt für eine schlechte Wärmeleitpaste und den damit einhergehenden hohen Temperaturen. Ein echter Hitzkopf eben.
Das Asrock Z87 Extreme 4 (LGA1150) ist ein solides Board und verrichtet seine Dienste zuverlässig.
Die Gigabyte Geforce Gtx 780 OC (Rev. 2) kann immer noch ganz gut mithalten, ist aber nicht die effizienteste Karte und wird relativ warm, deswegen habe ich mich für den VGA Kühler Arctic Accelero Xtreme IV entschieden. Für mich der beste Kompromiss aus Lautstärke und Kühlung.
Die SSD 840 Pro (256GiByte) von Samsung und eine Hitachi 1TB sorgen für den nötigen Speicherplatz.
Auf der SSD befindet sich das Betriebssystem Windows 8.1 64bit, die HDD dient als "Datenlager".
Kingston´s HyperX Blu 16 GiByte DDR3 (1333 Mhz, CL9) Arbeitsspeicher sorgt für optimale Ladezeiten.
Das Ganze steckt in einem Nanoxia Deep Silence 1 (schallgedämmt). Zwei Silverstone SST-FN121-P (120mm) und ein BeQuiet Silent Wings 2 PWM 140mm Lüfter sorgen für einen kühlen Luftzug.


Größenvergleich: links der HR-22, rechts der NH-D15



Leistung

Passiv

Die Spielzeit lag etwa bei 30 - 45 Minuten. Die Raumtemperatur betrug laut Thermometer 21° Celsius.
Mit dem Thermalright HR-22 wurde die CPU im passiven Betrieb nicht wärmer als 53° Celsius. Ein sehr guter Wert!
Der Noctua NH-D15 wurde dagegen mit 83° Celsius bedenklich heiß.
Hier zeigt der Thermalright HR-22 seine Stärken und kann mit großer Kühlfläche und breitem Lamellenabstand gegenüber dem NH-D15 punkten.
Dagegen wunderte mich der Wert in Crysis 3. Zum Ersten nehme ich an, das Crysis 3 CPU und GPU hart rannimmt, während Battlefield 4 eher GPU lastiger ist.
Beim Noctua lag die Temperatur genau gleich wie bei Battlefield 4, der Thermalright hingegen überstieg die 90° Grad Marke.
Ich kann mir diesen Wert nicht erklären, da der HR-22 passiv eine bestimmt bessere Kühlleistung abliefert als der NH-D15.
Bestimmt handelte es sich um eine Messfehler meinerseits. Kann es echt nicht nachvollziehen.
Nach beenden von Crysis 3 hatte ich Hänger und der Rechner reagierte kaum noch. Ein Neustart des Systems und das Erhöhen der Lüfterdrehzahl schafften Abhilfe.

Passiv Fazit:

Der Noctua ist definitiv nicht für den passiv Betrieb ausgelegt. Der Thermalright HR-22 hingegen legt mit einer starken Gehäusebelüftung viel bessere Werte hin.


HR-22 mit Noctua NF-A15 (150mm x 140mm)



Aktiv

Beide Kühler gefallen mir mit einem bzw. zwei Lüftern viel besser. Sie lassen nun ihre Muskeln spielen und die Kühlleistung ist enorm.
Bei einer höheren Lüfterdrehzahl ist der Noctua einen Ticken besser, muss dafür in den niedrigeren Drehzahlen Federn lassen.
Die Spiele wirken mit besserer Kühlung deutlich flüssiger und nicht so zäh wie Kaugummi. Wahrscheinlich gibt es so auch keine Probleme den Turbo Boost Takt zu halten.
Auch wirkt das gesamte System stabiler und man
hat das Gefühl es lässt sich besser werkeln.
Der Temperaturen wurden bei 50 Prozent, 75 Prozent und 100 % der Lüfterdrehzahl gemessen.
Der Werte seht ihr hier:


dia1.jpg


Gesam
tfazit

Der Thermalright HR-22 macht eine sehr gute Figur, hat aber auch seine Ecken und Kanten. Mir persönlich gefällt der HR-22 am besten, wenn er mit einem Lüfter bestückt ist. So bleibt die CPU in allen Lagen schön kühl und die Lautstärke bleibt immer auf einem angenehmen Niveau. Blöd ist nur, dass man keine quadratischen Lüfter verwenden kann, da ist der NF-A15 geradezu prädestiniert. Der Kühler weist eine sehr gute Verarbeitung auf und wird auch zu Recht als "Semi-aktiv König" gehandelt.
Allen Liebhabern von Stille sei dieser Kühler "wärmstens" empfohlen!

Ich hoffe mein Review zum Thermalright HR-22 hat Euch gefallen. Vielen Dank!

P. S.: Die Bilder habe ich alle selber gemacht, auch den Hintergrund des Diagramms. Es wurde nur nachträglich mit Adobe Photoshop bearbeitet.



 
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