AW: The Witcher 3: CD Projekt schließt Geld-Exploit auf kuriose Weise
Erschließt sich mir auch nich warum es nur so richtig sein soll...
Ich denke es würde viel helfen wenn die Händler mit einezogen werden. Beispielsweise würde mir der Gemüsehändler sicher nicht 100 Schwerter abkaufen. Bei Gothic hatten die Händler schonmal begrenzte Ressourcen, so dass man ihnen nicht alles verkaufen konnte. Unterschiedliche Händler für unterschiedliche Kategorien sind zwar eine technische Lösung, aber schlecht für die Immersion. Ich würde mir eher einen echten Handel wünschen, in Anlehnung an die EU4 Diplomatiemechanik.
Ich biete dem Händler einen Preis und/oder Gefallen/Dienstleistungen an und er entscheidet ob er kauft/verkauft. Dann hätten sich auch die starren Preise. Dazu noch ein paar Parameter wie die Meinung des Händlers über mich (bisherige Erfahrungen/Geschäfte, Angehöriger freundlicher/feindlicher Gruppe etc) und differenzierter Wert der Ware. Soll heißen: In kalten Gegenden ist Feuerholz mehr Wert, im Gebirge Nahrung. In der Stadt gibts eher ein Überangebot an Dienstleistungen und Fertigprodukten wie Kleidung, auf dem Land Mangel an allem ausser Nahrung (Zum Beispiel-das dependiert mit der jeweiligen Welt). Man kann das relativ einfach immer weiter spinnen! Ich wünsche mir auch gefährliche Gegenstände, wie Wächterrüstungen. Nicht jeder kauft dir ne Polizeiuniform inkl. Waffe ab. Aber wenn du jemanden findest gibts gut Geld. ,,Heissse Ware'' also, würde viel für die Immersion tun. Selbst ,,verdeckte Ermittler'' unter den Händlern der Unterwelt wären denkbar.
Wenn dann noch die Nachfrage mit dem Spielverlauf skaliert ( Du hörst von Krieg im Süden? Da werden sicher Nahrung, Waffen, Metall und Söldner gebraucht) wäre das super.
Ich stelle mir auch vor dass es Risikogeschäfte gibt. Kommen wir zu dem Gemüsehändler mit den 100 Schwertern zurück. Vielleicht kann ich ihn mit einem besonders günstigen Preis doch zum Kauf überreden, wenn er mir nur vertraut? Oder wenn ich ihm andere Dinge verspreche. Oder wenn ich ihm gleich noch sagen kann wo er sie loswird.
Dazu noch eine glaubwürdige Begrenzung des Inventars (Jeder gegenstand erhält 2 Parameter: Größe und Gewicht) und ich muss für gewinnbringende Handelsreisen Lasttiere, Wagen oder Sklaven (je nach Welt eben^^) besorgen.
Die Komplexität eines solchen Systems ist machbar denke ich.
Oh und an alle denen dass zu anstrengend wäre, die quasi die andere Seite der Medaille sehen und/oder ein Spiel rushen (können) wollen:
Bittesehr, wir reden doch eh über Traumspiele, also mal ich mir meins aus und ihr euers. Wer sagt das alles in EINEM Spiel enthalten sein muss^^.
Und um auch noch was zum Thema zu schreiben xD:
Es ist einerseits NATÜRLICH unnötig gewesen den Exploit zu schließen, da sich Exploits prinzipiell sehr schwer verhindern lassen und im Singleplayer auch nicht unfair sind.
Andererseits kann ein Exploit das Spielverhalten indirekt so verändern dass kein Spielspass mehr aufkommt.
Da der Exploit hier sehr schnell sehr bekannt geworden ist wollte man mit dem Schließen dieser Möglichkeit zu farmen wohl sicherstellen dass das Spiel tendenziell wie gedacht gespielt wird. Denn auch wenn es keinen richtigen Weg zu spielen gibt, ist es doch so dass man am meisten Spielspass hat (tendenziell, nicht immer) wenn man ein Spiel den Ideen der Entwickler entsprechend spielt.
(Und naja, es ist ihr Spiel, wir akzeptieren doch beim Kauf eh dass der Entwickler die Spielwelt vorgibt. Wenn sie kein spiel gemacht haben wollen in dem es möglich ist mit Massenkuhmord an Geld zu kommen ist so ein Monster auf jeden Fall eine symphatischere Lösung als die Kühe per Patch nichtmehr spawnen zu lassen. Vor allem weil es eine Transparente Änderung ist. Also wenn schon patchen, dann so)
Viel Frust entsteht bei Missverständissen an dieser Stelle. Macht ein Spiel mir keinen Spass, finde ich daran 1000 Kritikpunkte kann es entweder ein schlechtes Spiel oder aber ein schechtes Spiel für MICH sein. Da muss man versuchen Objektiv zu bleiben. Ein gutes Beispiel ist Farcry 4. Ich finds super, echt schön aber ich konnte es leider nur alleine spielen, weil iemand sonst hier es hatte. Ich ging also davon aus in den Festungen echte Probleme zu kriegen. Und was war? Nix, ich habe die letzte Festung auf Schwer, alleine und ohne auch nur gesehen zu werden gepackt. Weil ich so ein Pro bin? Wohl kaum. Weil das Gameplay auf den Controller ausgerichtet ist! Ich hatte es mir mit der Maus schlicht zu leicht gemacht. Ich hatte trotzdem Spass, aber mit dem Controller hab ichs gleich nochmal angefangen. Die mitreissende Ego-Perspektive vermittelt in Verbindung mit einem Controller eine fantastische Immersion, und weil man nicht mehr jeden aus der Entfernung snipern, oder innerhalb eines Augenblicks mit dem Schalldämpfer einen Headshot verpassen kann, werden auch die Kämpfe viel spannender. Ich meine nicht schwerer, dass zwar auch aber das ist Nebensache.
Nun kann man das schlechtes Balancing nennen. Oder miese Portierung oder Entwicklung. Ich finde aber man muss nicht alles Balancen, weil nicht alles in einem(!) Spiel erreicht werden muss. Wenn ihr Ziel nunmal am Besten mit Controllersteuerung zu erreichen war sollen sie auch voll drauf setzen und es dafür gut machen. Manchmal steckt eben mehr dahinter. Ich hab lieber ein Spiel dass mit voller Wucht auf den Controller (Nur ein Beispiel...) setzt und dessen Möglichkeiten mit haptischem Feedback und glaubwürdigere Bewegung (langsames umdren/lenken wo bei WASD nur Links/Rechts, Gas/Bremse gegeben ist) für grössere Immersion nutzt.
Nur müssen die Entwickler einem sowas auch sagen, es muss offensiv beworben werden.
Haha, zum Thema schreiben, der war gut von mir xD