Auch das ist schon seit Jahrhunderten geklärt, der Hersteller haftet nur wenn er einen Fehler gemacht hat.
Was eigentlich jedes einzelne Mal der Fall wäre, wenn ein vom Hersteller verkauftes Selbststeuersystem einen Unfall verursacht.
Wirklich kompliziert wird es aber, wenn ein Hersteller die autonomen Funktionen an gewisse, realitätsferne Bedingungen knüpft, die Aktivierung aber auch unter anderen zulässt - so, wie Tesla das schon heute macht und wie das mittelfristig bei keinem ""autonomen"" System anders zu erwarten ist. Wenn in der Betriebsanleitung "muss jederzeit eingreifen können", "nur bei guten Sichtbedingungen", "Sensoren müssen sauber gehalten werden",... steht, haben wir nämlich genau die gleiche Situation wie heute mit überhöhter Geschwindigkeit: Niemand hält sich an die Vorgaben, ausreichend Kontrollen um sie dazu zu zwingen gibt es nicht, in den meisten Fällen ist es eigentlich auch egal, aber wenn etwas warum-auch-immer passiert, wird ein erheblicher Teil der Schuld dem "fahrlässigen" Fahrzeugführer angehängt.
Klar ist das schön, du legst dich frühs auf die Rückbank und pennst auf'n Weg zur Arbeit noch ne Runde, oder man Frühstückt auf'n Weg zur Arbeit in aller seelen Ruhe...oder man vertreibt sich die Zeit mit'n Handy oder Laptop. Aber das halte ich nicht für richtig, sowas zu ermöglichen...ich wäre nämlich der erste, der sich's auf der Rückbank gemütlich macht.
Das wäre nicht nur richtig, das ist sogar der einzig überhaupt gangbare Weg (verkehrstechnisch versteht sich - ökologisch ist das ganze natürlich eine Katastrophe, aber ehe Deutsche "Umwelt" und "Auto" in einem Satz unterbringen...). Entweder das Auto fährt autonom und nutzt seine überlegene Reaktionsgeschwindigkeit, um für mehr Sicherheit zu sorgen, dann kann mans sich auch auf der Rückbank (oder der Vorderbank oder wie auch immer die Einrichtung dann aussieht) bequem machen und die Zeit nutzen. Quasi der 1-Personen-Bus. Oder aber das Auto fährt nicht autonom, sondern wird gefahren wie bisher auch. Alles dazwischen, so wie es derzeit von Tesla und Co praktiziert wird, ist verdammt gefährlich, denn Menschen sind in permanenten Überwachungsaufaben noch weitaus schlechter, als im Autofahren. Ein System, dass nur die einfachsten Fahrsituationen beherrscht und erwartet, dass ein menschlicher Beobachter jede Sekunde prüft, ob nicht vielleicht was komplexeres droht, ist eine tickende Zeitbombe, denn genau das kann kein Mensch leisten. (ganz abgesehen davon, dass so ein System auch nichts bringt, weil man ja eben doch die ganze Zeit hochkonzentriert sein muss. Dann kann man auch gleich bei einfachen Assistenzsystemen bleiben, die z.B. beim verlassen einer Spur Feedback geben, um unachtsame Menschen aufzuwecken, die aber nicht selbständig fahren.)