Hübsche Studie - dubioser Artikel.
Denn ich kann in der Studie irgendwie gar keine Daten zur Religion erkennen, geschweige denn das signifikante Unterschiede nach Berücksichtigung aller anderen Faktoren angegeben werden
Bezüglich Migranten (um die es hier geht und die auch ausführlich behandelt werden) wurde sogar das genaue Gegenteil ermittelt:
"Darüber hinaus verdeutlicht das Modell, dass sich ein Migrationshintergrund per se bei Einbezug der vermittelnden Variablen (erlebte Elterngewalt, Zustimmung zu Gewalt legitimierenden Männlich-
keitsnormen, Besuch einer Haupt- oder Förderschule, Inanspruchnahme staatlicher Leistungen) nicht mehr direkt signifikant erhöhend auf die Wahrscheinlichkeit der Mehrfachtäterschaft auswirkt. Der in bivariaten Analysen noch sehr deutliche Zusammenhang zwischen Migration und Gewalttäterschaft ist also in überwiegendem Maße durch die Bedingungen vermittelt, unter denen Migranten aufwachsen und leben."
"Dies wird in Abbildung 5.24 noch einmal verdeutlicht. Zu erkennen ist, dass der Einfluss des Migra-
tionshintergrunds nahezu verschwindet, wenn die genannten Faktoren berücksichtigt werden. ... Während die Gewalttäterrate bei den Befragten aus dem ehemaligen Jugoslawien ohne Berücksichtigung jeglicher Hintergrundmerkmale beinahe doppelt so hoch ist wie die der Deutschen und die der Türken immerhin noch um den Faktor 1,8 erhöht ist, fällt der Unterschied bei Berücksichtigung eines hochdelinquenten Freundesnetzwerkes schon deutlich geringer aus. Bei Hinzunahme weiterer relevanter Merkmale (Einstellung gegenüber Gewalt legitimierenden Männlichkeitsnormen, elterliche Gewalterfahrungen, Inanspruchnahme staatlicher Leistungen, Schulform) ist schließlich kein signifikanter Unterschied mehr festzustellen."
nette Dinge, die auch noch drin stehn:
- die häufigste mehrfach Straftat: verkauf von Raubkopien

- "Dabei lässt sich der Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Gewalttäterschaft in der Regel bei beiden Geschlechtern gleichermaßen nachweisen (Abbildung 5.7), d.h. wenn Jungen einer bestimmten Herkunft eine überdurchschnittlich hohe Täterrate aufweisen, gilt dies auch für die Mädchen dieser Herkunft."
- "Eine erste Einschätzung über die Verbreitung von Stereotypen gegenüber Ausländern unter den deutschen Jugendlichen lässt sich anhand der Aussage „In Deutschland gibt es zu viele Ausländer“ vornehmen. Jugendliche aus den norddeutschen Gebieten äußern sich am seltensten zustimmend zu dieser Aussage, die höchsten Raten an zustimmenden Jugendlichen finden sich in den west- und süddeutschen Gebieten.
- "Deutlichere Unterschiede zwischen den Gebieten ergeben sich dagegen für antisemitische Haltungen, die von mehr als doppelt so vielen ostdeutschen wie norddeutschen Befragten befürwortet werden."
- "Hinsichtlich der Schulform ergeben sich die bereits aus bivariaten Analysen zur Ausländerfeindlichkeit bekannten Effekte einer Höherbelastung niedriger Schulformen im
Vergleich zu den Gymnasiasten bzw. Waldorfschülern. Das größte Risiko zur Gruppe rechtsextremer
Jugendlicher zu gehören weisen die Haupt- und Förderschüler auf; gegenüber den Gymnasiasten ist
deren Risiko um das mehr als Fünffache erhöht." (somit wissenschaftlich belegt: Wo kein Haar drauf, da kein Hirn drin

)