Tabuthema Auslaenderkriminalitaet

Mal so als Frage:
Kann es sein, dass eher Bedarf an einer Diskussion über organisierte Kriminialität besteht?

Habe irgendwie den Eindruck, dass der "Ausländer"-Teil ziemlich ins hintertreffen gerät.
 
:ka: Mach halt noch einen Thread auf.

Wenn es aber große Schnittmengen zwischen Ausländerkriminalität und organisiertem Verbrechen gibt, wirst Du das nicht trennen können.

Meiner Meinung wird hier aber sowieso immer viel zu viel ausgelagert und getrennt, sodaß der Blick auf die großen Zusammenhänge schnell verloren geht.
 
Nachdem es nun die italienische, russische, albanische und selbst vietnamesische Mafia in die gehobenen Kreise der regionalen Politik und Gesellschaft geschafft haben und kein Hahn mehr danach kräht, willst du das den armen "Libanesen", Arabern und Türken missgönnen?

Das darfst Du gerne belegen. Und selbst falls Dir das gelingt (und die belegbaren Zahlen von signifikanter Groesse sind) - natuerlich "missgoenne" ich den "armen" Libanesen, Arabern & Co. das. Man muss schon einen bemerkenswerten Sprung in der Schuessel haben, um hier mit "gleichem Unrecht fuer Alle" zu argumentieren?!

Ein PI-Bot mahnt zu Neutralität und faselt von Nebelkerzen: wie witzig! :D

Der ich-weiss-nicht-wievielte maessig subtile Versuch, eine Diskussion durch persoenliches Anfeinden zu entsachlichen. Er wird, wie die vor ihm, fruchtlos bleiben.

Ist deine BA-Quelle die selbe, die bei den rund 30.000 zugewanderten Türken 35.102 abgewanderte Türken angibt (die du jetzt "unterschlägst"), oder ist das eine ältere von vor 2008?

Meine Quellen sind das Statistische Bundesamt und die Bundesagentur fuer Arbeit; die Zahlen sind die neuesten verfuegbaren und belegen, dass es bei einem Gesamtzuzug von 606.000 einen Anteil von weit unter 2.000 Hoch- und Gutqualifizierten gab. Ein gleichzeitiger Wegzug egalisiert das nicht, auch wenn Du das zu suggerieren versuchst. Wuerdest Du Dir anschauen, wer her- und wer wegzieht, wuerdest Du sogar erkennen, dass die gesellschaftlichen Probleme eher noch groesser werden.

Oh ja! "Beutegesellschaft" ist gut. Wir armen deutschen Lämmlein. Mein "Bekannter" im LKA sagt was anderes.

Der im verlinkten Artikel benannte Bericht des BKA widerspricht Deinem "Bekannten". Im Zweifel glaube ich eher dem Bericht und dem, was ich sehe als Dir und Mister X.

Wie immer finde ich sowohl die Berichterstattung als auch Quellenangaben in den von dir benannten als auch von mir aufgeführten Medienspekakeln mehr als lückenhaft.

Und wie immer kann ich mich beim Lesen Deines Posts des Eindruckes nicht erwehren, dass vom Ergebnis an rueckwaerts recherchiert wurde.

Ein weiterer Nachteil der gewinnorientierten Informationsgesellschaft.

Gottlob gibt´s ja immer mal wieder ein paar selbstlose Hinterdiefassadenblicker mit Weltverbesserungsambitionen wie Dich.
 
... Der ich-weiss-nicht-wievielte maessig subtile Versuch, eine Diskussion durch persoenliches Anfeinden zu entsachlichen. Er wird, wie die vor ihm, fruchtlos bleiben.
:lol::hail:

Darauf antworte ich jetzt mal mit:
... Man muss schon einen bemerkenswerten Sprung in der Schuessel haben...
... auch wenn Du das zu suggerieren versuchst. Wuerdest Du Dir anschauen ...
...Und wie immer kann ich mich beim Lesen Deines Posts des Eindruckes nicht erwehren, dass vom Ergebnis an rueckwaerts recherchiert wurde. ......
Gottlob gibt´s ja immer mal wieder ein paar selbstlose Hinterdiefassadenblicker mit Weltverbesserungsambitionen wie Dich.

Glashaus und Steine in Kombination mit Henne und Ei ... :schief:

Aber zur Sache:
Der im verlinkten Artikel benannte Bericht (der wo bitte recherchierbar ist?), der nicht namentlich benannte Beamte des BKA und seine mehr als obskuren Äusserungen sowie deine nicht verlinkten Quellen machen deine Aussagen und Beispiele eben genauso glaubhaft wie meine. Dein persönliches Empfinden ist zudem eben deines. Meines ist anders. Das sollte die Quintessenz meines Beitrages darstellen.

Zur OK und den "aufgestiegenen" ethnischen abgegrenzten, wirtschaftsverbrecherischen Organisationen mit Zugang zu Politik und Gesellschaft gibt es genug Hintergrundberichte, u.a. zu Medien und Stuttgart 21: Fahrt auf schwäbischem Filz - Politik | STERN.DE und Mafia in Deutschland: Im Schlaraffenland - Inland - Politik - FAZ.NET zu Stuttgart 21, oder eher generell: Organisierte Kriminalität: Deutschland - für die Mafia das gelobte Land - Nachrichten Politik - WELT ONLINE und Pate der Mafia: "In Deutschland fühlen wir uns sehr wohl" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
oder mal wieder speziell Immobilien: Leipziger Völlerei - Politik | STERN.DE

Und nun wieder ganz allgemein, dafür aber sehr fundiert zur Geschichte und Gegenwart der OK:
Historisches Institut der RWTH - Mafia - Mafia
und den Gefahren in der globalisierten Wirtschafts- und Finanzwelt:
Wirtschaftskriminalität: ?Banken werden von der Mafia durchdrungen? - Recht & Steuern - Wirtschaft - FAZ.NET

Aber heh? Wo ist dein Problem? Die Italiener, Russen, Albaner und Georgier sind doch auch Ausländer ... :schief:

Du scheinst nicht zu realisieren, dass die von dir angeführten letzten beiden Beispiele und deine angeblich nicht diskutierte "Ausländerkriminalität" die eigentlichen "Nebelkerzen" sind. Diese kleinen Grüppchen, die noch dazu lokal eng begrenzt agieren, sind Minibeispiele. Das hat nichts damit zu tun, dass ich denen ihr kleines Ganovenstück gönnen würde, allerdings machst du hier aus der Amöbe eine Mücke, während du, um mal bei dem tierischen Beispiel zu bleiben, bei deiner Betrachtung die Wale außen vor lässt. Auffällig an "Ausländerkriminalität" ist, dass sie eben nur einen kleinen Teilbereich einer viel komplexeren Problematik darstellt:
Organisierter Diebstahl, organisierte Bettelei, Geldwäsche, Schutzgelder, Korruption, Wirtschafts- und Finanzkriminalität sind keine ethnisch begrenzten oder begrenzbaren Straftaten, auch wenn bestimmte Tätergruppierungen aus bestimmten Herkunftsgebieten, diese kriminellen Teilaspekte immer mal wieder abwechselnd abdecken.
 
Da wollte uns doch die Frau Schröder (aufsteigendes CDU-Starlet) als Familienministerin endlich mal zeigen, wo der der Islamisten-Hammer hängt...
Die CDU-Politikerin lässt Forscher ihre These vom Islam als Ursache für Gewalt prüfen, doch die finden keine Belege. Tatsächlich ist es ein Bündel von Faktoren die zusammenspielen, wenn junge Migranten gewalttätig sind.
Gewaltbereitschaft junger Muslime: Blamage für Ministerin Schröder | Politik- Frankfurter Rundschau
... und hat sich da wohl doch ebenso verrechnet, wie unsere PI-Claqueure!
:P :D

Am Rande wollte sie aber dennoch "Recht behalten" und "präventiv" gegen diese Missstände vorgehen, damit die Suggestion muslimischer Gewalt bestehen bleibt...
:schief:


Was bleibt, ist der fade Beigeschmack dass es sehr wohl Gewaltbereitschaft unter jungen Migranten gibt, die auch zugenommen hat. Jetzt aber auch an der Studie anzuknüpfen und die dazu führende Aspekten anzugehen, ist die Politik nicht in der Lage, lieber möchte man selbst Imame ausbilden.
Dass dieser Ansatz jedoch an den sozialen Strukturen, den gesellschaftlichen Handicaps von Migranten nichts ändert, dass ignoriert man geflissentlich, sind diese gesellschaftlichen Auswüchse ja hausgemacht und dass wollte man nicht wissen. Man wollte nur wieder Sündenböcke und "Schuldige" vorzeigen können, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.
Tja, der Schuss ging wohl nach hinten los.
Traurig ist es iwie trotzdem. Denn damit löst man das Problem nicht, sondern vertieft es.
 
Die Faust zum Gebet.

Nun ist es eine Binsenweisheit unter Kriminologen, dass soziale Ursachen hier eine große Rolle spielen, wer sie nicht beruecksichtigt, vergleicht Aepfel mit Birnen. Deshalb erfassten die Autoren der Studie auch, welchen Schulabschluss die Jugendlichen anstreben, ob die Eltern arbeitslos sind oder Hartz IV beziehen und das Geschlecht. "Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet, bleibt ein signifikanter Zusammenhang zwischen Religiositaet und Gewaltbereitschaft", sagt der federfuehrende Autor, Christian Pfeiffer.

Link zur Studie (die Du natuerlich gerne mit linken Binsenweisheiten und vorgeblichem Insiderwissen anonymer Quellen zerreden darfst).
 
Hübsche Studie - dubioser Artikel.
Denn ich kann in der Studie irgendwie gar keine Daten zur Religion erkennen, geschweige denn das signifikante Unterschiede nach Berücksichtigung aller anderen Faktoren angegeben werden :huh:

Bezüglich Migranten (um die es hier geht und die auch ausführlich behandelt werden) wurde sogar das genaue Gegenteil ermittelt:

"Darüber hinaus verdeutlicht das Modell, dass sich ein Migrationshintergrund per se bei Einbezug der vermittelnden Variablen (erlebte Elterngewalt, Zustimmung zu Gewalt legitimierenden Männlich-
keitsnormen, Besuch einer Haupt- oder Förderschule, Inanspruchnahme staatlicher Leistungen) nicht mehr direkt signifikant erhöhend auf die Wahrscheinlichkeit der Mehrfachtäterschaft auswirkt. Der in bivariaten Analysen noch sehr deutliche Zusammenhang zwischen Migration und Gewalttäterschaft ist also in überwiegendem Maße durch die Bedingungen vermittelt, unter denen Migranten aufwachsen und leben."

"Dies wird in Abbildung 5.24 noch einmal verdeutlicht. Zu erkennen ist, dass der Einfluss des Migra-
tionshintergrunds nahezu verschwindet, wenn die genannten Faktoren berücksichtigt werden. ... Während die Gewalttäterrate bei den Befragten aus dem ehemaligen Jugoslawien ohne Berücksichtigung jeglicher Hintergrundmerkmale beinahe doppelt so hoch ist wie die der Deutschen und die der Türken immerhin noch um den Faktor 1,8 erhöht ist, fällt der Unterschied bei Berücksichtigung eines hochdelinquenten Freundesnetzwerkes schon deutlich geringer aus. Bei Hinzunahme weiterer relevanter Merkmale (Einstellung gegenüber Gewalt legitimierenden Männlichkeitsnormen, elterliche Gewalterfahrungen, Inanspruchnahme staatlicher Leistungen, Schulform) ist schließlich kein signifikanter Unterschied mehr festzustellen."


nette Dinge, die auch noch drin stehn:

- die häufigste mehrfach Straftat: verkauf von Raubkopien :ugly:
- "Dabei lässt sich der Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Gewalttäterschaft in der Regel bei beiden Geschlechtern gleichermaßen nachweisen (Abbildung 5.7), d.h. wenn Jungen einer bestimmten Herkunft eine überdurchschnittlich hohe Täterrate aufweisen, gilt dies auch für die Mädchen dieser Herkunft."
- "Eine erste Einschätzung über die Verbreitung von Stereotypen gegenüber Ausländern unter den deutschen Jugendlichen lässt sich anhand der Aussage „In Deutschland gibt es zu viele Ausländer“ vornehmen. Jugendliche aus den norddeutschen Gebieten äußern sich am seltensten zustimmend zu dieser Aussage, die höchsten Raten an zustimmenden Jugendlichen finden sich in den west- und süddeutschen Gebieten.
- "Deutlichere Unterschiede zwischen den Gebieten ergeben sich dagegen für antisemitische Haltungen, die von mehr als doppelt so vielen ostdeutschen wie norddeutschen Befragten befürwortet werden."
- "Hinsichtlich der Schulform ergeben sich die bereits aus bivariaten Analysen zur Ausländerfeindlichkeit bekannten Effekte einer Höherbelastung niedriger Schulformen im
Vergleich zu den Gymnasiasten bzw. Waldorfschülern. Das größte Risiko zur Gruppe rechtsextremer
Jugendlicher zu gehören weisen die Haupt- und Förderschüler auf; gegenüber den Gymnasiasten ist
deren Risiko um das mehr als Fünffache erhöht." (somit wissenschaftlich belegt: Wo kein Haar drauf, da kein Hirn drin :ugly: )
 
Kurz etwas zum Thema Schulwesen:
Unser Schulwesen sanktioniert JEDEN, der nicht im Soll liegt. Jeder deutsche Gegen-den-Strom-Schwimmer kennt das. Für ausländische(alle alternativen Begriffe dafür sind irgendwie noch unsinniger als dieser) Schüler muss das ja noch schlimmer sein. Sie schwimmen per Herkunft gegen den Strom an Schulen mit Hauptanteil von deutschen Schülern. Und auf den "Gettoschulen", wo hauptsächlich Ausländer zur Schule gehen, ist keine Integration möglich, zumindest nicht die, die wir benötigen und wollen. Dieses Schulsystem benachteiligt Ausländer massiv! Nur bildungsstarke Haushalte passen in dieses System.

Daher mein Credo: Moderne Lehrer müssen massive Kulturkenntisse haben. Soll heißen, er oder sie muss Erfahrung mit kulturellen Unterschieden haben(an der Uni: interkulturelle Bildung). Diese Streber vom Gymnasium, die Lehrer werden und nur zum Urlaub andere Kulturen sehen, sollten verboten werden(sehr vereinfacht dargestellt). Wir benötigen sehr viel Verständnis, Lebenserfahrung und Offenheit. Meine Kommolitonen und zukünftige Kollegen besitzen das zu 5%. Alle anderen werden jedem Ausländer immer wieder mit Unverständnis begegnen, dass wären dann 95%. Interesse am anderen Menschen, Volk, Religion ist der Kraftsstoff, der getankt werden muss.

Wenn ich diesen konservativen Kleinbürgermist höre: erst wir dann die, nur selektieren und so weiter... Ich sage ja, ein Bildungsproblem und vor allem ein menschliches. Die Kritiker(sehr verschöntes Wort) der Ausländer zeigen immer wieder ihren minimierten Horizont und ihre, ich muss es so sagen, Dummheit. Das gibt es in jedem Land. Ist kein speziell deutsches Problem. Deutschland hat einfach das Problem, dass wir sehr reich sind und recht gute Startkonditionen haben. Wie heisst es schön in englisch: "You ain't gettin' jacked if yo pockets ain't fat!" Our pockets are fat! Soll heißen, wenn schon reich, dann bitte im Kopf, das kann uns keiner nehmen. Euren scheiß A4, Playstation 3 oder getunten Golf schon.

Wir müssen eine Basis schaffen auf der sich ein Ausländer integrieren KANN. Viele machen es und ich finde es ganz klasse. Ich war im Ausland und ich habe auch diverse Probleme gehabt. Nach dem Jahrhundert des Terrors (1. und 2. Weltkrieg +++) müssen wir endlich wieder auf einander zu gehen. :daumen: Oder anders formuliert: Deutschland den Menschen, Deutsche und Ausländer raus!

PS: Die Mafiadiskussion verzerrt das Bild doch sehr. Passt nicht so recht. >neues Thema
 
..............
PS: Die Mafiadiskussion verzerrt das Bild doch sehr. Passt nicht so recht. >neues Thema

Organisierte Kriminalität mit mafiösen Strukturen ist eben ein Teil der Ausländerkriminalität. Ein sehr großer sogar. Und um Ausländerkriminalität geht es ja hier in diesem Thread - nicht nur um muslimische Jugendkriminalität, auch wenn man sehr bemüht scheint, das auf das Thema zu reduzieren.
Wichtig war mir dies vor allen Dingen deshalb darzustellen, weil eben kaum etwas von der Thematik tabuisiert wird, wie der Threadersteller gern glaubhaft machen möchte, sondern dass im Gegenteil sehr oft polemisierend und undifferenziert über dieses Thema diskutiert wird.

Ansonsten finde ich deine Ausführungen zum Thema sehr gut.

@ jepe:
Warum sollte ich eine Binsenweisheit mit einer anderen aufrechnen. Wer lesen und Zusammenhänge erfassen kann, darf sich sein Bild gern selbst machen, auch wenn es, wie in deinem Fall evtl. durch falsche Vorurteile gefärbt ist. Nur sollte man dies dann nicht als allgemeingültig verfassen. Das geht nämlich nach hinten los.

Ruyven hat ja schon eine Menge dazu geschrieben, also mach ich mir die Arbeit nicht noch zusätzlich. :P
 
Kurz etwas zum Thema Schulwesen:
Unser Schulwesen sanktioniert JEDEN, der nicht im Soll liegt. Jeder deutsche Gegen-den-Strom-Schwimmer kennt das. Für ausländische(alle alternativen Begriffe dafür sind irgendwie noch unsinniger als dieser) Schüler muss das ja noch schlimmer sein. Sie schwimmen per Herkunft gegen den Strom an Schulen mit Hauptanteil von deutschen Schülern.

Hmm - das sehe ich nur eingeschränkt so. Das deutsche Schulsystem benachteiligt jeden, der vom normierten Denken und der normierten Leistung abweicht - das kann man (überspitzt) sagen. Aber: Das Kind integrierter Mirgranten (deutlich besserer Ausdruck, da "Ausländer" formell nicht auf Leute mit deutscher Staatsbürgerschaft zutrifft, die im Rahmen dieser Diskussion aber oft gemeint sind) sollte eigentlich gar keinen besonderen Grund haben, von dieser Norm abzuweichen.

Daher mein Credo: Moderne Lehrer müssen massive Kulturkenntisse haben.

Was soll das bringen? Bei heutigen Klassengrößen hat ein Lehrer keine Chance, auf spezifische Eigenarten einzelner Schüler einzugehen. Da hilft es auch nicht, wenn er Kenntnisse über die Heimatkultur dessen Eltern hat. (und in kleineren Klassen wäre es auch eindeutig besser, wenn sich der Lehrer mit dem Schüler auseinandersetzt, anstatt Vorurteile darüber zu pflegen, was Eltern seiner Herkunft ihrem Kind vielleicht beigebracht haben)

Wie soll das gehen? Sollen Lehrer sämtliche Kulturen der Welt in- und auswendig kennen?

Warum sollte überhaupt der Unterricht gezielt an fremde Kulturen angepasst werden? Es ist eine Sache, Kulturen zu respektieren. Es ist eine gute Sache, kulturoffen zu sein. Aber aktiv Anstrengungen zu unternehmen und von der eigenen Kultur abzuweichen, um Leute beim nicht-integriertsein zu unterstützen? Das hilft auch den Schülern langfristig nicht weiter. Denn wenn wir nicht gerade die gesamte Gesellschaft auf ihre Kultur umstellen (und es wird schwierig, zeitgleich auf russisch, indisch und türkisch zu wechseln), dann müssen sie so oder so lernen, mit der kulturellen Differenz umzugehen, ohne das Nachteile daraus entstehen. Besser man bringt ihnen das in der Schule bei bzw. unterstützt jeden einzelnen dabei, aus seiner Erziehung resultierende Defizite aufzuholen (jeden, auch Deutsche. Da gibts mehr als genug zu tun), als sie ein paar Jahre weiter in Sicherheit zu wiegen und dann mit 18/19 vor die Wand fahren zu lassen und zeitgleich die schulische Ausbildung insgesamt zu belasten.

Soll heißen, er oder sie muss Erfahrung mit kulturellen Unterschieden haben(an der Uni: interkulturelle Bildung). Diese Streber vom Gymnasium, die Lehrer werden und nur zum Urlaub andere Kulturen sehen, sollten verboten werden(sehr vereinfacht dargestellt).

Streber von intelligenten Leuten zu trennen ist leider ziemlich schwer (in unserem Schulsystem unmöglich) und gezielt blöde Leute zu Lehrern zu machen kann auch keine Lösung sein. :(


Organisierte Kriminalität mit mafiösen Strukturen ist eben ein Teil der Ausländerkriminalität. Ein sehr großer sogar. Und um Ausländerkriminalität geht es ja hier in diesem Thread - nicht nur um muslimische Jugendkriminalität, auch wenn man sehr bemüht scheint, das auf das Thema zu reduzieren.

Man muss aber schon im Auge behalten, das für hochorganisierte Kriminalität andere Mechanismen gelten. Eine Organisation, deren Mitglieder problemlos 1-2 Jahrzehnte agieren, obwohl sie europaweit gesucht werden, wird z.B. durch schärfere Einwanderungsgesetze oder Abschieberegeln (wie sie in der ersten Hälte des Themas gern angesprochen wurden) nicht sonderlich gestört werden.

Aber bislang hat sich die Mehrheit der Interessenten an diesem Thema für ein Verbleib in diesem Thread ausgesprochen und eine ernste Störung laufender Diskussionen ist nicht auszumachen :ka:

Wichtig war mir dies vor allen Dingen deshalb darzustellen, weil eben kaum etwas von der Thematik tabuisiert wird, wie der Threadersteller gern glaubhaft machen möchte, sondern dass im Gegenteil sehr oft polemisierend und undifferenziert über dieses Thema diskutiert wird.

Ansonsten finde ich deine Ausführungen zum Thema sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bezüglich Migranten (um die es hier geht und die auch ausführlich behandelt werden) wurde sogar das genaue Gegenteil ermittelt

Was soll das werden - Realsatire?

Bei den Mehrfachtaetern erreichen Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 9,4 % den hoechsten Wert gefolgt von jungen Tuerken mit 8,3 %. Am anderen Ende der Skala stehen Jugendliche aus Asien mit 2,6 % und deutsche Jugendliche mit 3,3 %. Diese Unterschiede gleichen sich aber vollstaendig aus, wenn man differenzierter vergleicht, d.h. Jugendliche unterschiedlicher Herkunft mit denselben familiaeren, schulischen und sozialen Rahmenbedingungen sowie uebereinstimmenden Werteorientierungen einander gegenueber stellt. Die insgesamt deutlich hoehere Gewalttaeterquote von jungen Migranten beruht danach auf mehreren Belastungsfaktoren, die bei ihnen weit staerker ausgepraegt sind als bei deutschen Jugendlichen. Von zentraler Bedeutung ist dabei, dass junge Migranten weit haeufiger als deutsche Jugendliche Opfer innerfamiliaerer Gewalt werden. Besonders hoch belastet sind hier Jugendliche, deren Eltern aus der Tuerkei, aus dem frueheren Jugoslawien sowie aus arabischen oder afrikanischen Laendern stammen. Die Erfahrung innerfamiliaerer Gewalt erhoeht zum einen unmittelbar die Gewaltbereitschaft der Betroffenen deutlich. Zum anderen treten bei diesen Jugendlichen die vier Belastungsfaktoren, die ihrerseits die Gewaltbereitschaft foerdern, wesentlich haeufiger auf. Dies gilt fuer den Alkohol- und Drogenkonsum, die Akzeptanz gewaltorientierter Maennlichkeitsnormen (sogenannte „Machokultur“), fuer das Schulschwaenzen und fuer die Nutzung gewalthaltiger Medieninhalte. Der Alkohol- und Drogenkonsum faellt bei jungen Muslimen zwar schwaecher aus als bei den anderen Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder den deutschen Jugendlichen, dafuer sind sie aber von den anderen Belastungsfaktoren besonders stark betroffen.

Ich lese da: es gibt kein Migrationshintergrund-macht-boese-Gen (was ich auch nie behauptet habe), aber Menschen mit Migrationshintergrund haben scheinbar gehaeuft ein Problem mit unseren Werten, mit Gleichberechtigung (Stichwort: innerfamiliaere Gewalt, was eine unangebracht freundliche Formulierung fuer das Verpruegeln von Frauen und / oder Kindern ist; siehe auch die Zahlen ab Seite 53) und der Annahme von Bildungsangeboten (auf Seite 36 der Studie kannst Du nachlesen, dass Libanon, Marokko und Tuerkei die drei Herkunftslaender sind, deren Migranten den niedrigsten Schulabschluss anstreben; Iran, Rumaenien und Vietnam dagegen den vergleichsweise hoechsten - nur stellen die einen vergleichsweise kleinen Anteil der Migranten). Kumuliert gesprochen schotten sich weite Teile also ab, ghettoisieren sich selbst und leben in einer Parallelgesellschaft- und kultur an den Anderen vorbei; begegnet man sich doch mal, gibt´s was auf die Mappe. Das erklaert, warum eine Migrantengruppe wie etwa die tuerkische nur zu 44 Prozent die deutsche Staatsbuergerschaft hat, aber zu 28 Prozent - also fast drei Mal so haeufig wie ein Nativer - am Tropf der Transfersysteme haengt (Spitzenreiter sind Menschen aus dem arabischen und afrikanischen Raum mit 39 Prozent). Fuer mich erklaert das auch schluessig, warum Sexualdelikte - die sich nun mal eben nicht ueber wirtschaftliche Verhaeltnisse erklaeren lassen, so komfortabel es fuer manchen auch waere - von einem Teil der Migrationshintergruendler ueberproportional oft begangen werden (Zahlen samt Quellen hatte ich schon frueher verlinkt und wurden stets geflissentlich ignoriert oder schlicht bestritten).

(somit wissenschaftlich belegt: Wo kein Haar drauf, da kein Hirn drin :ugly: )

Ja, ja. Was waere ein solcher Thread ohne die unvermeidlichen "Nazis raus"-Schreie. Was ich in der Studie - leider - nicht finde sind Zahlen ueber Antisemitismus und Deutschenfeindlichkeit unter Migranten. Ich waere ueberrascht, wenn sie nicht mindestens gleich hoch oder sogar hoeher waeren.

Wichtig war mir dies vor allen Dingen deshalb darzustellen, weil eben kaum etwas von der Thematik tabuisiert wird, wie der Threadersteller gern glaubhaft machen möchte(...)

Inzwischen in der Tat weniger als noch vor einem Jahr oder vor zwei Jahren. Was zweifellos auch daran liegt dass ein Ex-Bundesbanker - moegen seine Ableitungen auch fragwuerdig sein - eine haessliche, aber im Grossen und Ganzen nicht widerlegte Bestandsaufnahme gemacht hat.
 
Das größte Risiko zur Gruppe rechtsextremer
Jugendlicher zu gehören weisen die Haupt- und Förderschüler auf; gegenüber den Gymnasiasten ist
deren Risiko um das mehr als Fünffache erhöht." (somit wissenschaftlich belegt: Wo kein Haar drauf, da kein Hirn drin :ugly: )
Ist ja nett, dass du hier gleich alle Hauptschüler und Glatzen in einem beleidigst.

Ich habe meiner Ex manche Hausübungen der letzten beiden Gym-Klassen geschrieben und hab mir auch den Maturastoff (Abiturstoff für Deutsche;)) angesehen und weiß nicht was man sich auf sowas einbilden sollte.

Schöne Grüße noch, von einem Hauptschüler mit Glatze.:nene:
 
Was soll das werden - Realsatire?

retour?

Ich lese da: es gibt kein Migrationshintergrund-macht-boese-Gen (was ich auch nie behauptet habe), aber Menschen mit Migrationshintergrund haben scheinbar gehaeuft ein Problem mit unseren Werten, mit Gleichberechtigung (Stichwort: innerfamiliaere Gewalt, was eine unangebracht freundliche Formulierung fuer das Verpruegeln von Frauen und / oder Kindern ist; siehe auch die Zahlen ab Seite 53) und der Annahme von Bildungsangeboten (auf Seite 36 der Studie kannst Du nachlesen, dass Libanon, Marokko und Tuerkei die drei Herkunftslaender sind, deren Migranten den niedrigsten Schulabschluss anstreben; Iran, Rumaenien und Vietnam dagegen den vergleichsweise hoechsten - nur stellen die einen vergleichsweise kleinen Anteil der Migranten).

Soweit so gut, bekannt und langweilig. Gesucht sind Kausalitäten, nicht Korrelationen. Denn die erbringen keine Lösung.
Das ist ja gerade das schöne an der Studie: Das sie eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt und gegeneinander abwägt und damit differenziert betrachten kann, welche Wirkung z.B. Lebensstandard, Umfeld und Migrationshintergrund haben. und nicht haben.

Kumuliert gesprochen schotten sich weite Teile also ab, ghettoisieren sich selbst...

Wenn du das da liest, wären wir bei der viel diskutierten Leseschwäche.
 
Was soll das werden - Realsatire?
...
Eine entwaffnend offene Selbsteinschätzung. ;)


Inzwischen in der Tat weniger als noch vor einem Jahr oder vor zwei Jahren. Was zweifellos auch daran liegt dass ein Ex-Bundesbanker - moegen seine Ableitungen auch fragwuerdig sein - eine haessliche, aber im Grossen und Ganzen nicht widerlegte Bestandsaufnahme gemacht hat.

Und dann setzt du auch gleich noch Einen obendrauf, du Schelm. Genial! :daumen:
:hail:
 
ich weiß nicht ob das hier reinkommt, aber in der Schweiz wird das Thema knallhart gehandhabt, wer nicht den Gesetzen der schweizerischen Justiz folgt und als Ausländer sowieso schon auf der Kippe steht, der muss das Land verlassen.

So einfach geht das dort und dann wird auch nicht stundenlang über "Ausländerkriminalität" gesprochen, da diese dann einfach abgeschoben werden.

Ich muss das neutral sehen, wie die Schweizer, hab also keine Meinung dazu :D
 
Ich denke, dass man dieses Thema (ehemals: Tabuthema) Ausländer-/Migrantenkriminalität auf zwei Ebenen betrachten muss:
- Einmal soziologisch, man betrachtet Aggregate/Gruppen. Da kann man sagen, dass das Problem zu einem großen Teil ein soziales Problem ist. Arme und Bildungsferne sind eher gewalttätig, egal ob mit Migrationshintergrund oder nicht.
- Und einmal vom Individuum her. Beispielsweise wenn ein ausländischer Vater seinen Sohn schlägt, der Jugendliche mit Migrationshintergrund andere schlägt, etc. Man kann nämlich sagen, wenn man in der Gruppe XY ist, ist man mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gewalttätig, vielleicht sogar kausal erklärt durch den sozialen Status, aber das entschuldigt nicht individuelles Fehlverhalten.

Da wäre doch das typische Fördern und Fordern angebracht. Gleiche Aufstiegschancen gewähren, aber bei Straftaten hart durchgreifen. BÄM! - Problem gelöst. Oder mach ich mir's zu einfach? Wahrscheinlich. :P

Bei der Schweiz freut mich fast alles: Unverblümtes Reden, direkte Demokratie, viel besser geht's nicht. Nur finde ich das Abstimmungsergebnis nicht optimal, denn eine automatische Abschiebung ist eine Extremlösung und Extremlösungen sind eigentlich nie die beste Lösung. Wenn man eine Verschärfung will, hätte es der Gegenvorschlag auch getan. Eine Einzelfallprüfung hätte ich jedenfalls besser gefunden. Stellt euch vor, ihr geht in die Schweiz, beantragt irgendeine Hilfe (Kindergeld vielleicht), gebt irgendwo aus Versehen eine falsche Zahl an, wodurch sich die Leistung um 1 Schweizer Franken pro Monat erhöht und dann werdet ihr sofort ohne Einzelfallprüfung ein paar Jahre rausgeworfen? Heftig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heftiges Thema...ich lebe in Berlin, jeder der möchte wird von mir eingeladen sich selber mal ein Bild zu machen wies hier zugeht...mehr will ich auch schon eigentlich gar nichts dazu sagen...
 
Zurück