Im Allgemeinen steigt die Leistungsaufnahme in quadratischer Abhängigkeit mit der Versorgungsspannung (weil der Leiter einen zweidimensionalen Querschnitt hat) und linear mit dem angelegten Takt.
Die grobe Annäherung ist also, dass bei 50% Last etwas weniger als 50% Strom verbraucht wird.
Ganz genau kann man keine Formel aufstellen, da die Spannung zwischen 0,7 V (Schwellenspannung für Halbleiter) und 1,15 V (bei Grafikkarten üblich) liegt und der Zusammenhang zur Stromstärke nicht greifbar ist.
Da hängen noch Verluste durch Spannungswandlung und andere Verbraucher abseits der GPU (z.B. der VRAM) mit am Tropf. RAM muss regelmäßig (nach festen Zeitintervallen) refresht werden, daher verbraucht er eher abhängig von der Größe Strom und weniger vom Takt.
Es kommt also auch darauf an, ob 50% "Last" bedeuten, dass alle Shader mit halbem Takt ständig arbeiten oder die Hälfte der Shader bei vollem Takt Däumchen drehen (bzw. jeder Shader bei vollem angelegtem Takt 50% Leertakte ohne Rechenarbeit hat).
Ich meine MSI Afterburner definiert Auslastung so, wieviele Leertakte beim jeweils angelegtem Takt vorhanden sind. ("unbeschäftigte Shader")
Also die kurze Antwort auf die Frage ist: Ja, die Grafikkarte verbraucht weniger, wenn sie nicht voll ausgelastet wird und die ersten abgesenkten MHz Takt sparen mehr ein als die "letzten" MHz.
Die Grafiktreiber sind so ausgelegt, dass möglichst wenige Leertakte entstehen und gleichzeitig möglichst viele Shader etwas zu tun haben. Entsprechend wird der Takt gesenkt und die Versorgungsspannung angepasst.
Um in allen Spielen möglichst die beste Performance zu erreichen, kann es sogar je nach Titel unterschiedliche Verhalten geben.
Falls du deinen PC einfach nur leiser bekommen willst, solltest du Undervolting probieren. -0,050mV Offset macht eigentlich jede CPU / GPU mit.