Steuern und Finanzen

Ich ab sofort als Bürgergeldempfänger würde Geld bekommen wie jemand der 5200 € brutto verdient. Ob du das glauben willst oder nicht. Mich deswegen als Populisten zu bezeichnen ist unverschämt und unredlich, weil die Fakten nunmal so sind. Dir die Mühe zu machen, das kurz mal selbst auszurechnen, über die Onlinerechner der Caritas und einem brutto netto Rechner hast du ja abgelehnt.
Ich meinte das allgemein. Weil ich solche Aussagen schon oft gehört habe. Meistens von Populisten!
Aber letztendlich sind die haltlos!
 
Nein, er hat ja durchaus Recht. Wir haben einen Einkommensbereich der ziemlich ungünstig ist. Wenn Du zu viel verdienst um noch Sozialleistungen oder Vergünstigungen zu bekommen aber nicht genug um Beitragsbemessungsgrenzen zu übersteigen. Dazu dann noch die kalte Progression und es ist extra doof.

Da muss schon was geschehen, aber die Antwort ist nicht nach unten zu treten sondern von den Reichen zu nehmen.

Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen - Private Krankenkassen abschaffen - Spitzensteuersatz auf 65% aber ohne Einkommen unter den heutigen 42% zu belasten.
 
Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen
Die gibt es, um die Krankenkassen nicht ausbluten zu lassen, denn dadurch wird auch die Zahlung von Krankengeld begrenzt.
Private Krankenkassen abschaffen
Dafür gibt es keine Mehrheit.
Spitzensteuersatz auf 65% aber ohne Einkommen unter den heutigen 42% zu belasten.
Auch dafür gibt es keine Mehrheiten.

Sinnvoll wäre ein Weg über die Mehrwertsteuer.
Für Grundgüter des Lebens 0%.
Für weitere Güter 25%.
Für überflüssige Güter 50%.
Für Güter, die schädlich für das Klima sind 100%
 
Aber mein Beispiel ist eben nicht haltlos. Darum ist der Vorwurf in meine Richtung ungerecht, unfair und unverschämt. Und eigentlich eine Entschuldigung angebracht.

Naja. Ist halt so.
Dann Entschuldigung. Vielleicht gibt es ja wirklich Konstellationen wo das so zutrifft.
Aber in den meisten Fällen nicht!
Und schon gar nicht für Alleinstehende!
 
Manch einer der sogenannten Reichen ist nicht mit einem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen, sondern hat sich seinen Reichtum hart erarbeiten müssen. Jeder hat hier in Deutschland das Recht auf Bildung und der entsprechenden Berufswahl. Was er daraus macht ist seine Angelegenheit! Prinzipiell allen Reichen Geld wegzunehmen und dieses an die Armen zu verteilen funktioniert nur im Film. Prominentes Beispiel, dass man sich aus einfachen Verhältnissen nach oben arbeiten kann ist Vice President Vance.
 
Jetzt konntest du der neuen Rechnung hin zu den 5.200 € aber nicht mehr folgen, oder?
Nö, da du es nachträglich editiert hast. Eventueller Wohngeldanspruch ist da auch noch mit einberechnet. Nicht zu vergessen, man zahlt Rentenbeiträge für die Rentenkasse, auch wenn es für unsere Generation unerheblich sein sollte.
Als Bürgeldempfänger wird da gar nichts eingezahlt. Wohnungen kannste dir auch nicht raus suchen wie es beliebt.

Insofern gebe ich Ryza recht, dass deine Rechnung ein bisschen polemisch rüber kommt, da sämtliche Faktoren von vorneherein ausgeschlossen worden sind, bzw nicht mal betrachtet worden sind, was man in einer sachlichen Zurschaudarstellung tun sollte.

Außerdem schließt du die falschen Schlüsse aus dem Ganzem, wenn es mit Kindern und in bestimmten Bundesländern rentabler ist, Bürgergeld zu beziehen, als arbeiten zu gehen, dann liegt das Problem nicht beim Bürgergeld oder generellen Sozialleistungen.
 
Stefanie Bremer, Erbin eines Millionenvermögens, hat eine klare Forderung: Vermögende in Deutschland sollen stärker zur Kasse gebeten werden. Gemeinsam mit der Initiative "taxmenow" plädiert sie für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie höhere Abgaben auf Erbschaften und Kapitalerträge. Das könne allein in Deutschland Mehreinnahmen von bis zu 80 Milliarden Euro jährlich generieren.

"Reiche Menschen zahlen im Durchschnitt deutlich weniger Steuern als nicht vermögende Menschen."

Diese Ungerechtigkeit führe zu einer gefährlichen Konzentration von Reichtum, die letztlich die Demokratie bedrohe.
Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung besitzen laut DIW mehr als zwei Drittel des gesamten Vermögens. Gleichzeitig wächst die Angst vor sozialem Abstieg, besonders in einkommensschwachen Haushalten. Diese Entwicklung kann den sozialen Zusammenhalt belasten und zu einer zunehmenden Polarisierung der Gesellschaft führen.

Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer

Eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt, wie ungleich Einkommen und Vermögen in Deutschland verteilt sind. Steigende Preise treffen einkommensschwache Haushalte besonders hart, da sie einen Großteil ihres Budgets für Grundbedürfnisse wie Wohnen und Essen aufwenden müssen.

Reiche hingegen bleiben von solchen Belastungen weitgehend verschont - auch weil sie von niedrigen Steuern auf Kapital und Erbschaften profitieren. "Wenn Reiche immer reicher werden, während viele Menschen am Existenzminimum leben, ist das ungerecht", sagt Bremer.

Diese Ungleichheit sei nicht nur eine moralische Frage, sondern gefährde die Stabilität der gesamten Gesellschaft. Denn wenn Wohlhabende überproportional viele Ressourcen verbrauchen, zahlten alle den Preis in Form von Umweltzerstörung und sozialen Spannungen.
Quelle: Millionenerbin will höhere Steuern für Reiche

Mal eine Millionärin welche kein Blatt vor dem Mund nimmt! Aber die meisten Reichen fühlen sich durch solche Forderungen provoziert. Oft drohen sie dann auch mit Auswanderung.
 
Ich meinte das allgemein. Weil ich solche Aussagen schon oft gehört habe. Meistens von Populisten!
Aber letztendlich sind die haltlos!
Er hat es dir doch vorgerechnet. Diese Tatsache ist dem Kinderreichtum geschuldet. Ein alleinstehender Bürgergeldempfänger ohne Kinder hat dagegen natürlich nichts zu lachen. In so einem Fall lohnt sich Arbeiten finanziell eigentlich immer.
 
Manch einer der sogenannten Reichen ist nicht mit einem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen, sondern hat sich seinen Reichtum hart erarbeiten müssen. Jeder hat hier in Deutschland das Recht auf Bildung und der entsprechenden Berufswahl. Was er daraus macht ist seine Angelegenheit!
Das sind vielleicht 5 oder 10 %. Der Rest baut seinen Erfolg auf "altem Geld" auf. Damit meine ich nicht, dass man durch ein Erbe reich wurde. Vielmehr meine ich damit, dass es schon (bescheidenes) Vermögen gab, das einem beim Start zur eigenen ersten Million als Anschubfinanzierung zuteilwerden konnte.

Nehmen wir mal ein Beispiel: Jeff Bezos. Der gilt laut Forbes als Selfmade-Milliardär, der aus der Mittelschicht kommt. Dass sein (Stief-)Vater bereits ein Vermögen hatte und ihm seinen Geschäftstraum 1995 mit $250.000 vorfinanzierte, das wird da nicht erwähnt.

 
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Wieviele Jahre war die SPD denn nun die letzten Jahrzehnte an der Regierung beteiligt oder sogar Regierungschef? Und ihr glaubt weiterhin, dass jetzt, jetzt endlich eine höhere Besteuerung für Reiche kommt? Wie gesagt, es wird wieder bei der Mittelschicht zugelangt werden bis ganz nach unten.
Denn ab 250.000 Jahreseinkommen, spätestens ab ner halben Million kann man sich die Steuerlast frei gestalten (Unternehmen, Stiftung, Immobilien,...).

Ausnahmen weg, Geld in der Kasse. Kommt aber auch nicht.
 
Wobei eine Stiftung ja nicht schlimm ist, schon gar nicht wenn sie gemeinnützig ist.

Am Ende muss man das kapitalistische System überwinden, die Alternative wäre als Staat mehr wie ein Investor zu denken. Wird also eine Firma vererbt, müssten die Erben die Wahl haben entweder sofort zu zahlen oder einen entsprechenden Anteil des Gewinns über die nächsten 20-30 Jahre an den Staat abzuführen, bzw. würde der Staat in dieser Zeit mit entsprechenden Prozenten Miteigentümer. Damit kann der Staat auch kontrollieren, dass das Geld nicht versteckt wird. Selbst wenn eine Cash-Flow-positive Firma dann den Gewinn künstlich auf null bringt, also durch Investition, höhere Löhne, niedrigere Preise, profitiert am Ende immer noch die Gesellschaft.
 
Wobei eine Stiftung ja nicht schlimm ist, schon gar nicht wenn sie gemeinnützig ist.

Nix mit gemeinnützig. Vermögensbewahrung und (Erbschafts-)Steueroptimierung.

Je höher das Kapital, umso scheuer das Reh. Es findet die legalen Fluchtwege.

Ausnahmen weg, Steuereinnahmen da.
 
Lesen hilft. Es gibt gemeinnützige Stiftung und solche, die es nicht sind. Ich habe kein Problem wenn man die nicht gemeinnützigen abschafft oder ihnen die Stiftungsprivilegien entzieht.
 
Ich hab damit auch nicht gemeint, dass du mit den gemeinnützigen Stiftungen grundsätzlich Unrecht hast. Sondern dass es beim Thema, reiche Menschen verschieben ihr Vermögen/Einkommen (unter anderem) in Stiftungen, um sie legal der Besteuerung zu entziehen, eben nicht um gemeinnützige geht (darum auch der Link als Beispiel/Beleg).
Super Idee! Echt mal. Habe ich gleich meiner Frau erzählt. Die hatte Worte für den Ideenhaber, die mir hier 'ne weitere Sperre einbringen würde :)
Kleiner Nachbrenner. Nur mal als Beispiel.
Der Deal, den der noch amtierende SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil auf seine Kappe nehmen muss, führt nach Schilderungen von Insidern aus der Arbeitsverwaltung zu heillosen Doppelstrukturen in Jobcentern und Arbeitsagenturen, zwischen denen sowieso schon zahlreiche Überschneidungen bestehen.
Ich mein, ist fast die Bild, trotzdem wird auch deine liebe Ehegattin eine große Ineffizienz in der öffentlichen Verwaltung sicher - vielleicht nur heimlich - nicht gänzlich abstreiten können. ;)

Bin mir sicher, wenn man den Verwaltungsangestellten sagen würde: Ab jetzt musst du doppelt soviel Bürokratiekram machen wie bisher, welche Vorgänge würdest du denn ab jetzt sofort abschaffen?
Ganz andere Antworten bekäme.

Verdoppelt man dagegen die Anzahl an Bürokraten, hat man sehr zeitnah- Überraschung - doppelt soviel Bürokratie. Beweis, mehr und mehr Beschäftigung in den Ministerien führt komischerweise nicht zu effizienterer Verwaltung sondern einen Anstieg an Regularien, die es zu prüfen, zu bearbeiten und umzusetzen gilt.

Edit: Noch was Brandaktuelles aus seriöserer Quelle
Bin gespannt, wer gleich erzählt, das beträfe natürlich nur die EU, in D ist das selbstverständlich völlig anders. :D
 
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