Steuern und Finanzen

Kindergeld wird dir auch nicht abgezogen, wenn du arbeiten gehst, ist also ein nicht so nebensächlicher Faktor, der da mal eben unterschlagen wird.
Jetzt konntest du der neuen Rechnung hin zu den 5.200 € aber nicht mehr folgen, oder?
Du willst das Kindergeld jetzt gerne zweimal abziehen?
Ich hab es bei der Kalkulation des Bürgergeldes rausgerechnet, weil man das schon als Einkommen bekommt und daher angerechnet wird. Und nur noch den Rest ausgerechnet (3,6T€). Dafür bräuchtest du dann Einkommen von 5.2T€ brutto. Da willst du jetzt gerne nochmal 1T€ Kindergeld abziehen? :) Dann liegst du nicht auf demselben netto, das du mit Bürgergeld und Kindergeld hast.
Nö, ist er eben nicht.
Das ist wahrscheinlich Ansichtssache.
 
Der Allgemeinheit sollte eher daran liegen, dass du eben an dieser Menge von Kindern keinen wirtschaftlichen Nachteil erleidest. Man darf nicht vergessen, dass Kinder irgendwann auch wieder einen wirtschaftlichen Vorteil bieten, wenn man z.B. alt wird und die Hilfe anderer mehr und mehr braucht. Dennoch wiegt es das Minus in der ersten Phase eines Menschenlebens nicht auf. Da sollte die Allgemeinheit deutlich mehr Geld an Eltern transferiere - vollkommen unabhängig vom sozialen Status der Eltern.


Das sehe ich komplett anders. Über viele Jahrzehnte hat man Steuern gesenkt, Leistungen des Staates verringert und gleichzeitig Infrastruktur auf Verschleiß gefahren und zusätzlich mit der Schuldenbremse einen Blocker installiert, der uns auch noch daran hindert aus diesem selbst gegrabenen Loch durch eine Anschubfinanzierung wieder herauszukommen. Das fällt uns jetzt alles auf die Füße.
Zum Beispiel bin ich kein Gegner von Entwicklungshilfe. Wenn es dem eigenen Land gut geht. Da es seit einigen Jahren aber nicht der Fall ist, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen weshalb wir Indien und China mit Entwicklungshilfe beglücken müssen!
 
@Trash123 Zum Thema Entwicklungshilfe gebe ich dir grundsätzlich recht. Natürlich hat die auch noch mehr funktionen. Aber speziell bei
China mit Entwicklungshilfe beglücken müssen
verstehe ich es sowieso überhaupt nicht.
Die Volksrepublik China ist mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von ca. 14,4 Bio. US-Dollar (Stand 2019) die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt China mit rund 10276 USD im weltweiten Mittelfeld.
Und dann kommt noch das in Teilen durchaus feindselige expansionistische kommunistische Diktatur-System dazu.
 
Das sind läppische 323.409 Mio € über der Inflation. Ich denke, damit wäre genug Luft für Investitionen vorhanden gewesen. Wurde lieber verkonsumiert.
323 Mrd / 23 Jahre ~ 14 Mrd / Jahr. Bedenkt man den relativen Kaufkraftverlust mit ein, dann sind's über die ganze Zeit gemittelt vllt. 8 oder 9 Mrd / Jahr. Das verteilt sich dann auf Bund, Länder und Kommunen. Da hat man so richtig viel verkonsumiert -.-

Gemessen an den fast 2 Billionen, die man jedes Jahr hier in D seitens der öffentlichen Hand mittlerweile ausgibt, ist das mal so richtig bedeutsam, nicht.

 
Wenn man dazu bedenkt, dass wir bereits > 600 Mrd. bei der Infrastruktur im Minus sind, dann haben wir sehr wohl ein Einnahmeproblem.

323 Mrd / 23 Jahre ~ 14 Mrd / Jahr.

Gemessen an den fast 2 Billionen, die man jedes Jahr hier in D seitens der öffentlichen Hand mittlerweile ausgibt, ist das mal so richtig bedeutsam, nicht.

600 Mrd über 20+ Jahre sind ein Einnahmeproblem. 323 Mrd (über dem Inflationsausgleich) sind Peanuts.
Was denn jetzt? ;)

Und dann zeige ich auf, dass man diese 323 Mrd über dem Inflationsausgleich liegt, und das ist dann auch egal?

Ich würd mal sagen, die öffentliche Hand ist gut im Nehmen und schlecht im Priorisieren. Denn, sie hat jedes Jahr (inflationsbereinigt!) mehr als im Jahr zuvor (habe ich dir ausgerechnet) und schafft es trotzdem, jedesmal dieselben Aufgaben noch weniger gut hinzubekommen.

Sprich, die jeweilige Regierung im Jahr davor ist besser mit dem Geld und den Aufgaben klar gekommen, als im Folgejahr.

Aber vielleicht hilft ja einfach mehr Geld. Ich persönlich glaube, es hilft nur weniger Geld. Damit zwingt man dann die Politik dazu, echte Reformen und Richtungsentscheidungen zu treffen. Ansonsten bleibt es einfach beim bisherigen weiter so, also alles wie bisher, mit mini-Anpassung hier und da.
 
Ich habe mal eine ganz andere Frage: Die Wirtschaftswachstumszahlen beziehen die sich eigentlich immer auf das BIP vom Vorjahr?
 
Ich habe mal eine ganz andere Frage: Die Wirtschaftswachstumszahlen beziehen die sich eigentlich immer auf das BIP vom Vorjahr?
Nicht zwingend, normalerweise aber ja. Es könnte sich auch auf ein anderes Jahr beziehen (vor allem, wenn man einen langen Zeitraum betrachtet, dann würden die % aber Jahr für Jahr größer werden). Also auch hier ist es meist von Jahr zu Jahr betrachtet.

Und wenn man vom Wirtschaftswachstum 2024 spricht, sollte der Zuwachs eigentlich auf der Basis des BIP vom Vorjahr berechnet sein.

Grundsätzlich sollte/würde es bei einer (sehr) guten Quelle auch dabeistehen.

EDIT: Z.B. hier
"gegenüber dem Vorjahr"
 
600 Mrd über 20+ Jahre sind ein Einnahmeproblem. 323 Mrd (über dem Inflationsausgleich) sind Peanuts.
Was denn jetzt? ;)
Von 323 Mrd bleiben was? Geschätzt 9 Mrd * 23 Jahre = 200 Mrd.

Und nu tu dir das mal rein.
Spätestens seit Beginn der 2000er Jahre lässt sich für den öffentlichen Sektor in Deutschland großflächiger Investitionsstau feststellen, die Bruttoinvestitionen von Bund, Ländern und Gemeinden liegen seit 2001 auf dem niedrigen Niveau von gut zwei Prozent.[7] Zwischen 1996 und 2016 sank der Anteil der investiven Ausgaben am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,5 auf nur noch 2,12 Prozent. Die Mitgliedstaaten der OECD wenden im Schnitt hingegen mehr als drei Prozent für Investitionen auf.[8] Deutschlandweit wird der Investitionsstau auf 1,4 Billionen Euro geschätzt.[9]

Jetzt rechne ich davon dann das "verkonsumierte" raus, dann fehlen immer noch 1.200 Mrd. € an Investitionen.

Also ja, wir haben ein Einnahmeproblem, weil wir kein Geld haben, um den Investitionsstau anzugehen. Da hilft es auch nicht von den 53 Mrd. € bei den Bürgergeldempfänger am Ende 20 oder 30 % zu holen. Es reicht schlicht nicht, wenn nur gestrichen und gespart wird!
 
Jetzt rechne ich davon dann das "verkonsumierte" raus, dann fehlen immer noch 1.200 Mrd. € an Investitionen.
Wenn du deine Zahlen änderst, kann ich nix dafür. Die 600 Mrd kamen von dir. Aber 300+ Mrd (über dem Inflationsausgleich) waren nicht relevant. Jetzt sind es schon 1200 Mrd.

Außerdem sage ich doch überhaupt nicht, dass nur bei Sozialausgaben gespart werden soll (Bürokratieabbau, Anzahl Verwaltungspersonal um 25% kürzen, natürlich auch 25% gerne 35% an Verwaltungstätigkeiten). Und ich sage noch nicht mal, dass man keine Steuer anheben darf (Abschaffen der Ausnahmeatbestände anstelle von Wegnehmen bei Mittelschicht und drunter). Soll ich dir das verlinken hier im Thread oder glaubst du mir das auch so?

Trotzdem darf man auch gerne bei den Sozialabgaben hinschauen, Haushalts-Prioritäten setzen und den Lohn-Nichtarbeitsabstand erhöhen.

Alles zusammen behebt auch die Probleme.

Denn gibt man dem Staat einfach mehr Geld, findet er auch mehr Ausgabemöglichkeiten. Ich hoffe wenigstens da sind wir uns einig.
 
Zum Beispiel bin ich kein Gegner von Entwicklungshilfe. Wenn es dem eigenen Land gut geht. Da es seit einigen Jahren aber nicht der Fall ist, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen weshalb wir Indien und China mit Entwicklungshilfe beglücken müssen!
Entwicklungshilfe ist oft ein Förderkredit, also eine Summe, die in 15-20 Jahren zurückgezahlt wird. Häufig verknüpft mit dem Kauf von Produkten oder Dienstleistungen deutscher Firmen.

Die 5 Milliarden sind Peanuts, wenn alleine seit 2022 die Zinskosten der Bundesschulden um über 20 Milliarden gestiegen sind.


Wer sparen will muss an den Bereich Arbeit und Soziales und das wird bedeuten Renten geringer zu erhöhen und, dass Menschen entsprechend der allgemeinen Lebenserwartung länger arbeiten müssen.

Ist nicht geil, ist aber unvermeidbar bei einer zunehmenden Lebenserwartung:

 
2022 die Zinskosten der Bundesschulden um über 20 Milliarden
Darum sind mehr Schulden ja auch schlecht. Netto weniger (also Schuldentilgung) wäre gut. Dann bekäme man Jahr für Jahr mehr Luft zum Investieren und Verteilen. Aber wie gesagt, hat der Staat Geld zur Verfügung (wie in den vielen guten Jahren), gibt er mehr aus. Daran gewöhnt sich der Staat, und wenn dann das Geld weniger wird, wird gleich nach Schulden gerufen. Natürlich muss auch mal was als Investiton über Schulden finanziert werden. Aber dazu gehört halt auch ein Tilgungsplan. Den gibt es aber nie. Der Tilgungsplan ist, wird schon klappen, im Zweifel, neue Schulden.

Wäre witzig, das mal von nem Insolvenzverwalter oder Schuldenberater vorgestellt zu bekommen, so auf Staatsebene.

EDIT:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Und nochmal zum Bürgergeld und Mieten in München: es gibt Mietobergrenzen! Alles was darüber ist wird vom Regelsatz abgezogen.

Für eine Person ohne Partner ist der Regelsatz 563 Euro.

Davon müssen bezahlt werden:

  • Ernährung,
  • Kleidung,
  • Körperpflege,
  • Hausrat,
  • Haushaltsenergie und
  • persönliche Bedürfnisse.
Könnt ja mal ausrechnen, was dann noch an Monatsende davon übrig bleibt.


Ich finde das ist alles Hetzerei gegen Arme! Zum Glück legt das Gericht die Höhe fest und nicht irgendwelche Populisten.

Eher sollte der Spitzensteuersatz erhöht werden wie er früher war. Und die Vermögenssteuer rauf! Die Reichen können das locker schultern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles was darüber ist wird vom Regelsatz abgezogen.
Und ich liege weit drunter mit meinem Beispiel. Schau in den Link der dir zur Verfügung gestellt wurde, 2100 irgendwas Euro 6 Personen München, mein Beispiel 1800 EUR.

Wenn man vor Fakten die Augen verschließt, ist eine sachlich Diskussion leider nicht möglich.
Ich finde das ist alles Hetzerei gegen Arme! Zum Glück legt das Gericht die Höhe fest und nicht irgendwelche Populisten.
Wovon redest du? Einem anderen Thema? Welche Populisten? Die Caritas, die den Bürgergeld Rechner bereitstellt?

Ich kann dir nicht folgen. Wenn jeder Kommentar zu Sozialleistungen pauschal abgeschmettert wird, einfach weil die Fakten dazu schon (ungeprüft oder sogar überprüft) nicht geglaubt werden wollen, erübrigt sich doch jeglicher Austausch.

Wie gesagt, schade.

Dein Beispiel für eine Person ist ja richtig. Meins für 6 Personen (mein Familiensituation) halt auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du deine Zahlen änderst, kann ich nix dafür. Die 600 Mrd kamen von dir. Aber 300+ Mrd (über dem Inflationsausgleich) waren nicht relevant. Jetzt sind es schon 1200 Mrd.
Die 600 Mrd € will nur die Wirtschaft in den kommenden 10 Jahren sehen. Danach sind dann noch immer 600 Mrd + das was noch hinzukommt in der Pipeline.

Anzahl Verwaltungspersonal um 25% kürzen, natürlich auch 25% gerne 35% an Verwaltungstätigkeiten
Super Idee! Echt mal. Habe ich gleich meiner Frau erzählt. Die hatte Worte für den Ideenhaber, die mir hier 'ne weitere Sperre einbringen würde :)
 
Und ich liege weit drunter mit meinem Beispiel. Schau in den Link der dir zur Verfügung gestellt wurde, 2100 irgendwas Euro 6 Personen München, mein Beispiel 1800 EUR.

Wenn man vor Fakten die Augen verschließt, ist eine sachlich Diskussion leider nicht möglich.

Wovon redest du? Einem anderen Thema? Welche Populisten? Die Caritas, die den Bürgergeld Rechner bereitstellt?

Ich kann dir nicht folgen. Wenn jeder Kommentar zu Sozialleistungen pauschal abgeschmettert wird, einfach weil die Fakten dazu schon (ungeprüft oder sogar überprüft) nicht geglaubt werden wollen, erübrigt sich doch jeglicher Austausch.

Wie gesagt, schade.
Sorry wer behauptet, das Bürgergeldempfänger gleich oder sogar mehr Geld zur Verfügung haben als gut ausgebildete Fachkräfte der ist für mich populistisch!

Bei Mindestlohnempfängern würde ich das ja noch verstehen. Aber nicht bei Fachkräften!
 
Wenn man vor Fakten die Augen verschließt, ist eine sachlich Diskussion leider nicht möglich.
Sorry wer behauptet, das Bürgergeldempfänger gleich oder mehr Geld zur Verfügung haben als gut ausgebildete Fachkräfte der ist für mich populistisch!

 
Sorry wer behauptet, das Bürgergeldempfänger gleich oder sogar mehr Geld zur Verfügung haben als gut ausgebildete Fachkräfte der ist für mich populistisch!
Ich ab sofort als Bürgergeldempfänger würde Geld bekommen wie jemand der 5200 € brutto verdient. Ob du das glauben willst oder nicht. Mich deswegen als Populisten zu bezeichnen ist unverschämt und unredlich, weil die Fakten nunmal so sind. Dir die Mühe zu machen, das kurz mal selbst auszurechnen, über die Onlinerechner der Caritas und einem brutto netto Rechner hast du ja abgelehnt.
 
Zurück