Steuern und Finanzen

verlangt aber nach mehr Steuern
Welches Schweinderl hätten wir denn gerne?
  • Spitzensteuersatz Einkommenssteuer bei Kohls Amtsantritt betrug 56%, Anfang der 90er Senkung auf 53%. Unter Schröder dann Senkung auf 42% und unter Merkel dann das kleine Häubchen Reichensteuer von 45%,
  • Körperschaftssteuer bei Amtsantritt Kohl 56% bei Gewinnausschüttung bzw. 36% bei Thesaurierung. Gegen Ende: 45% bzw. 30%. Unter Schröder dann Absenkung auf einheitlich 25% und unter Merkel auf 15%.
  • Vermögenssteuer wird nicht mehr erhoben
  • Kapitalertragssteuer von einst gekoppelt an den persönlichen Steuersatz, gesenkt auf 25%,
  • eine Erbschaftssteuer, die Quandt und Schlands Oligarchen Familienunternehmen und Reiche kaum bis gar nicht belastet
  • Streichung der Börsenumsatz und Stempelsteuer im Zuge des ersten "Finanzmarktförderungsgesetz"
  • Körperschaftssteuer bei Amtsantritt Kohl 56% bei Gewinnausschüttung bzw. 36% bei Thesaurierung. Gegen Ende: 45% bzw. 30%. Unter Schröder dann Absenkung auf 25% und unter Merkel auf 15%, egal ob thesauriert oder ausgeschüttet.
Und als "Krönung":
Mitten in der Nacht klingelte das Telefon bei Jörg Asmussen. Der Anrufer aus New York, ein Angestellter der Investmentbank Goldman Sachs, wollte von dem Referenten des deutschen Finanzministers wissen, ob er die Mitteilungen aus Berlin richtig verstanden habe. Ob es stimme, dass deutsche Kapitalgesellschaften künftig keine Steuern mehr auf die Gewinne zahlen müssten, die sie beim Verkauf von Aktienpaketen oder ganzen Tochterunternehmen erzielen. Der Beamte bestätigte die Information.
[...]
Das war aber noch die harmloseste Fehleinschätzung bei der Unternehmensteuerreform, wie sich später herausstellte. Vor allem bei den Steuerausfällen hatten sich Finanzminister Hans Eichel und seine Beamten völlig verkalkuliert. Noch im Jahr 2000 kassierte der Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften. Im Jahr darauf, nach dem Inkrafttreten des Reformwerks, brachen diese Einnahmen vollkommen weg. Per saldo mussten die Finanzämter sogar fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen – das hatte es noch nie gegeben. Bis heute bekommt der Staat weitaus weniger Gewinnsteuern als in früheren Jahren. Das Ministerium hatte unterschätzt, in welchem Ausmaß Unternehmen die neu eröffneten Chancen nutzen würden.
 
Und dann reduzieren wir sämtliche Sozialausgaben auf das verfassungsgemäße Existenzminimum.
Entweder das oder irgendwann sagen immer mehr Leute: "Ihr könnt mich mal"
Such's dir aus.
Ich weiß ja nicht, wie du dir das vorstellst, was aus dem Land werden wird, aber absteigen kann mitunter schneller gehen als gedacht.
Ein Hohn sondergleichen.
Der ganze prekäre Arbeitsmarkt mit seinen ganzen Mini- und Midijobs, ist in dem Ausmaß erst im Zuge von Hartz 1 entstanden. Teils auch dadurch, dass massiv vormals SV-pflichtige Stellen abgebaut wurden (u.a. durch den Wegfall gesetzlicher Regulierung).
Und warum? Weil der Bürger es mit sich machen gelassen hat. Nur hört das irgendwann auf.
 
Wie ich schon sagte. Wer im System nicht gewinnen kann, rollt den Würfel und das wollen wir ja nicht, oder?
Besser, die Masse der Arbeitnehmer hat Geld, wie es eine ordentliche Entlastung der Abgaben mit sich bringt - ernsthaft, der Mindestlohn ist nicht zu niedrig, man muss nur mal eben 30% davon abgeben (wobei Arbeitgeberanteile noch nicht ins Bruttogehalt eingerechnet werden) und deshalb ist er so knapp - denn so haben die Möglichkeiten. Ein paar Verlierer gibt es immer, nur haben es gerade die Leute, die üblicherweise kriminell sind, rein von Alter, Geschlecht und körperlicher Verfassung prinzipiell leichter, eine bezahlte Arbeit zu finden.
Da braucht es eben eine starke Justiz, die im Gesetz festgelegte Strafen auch umsetzt und nicht jeden Spielraum und jedes Schlupfloch ausnutzt, um doch wieder Bewährung zu geben. Wenn man mit Arbeit zu bescheidenem Wohlstand kommt und Kriminalität entsprechend bestraft wird, dann funktioniert das auch.
Das Problem ist, durch übermäßige Abgaben kommt man mit Arbeit nicht zwingend zu bescheidenem Wohlstand, sondern muss schon im Bereich Median und aufwärts verdienen, um das zu erreichen. Da liegt das Problem und da drücken die hohen Abgaben den Wohlstand für schlechter Verdienende gleich auf zwei Arten runter, nämlich einmal dadurch, dass sie durch hohe Abgaben selbst weniger Geld haben und dann dadurch, dass Unternehmen hohe Personalkosten haben, die natürlich auf der Rechnung landen.
Es ist hier Pflicht des Staates, seinen Einwohnern die Möglichkeit zu geben, durch Arbeit und in weiterem Sinne auch durch - gerne geförderte - Weiterbildung Geld zu verdienen.
Gleichzeitig sollten sich Arbeitnehmer zusammenraffen und stärker eigenständig bzw. im Verbund ihre Interessen bei den Unternehmen durchsetzen, anstatt das stets nach dem Gesetzgeber geschrien wird, wenn Bezahlung und Arbeitsbedingungen schlecht sind.
Nun, abseits davon halte ich es für fragwürdig vonseiten des Staates, Beschäftigungen unterhalb des Mindestlohnes in dem Ausmaß zu erlauben.
 
Da braucht es eben eine starke Justiz, die im Gesetz festgelegte Strafen auch umsetzt und nicht jeden Spielraum und jedes Schlupfloch ausnutzt, um doch wieder Bewährung zu geben. Wenn man mit Arbeit zu bescheidenem Wohlstand kommt und Kriminalität entsprechend bestraft wird, dann funktioniert das auch.
Wieso sitzen dann die Vorstände der Warburg Bank nicht im Gefängnis oder die Leute von Wirecard?
 
Ist genug in den letzten 35 Jahren zugunsten der oberen Zehntausend verändert worden.
Ein systemisches Problem von Globalisierung und fortschreitender Industrialisierung. Da wird sich auch nichts dran ändern.
Wieso sitzen dann die Vorstände der Warburg Bank nicht im Gefängnis oder die Leute von Wirecard?
Sag du es mir. Ich würde auf Schmiergelder, teure Anwälte und reichlich Vitamin B tippen.
 
Die Kriminalität wird steigen, wenn bei Sozialleistungen gekürzt wird.
Schwarzarbeit? Also aktuell steigt der Umfang trotz der nicht vorhandenen Gruselszenarien.

Auch dadurch gehen Steuern verloren. Und mitunter werden parallel noch Sozialleistungen bezogen (nein, nicht alle, aber sicher ein relevanter Anteil).

Der Schlüssel ist nicht mehr Steuern, sondern keine Ausnahmen (auch keine Pendlerpauschale, aber auch keine Steuererstattung für Spenden usw.). Dann gibt es auch keine Möglichkeit für Reiche, sich um die Steuern zu drücken. Momentan ist das mit genügend Geld völlig legal möglich.
Ebenso für Unternehmen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe es doch verlinkt. Das ist aber nicht das Thema und auch nicht der Schwerpunkt, worum es mir geht. Ich denke, mit den (wahrscheinlich gut gemeinten) Ausnahmen im Steuerrecht, um möglichst viele Einzelfälle abzudecken, machen wir uns die Gerechtigkeit und damit auch die Finanzen kaputt.
 
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Wie wäre es mit dem großen Elefanten im Raum:


Wir könnten massig Geld einsparen, wenn wir nicht so viel davon für illegale Einwanderer ausgeben würden.
 
Und wo bekommt die Afd den Rest der 180 Milliarden Steuergeschenke her?

Keine Ahnung, frag das die AfD. Ich weiß allerdings auch nicht, wie du auf die AfD kommst. Um die ging es doch an keiner Stelle.

Kannst du mir aufschlüsseln, wie das Geld in dem Bereich für welche Posten verteilt ist? Die Zahlen in dem Artikel geben darüber keinen Aufschluss.

Du hast dir die Frage quasi selbst beantwortet.

Lediglich die Bürgergeldkosten für die Ukrainer*innen im Land sind gelistet.

Das ist korrekt.
 
Dann ist das nur eine Zahl ohne Bedeutung.

Es ist eine Zahl die symptomatisch für eine größeres Problem steht. Die illegale Einwanderung und alle damit verbundenen Probleme.

Dinge wie Kriminalität, steigende Mieten, steigende Sozialversichungsbeiträge. All das sorgt für gesellschaftlichen Sprengstoff, wenn das Problem nicht bald angegangen wird.
 
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