Steuern und Finanzen

Nö, primär weil im Konzept der Grünen gar keine "Freigrenzen" vorgesehen sind.
Doch, im Zweifel wird das Geld halt aus dem Land geschafft. Mitunter geht der Besitzer gleich mit.
Die Freibeträge und die Eingrenzung auf "Reiche" ist nur die Reaktion darauf, dass die Idee nicht gut ankam.
Steuererhöhungen kommen nie gut an. Irgendwann kippt das System halt, wenn immer mehr Leute sagen: "Ihr könnt mich mal."
Obwohl die Idee gut ist und sinnvoll.
Die Idee ist einfach nur dämlich. Da wird - wie immer bei den Grünen - auf den normalen Arbeiter gespuckt.
 
Ein normaler Arbeiter hat wohl kaum Zinseinkünfte, die höher sind als der Vorteil wenn der Beitrag zur KV monatlich um 0,5% sinkt.
 
Eine ganze Menge - insbesondere junge - Leute hat heutzutage etwas Geld in Aktien etc.
Zu glauben, dass irgendwelche Beiträge mit Habecks Konzept sinken würden, ist schlicht dämlich. Die Kassen haben praktisch keine Rücklagen mehr. Da mehr Geld reinzupumpen, bringt nicht viel.
Wie immer ist es ein Ausgaben- bis systemisches Problem und der Sozialstaat scheitert schlussendlich an sich selbst.
 
Dann auf zu neuen Abenteuern, z.B. in diese Richtung:
Cooler Spoiler.
Zum Glück nichts bzw wenig mit Rechner. Aber rechnen muss ich doch wie viele Steuern ich abdrücken muss.
Ich werde als gelernter Kaufmann einen kleinen Markstand mit fair gehandelten Produkten Betreiben. Aber es stimmt eine Anleitung gibt es dafür auch nicht. Was die Steuern betrifft welche für mich relevant sind bin ich aber gut informiert. Denke ich. Und nach der ersten Millionen suche ich mir Schlupflöcher.
Oder andersrum, freiwillige Feuerwehr nimmt Berufsfeuerwehr die Arbeitsplätze weg... :D
Interessanter Ansatz.
 
Ironischerweise waren die Zeiten der Koalition aus SPD und FDP, als z.B. die Spitzensteuersätze für Einkommen auf 56% und bei der Körperschaftssteuer auf 56% bei Gewinnausschüttung bzw. 36% bei Thesaurierung erhöht wurden, die Zeiten mit der höchsten Wahlbeteiligung in der Geschichte der Bundesrepublik.
Auch unter Kohl war der Spitzensteuersatz noch deutlich höher als heute.
Aber heutzutage ist das ja ein Tabuthema an das sich niemand herantraut.
 
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Eine ganze Menge - insbesondere junge - Leute hat heutzutage etwas Geld in Aktien etc.
Zu glauben, dass irgendwelche Beiträge mit Habecks Konzept sinken würden, ist schlicht dämlich. Die Kassen haben praktisch keine Rücklagen mehr. Da mehr Geld reinzupumpen, bringt nicht viel.
Wie immer ist es ein Ausgaben- bis systemisches Problem und der Sozialstaat scheitert schlussendlich an sich selbst.
Also auch egal, dann ist die Wahl, auch auf Kapitalerträge zahlen oder mehr zahlen auf Erwerbseinkommen. Ich sage mal für jeden Arbeiter ist die zweite Option nicht besser.
 
Also auch egal, dann ist die Wahl, auch auf Kapitalerträge zahlen oder mehr zahlen auf Erwerbseinkommen. Ich sage mal für jeden Arbeiter ist die zweite Option nicht besser.

Seh ich anders. Wir haben mittlerweile soviele bestbezahlte Bull****-Jobs und Leute die in den Wasserköpfen von Großunternehmen den Po gepudert bekommen, dass es besser wäre höhere Einkommen mehr zu besteuern. Hab wöchentlich mit solchen Leuten zu tun die dann in Video-Konferenzen im Home-Office im Prinzip nichts produktiv leisten und dafür nahezu oder gar über 6 stellig verdienen, nur weil sie mit Vitamin B in diese Position gekommen sind oder sich halt einmal gut verkaufen konnten.

Kapitalerträge dagegen bilden heutzutage mittlerweile quasi die einzige Möglichkeit für viele fürs Alter vorzusorgen. Vor allem diejenigen die sich kein Wohneigentum leisten können. Und wir alle wissen, dass gerade unserer Generationen das müssen; das ist keine optionale Geschichte (außer man möchte später gerne zur Tafel und/oder Flaschen sammeln).

Im Allgemeinen bin ich aber eher dafür erstmal auf der Ausgabenseite den Rotstift anzusetzen bzw. kostenintensive Bürokratie abzubauen. Was z.B. die Krankenkasse angeht sehe ich keine andere Möglichkeit als nur noch eine lebensnotwendige Basisversorgung verpflichtend anzubieten und den heutigen Rest in private Zusatzversicherungen auszulagern. Das wird früher oder später kommen, man wird nicht ewig die Beiträge erhöhen können. Dazu noch 100 Euro Pauschale in Notaufnahmen, welche man zurückerstatte bekommt, wenn es tatsächlich lebensbedrohlich bzw. eine schwere Verletzung/Erkrankung war. Diese Gratis-Mentalität muss endlich aufhören.
 
Seh ich anders. Wir haben mittlerweile soviele bestbezahlte Bull****-Jobs und Leute die in den Wasserköpfen von Großunternehmen den Po gepudert bekommen, dass es besser wäre höhere Einkommen mehr zu besteuern. Hab wöchentlich mit solchen Leuten zu tun die dann in Video-Konferenzen im Home-Office im Prinzip nichts produktiv leisten und dafür nahezu oder gar über 6 stellig verdienen, nur weil sie mit Vitamin B in diese Position gekommen sind oder sich halt einmal gut verkaufen konnten.

Kapitalerträge dagegen bilden heutzutage mittlerweile quasi die einzige Möglichkeit für viele fürs Alter vorzusorgen. Vor allem diejenigen die sich kein Wohneigentum leisten können. Und wir alle wissen, dass gerade unserer Generationen das müssen; das ist keine optionale Geschichte (außer man möchte später gerne zur Tafel und/oder Flaschen sammeln).

Im Allgemeinen bin ich aber eher dafür erstmal auf der Ausgabenseite den Rotstift anzusetzen bzw. kostenintensive Bürokratie abzubauen. Was z.B. die Krankenkasse angeht sehe ich keine andere Möglichkeit als nur noch eine lebensnotwendige Basisversorgung verpflichtend anzubieten und den heutigen Rest in private Zusatzversicherungen auszulagern. Das wird früher oder später kommen, man wird nicht ewig die Beiträge erhöhen können. Dazu noch 100 Euro Pauschale in Notaufnahmen, welche man zurückerstatte bekommt, wenn es tatsächlich lebensbedrohlich bzw. eine schwere Verletzung/Erkrankung war. Diese Gratis-Mentalität muss endlich aufhören.
Ich weiß nicht wie Deine private Rentenversicherung ist, aber meine schüttet nichts vor Renteneintritt aus. Deswegen ist das Thema Rente imho kein Grund es nicht zu machen.

Wir brauchen als Staat viel Geld um soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu schaffen, das Geld muss der Staat sich holen und da muss er, außer bei den Ärmsten der Gesellschaft, jeden belasten. Starke Schultern natürlich noch viel mehr als bisher.
 
Indem man die staatliche Versorgung aufs notwendige Minimum (Brot, Bett und Seife) reduziert und so sehr viel mehr vom Brutto übrig bleibt.
 
Indem man die staatliche Versorgung aufs notwendige Minimum (Brot, Bett und Seife) reduziert und so sehr viel mehr vom Brutto übrig bleibt.
Du meinst also, wenn man kürzt, müssen die Arbeitnehmer weniger Sozialabgaben zahlen?
Was ist mit den Arbeitslosen? Denen das Geld kürzen, bringt die Gesellschaft voran?
Was ist mit den Aufstocken? Was ist mit den Kindern?
Was machst du mit dem Bundesverfassungsgericht? Abschaffen?
 
Du meinst also, wenn man kürzt, müssen die Arbeitnehmer weniger Sozialabgaben zahlen?
Wo soll der Fehler sein?
Was machst du mit dem Bundesverfassungsgericht? Abschaffen?
Wie kommst du jetzt auf den Quark? Gerichte sind ein essenzieller Teil der Sicherheit, sprich staatlicher Aufgaben.
Leute über das notwendige Maß durchzufüttern zählt nicht dazu. Es ist nicht Aufgabe des Staates, schlechte Lebensentscheidungen abzufangen.
Der Staat soll den Leuten ein Bett, was zu essen und die erforderlichen Hygienemöglichkeiten geben. Wenn sie mehr wollen, dann sollen sie was dafür leisten.
 
Du meinst also, wenn man kürzt, müssen die Arbeitnehmer weniger Sozialabgaben zahlen?
Was ist mit den Arbeitslosen? Denen das Geld kürzen, bringt die Gesellschaft voran?
Was ist mit den Aufstocken? Was ist mit den Kindern?
Was machst du mit dem Bundesverfassungsgericht? Abschaffen?
+ Sozialhilfe für pflegebedürftigen Menschen deren Rente nicht für einen Pflegeplatz reicht und das wäre fast jeder :ugly:
 
Das mal wieder angestimmte Jammerlied über eine angeblich unerträgliche hohe Last entbehrt nicht einer gewissen Ironie angesichts dessen, dass z.B. die durchschnittliche kombinierte Belastung aus Körperschaftssteuer, Soli und Gewerbesteuer von 59,27% im Jahr 1991, auf 29,83% gesunken. Im gleichen Zeitraum hat sich das BIP verdoppelt und die Gewinne deutscher Kapitalgesellschaften verdreifacht. Wenn man sich dann noch vom Statistischen Bundesamt die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Arbeitsunterlage Investitionen anschaut, überkommt einem das kalte Grausen. Vollgefressen und fett ist die Wirtschaft und verlangt trotzdem immer dreister nach Nachschlag. Gleichzeitig wird die Infrastruktur seit fast drei Jahrzehnten auf Verschleiß gefahren und notwendige Investitionen, auch im Bereich Bildung und Soziales, nicht getätigt, weil man ja angeblich die Unternehmen und Reichen zu sehr schröpfen würde und irgendwelche scheuen Rehe verscheuchen könnte.

Wenn sie mehr wollen, dann sollen sie was dafür leisten.
Ein Hohn sondergleichen.
Der ganze prekäre Arbeitsmarkt mit seinen ganzen Mini- und Midijobs, ist in dem Ausmaß erst im Zuge von Hartz 1 entstanden. Teils auch dadurch, dass massiv vormals SV-pflichtige Stellen abgebaut wurden (u.a. durch den Wegfall gesetzlicher Regulierung). Das ganze wurde etwas später noch durch Hartz 4 flankiert, wo jeder der sich weigerte Prekär beschäftigt zu sein, die Sanktionskeule bekommen hat. Einhergehend mit diesem prekären Arbeitsmarkt auch indirekt Milliardengeschenke an die Wirtschaft. Denn die Prekären mussten und müssen aufstocken, damit sie überhaupt über die Runden kommen.
Und wenn man schon bei Leistung ist: Welche Leistung steht eigentlich dahinter, dass im Zuge von Riester und Rürup bis heute anhaltende Milliardengeschenke an die private Versicherungswirtschaft geleistet werden, während gleichzeit das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung immer weiter abgesenkt wurde?

Wir brauchen als Staat
Schreibst du jetzt schon im Pluralis Majestatis?

Wie viele sind denn eine ganze Menge?
Eine Antwort wirst du darauf genauso wenig wie ich gestern bekommen. Denn für solcherlei Weltbilder gibt es keine Quellenangaben und die, die mit ihnen schwanger gehen, denken nicht im Traum daran solche zu haben. Das ist der rote Faden, der sich in diesem Teil des Forums durch fast alle "Diskussionen" zieht.
 
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Vollgefressen und fett ist die Wirtschaft und verlangt trotzdem immer dreister nach Nachschlag.
Der Staat noch mehr, verlangt aber nach mehr Steuern und mehr Schulden. Eine Entwicklung wie bei den staatlichen Einnahmen würde sich jeder Arbeitnehmer wünschen. Leider wird direkt alles an diesen Gelder vom Staat verkonsumiert.

Denke eine finanzielle Schlankheitskur würde der Bürokratie und den Ministerien durchaus guttun.

Und die sonstigen Ausflüge in (durchaus spannende) angrenzende Themenbereiche führen doch nur zur Threadschließung...

Und bitte, selbst wenn hier unterschiedliche Auffassungen vertreten werden, seid nett zueinander.

Hier mal die kassenmäßigen Steuereinnahmen (Gesamtsumme) anschauen.
 
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