Special Steam unter Linux: Mehr Leistung durch Proton-Startoptionen

langsam entwickelst Du dich zu einem guten Linuxer
Ich hab doch nur aus dem Artikel von Sven copy/pasted und auf tolle Ratschläge/Tipps von RetroSchrauber gehört.
Hab eigentlich gar nix gemacht. :D
Aufgeben ist niemals eine Option
Schon. Wenn nix anderes mehr gehen würde.
Aber es geht ja immer was! ^^
nun ein Kühles Bierchen
Ich bin ja 'n knallharter .... Bierchen ... pff ...
Ich hab meiner Frau 'n alkoholfreien Sekt geklaut, weil ich mal was anderes, mit Geschmack haben wollte. ;) Irgend so ein Beerenzeugs. Is wohl gerade Hip. Keine Ahnung.

Trinkt keinen Alkohol, raucht nicht, nehmt keine Drogen!
Ja gut ... päpstlicher als der Papst sollt ihr auch nicht leben. Aber übertreibt's nicht. ;) Die Dosis macht das Gift.
Ist es beim Zocken zu sehen/spüren?
Da ich ja schon in meinen 1% lows im flüssigen Bereich bin ... nicht wirklich. :D
Bin da ehrlich.

Will das aber haben. :) Besser haben, als brauchen.
Wer weiß ... vielleicht rettet es mir manchmal ein paar ms. :-)

Edit:

Vorhin mal wieder Vein (v0.02) angetestet:

Versuche da noch passende Settings mit Lumen/Nanite "on" hinzukriegen.
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Soll ja noch flüssig laufen.

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Lief insgesamt schon ganz gut.
Mal schauen, was ich an Optionen noch etwas hochschrauben kann, ohne zu viel FPS-Kosten.

PS: Schätze UE5 Spiele werden in naher Zukunft immer häufiger wichtig.
Hat ja auch interessante Techniken, mit Lumen/Nanite usw.
Da sehen einfachste Billig-Indie-Games allein durch die Beleuchtung usw. schon ganz gut aus, bzw. bieten gute Atmosphäre.

Edit: So ... werd' jetzt mal noch paar Optionen hochdrehen. :) N8 !
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin ja 'n knallharter .... Bierchen ... pff ...
Es soll ja auch alkoholfreies geben. ;) Knall ich mir auch immer rein. Dauert, bis mensch davon was spürt :ugly:

Da ich ja schon in meinen 1% lows im flüssigen Bereich bin ... nicht wirklich. :D
Bin da ehrlich.
Okay, es soll ja dann helfen, wenn bildverzögernde Zwischenbilder generiert werden - bei MFG von Nvidia bspw.. Gibt es da eigentlich ein AMD Pendant zu, mh ...

Trinkt keinen Alkohol, raucht nicht, nehmt keine Drogen!
Ja gut ... päpstlicher als der Papst sollt ihr auch nicht leben. Aber übertreibt's nicht. ;) Die Dosis macht das Gift.
Jepp. Definitiv!
 
Ja den ersten Satz würde man wohl Clickbait nennen, wenn er in der Überschrift wäre.

Prinzipiell würde ich sagen: Radeon 6000er Reihe: Aussage fast immer korrekt. Neuere Radeons: Aussage oft korrekt, aber nicht immer. Nvidia Karten: Aussage definitiv falsch
Ich melde mich mal mit einer 3060ti. Hier laufen die Spiele mindestens gleich schnell wie unter Windows 10, einige auch ca. 10% schneller.(Baldurs Gate 3, Void Crew, Anno 1800 z.B.) Ich zocke in 4k, wenn möglich mit 60 FPS und HDR. Meist keine Shooter. Nutze Nobara mit proprietären Treibern. Mein Beweggrund waren Sicherheitsupdates, da win11 meine CPU nicht unterstützt. Somit kann ich noch eine Weile auf dem System zocken, bis ein Spiel kommt, dass mehr benötigt. Ob ich dann ein neues System kaufe oder GeForce Now verwenden werde weiß ich noch nicht.
 
Ich fände einen Artikel/Test ganz toll, der sich mit spielen unter Linux beschäftigt, aber ohne Steam und ohne Proton. Sprich, wie gut ist Linux für sich geeignet und nicht irgendwelche Drittanbietersoftware?
Interessant, dass von Linux immer so viel gefordert wird. An anderer Stelle wird aber auch wenn man über die ganze unnötigen Programme bei Win meckert natürlich zu dritt Hersteller Software greift um sich diesen bequem zu entledigen. Zur Installation wird ja zu Rufus geraten, meines wissens ebenso keine MS Software.
Btw die Games welche nativ auch für Linux angeboten werden performen ganz hervorragend. Die Auswahl dieser ist zugegebener Maßen nicht wirklich groß im Vergleich zu Games welche für Windows entwickelt wurden.
Btw ich sehe im übrigen kein Problem damit Drittanbietersoftware zu nutzen damit auch diese Games funktionieren. Bei anderen OS ist es doch auch völlig normal, dass Drittanbieter Software verwendet wird um teilweise seine Hardware überhaupt nutzen zu können.
Aber ja ein Test von Games welche jeweils Nativ auf Linux als auch auf Win laufen wäre schon mal interessant.
 
Spieler, doe ihrem Hobby unter Linux nachgehen, wissen, dass die meisten Windows-Spiele dank Proton auf dem freien Betriebssystem mindestens genauso schnell laufen. Mittels gezielter Startoptionen ist unter Steam noch deutlich mehr drin.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Steam unter Linux: Mehr Leistung durch Proton-Startoptionen

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
PROTON_ENABLE_WAYLAND=1
das sollte in der Tabelle berichtigt werden, bevor einer weint.
 
Interessant, dass von Linux immer so viel gefordert wird. An anderer Stelle wird aber auch wenn man über die ganze unnötigen Programme bei Win meckert natürlich zu dritt Hersteller Software greift um sich diesen bequem zu entledigen. Zur Installation wird ja zu Rufus geraten, meines wissens ebenso keine MS Software.
Woher nimmst du das "gefordert"?
Von mir jedenfalls nicht. Nicht umsonst hatte ich geschrieben, dass ich einen solchen Test toll fände und nicht kritisiert dass dieser Test nicht so stattgefunden hat.
Soll doch jeder nutzen was er mag. Ich mag Valve eben nicht.
Btw die Games welche nativ auch für Linux angeboten werden performen ganz hervorragend. Die Auswahl dieser ist zugegebener Maßen nicht wirklich groß im Vergleich zu Games welche für Windows entwickelt wurden.
Das irritiert mich jetzt etwas, weil hier schon aussagen darüber kamen, dass sie nicht sonderlich gepflegt werden.
Btw ich sehe im übrigen kein Problem damit Drittanbietersoftware zu nutzen damit auch diese Games funktionieren. Bei anderen OS ist es doch auch völlig normal, dass Drittanbieter Software verwendet wird um teilweise seine Hardware überhaupt nutzen zu können.
Aber ja ein Test von Games welche jeweils Nativ auf Linux als auch auf Win laufen wäre schon mal interessant.
Was für Software ist denn nötig um auf Windows etwas zu spielen? Das geht eigentlich schon direkt nach der Windowsinstallation. Meinst du Netzwerktreiber? Ich denke, da nehmen sich beide Systeme nicht viel.

Irgendwer hatte es schon geschrieben. Es wäre so einfach, wenn einfach vermehrt mit Vulcan gearbeitet werden würde...

Ich für mich, sehe aktuell keines der beiden Betriebssysteme im Vorteil. Wo Windows durch Jahrzehnte der Gewöhnung den Leuten den Start leichter macht, ist ein aufgeräumtes Linux wiederum viel ressourcenschonender und lässt einem mehr Freiheit darüber zu bestimmen was man auf der Platte hat und was nicht.
Windows ist ausgereift und funktioniert, ist aber auch langweilig geworden. Linux hingegen entwickelt sich gerade prächtig und macht Spaß. Also in meinen Augen Gleichstand.

Alte Hardware könnte noch ein Punkt für Linux sein, aber wie du selbst schon meintest, gibt es tools wie Rufus, die das auch unter Windows ermöglichen. Da bin ich aber raus. Bei mir gibts regelmäßig neue Hardware weil ich viel zu gern bastel. Noch lieber als zu spielen.
 
Valve ist der Grund warum wir heute DRM haben und es überhaupt zu sowas wie kernelaccess Lösungen kommen konnte und ich fände es sehr schade wenn Linux auch dahin gebracht wird.
Btw: DRM gab es auch schon vor Steam und auch nach dem Erscheinen von Steam gab es abseits davon DRMs, bei denen teilweise auch schon der GAU eingetreten ist. Ich habe hier z.B. eine Borderlands GOTY auf Discs rumstehen, die unbenutzbar ist, weil der DRM-Server für die Keyeingabe down ist.

Prinzipiell teile ich die Einstellung und versuche jetzt auch wieder vermehrt DRM-freie Angebote zu nutzen, aber Valve die gesamte Verantwortung in die Schuhe zu schieben, geht schon ein bisschen weit.
Ich mag Valve eben nicht.
Ich mag Microsoft auch nicht. Aber wenn ich jetzt jede freie Software ablehnen würde, bei der die mal mitgemischt haben, müsste ich wohl so was wie TempleOS nutzen. ;)
Oder Google. Aber ein Android, das von den Abhängigkeiten von Google-Diensten befreit wurde, ist nun mal aktuell, zumindest für mich, der beste Kompromiss.
 
weil hier schon aussagen darüber kamen, dass sie nicht sonderlich gepflegt werden.
Die sind nicht von mir. Btw z.B. X-Plane wird hervorragend von Laminar Research gepflegt.
Woher nimmst du das "gefordert"?
Weil das hier immer wieder aufkommt was Linux doch können muss. Das dieses nicht von Dir persönlich kam

wollte ich mit Deinem Zitat auch nicht ausdrücken.
Das geht eigentlich schon direkt nach der Windowsinstallation.
Eigentlich, ja eigentlich sollte es so sein. Ist auch grundsätzlich so, irgendwie.
Es wäre so einfach, wenn einfach vermehrt mit Vulcan gearbeitet werden würde...
Sehe ich übrigens auch so.
Alte Hardware könnte noch ein Punkt für Linux sein, aber wie du selbst schon meintest, gibt es tools wie Rufus, die das auch unter Windows ermöglichen.
Eventuell für die Hardware. Bei Software kann das ab und an recht frustrierend sein. Habe gerade für mein 24 Stunden Blutdruck Messgerät auf einem Uralt Laptop WinXp installiert damit ich dessen Software nutzen kann. Da hatte ich wiederum keine Lust da rum zufrickeln. Wegen meinen Blutdruck und so. :ugly:
 
Ich fände einen Artikel/Test ganz toll, der sich mit spielen unter Linux beschäftigt, aber ohne Steam und ohne Proton. Sprich, wie gut ist Linux für sich geeignet und nicht irgendwelche Drittanbietersoftware?
Schlecht, seit es Proton gibt, gibt es noch weniger native Linux Games von Drittanbietern. Macht aber auch keinen Sinn ohne Proton, dieses kannst auch ohne Steam nutzen.
 
...seit es Proton gibt, gibt es noch weniger native Linux Games von Drittanbietern...
Genau das finde ich schon super schade und ich bin mir sicher, dass es Valve mindestens einmal versuchen wird, Proton an SteamOS zu binden. Jetzt ist Proton ja die Weiterentwicklung von Wine, wie wir wissen, was sich seitdem quasi nicht mehr eigenständig entwickelt. Was denkt ihr, wie viele User es geben wird die sagen werden, komm, nehmen wir Proton just mal gerade eben auseinander und setzt wieder dort an, wo Wine geendet hatte damals?
Das wird eine Hürde darstellen und so wie User heute schon vor dem Wechsel Windows --> Linux zurückschrecken aus Gewohnheit/Bequemlichkeit, denke ich, wird es dann auch sein. Der Code wird zugänglich sein, aber machen wird es kaum einer, da es einfacher ist einfach STeamOS zu nutzen, statt eine andere Distribution mit einem neu aufgebauten Wine zu versehen.
 
Genau das finde ich schon super schade und ich bin mir sicher, dass es Valve mindestens einmal versuchen wird, Proton an SteamOS zu binden. Jetzt ist Proton ja die Weiterentwicklung von Wine, wie wir wissen, was sich seitdem quasi nicht mehr eigenständig entwickelt. Was denkt ihr, wie viele User es geben wird die sagen werden, komm, nehmen wir Proton just mal gerade eben auseinander und setzt wieder dort an, wo Wine geendet hatte damals?
Das schlimmste, was Valve machen könnte, wäre, Proton nicht mehr quelloffen weiterzuentwickeln. Was schon da ist, können sie aber nicht wieder wegnehmen und die Weiterentwicklung ab dem Stand können sie auch nicht unterbinden.
Das wird eine Hürde darstellen und so wie User heute schon vor dem Wechsel Windows --> Linux zurückschrecken aus Gewohnheit/Bequemlichkeit, denke ich, wird es dann auch sein. Der Code wird zugänglich sein, aber machen wird es kaum einer, da es einfacher ist einfach STeamOS zu nutzen, statt eine andere Distribution mit einem neu aufgebauten Wine zu versehen.
Nicht nur der Code ist zugänglich, es gibt auch Releases, die man relativ unkompliziert nutzen kann. Ich denke auch mal, dass sich bei einem entsprechenden Bedarf jemand erbarmen und das noch weiter vereinfachen wird.
 
Was denkt ihr, wie viele User es geben wird die sagen werden, komm, nehmen wir Proton just mal gerade eben auseinander und setzt wieder dort an, wo Wine geendet hatte damals?
Och so unwahrscheinlich wäre dieses in einem solchen Fall nicht einmal. Es täte übrigens ein User reichen der sich die Mühe macht.
Aber Wine wird ja weiterhin aktuell gehalten. Die letzte Version 11.3 ist vom 20.02.2026. Also praktisch taufrisch. Auch sieht es nicht so ais das das WineHQ verweist wäre.
 
Jetzt ist Proton ja die Weiterentwicklung von Wine, wie wir wissen, was sich seitdem quasi nicht mehr eigenständig entwickelt.
Zumindest Änderungen an Wine müssen laut Lizenz wieder als OpenSource zurückgegeben werden, bei eigenen Code müsste das Valve aber nicht.
Was denkt ihr, wie viele User es geben wird die sagen werden, komm, nehmen wir Proton just mal gerade eben auseinander und setzt wieder dort an, wo Wine geendet hatte damals?
Ne das wird nix, erst als Valve sich dem annahm, nahm Gaming unter Linux so richtig fahrt auf. Die Community vorher war einfach zu zerstreut und jeder wollte seinen eigenen Kopf durchsetzen. Man muss einfach mehr zusammenarbeiten, die zig Distros helfen hier auch nicht gerade aber die Gründung der Open Gaming Collective gibt hier zusätzlich Hoffnung.
Das wird eine Hürde darstellen und so wie User heute schon vor dem Wechsel Windows --> Linux zurückschrecken aus Gewohnheit/Bequemlichkeit, denke ich, wird es dann auch sein. Der Code wird zugänglich sein, aber machen wird es kaum einer, da es einfacher ist einfach STeamOS zu nutzen, statt eine andere Distribution mit einem neu aufgebauten Wine zu versehen.
Die meisten user wollen einfach ein fertig konfiguriertes OS und nichts herumstellen. Es spricht ja nichts dagegen eine Standard Linux Distro für den Normalo zu schaffen und der Poweruser darf weiterhin herumbasteln. SteamOS ist da schon was besonderes da man sogar eine Zertifizierung geschaffen hat und viele Entwickler auch stolz darauf sind diese zu erhalten. Das muss man Valve schon zugute halten
 
Jetzt ist Proton ja die Weiterentwicklung von Wine, wie wir wissen, was sich seitdem quasi nicht mehr eigenständig entwickelt. Was denkt ihr, wie viele User es geben wird die sagen werden, komm, nehmen wir Proton just mal gerade eben auseinander und setzt wieder dort an, wo Wine geendet hatte damals?
Proton nutzt selber auf Wine, DXVK usw.
Eine Proton Version ist im Grunde eine Zusammenstellung diverser Softwarepakete mit einigen eignen Anpassungen.
Viele Änderungen werden an die entsprechen Projekte bei denen man sich bedient weitergegeben, soweit von diesen akzeptiert.
Es gibt doch schon jetzt etliche Custom Proton Versionen wie ProtonGE oder proton-cachyos.
 
Jetzt ist Proton ja die Weiterentwicklung von Wine, wie wir wissen, was sich seitdem quasi nicht mehr eigenständig entwickelt.
Wie kommst du denn darauf? Wine ist sehr aktiv:


Und selbst das aktuelle Proton 10 nutzt sogar noch eine "alte" Wine 10.0 Version, aktuell ist halt 11.x.
 
kann man eigentlich auch dieses neue framegen vom AMD mittlerweile unter Linux nutzen ?
ich geb mal nen bsp, bei Borderlands 4 wenn man dieses intrigierte framegen nutzt und zb seinen Schatten auf den Boden beobachtet sind das immer so zwei schatten (einer der nach zieht ) und unter Windows kann man ja über die Treiber Software quasi auf dieses neu framegen hoch stufen/aktivieren bei unterstützten spielen und hab das mal getestet und damit schien das in Borderlands 4 dann vernüftig zu laufen .
gibt es unter Linux auch die möglichkeit das zum laufen zu bringen per Startoption oder per optiscaler ?
 
Genau das finde ich schon super schade und ich bin mir sicher, dass es Valve mindestens einmal versuchen wird, Proton an SteamOS zu binden. Jetzt ist Proton ja die Weiterentwicklung von Wine, wie wir wissen, was sich seitdem quasi nicht mehr eigenständig entwickelt.
Ich habe das Gefühl, dass du den Open Source Prozess und Proton an sich nicht so ganz verstehst. Proton ist keine "Weiterentwicklung" von Wine. Proton ist eine Sammlung von verschiedenen (open source) Tools mit ein paar extra Anpassungen von Valve oben drauf - das inkludiert Wine, aber auch Translation Layers wie vkd3d, dxvk und media en/decoder (ffmpeg, gstreamer) und VR runtimes und...
Der Vorteil von Proton ist dass all diese Teile vorkonfiguriert, spezifisch auf Spielkompatibilität geliefert werden (während zB Wine mehr allgemein "Windows Software" anvisiert). Proton an sich ist nichts "besonderes" oder "neues" und man kann mehr oder weniger dieselben Ergebnisse erhalten indem man ausschließlich die upstream Projekte verwendet (mit dem kleinen Sternchen von den paar noch nicht upstream Änderungen von Valve - aber Valve hat bisher einen guten track record diese Änderungen relativ bald in upstream zu bringen sofern sie anwendbar sind).

Die Existenz von Proton stoppt die Weiterentwicklung von den upstream Projekten nicht - Wine bekommt weiterhin Updates (mit vielen Änderungen von Valve, ja, aber bei weitem nicht nur von Valve). Worauf sich die Aussage beruht, dass Wine sich "quasi nicht mehr eigenständig entwickelt" verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Im Gegenteil, Wine ist ein so integraler Bestandteil von Proton dass sich die Versionsnummer (Proton 9, 10, 11, ...) direkt auf die unterliegende Wine Version bezieht. Wenn Valve Proton 11 veröffentlicht ist das nicht "der nächste Schritt mit dem Valve Wine zurücklässt" sondern im Gegenteil, Valve updated auf die neue Wine 11 Version (die bereits seit 9. Januar raus ist). Sogesehen hinkt Proton hinter Wine her, nicht umgekehrt.

Und im selben Zug kann Valve nicht einfach "Proton an SteamOS binden". Proton ist eine Ansammlung an verschiedenen Open Source Tools und ist selbst ebenso Open Source. Selbst wenn wir davon ausgehen dass Valve ab morgen Proton auf einmal hinter verschlossenen Türen weiterentwickelt (was die Lizenzen der upstream Projekte sowieso nicht erlauben) dann ist alles was sie bisher gemacht haben weiterhin offen. Valve kann niemals das was sie bisher veröffentlicht haben wieder zurücknehmen! Valve kann ebenso niemals unterbinden dass ich die öffentlich zugänglichen Dateien auf einer anderen Distribution als SteamOS runterlade und verwende. Und selbst wenn Valve irgendeinen magischen Code "der macht dass Proton nur auf SteamOS funktioniert" in Proton hinzufügt (was potentiell auch gegen die Lizenzbedingungen verstoßen könnte, aber ich bin kein Anwalt also wer weiß) kann Valve nicht unterbinden dass ich (oder, wahrscheinlicher, Distro Maintainer) diesen Code wieder entfernen. Und selbst wenn Valve magisch aus dem ganzen Internet und von jedem Computer weltweit jegliche Version von Proton löschen würden dann sind die allermeisten Änderungen und Verbesserungen der letzten Jahre nicht exklusiv in Proton, sondern größtenteils bereits im upstream wie zB Wine, dxvk, usw.

Klar, es ist immer besser wenn mehr Firmen kollaborieren weil es schon möglich ist, dass eine (oder wenige) Firmen alleine zu stark die Richtung eines Projektes angeben können in eine die ihnen hilft, aber eben nicht unbedingt der Allgemeinheit. Aber Wine hat mMn eine gesunde Bandbreite and Entwicklern auch abseits von Valve und... selbst du scheinst ja Proton als Technologie zu mögen, nur eben nicht dass es von Valve ist. Entsprechend scheint ja das Ziel (zumindest in technischer Sicht) mit "unserem" (= Spiele gut spielen zu können) zu überschneiden.

Das ist doch das schöne an Open Source - ich muss die Leute/Firmen/... die kollaborieren nicht mögen, aber ich kann daran glauben dass sie in ihrem eigenen Interesse arbeiten: "Wir verwenden Tool XY das open source ist und wollen dass es für unser Profitgeschäft besser ist. Der einfachste Weg dafür ist diese Verbesserungen zu machen und sie dem upstream zu geben weil wir sie dann nicht mal mehr Instandhalten müssen". Open Source ist die Verkörperung von Interessen aneinander ausrichten. Wir wollen bessere Software für die Allgemeinheit und die Firma will bessere Software um mehr Geld zu machen. Beide dieser Ziele werden mit derselben Aktion erreicht: Open Source Kollaboration. Ich mag Microsoft, Google, Meta, Bytedance, ... auch absolut nicht, freue mich aber wenn sie Verbesserungen in den Linux Kernel, ffmpeg, ... beitragen. Weil ich eben auch davon profitiere und selbst wenn sie eines Tages aufhören das zu tun, können sie ihre bisherigen Verbesserungen nicht mehr zurück nehmen.

Sorry für diesen super langen Text, aber ich hoffe es war doch verständlich und lesbar.
 
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