AW: Steam: Änderungen an der Geschenkfunktion sorgen für Kritik
Er ist der Meinung das ich ein Vielverdiener bin, der nicht bereit ist sein Geld in lokale Preise zu investieren und damit dazu beiträgt das bald keine AAA Spiele mehr erscheinen.^^ Dem stimmst zu, anhand von welcher Grundlage bitte?
Ich weiß nicht, wieso Du das so sehr auf Dich persönlich bezogen hast. Tatsache ist, dass verglichen mit den Menschen in den Ländern, in denen Spiele deutlich günstiger angeboten sind, hier alles "Vielverdiener" sind, sogar der H-IV Empfänger.
@Globalisierung
Du hast Recht, dass ist wirklich ein massives und komplexes Thema aber eines möchte ich noch loswerden. Das Volkswirtschaften davon profitieren halte ich für fragwürdig. Unternehmen agiern global wie Heuschrecken. ja ich weiß, böses Wort aber das beschreibt es ganz gut. Sie bleiben so lange in einem Land bis die Lohnkosten soweit angestiegen sind das die festgelegten Gewinnmargen nicht mehr eingehalten werden können. Dann ziehen sie einfach weiter in das nächst günstigere Land. Was hat dann das Land, wo ganze Regionen sich auf die großen Arbeitgeber eingestellt haben und nun mit massiver Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben, davon? Wenn dann profitieren diese Ländern temporär aber nicht nachhaltig und wem nutzt das dann außer den Unternehmen welche Subventionen und Billiglöhne abgreifen und diese dann zu lokalisierten Preisen für maximalen Gewinn anbieten, "unabhängig" von den Produktionskosten? Ist das gerecht? Also, warum sollte dann der geneigte Endverbraucher nicht im gleichen Maße von der Globalisierung profitieren?
Welche Länder, die ehemals Billiglohnländer waren, kämpfen heute mit einer so hohen Arbeitslosigkeit? Japan? Südkorea? Taiwan? Indien? China?
Mal ganz grundsätzlich, weil es mich stört, wenn Leute immer auf die Globalisierung schimpfen und dabei immer auf
andere Menschen zeigen, als wären sie selbst nicht betroffen.
Denn: Fasst bitte zuerst an Eure EIGENEN Nasen. Wir alle hier, jeder einzelne von uns, ist ein "Globalisierer". Warum? Nun, "Globalisierung" bedeutet letztlich nichts anderes als möglichst viel Erfolg/Ertrag/Vorteil etc. für sich zu erreichen bei möglichst geringen Einsatz von Kosten/Aufwand/Arbeit.
Fast alle Menschen ticken ganz genau so. Ja, seid ehrlich zu Euch selbst. Zeigt nicht mit dem Finger auf andere! Ihr beschwert Euch über die bösen Konzerne, die die Globalisierung für sich nutzen, und reklamiert aber gleichzeitig für Euch, dass ihr natürlich gefälligst aber das Spiel billig für Euch aus dem Ausland ohne jede Mühe und Nachteil importieren wollt. Das ist doch schizophren!
Wenn ihr wirklich gegen die Globalisierung, oder besser, gegen die Ausnutzung von anderen, ärmeren Völkern und das Ausschlachten der Ressourcen der Erde sein wollt, dann müsstet ihr ganz anders leben. Konsum auf das Minimum und auf rein lokal produzierte Produkte beschränken. Also eigentlich nur lokal hergestellte Kleidung und Lebensmittel, sonst nix. Denn nahezu alles (auch Autos) wird heute aus Einzelteilen hergestellt, die weitestgehend in Asien produziert werden. Und damit profitiert hier jeder einzelne von uns von der Globalisierung, und zwar ganz massiv. Und unterstützt sie auch.
Was würde es aber bedeuten, wenn wir das von heute auf morgen ändern würden? Ginge es den Leuten in Asien und Afrika dadurch besser? Wohl eher nicht, oder?
Wenn man die Welt retten wollte, müsste man schlagartig 9/10tel der Menschheit auslöschen. Oder von der Erde wegschaffen. Denn Umerziehen in ein genügsames, nur das notwendigste konsumierendes, soziales, immer gerechtes und faires Lebewesen, dass nur die gesamte Weltgemeinschaft, nicht aber sich selbst in den Vordergrund stellt, wirst Du die Menschen ganz sicher nicht. Dazu müsstest Du unsere Gene komplett auf den Kopf stellen.