Ich hoffe, dass alle, die nach dem CP-2077-Desaster noch vorbestellen, am Ende leise weinen. Manche Leute lernen es wohl nie.
Ich werde, sollte es verbuggt bis zur Unspielbarkeit sein, gar nicht weinen. Ich bestelle manche Spiele vor - ja, ich oute mich. Das liegt bei mir an 2 Gründen - entweder ist es Nostalgie-Hoffnung (Jagged Alliance 3 zum Beispiel, ich WILL, dass das Spiel so gut wird, wie die Vorschauen suggerieren, weil JA2 einfach einen guten Nachfolger verdient) oder manche Entwickler haben mich in der Vergangenheit gut genug unterhalten, um die Vorschusslorbeeren zu verdienen. Da gehört für mich Bethesda dazu. Mir geht es bei Spielen (seltsam, ich weiß) nämlich um Spaß haben. Wenn Spiele verbuggt sind ist das doof - aber wenn ich dennoch unterbrechungsfrei in der Lage bin, die Spiele zu spielen und Spaß dabei zu haben, dann sehe ich keinen Grund für einen Shitstorm. Und alle Bethesda-Spiele, von denen ich einen Großteil direkt zu Release gespielt habe, haben mich großartig unterhalten (außer F076). Sollte das einmal (unabhängig vom Publisher) nicht der Fall sein, wirds halt refunded. Aber tatsächlich habe ich in den letzten 10-15 Jahren kein einziges Spiel gespielt, welches so verbuggt war, dass es tatsächlich unspielbar war oder auch nur so verbuggt, dass ich mich wirklich geärgert habe. Die meisten Bugs sind super trivial - da wird sich beschwert das Kleidung clippt, man bei in 100 Spielstunden 1 CTD hat, eventuell hovert ein NPC 1cm über dem Boden, von 10.000 NPCs ist eventuell sogar einer dabei, der ne T-Pose macht. Klar, es gibt auch Fälle, in denen ein Spiel eventuell für 0,0001% aller Käufer gar nicht startet oder jedesmal crashed - das ist selbstverständlich ärgerlich und dann refunded man das Game und wartet auf einen Fix.
Ich möchte jetzt nicht sagen, dass vorbestellen gut ist - aber ich wollte auch einfach mal meinen Blickwinkel als jemand zeigen, der 2-3 Games pro Jahr preordert (und zu Release spielt) und (nach meiner Definition) kein einziges Mal es bereut hat.