Staatsschulden: In Deutschland ein wirkliches Problem?

Tekkla

Volt-Modder(in)
Edit: Okay. Habe das Thema geerbt Es ging aus einer Diskussion zum Ukrainekrieg hervor. Mein Ausgangsstatement...

Toll. Immer rauf mit den Schulden.
Staatsschulden(-quoten) sind doch eigentlich nur ein Ausdruck dafür wie gut ein Staat mit Einnahmen und Ausgaben hinkommt bzw. über lange Zeit hingekommen ist. Und da stehen wir in D ziemlich gut dar. Wobei man gleichzeitig immer auch das Vermögen der Bewohner eines Staates sehen sollte. Bund, Länder und Gemeinden waren Ende 2020 mit rund 2.200 Milliarden Euro verschuldet. Dagegen steht ein rein privates Barvermögen von 7.300 Milliarden Euro.

Wenn wir es wirklich wollten, dann wären alle Staatsschulden in einem Rutsch passé und das privat Barvermögen der Deutschen auf dem Stand von 2016. Mit einer dann besseren Besteuerung dieses Barvermögens würden wir auch nie wieder Schulden machen müssen.
 
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Wieviel davon haben die Reichsten?
Ist doch egal. Aus staatlicher Sicht ist das Saldo Staatschulden zu privatem Barvermögen mit über 5.000 Milliarden Euro im Plus. Würde man die Besteuerung dieser Vermögen für alle um wenige Prozentpunkte erhöhen, dann täte das den 08/15 Einwohnern kaum weh.

Die neoliberalen Quacksalber haben dem 08/15 Menschen aber leider sehr erfolgreich eingeredet, dass man Steuern immer nur senken aber nie erhöhen darf.
 
Bei den Ami's gabs mal Spitzensteuersätze um die 50% - da gings allen gut. Und dann kam Bush, wenn ichs noch richtig im Kopf hab...
aber wir schweifen ab...

edit:
doch nich Bush
Unter der Regierung des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan, der mit Steuersenkungen und einer umfassenden Steuerreform in den Wahlkampf 1980 ging, wurde der Spitzensatz 1982 erst auf 50 % und 1988 schließlich auf 28 % reduziert.
 
Bei den Ami's gabs mal Spitzensteuersätze um die 50% - da gings allen gut. Und dann kam Bush, wenn ichs noch richtig im Kopf hab...
aber wir schweifen ab...
Es braucht sich jedenfalls keiner wirklich Gedanken zu machen, das Deutschland in naher oder mittlerer Zukunft das Geld ausgehen wird.
Überigens glaube ich persönlich, das Habecks Schritt mit dem Notfallplan, nicht nur Notwendigkeiten entspricht, sondern auch ein Signal nach Moskau ist, das man hart bleiben wird.
Da können die sich heute mit auseinandersetzen, denn für Putin/Kreml war immer Deutschland das Ziel der Aktionen, als abhänngigster Kantonist und vielen Russland freundlichen Politikern bei fast allen Parteien.
 
Überigens glaube ich persönlich, das Habecks Schritt mit dem Notfallplan, nicht nur Notwendigkeiten entspricht, sondern auch ein Signal nach Moskau ist, das man hart bleiben wird.
Und es auch für die deutsche Wirtschaft hart werden wird. Sonst wären solche Pläne ja nicht erforderlich.
 
Bei den Ami's gabs mal Spitzensteuersätze um die 50% - da gings allen gut.
War in D doch nicht anders.

aber wir schweifen ab...
Ja. Wobei man ja sieht, dass keine Staatsschulden für Russland auch nichts bringt, wenn man wegen Sanktionen mit Staatsvermögen nur sehr begrenzt was anfangen kann. Die hätten das viele Geld mal besser in der eigenen Bevölkerung verteilt anstatt es in sinnlosen Angriffskriegen zu vernichten.
 
Funfact:

Nach heutigem Wert besaß Fugger am Ende seines Lebens im Jahre 1525 ein Vermögen von rd. 400 Milliarden Dollar. Das ist mehr als Jeff Bezos, Bill Gates oder Warren Buffett zusammen auf die Waage bringen.
 
Funfact:

Nach heutigem Wert besaß Fugger am Ende seines Lebens im Jahre 1525 ein Vermögen von rd. 400 Milliarden Dollar. Das ist mehr als Jeff Bezos, Bill Gates oder Warren Buffett zusammen auf die Waage bringen.
Und ich glaube danach kam : John D. Rockefeller ;)
 
War in D doch nicht anders.


Ja. Wobei man ja sieht, dass keine Staatsschulden für Russland auch nichts bringt, wenn man wegen Sanktionen mit Staatsvermögen nur sehr begrenzt was anfangen kann. Die hätten das viele Geld mal besser in der eigenen Bevölkerung verteilt anstatt es in sinnlosen Angriffskriegen zu vernichten.
Nein, nein ,nein!
Neben der Armee, tuen sie gerade das, sie verfrüstücken ihr Rohstoff Geld, was mit ihrer Struktur mehr als falsch ist!
Richtig wäre es das Geld zu investieren in die Entwicklung einer (nachhaltigen) Industrie und Dienstleistungen, denn das Ende des großen Geschäfts mit den Rohstoffen ist am Horizont absehbar und Russland hat wirklich wenig bis nichts, das abzufangen oder zu kompensieren.
 
Richtig wäre es das Geld zu investieren in die Entwicklung einer (nachhaltigen) Industrie und Dienstleistungen, denn das Ende des großen Geschäfts mit den Rohstoffen ist am Horizont absehbar und Russland hat wirklich wenig bis nichts, das abzufangen oder zu kompensieren.
Das meinte ich damit. Ging mir nicht um Allmosen fürs Volk. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass Staatsvermögen in privater wie in sozialstaatlicher Hand am Ende besser aufgehoben ist als im Militär. Vor allem wirste dann auch als Mensch Putin für diese Taten und nicht aus Angst vor Repressionen oder aus Teilen eines korrupten Apparates gewählt.
 
Andrew Carnegie lag m. W. noch knapp vor Rockefeller, immer in Relation zur Zeit und zu den Miterdenbürgern usw., nicht als Absolutsumme zu betrachten.


Aber was wollte ich eigentlich damit sagen.
Natürlich ist das Vermögen z. B. in D. ungleich verteilt.
Das war schon immer so und wird in einer eher freiheitlichen und wirtschaftsorientierten Grundordnung auch so sein.
Es ermöglicht eben einzelnen besonders schlauen, pfiffigen, gewitzten oder aber auch skrupellosen Menschen Vermögen anzuhäufen.
Die heutigen Gates, Bezos und Musks haben sich immer aus einer außergewöhnlichen Geschäftsidee "aus einer Garage heraus" entwickelt.
Jeder von uns hat im Prinzip die selbe Chance, Neid also nicht angebracht, eher Ärger über die eigene Unfähigkeit.
Diskussionen bzgl. Enteignungen u. dgl. halte ich für brandgefährlich, bewegen wir uns dann doch in eine gleichgeschaltete "Diktatur" hinein.
 
Andrew Carnegie lag m. W. noch knapp vor Rockefeller, immer in Relation zur Zeit und zu den Miterdenbürgern usw., nicht als Absolutsumme zu betrachten.


Aber was wollte ich eigentlich damit sagen.
Natürlich ist das Vermögen z. B. in D. ungleich verteilt.
Das war schon immer so und wird in einer eher freiheitlichen und wirtschaftsorientierten Grundordnung auch so sein.
Es ermöglicht eben einzelnen besonders schlauen, pfiffigen, gewitzten oder aber auch skrupellosen Menschen Vermögen anzuhäufen.
Die heutigen Gates, Bezos und Musks haben sich immer aus einer außergewöhnlichen Geschäftsidee "aus einer Garage heraus" entwickelt.
Jeder von uns hat im Prinzip die selbe Chance, Neid also nicht angebracht, eher Ärger über die eigene Unfähigkeit.
Diskussionen bzgl. Enteignungen u. dgl. halte ich für brandgefährlich, bewegen wir uns dann doch in eine gleichgeschaltete "Diktatur" hinein.
Das große Problem ist halt, dass das ganze Thema eben viel komplexer ist, als es in zwei Sätzen, mit "scheiß" Kapitalismus zu beschreiben.
Deutschland ist dabei auch noch ein besonderes Beispiel, das von der Struktur anders aufgestellt ist, was in vielen anderen Ländern teilweise verloren gegangen ist.
Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen meist aktienbasierten Großunternehmen mit Managern an der Spitze, zu Eigentümer geführten Klein, Mittel und auch Großunternehmen, die in Deutschland teilweise in der, dritten, oder vierten Generation geführt werden, und teilweise die Generationen auch auf einen Teil der Mitarbeiter übertragbar ist, das ist nämlich nachhaltig.
Bei aller Kapitalismus und Shareholder Value Bashing, sollte man sich halt mal überlegen wie und wo Wertschöpfungsketten zumindestens in Deutschland gestaltet sind. Ohne "unseren" Mittelstand wären wir nicht da wo wir sind und auch wesentlich schlechter durch die Krisen der letzten Jahrzehnte gekommen.
Deshalb gebe ich dir ausdrücklich Recht mit deinem letzten Satz und Politik ist dazu da, den Markt entsprechend zu regulieren, aber nicht um ein im Großen und Ganzen erfolgreiches Modell zu schleifen.
 
"aus einer Garage heraus"
Ja, genau. Bezos. Das war eine was? 250.000 $ Garage? Und bei den anderen "Talenten" war es nicht sonderlich anders. Ohne das Vermögen oder die guten Beziehungen der Eltern wären die vermutlich allesamt gescheitert.

 
Die heutigen Gates, Bezos und Musks haben sich immer aus einer außergewöhnlichen Geschäftsidee "aus einer Garage heraus" entwickelt.
Jeder von uns hat im Prinzip die selbe Chance, Neid also nicht angebracht, eher Ärger über die eigene Unfähigkeit.
Diskussionen bzgl. Enteignungen u. dgl. halte ich für brandgefährlich, bewegen wir uns dann doch in eine gleichgeschaltete "Diktatur" hinein.
Und dieser Punkt ist gelinde gesagt völliger Unsinn und genau der Quatsch den ein Linder und Merz permanent von sich geben (jeder ist seines Glückes Schmied bla bla...).

Ja sie mögen ihre Geschäftsidee ohne ihr heutiges Vermögen zu eben dem heutigen Vermögen gemacht haben (eben allerdings auch in keinen Fall von finanziell komplett null aus), aber die Bedingungen um von diesen Punkt aus überhaupt starten zu können waren trotzdem weit besser als bei vielen anderen Menschen.

Sie alle kamen mindestens aus sozial und finanziell gut aufgestellten (mittelständischen) Haushalten und genossen somit ein recht sorgenfreies heranwachsen, auch materiell, und die Möglichkeit auf eine sehr gute Ausbildung!

Schon alleine an diesen Punkten hast du eben keine Chancengleichheit, bestimmt die Herkunft und Geburt stark deine Chancen und hast du als indivduelle Person keinen wirklichen, eigenen, Einfluss dadrauf (außer du kannst mir jetzt mal erklären wie ich mir als Mensch bereits vor der Geburt meine Familie / soziales Umfeld aussuchen kann in das ich hineingeboren werde).

Und es ist nunmal schon lange nachgewiesener Fakt das alleine die sozialen und finanziellen Bedinungen, sowie deine Bildungschancen / Möglichkeiten, unter denen du heranwächst, sehr großen Einfluss auf deine späteren Chancen im Leben haben sozial / finanziell aufzusteigen!

Den Menschen daher bzgl. dieser Punkte nur Neid und Ärger über ihre eigene Unfähigkeit zu unterstellen, ist gelinde gesagt einfach nur menschenverachtend und völlige Empathielosigkeit, sich überhaupt in ihre Bedingungen und Lage versetzen zu können!
 
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Richtig, der Mittestand ist zweifellos gut für Deutschland.
Global betrachtet möchte ich aber erneut auf den Fakt eingehen, dass wir uns durchaus in einem realen wirtschafts-Krieg befinden, ob es uns passt oder nicht.
Und natürlich im Hinblick auf z. B. Rohstoffknappheit, Inflation, 0-Zins-Politik, Flucht des Kapitals in Aktien, die keinerlei materiellen Gegenwert aufweisen, wirkt dieser Krieg wie ein Katalysator und wird Dinge beschleunigen, die eh schon langfristig absehbar waren.
Er wird zu Arbeitslosigkeit, relativer Armut usw. auch bei uns kommen, unabhängig davon, ob nun der Gashahn zu oder auf ist.
Die Kernfrage ist eher, wie reagiert das jetzige System bei uns darauf?

Immer global betrachtet, nicht auf das manchmal bedauernswerte Einzelschicksal heruntergebrochen.

Da bin ich der Meinung, je freier der Markt sein wird, desto eher wird sich das Land als Ganzes davon erholen.

Restriktive angedachte oder auch hypothetische Maßnahmen wie "Grundeinkommen", Einschränkungen des Bargeldverkehrs, zu hohe digitale Überwachung des Bürgers sind alles kleine Einschnitte, die in Summe die Kreativität eines künftigen "Bezos aus Deutschland" in ihrem Wirken einschränken bzw. nicht zur vollen Entfaltung kommen lassen.

Man muss höllisch aufpassen, dass wir in unserer Regulierungswut uns nicht immer mehr Staatenmodellen angleichen, die wir eigentlich ablehnen, wie eben China oder Russland.



Sie alle kamen mindestens aus sozial und finanziell gut aufgestellten (mittelständischen) Haushalten und genossen somit ein recht sorgenfreies heranwachsen, auch materiell, und die Möglichkeit auf eine sehr gute Ausbildung!
Ja und, ist dass verboten?
Natürlich gab es gewisses Startkapital, auch das galt es es zu organisieren.
Aber vermutlich weder du noch ich hätten aus dem gegebene Kapital das Gleiche wie ein Musk gemacht, oder?
Schon alleine an diesen Punkten hast du eben keine Chancengleichheit, bestimmt die Herkunft und Geburt stark deine Chancen und hast du keinen wirklichen, eigenen Einfluss dadrauf.
Wie genau soll denn die Chancengleichheit verbessert werden?
Staatliche Umschichtung des Vermögens von jenen, die es sich erarbeitet haben auf jene, die nie gearbeitet haben - Mahlzeit.
Und es ist nunmal schon lange nachgewiesener Fakt das alleine die sozialen und finanziellen Bedinungen, sowie deine Bildungschancen / Möglichkeiten, unter denen du heranwächst, sehr großen Einfluss auf deine späteren Chancen im Leben haben sozial / finanziell aufzusteigen!
Bestreite ich doch gar nicht, war auch nicht der Diskussionspunkt.
Den Menschen daher bzgl. dieser Punkte nur Neid und Ärger über ihre eigene Unfähigkeit zu unterstellen, ist gelinde gesagt einfach nur menschenverachtend und völlige Empathielosigkeit, sich in ihre Bedingungen und Lage versetzen zu können!
Das ist völliger Blödsinn.
Ich habe schon eine Firmenpleite hinter mir, war hochverschuldet (> 1Mio. E) und arbeitslos.
Ich weiss ganz genau wie es ist, nicht zu wissen, woher der Euro für ein McDoof Burger herkommen soll.
Evtl. sogar besser als Du, wenn du so eine Krise noch nicht durchgemacht hast.
Aber ich habe die Freiheiten in unserem System genutzt, wieder komplett auf die Beine zu kommen, ohne jegliche Hilfe von Staat oder Verwandten - und diese Möglichkeit hat jeder.
Ich verwehe mich aber der Idee, das man armen Menschen einfach nur Geld hinterherschieben muss und dann wird alles gut.
Wird es eben nicht, wenn man nicht in die Eigeninitiative geht.

Bildung ist allerdings wieder ein eigenes Thema, die Chance ist in der Tat in D. nicht gegeben, das jeder aus jeder Schicht gleiche Chancen hat.
Aber auch hier gilt, man muss, wenn denn Chancen da sind, diese eben auch nutzen.
 
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