SSD und altes Mainboard - Was tun?

Specker2k

Schraubenverwechsler(in)
Hi zusammen

Ich habe ein sehr altes Asus Mainboard in Benutzung (das P6X58D-E).
Da ich meinem betagten Rechner mal was gutes tun wollte, habe ich eine Samsung 860 Pro SSD gekauft und per SATA an den Marvell Port gehangen.
Vorher hing die SSD an einem "normalen" SATA Anschluss-Port.
Die Testergebnisse habe ich als Bild in den Anhang eingefügt.

Soll ich eher den Marvell Port nehmen oder den anderen? Beim Marvell habe ich halt knapp 100 mb mehr beim Lesen, dafür scheint der Port beim 4k-64thrd ziemlich abzustinken.

Da die Geschwindigkeiten jetzt nicht so der Kracher sind, wäre es möglich einen schnelleren SATA Port über eine Pci-e Karte zu verbauen und somit bessere Werte zu erzielen?
Geht das überhaupt mit meinem Mainboard?

Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
 

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Würde es dich überraschen wenn ich dir sage, dass all deine Optionen die du genannt hast außerhalb von Benchmarks zur gefühlt genau gleichen performance führen? ;-)

In der Praxis (abseits von sehr speziellem Workload den ich dir mal nicht unterstelle) sind SSDs vor allem wegen einer Eigenschaft so schnell: Der Zugriffszeit von weit unter einer Millisekunde (wo Festplatten noch 10 und mehr hatten). Und die ist ziemlich unabhängig davon welche (moderne) SSD man kauft und wie man die anschließt - du landest in aller Regel unter 0,1 ms.

Bedeutet ja, du kannst natürlich ne teure NVME nehmen und die über PCIe anschließen usw., das geht (auch bei deinem Board). Dann sind auch die theoretischen Benchmarkwerte deutlich höher. Aber sofern du nicht vorhast, rioesige Datenmengen ständig hin und her zu kopieren (was man beispielsweise bei Videoschnitt öfter mal tut) ist die tatsächliche Praxisleistung für dich genau die gleiche.

Bei deinen Optionen ohne was neu zu kaufen ist der 4K-Wert der weitaus wichtigere gegenüber dem sequentiellen. Denn die allerallermeisten Programme und Funktionen bestehen aus tausenden Einzeldateien/Zugriffen und nicht aus "schreibe eine 5GB große Datei". :-D
 
Für den (Auf-)Preis der Pro hätte es eine ganzen neuen Rechner gegeben. :ugly:

Warum auch immer AS-SSD 4K64 so viel Wert zuschreibt, grundsätzlich ist 4K64 ziemlich uninteressant.
Aber wenn das sogar langsamer ist als 4K, finde ich das verdächtig und da es nur um 100 MB seq. geht, nicht 275 MB, würde ich wie immer Marvell meiden.

Da die Geschwindigkeiten jetzt nicht so der Kracher sind, wäre es möglich einen schnelleren SATA Port über eine Pci-e Karte zu verbauen und somit bessere Werte zu erzielen?
Für den Uraltrechner, noch mehr Geld ausgeben?

Wie der Alki schreibt, so lange 4K stimmt, ist grundsätzlich (also ohen super fancy Spezialaufgaben) alles chic.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lass es wies ist und pump da nicht noch Geld rein. Ich bin neulich von einer Sata 860Evo auf eine M2 970Evo Plus umgestiegen. Gemessener Performancegewinn riesig, gefühlter Performancegewinn null.
 
Gemessener Performancegewinn riesig, gefühlter Performancegewinn null.

Das ist ja was ich sage. Das, was Benchmarks messen hat mit der tatsächlichen Nutzung des Anwenders in 99% der Fälle rein gar nichts zu tun.
Selbst meine alte Postville-SSD aus dem Jahre 2009 mit keinen 100 MB/s Schreibgeschwindigkeit ist im Alltag kaum von einer 970er M.2 zu unterscheiden die auf dem Papier 35-40x so schnell ist... fühlt sich nur ein ganz kleines bisschen träger an. Das fällt erst dann richtig auf, wenn man ausnahmsweise was macht was sehr "benchmarkähnlich" ist, zum Beispiel den Steamordner rüberkopieren oder ein saugroßes Archiv entpacken, da grillt ne neue M.2 jede alte Sata-SSD natürlich mit links. Nur sowas machste halt nur sehr sehr selten mal.
 
Danke Leute, das ist echt gut zu wissen mit der gefühlten Performance.
Dann lasse ich wirklich alles wies war.
Ich werde auch die Marvell Ports wieder deaktivieren glaube ich, weil jetzt jedes mal beim Booten erstmal son Marvell Bios geladen wird, was vorher nicht da war.
Ziemlich nervig und dauert bis es weg geht knapp 10 secs.

Ich benutze den Rechner hauptsächlich zum Musikproduzieren. Da war mir eine SSD jetzt einfach mal wichtig, damit ich schnell große Instrumenten Libraries in meine Sampler laden kann.

Ich hatte die SSD neulich auf Ebay neu für knapp 100 euro geschossen, ich finde das ist ein guter Preis für die 500 GB Variante. Einen neuen Rechner hätte ich mir davon sicher nicht kaufen können. :D
Aufmerksam auf die ganze Performance Sache bin ich eh nur deshalb geworden, weil ich gemerkt habe, dass ich auf dieser SSD Daten mit nem Durchschnittswert von 140 MB/S hin und her kopieren kann.
Auf meinem anderen Rechner mit knapp 450 mb/sec oder so, obwohl da „nur“ ne Evo verbaut ist.

Gruß - Ben
 
Ich hatte die SSD neulich auf Ebay neu für knapp 100 euro geschossen, ich finde das ist ein guter Preis für die 500 GB Variante.

Wenn man den Neupreis der Pro sieht, ist der Preis gut. Ich persönlich würde aber niemals den enormen Aufpreis der Pro zahlen (EVO kostet 75€ Neu), da die Vorteile der Pro für den Normalnutzer eigentlich ziemlich unrelevant sind. Meine M2 970Evo Plus hab ich für 80€ geschossen, das war ein guter Preis.
 
Sie soll halt einen Tick schneller und langlebiger sein. Warum dafür keine 25 euro mehr ausgeben? Wie ich mich kennen, ist die jetzt eh die nächsten 10 Jahre im Einsatz.

Um ehrlich zu sein war mein Plan ursprünglich auch gar nicht gewesen eine Pro einzusetzen. ich hatte schonmal eine SSD in dem Rechner drin und hatte ganz ekliges Spulenfiepen. Ich hatte mir eingebildet es kommt von der SSD, da die Geräusche immer nur auftauchten, wenn ich die Maus bewegt habe.
Daraufhin dann die pro gekauft und immer noch das gleiche Problem gehabt.

Logisch, denn es lag am Netzteil. Bestimmte Stromspareinstellungen im BIOS deaktiviert und Zack keine Geräusche mehr.

Da hätte ich mir die pro vielleicht wirklich sparen können aber um ehrlich zu sein, bin ich froh, dass ich jetzt eine drin habe aus oben genannten Grund. ;)
 
Ich will dir deine Freude nicht nehmen aber in deinem Anwendungsfall hält die Pro keinen tag länger als eine Evo (statistisch).

Eine SSD kann aus zwei Gründen ausfallen:
1.) Controllertod. Der mit großem Abstand häufigste Ausfallgrund. UNd der trifft alle SSDs eines Herstellers gleichermaßen da der Controllerchip der gleiche ist und die gleichen Ausfallwahrscheinlichkeiten haben. Pro, Evo, egal.

2.) Flash-Verschleiß. Kommt nur in extremen Szenarien und professionellen Umgebungen vor wo täglich terabyteweise geschrieben wird. HIER ist die Pro deutlich besser aufgestellt als die Evo da MLC-Speicher solche Schreiblasten viel länger erträgt als TLC. Da du aber wie ich vermute nicht täglich Terabytes an Schreiblast hast fällt der Vorteil für dich aus.


Man kanns nun von zwei Seiten sehen... negativ betrachtet ist die Pro für dich unnötig weil die evo in deinem Anwendungsfall statistisch genau so lange hält. Positiv betrachtet kannste aber beruhigt sein, da beide Modelle wenn du nicht großes Pech hast (und den Controllertod erleidest) die 10 Jahre ganz locker mitmachen. :D
 
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