SSD: Samsung EVO 850 500GB erreicht nicht die optimale Leistung

grildum

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo,

habe mir gestern eine SSD für mein System gegönnt. Nachdem mein PC fast 3 Minuten zum Hochfahren brauchte, war es endlich soweit und ich hab mich zum Kauf durchgerungen. Mein PC startet jetzt natürlich viel viel schneller und auch die Programme lassen sich sehr schnell öffnen. Ich bin im Grunde also zufrieden. Bei dem Benchmark lässt sich allerdings erkennen, dass die SSD nicht so schnell ist, wie sie sein sollte.
Die Ergebnisse habe ich unten angehangen.

Mein System:

GPU: R9 390 Nitro
CPU: i5 2400
Motherboard: AsRock H61 iCafe
Arbeitsspeicher: 8GB Ram

Irgendwelche Tipps? Mit dem Samsung-Programm "Magician" habe ich die Systemeinstellungen bereits auf "maximale Leistung" optimiert. Auch im Boot-Menü habe ich AHCI ausgewählt. Bin ehrlich gesagt etwas ratlos...:huh:
 

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    2015-11-29 13_30_43-AS SSD Benchmark 1.8.5608.42992.png
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Hast du den Benchmakr gleich kurz nach dem einbauen gemacht oder ist die SSD schon länger im Betrieb?

Ich meine, hast du extrem viele Daten auf die SSD geschriben oder sowas in der Art?
 
Am richtigen Port angesteckt und Treiber installiert?

Also sie steckt am SATA3 Port des Mainboards. Treiber habe ich vom Mainboard selbst nicht installiert, da ich keinen gefunden habe, der auf den SATA3-Port zugeschnitten ist.

Hast du den Benchmakr gleich kurz nach dem einbauen gemacht oder ist die SSD schon länger im Betrieb?

Ich meine, hast du extrem viele Daten auf die SSD geschriben oder sowas in der Art?

Ich habe direkt nach Einbau die Daten meiner alten HDD auf die SSD rüber gespielt mit dem Samsung-Daten-Migrationsprogramm, welches in der Verpackung beilag. Waren knapp 300GB, wenn ich mich recht entsinne. Danach habe ich dann aus Interesse halber den Benchmark gemacht. Ich vermute einfach mal, dass diese verminderten Schreibraten nichts dramatisches sind, aber mich würde trotzdem mal interessieren, warum diese Werte unter dem üblichen Niveau liegen...
 
Am Screenshot des AS-SSD-Benchmarks sieht man doch (asahci64), dass die SSD an einem ASMedia-SATA-Controller angeschlossen ist. Mit anderen Worten, es ist der falsche SATA-6Gb/s-Controller, an dem die SSD angeschlossen wurde. Sie muss an einem Port des OnChip-SATA-6Gb/s-Controllers von Intel angeschlossen werden. Nur dann kann sie ihre volle Leistung entfalten.

Die vom Magician-Tool vorgeschlagenen "OS-Optimierungen" sind allesamt unnötig und verschlimmbessern in der Regel nur Systemkonfiguration. Ab der Version 7 richtet sich Windows selbständig optimal ein, wenn es eine SSD erkennt. Da muss und kann man manuell oder mit einem Tool nichts mehr verbessern, eher verschlechtern.
 
Am Screenshot des AS-SSD-Benchmarks sieht man doch (asahci64), dass die SSD an einem ASMedia-SATA-Controller angeschlossen ist. Mit anderen Worten, es ist der falsche SATA-6Gb/s-Controller, an dem die SSD angeschlossen wurde. Sie muss an einem Port des OnChip-SATA-6Gb/s-Controllers von Intel angeschlossen werden. Nur dann kann sie ihre volle Leistung entfalten.

Die vom Magician-Tool vorgeschlagenen "OS-Optimierungen" sind allesamt unnötig und verschlimmbessern in der Regel nur Systemkonfiguration. Ab der Version 7 richtet sich Windows selbständig optimal ein, wenn es eine SSD erkennt. Da muss und kann man manuell oder mit einem Tool nichts mehr verbessern, eher verschlechtern.

Vielen Dank für deine Antwort. Stehe bei solchen technischen Problemen völlig auf dem Schlauch, werde mich der Sache aber mal annehmen. Woran erkennt man denn einen OnChip-SATA-6GB/s-Controller? Habe die Beschriftung SATA3 gelesen und dementsprechend das SATA-Kabel dort verbunden, war wohl ein Fehler.

Du hats grundsätzlich damit Recht, dass Windows die Einstellungen vornimmt. Allerdings habe ich das System nicht neu installiert, sondern lediglich die Daten von der HDD auf die SSD kopiert. Insofern musste ich die Einstellungen manuell vornehmen.
 
Woran erkennt man denn einen OnChip-SATA-6GB/s-Controller? Habe die Beschriftung SATA3 gelesen und dementsprechend das SATA-Kabel dort verbunden, war wohl ein Fehler.
Welche Ports zu welchem Controller gehören, steht im Handbuch. Allerdings hat dein Mainboard keinen OnChip-SATA-6Gb/s-Controller, wovon ich aber ausgegangen bin. Die 6er-Chipsatzserie von Intel hat normalerweise einen Zweikanal-SATA-6Gb/s-Controller integriert. Nur der H61-Chipsatz nicht. Das habe ich aber auch erst eben gesehen. Ich habe vorhin auf die Schnelle nur gesehen, dass dein Board einen Intel Chipsatz aus der 6er-Serie hat.

Mit anderen Worten. Du kannst die SSD nicht an einen OnChip-SATA6Gb/s-Controller hängen, da dein Board so was nicht hat. Die zusätzlich aufgelöteten Controller sind leider viel schlechter angebunden und können in der Regel nicht die Leistung bieten, die ein im Mainboard-Chipsatz integrierte Controller ermöglicht. Sprich, schneller geht es mit diesem Board nicht. Die schlechtere Leistung im Vergleich zu anderen liegt also an deinem Mainboard und nicht an der SSD.

Ansonsten solltest du mit dem Tool TrimCheck prüfen, ob die SSD tatsächlich getrimmt wird. Die proprietären AHCI/RAID-Treiber der Controller-Hersteller mussten das erst lernen. Anfangs haben sie allen den Trim-Befehl blockiert. Je nachdem wie alt der AHCI-Treiber von ASMedia ist, den du installiert hast, könnte das der Fall sein.

Du hats grundsätzlich damit Recht, dass Windows die Einstellungen vornimmt. Allerdings habe ich das System nicht neu installiert, sondern lediglich die Daten von der HDD auf die SSD kopiert. Insofern musste ich die Einstellungen manuell vornehmen.
Nein, musstest du nicht. Das einzige, was du hättest tun müssen, wäre den Leistungsindex aktualisieren lassen. Spätestens dann merkt Windows, dass es nun auf einer SSD gespeichert ist und konfiguriert sich automatisch entsprechend um.
 
Welche Ports zu welchem Controller gehören, steht im Handbuch. Allerdings hat dein Mainboard keinen OnChip-SATA-6Gb/s-Controller, wovon ich aber ausgegangen bin. Die 6er-Chipsatzserie von Intel hat normalerweise einen Zweikanal-SATA-6Gb/s-Controller integriert. Nur der H61-Chipsatz nicht. Das habe ich aber auch erst eben gesehen. Ich habe vorhin auf die Schnelle nur gesehen, dass dein Board einen Intel Chipsatz aus der 6er-Serie hat.

Mit anderen Worten. Du kannst die SSD nicht an einen OnChip-SATA6Gb/s-Controller hängen, da dein Board so was nicht hat. Die zusätzlich aufgelöteten Controller sind leider viel schlechter angebunden und können in der Regel nicht die Leistung bieten, die ein im Mainboard-Chipsatz integrierte Controller ermöglicht. Sprich, schneller geht es mit diesem Board nicht. Die schlechtere Leistung im Vergleich zu anderen liegt also an deinem Mainboard und nicht an der SSD.

Ansonsten solltest du mit dem Tool TrimCheck prüfen, ob die SSD tatsächlich getrimmt wird. Die proprietären AHCI/RAID-Treiber der Controller-Hersteller mussten das erst lernen. Anfangs haben sie allen den Trim-Befehl blockiert. Je nachdem wie alt der AHCI-Treiber von ASMedia ist, den du installiert hast, könnte das der Fall sein.

Nein, musstest du nicht. Das einzige, was du hättest tun müssen, wäre den Leistungsindex aktualisieren lassen. Spätestens dann merkt Windows, dass es nun auf einer SSD gespeichert ist und konfiguriert sich automatisch entsprechend um.
Danke für die ausführliche Antwort! Ich habe allerdings noch eine Frage. Du scheinst dich ja auf dem Gebiet ein wenig auszukennen, vielleicht auch mit den Benchmarks der SSD. Machen sich die Unterschiede zwischen meiner SSD und den "normalen" Werten der SSD in der Praxis überhaupt bemerkbar? Oder ist das alles nur Zahlenspielerei? Wo machen sich die Unterschiede denn ggf. bemerkbar? :huh:
 
Den Unterschied zwischen dem Anschluss der SSD an einem OnChip-SATA-6Gb/s-Controller und einem OnBoard-SATA-6Gb/s-Controller und auch einem OnChip-SATA3Gb/s-Controller wirst du in der Praxis kaum merken. Für den normalen Umgang mit Windows und Programmen ist die 4K-Leistung wichtiger als die sequenzielle Transferleistung. Und ersteres unterscheidet sich bei allen drei Anschlussvarianten kaum voneinander.
 
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