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Ich konnte jetzt endlich Clair Obscur: Expedition 33 abschließen. Das Spiel ist für mich als JRPG-Fan absolut fantastisch und meiner Meinung nach (ohne die JRPGs aus dem Hause Atlus schmälern zu wollen - die Spiele sind fantastisch (insbesondere Metaphor ReFantazio), spielen aber nicht auf demselben Produktionsniveau) das erste große Magnum Opus seit Final Fantasy X - eine klare 10/10 also. Im Einzelnen:
Das Spiel ist erfreulicherweise wie ein klassisches PS1- bzw. PS2-JRPG aufgebaut. Es bietet mehr oder minder lineare Level mit einigen Abzweigungen zum Erkunden und für optionale Bosse und eine "offene" Oberwelt, die sich nach und nach öffnet und ebenfalls optionale Bosse und Areale bietet. Gerade, wer klassisches Final Fantasy mag (insbesondere die goldene PS1-Ära mit FF VII, VIII und IX), wird sich hier direkt zurecht finden.
Die Story ist wie ein typisches (Regel-) Drama aufgebaut, bietet so einige unerwartete Wendungen, gutes Character Writing (das durch sehr gute Animationsarbeit und Voice Acting noch unterstützt wird und die Charaktere sehr authentisch wirken lässt) und viel Emotionen (diverse VTuber-Damen, die ich das Spiel streamen haben sehe, sind direkt im Prolog als auch am Ende von Akt I in Tränen ausgebrochen). Zusammen mit der unfassbar guten Musik und dem fantastischen Art Style sorgt das Spiel damit für sehr melancholische Atmosphäre. Die Story und die Atmosphäre erinnern hierbei u.a. an Titel wie Final Fantasy X, Xenogears oder NieR (Automata).
Gerade das bittersweet ending lässt starke FF X Vibes aufkommen - gerade das Ending, das ich als Realismus / "Grow up, kiddo" Ending bezeichnen würde. Hierbei ist es fast schon qualvoll zuzugeben, dass genau dieses Ende wohl das "gute" Ende ist, während beim anderen Ende quasi ein eigenes Gruppenmitglied zum Villain wird.
Das Gameplay ist ebenfalls gute traditionelle JRPG-Kost - mit einigen Twists. Das turn-based Kampfsystem erinnert einerseits zwar stark an Spiele wie klassisches (ATB-) Final Fantasy (bis hin zu einschließlich X) oder Persona, ist dank den QTEs und dem Dodge/Parry-System aber auch von Spielen wie Legend of Dragoon, Shadow Hearts und - man mag es kaum glauben - Souls(likes) inspiriert worden. Jeder Charakter hat seine Besonderheiten und lässt sich individuell skillen. Das Picto/Lumina-System sorgt für strategische Auswahl. Das Kampfsystem vereint damit das beste aus allen (JRPG-) Welten und wirkt dabei nicht etwa wie eine Copycat, sondern sehr authentisch. Abseits von Combat haben mir auch einige der Minispiele sehr gefallen - insbesondere zwei der Strand-Minispiele waren ziemlich cool: einerseits ein kurzes Jumping Puzzle, andererseits eine kleine Version von "Only Up".
Alles in Allem kann ich das Spiel jedem JRPG-Fan ans Herz legen. Für einen JRPG-Fan ist das Spiel definitiv ein Must Play und ein Magnum Opus, das heutzutage in dem Genre seinesgleichen sucht - und sorgt dank seinen Inspirationsquellen für ein wundervolles Gefühl von Nostalgie, ohne gleichzeitig antiquiert zu wirken.
Mein erster Walkthrough war etwa 50 Stunden lang. Ich habe einiges an Side Content gemacht - aber nicht alles. Gerade einige der optionalen Bosse sind echt hart und verlangen, dass man die Feinheiten des Kampfsystems raus und genug gegrindet hat. Der schwerste optionale Boss hat rund 40 Mio. HP und bei dem muss wirklich vieles sitzen.
PS: Natürlich gibt's Endgame-Builds, die auch diesen Boss trivialisieren können und die einem erlauben, mit einem Hit 100+ Mio. Schaden zu drücken. Leider nur wurde der für dieses Beispiel genutzte Skill mit dem letzten Update generft, was mich, da Single-Player-Spiel, ein wenig traurig macht.
Danke für dein Review!
Liegt auf meinem Pile of Shame ganz weit oben.
Erstmal kommt aber der Sommer, da stehen Indi Pixel Games an (z.B. CrossCode) damit es nicht so warm wird, aber im Winter steht das dann direkt auf der 1. Dein Review hat extrem Lust drauf gemacht
Jusant
Maximale Details, UHD, DLSS Q (Transformer via NVinspector)
Jusant ist ein wirklich einzigartiges Spiel von DON'T NOD (Tell me Why, Life is Strange).
Das Spiel kommt komplett ohne gesprochene Worte aus, eine Hintergrundgeschichte wird über Briefe die man an den verlassenen Orten finden kann erzählt.
Gameplaytechnisch klingt es erstmal öde: Man klettert einen Berg nach oben. Dabei benutzt man die Maustasten für die linke und rechte Hand zum greifen und WASD um die Richtung zu bestimmen. Braucht eine kurze eingewöhnung, funktioniert mit etwas Übung aber erstaunlich gut. Allerdings stellt das klettern diverse Herausforderungen bereit je nach Kapitel. Mal muss man sich an bewegenden "Steinkäfern" festhalten, die dich von einer festen Kante zur nächsten transportieren, dabei aber immer langsamer werden bis man einen neuen "Steinkäfer" benutzen muss um weiter zu kommen. Oft sind dann auch mehrere Steinkäfer die parallel laufen nötig um besonders weite Strecken von einer festen Kante zur nächsten zu absolvieren. In einem Kapitel ist die Sonneneinstrahlung relativ hoch, sodass man sich sehr schnell zwischen den Pflanzen hin und her hangeln muss bevor diese durch die Sonne eingehen und man abstürzt. Mal kommt ein besonders starker Wind der den Ausbauerbalken schnell schrumpfen lässt. Aber man muss den Wind effektiv nutzen muss, weil er einem ermöglicht weiter zu springen/schwingen. So lame es sich zu anfang anhört, so ausgeklügelt sind die Mechaniken je weiter man spielt.
Dazu kommt eben der putzige Artstyle. Ich meine: Wie verdammt cute ist bitte das blaue Vieh?