Sehr langes Kabel = besserer Klang? WTF?

OK ! Ich hab mich wiederum korrigiert und es auf diesen Fall bezogen und hier gehts eben um elektrisch induzierte Magnetfelder und nicht um alle Elektromagnetischen Wellen.
 
Dann auch hier die Korrektur: Elektromagnetische Wellen - wie kommst du da drauf ? Bei einer Induktivität gehts um Magnetfelder die durch elektrischen Strom erzeugt werden !

Wenn du schon die Wellen ins Spiele bringst dann bitte doch mal genau erklären was du meinst mit der "elektrischen Komponente" ?
 
Du wirfst hier einiges durcheinander.

Dann auch hier die Korrektur: Elektromagnetische Wellen - wie kommst du da drauf ?
Musik besteht aus Tönen oder Klängen.
Ein Ton ist dabei oft eine reine Sinusschwingung:
y(t) = y0 * sin(ω * t) mit ω = 2Π*f.

Der Klang besteht meist aus der Überlagerung mehrerer Töne.

Töne bestehen aus akustischen Wellen.
Akustische Wellen bestehen in Luft aus Gasverdichtungen und Gasverdünnungen (Längswellen oder Longitudinalwellen).
Elektrisch umgesetzt durchs Mikrofon oder ähnlichem sind es elektro-magnetische Querwellen (Transversal-Wellen).
Sinus und Kosinus – Wikipedia.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/99/EM-Wave.gif/300px-EM-Wave.gif.

Jede elektrische Welle hat eine magnetische Komponente, die im rechten Winkel zur elektrischen Komponente steht bei einer linear polarisierten monochromatischen Welle.

Die werden durch die "Spule" gejagt.

Bei einer Induktivität gehts um Magnetfelder die durch elektrischen Strom erzeugt werden
Jein.
Eine Induktivität ist eine Eigenschaft einer Schaltung oder eines Körpers.
Ein Magnetfeld wird durch die Komponenten B und H beschrieben: B=µ0 x H.
 
Im Link vom flx23 sind doch schön elektromagnetische Wellen erklärt !?
"Beschleunigte Bewegungen von Elektronen in elektrischen Leitern; Zeitlich veränderliche elektrische Ströme verursachen elektromagnetische Wellen.
Dies macht man sich technisch in Antennen zunutze zum Senden und Empfangen von elektromagnetischen Wellen."

Wie du schreibst werden "elektromagnetische Wellen durch die Spule gejagt" ? :nene:

Durch die Spule fliesst ein Strom bei einer gewissen Spannung und die Leiter in der Spule erzeugen wie oben angegeben eine
elektromagnetische Welle ! Dabei ist die elektrische Komponente abhängig von der Spannung und die magnetische vom Strom.
Die elektrische Komponente wird im Bereich ab 3kHz auch als Funkwelle bezeichnet. Wobei der ULF (3kHz-30kHz) Bereich nur für U-Boote als Funk eingesetzt wird.
Der Rest der relevanten Funkwellen/elektromagnetischen Wellen im Bereich von 3Hz-3kHz werden durch Bahnstrom (30Hz), Netzstrom (50Hz) und andere Audioquellen (10Hz- 20kHz) erzeugt.

Und worum es hier geht: Beide Komponenten werden durch die Schirmung von Audiokabeln reduziert.
Willst du das außer Acht lassen dann kannst du ja mal bitte nur überschlagsweise die Induktivität mit den vom Fragesteller angegebenen Daten berechnen !
Dabei darfst du allerdings nicht vergessen das es sich hier um zwei(oder mehr) parallele Leiter handelt und in dem einem Leiter fliesst der Strom hin und im anderem zurück.
So werden z.B. Drahtwiderstände aufgebaut damit ihre Induktivität möglichst gering ist. :schief: Siehe: Bifilar-Wicklung
Dazu kommt nochdas die Leiter meist noch verdrillt sind:
" Zur Reduktion induktiv eingekoppelter Gegentaktstörungen in z. B. Zweidrahtleitungen ist das Verdrillen der Leitung sehr wirksam. "
Quelle:
Gegentaktstoerung – Wikipedia

Zitat: "Elektrisch umgesetzt durchs Mikrofon oder ähnlichem sind es elektro-magnetische Querwellen (Transversal-Wellen)."
Akustische Wellen werden übrigens in einem Mikrofon direkt in eine Spannung (Tauchspule, Piezo) gewandelt oder in eine Widerstandsänderung (Kohlemikro) oder z.B. beim Kondensatormikrofon in eine Kapazitätsänderung.
Ich hab noch kein Mikrofon gesehen das die Schallwellen in "elektro-magnetische Querwellen" umwandelt. :lol:

Und warum Jein ?
Zitat aus deinem Link:
"Ein elektrischer Strom erzeugt, wie vom Ampèreschen Gesetz beschrieben, ein Magnetfeld. "

Die Induktivität ist zudem nur die induktive Komponente einer Spule denn diese hat eben auch noch eine Widerstands und Kapazitätskomponente:
Induktivitt_ersatz.svg.png
Quelle:Spule (Elektrotechnik) – Wikipedia

Ob das jetzt dem Fragesteller hilft ist mal eine ganz andere Frage, aber er kann ja mal ausprobieren obs an der "Spule" liegt indem er einfach mal das Kabel abwickelt ! :banane:
 
Zuletzt bearbeitet:
Also irgendwie bin ich jetzt raus...
Vielleicht sollten wir es aber auch einfach in einem separaten thread diskutieren...

Die Frage war doch warum eine lange Audio Leitung (in diesem Fall locker aufgewickelt) den Klang etwas "weicher" macht.

Somit geht es um eine Signalquelle mit einem Innenwiderstand und einem Frequenzbereich

Um ein Kabel, ebenfalls mit einem Widerstand, einer SerienInduktivität, einer Parallelkapazität und einem Ableitwert (wobei dieser vernachlässigt werden kann)

Und um Singalsenke, also einen Kopfhörer, der ebenfalls einen Innenwiderstand hat.

Da das Kabel Einfluss auf den Klang hat kann man annehmen, dass der Kopfhörer und die Audioquellen kein Frequenzabhäniges Verhalten an den Tag legen bzw. Es für diese Betrachtung egal ist.

Die ganzen elektromagnetischen Wellen und Funktechnikzeugs können wir eigentlich auch für diese Diskussion getrost weglassen.

Auch die Schirmung ist in diesem Fall erst mal irrelevant, denn jeder vom Strom durchflossene Leiter erzeugt ein Magnetfeld und auch ein elektrostatisches Feld. Der Schirm kann diese Entstehung nicht verhindern, er verhindert nur die Wechselwirkung mit anderen Komponenten (Leitungen, Bauteile,...) in der Nähe.

Am Sonntag (früher geht leider nicht) werde ich mal eine Simulation am Rechner daheim machen und verschiedene Leitungsbeläge visualisieren, denn ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte ;-)
 
Man kann ja erstmal von einem einfachem Lautsprecherkabel ausgehen - das Kopfhörerkabel oder "klinkenkabel" des Themenstarters dürfte ja etwas komplizierter aufgebaut sein:
Stereo = 2 Leiter für rechten und linken Kanal und diese noch verdrillt + Masse + Schirmgeflecht und Folie - wenn der Schirm extra ausgeführt ist und nicht gleichzeitig als Masse genutzt wird.

Also einfach "nur" ein dünnes zweiaderiges Lautsprecherkabel annehmen:
Interviews
Hier kannst man noch die Dämpfung berechnen:
Kabeltheorie
Noch etwas Theorie zum Kabel:
Kabeltheorie

Das ist alles natürlich für Lautsprecherkabel gedacht die normalerweise etwas größer ausglegt werden, da ja auch die zu übertragenden Leistungen größer sind.

Das grundsätzliche Prinzip ist ja gleich - nur das du keinerlei Daten zum Kabel hast, man den Verstärker noch mit einberechnen sollte und der Kopfhörer wird ja dann auch nur als reiner 32 Ohm Widerstand angenommen ?

Ohne Angabe vom Kapazitätsbelag des Kabels dürfte man ja nur spekulieren können - den Widerstandsbelag kannst du ja einfach berechnen falls der TS noch den Querschnitt des Kabels angibt.
 
Die ganzen elektromagnetischen Wellen und Funktechnikzeugs können wir eigentlich auch für diese Diskussion getrost weglassen.
Stimmt es geht ja um Wechselspannung, nicht um Funkwellen.
Da war ich auf der völlig falschen Schiene, sorry.

Am Sonntag (früher geht leider nicht) werde ich mal eine Simulation am Rechner daheim machen und verschiedene Leitungsbeläge visualisieren, denn ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte ;-)
Das wäre mal interessant.
 
Also, Anbei das Versprochen File mit der Simulation.

Annahme:
Quelle (Soundkarte): Linear, 4Ohm Innenwiderstand
Senke (Kopfhörer): Linear, 32 Ohm Impedanz

Kabel (Billig und dünn, deshalb etwas höhere Werte):
Länge: 20m
Widerstandsbelag: 0,1Ohm/m
Ableitungsbelag: 100kOhm/m --> Vernachlässigbar
Kapazitätsbelag: 100pF/m
Induktivitätsbelag: 2uH/m

Das Angehängte Bild zeigt in Rot den "Idealfall: also Ohne Kabel.
Da wir einen Innen der Quelle annehmen haben wir am Lautsprecher ~1dB weniger Spannung

Grün ist die Simulation mit einem Kabel. Hier haben wir eine zusätliche Dämpfung von 0,46 dB bei kleinen Frequenzen.
Bei 20kHz haben wir einen zusätzlichen Abfall von 0,05dB. Dieser ist den Frequenzabhänigen Komponenten des Kabels geschuldet.

Blau ist die Simulation mit 2 Kabeln in Reihe. hier ist nun eine Dämpfung von 0,92dB (also 2x 0,46dB) gegenüber der Roten Linie zu beobachten.
Der zusätzliche abfall bei 20kHz beträgt hier 0,2dB

Ein Abfall dieser Art sollte aber keinen Einfluss auf das Klangbild haben.

Werte die den Klang merklich beeinflussen (~1,5dB Verlust bei 20kHz) erhalte ich nur wenn ich für die Induktivität und Kapazität wirklich sehr hohe Werte (Faktor 5 größer) verwende. Dies könnte durch enges Wickeln des Kabels vielleicht möglich sein. In diesem Fall sollte der TE aber einen Unterschied hören ob das Kabel aufgerollt ist oder nicht.


Aufgrund der Simulation vermute ich ehr auf eine Erhöhung des Serienwiderstandes (da dünnes billiges Kabel).
Diese Erhöhung würde die Frequnzabhänige Charakteristik des Kopfhörers Verstärken.
 

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Wow ok, hätte nicht gedacht das man die Klangänderung sogar berechnen kann. :D

Ich teste die Tage mal wie sich der Klang verändert wenn ich mehr/weniger/keine Wicklungen habe.
 
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