Schallplatten (LP's) digitalisieren

milesdavis

PCGH-Community-Veteran(in)
Hallo Community,
ich habe demnächst vor, die LP-Sammlung meines Vaters zu digitalisieren. Das Abspielgerät gehört zu einer mehrstöckigen Anlage meines Vaters. Nun möchte ich natürlich die beste Soundqualität auf den Rechner holen. Bisher habe ich es mal über den Mikrofon-Eingang getestet. Das funktioniert zwar, aber die Qualität ist eben nicht die beste. Als Ausgänge an der Anlage habe ich Klinke und Cinch (rot und weiß).
Als Lösung dachte ich an eine USB-Lösung. Ich möchte allerdings auch kein Vermögen ausgeben, da ich das ja nur 1x mache und dann nie wieder.

Habt ihr Tipps oder Erfahrungen? Als Aufnahmesoftware habe ich bisher mit Audacity gearbeitet.
 
ja Audacity dürfte reichen du kannst es ja auch mit No23 Recorder versuchen !!! Also ich würde den Turntable an ne externe Dj Soundkarte anschließen und dies dann aufnehmen (Dj soundkarte weil sie einen Erdungseingang für Vinyls hat ^^) Du kannst dir ja mal die anschauen:Hercules DJ Trim 4&6 :daumen:
 
Als Lösung dachte ich an eine USB-Lösung. Ich möchte allerdings auch kein Vermögen ausgeben, da ich das ja nur 1x mache und dann nie wieder.
Bloß nicht, mir ist kein USB-Plattenspieler mit vernünftiger Qualität bekannt.

Vorverstärkt und entzerrt ist das Signal aber schon wenn du die Anlage mit deinem PC verbindest? Eine schlechte Qualität würde ich vordergründig auf eine abgenutzte Abtastnadel am Plattenspieler zurückführen. Wenn du mir sagen kannst was für ein Plattenspieler das ist kann ich dir einen Ersatztonabnehmer angeben.
Außerdem kommt schlechte Qualität beim digitalisieren sehr oft vom Übersteuern. Du musst jede Platte im Prinzip 2 mal komplett abspielen für eine ordentliche Digitalisierung. Beim ersten Durchgang musst du die maximale Aussteuerung der Schallplatte rausfinden. Also die Stelle der Platte suchen, die die lauteste ist. Daran musst du dann den Aufnahmepegel anpassen. Die lauteste Stelle der Schallplatte darf nicht voll ausgesteuert sein bei der digitalisierung. Wenigstens 1-2dB Headroom sollte man zu Vorsicht lassen. Zu leise darf man den Pegel auch nicht stellen, da sonst der SNR zu hoch wird (Signal-Rausch-Abstand). Das ist das Verhätlnis zwischen Nutzsignal (also die Musik) und dem Grundrauschen. Wenn man mit zu leisem Pegel aufnimmt wird das Verhältnis zwischen Nutzsignal und Grundrauschen größer. Wenn man sich dann später die digitalisierte Aufnahme anhört hört man das Rauschen schneller.

Dieses Hercules-Ding ist im übrigen völlig unnötig wenn der Plattenspieler an der Anlage schon ordentlich funktioniert.
 
ja Audacity dürfte reichen du kannst es ja auch mit No23 Recorder versuchen !!! Also ich würde den Turntable an ne externe Dj Soundkarte anschließen und dies dann aufnehmen (Dj soundkarte weil sie einen Erdungseingang für Vinyls hat ^^) Du kannst dir ja mal die anschauen:Hercules DJ Trim 4&6 :daumen:

Also das ist ja schon ne Stange Geld^^

@a_fire_inside_1988:

Also ich möchte keinen USB-Spieler kaufen! Ich will die LP's an der Originalanlage abspielen und aufnehmen. Dann hätte ich ja 2 Plattenspieler! :ugly:

Bloß nicht, mir ist kein USB-Plattenspieler mit vernünftiger Qualität bekannt.

Vorverstärkt und entzerrt ist das Signal aber schon wenn du die Anlage mit deinem PC verbindest? Eine schlechte Qualität würde ich vordergründig auf eine abgenutzte Abtastnadel am Plattenspieler zurückführen. Wenn du mir sagen kannst was für ein Plattenspieler das ist kann ich dir einen Ersatztonabnehmer angeben.
Außerdem kommt schlechte Qualität beim digitalisieren sehr oft vom Übersteuern. Du musst jede Platte im Prinzip 2 mal komplett abspielen für eine ordentliche Digitalisierung. Beim ersten Durchgang musst du die maximale Aussteuerung der Schallplatte rausfinden. Also die Stelle der Platte suchen, die die lauteste ist. Daran musst du dann den Aufnahmepegel anpassen. Die lauteste Stelle der Schallplatte darf nicht voll ausgesteuert sein bei der digitalisierung. Wenigstens 1-2dB Headroom sollte man zu Vorsicht lassen. Zu leise darf man den Pegel auch nicht stellen, da sonst der SNR zu hoch wird (Signal-Rausch-Abstand). Das ist das Verhätlnis zwischen Nutzsignal (also die Musik) und dem Grundrauschen. Wenn man mit zu leisem Pegel aufnimmt wird das Verhältnis zwischen Nutzsignal und Grundrauschen größer. Wenn man sich dann später die digitalisierte Aufnahme anhört hört man das Rauschen schneller.

Dieses Hercules-Ding ist im übrigen völlig unnötig wenn der Plattenspieler an der Anlage schon ordentlich funktioniert.

Also das mit dem 2x aufnehmen usw. macht das denn wirklich was aus? Ich müsste es testen.
Die Anlage hat mehrere Ebenen:

CD-Player
Radiodeck
Kassettendeck
LP-Player
(läuft alles im Verstärker zusammen)
Verstärker -> dann an die Boxen

Verstärkereinheit: Dual CV 1260
Platterspieler: Dual CS 520

Ich wollte vom Verstärker aus in den PC

Hier habe ich eine ausführliche Bewertung gefunden, da auf der Herstellerseite nix mehr zu finden ist (=> zu alt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also das mit dem 2x aufnehmen usw. macht das denn wirklich was aus? Ich müsste es testen.

Ja, das macht auf jeden Fall Sinn. Wenn du das nicht machst stellst du den Aufnahmepegel entweder zu hoch oder zu niedrig ein (da du den richtigen ja nicht kennst). Die Nachteile davon hab ich ja schon geschildert.

Dein Plattenspieler ist schon recht ordentlich. Da er aber schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat muss davon ausgegangen werden, dass die Abtastnadel schon ziemlich verschlissen ist wenn sie noch nie gewechselt wurde.
Für den CS520 würde ich dir als Tonabnehmer einen Audio Technica A95E empfehlen.

Den Verstärker verbindest du dann so, dass du vom Tape 2 Output in den Line-In deiner Soundkarte gehst. Nicht den Mikro-Eingang verwenden, der hat eine höhere Empfindlichkeit und wird übersteuert.
 
Ist denn überhaupt diese Onboard-Geschichte gut genug? Ich dachte ich müsste jetzt eine USB-Cinch-Box benutzen.
Naja gut, das ist jetzt viel Input deinerseits. Ich muss das einfach mal ausprobieren.
 
Ist denn überhaupt diese Onboard-Geschichte gut genug?

Das ist natürlich ein weiter Punkt der die Qualität beeinflusst. OnBoard-Sound-Chips sind für ihr schlechtes Rauschverhalten ja bekannt.
Aber ich denke eine einfache Soundkarte wie die Asus Xonar DX würde für deine Zwecke der privaten Digitalisierung schon ausreichen.
 
Wie gesagt, ich würd das mit dem USB lassen. Ich glaube auch nicht das diese Satbox besser klingt als dein OnBoard-Sound. Probieren kannst du es aber natürlich mal.
 
Mach das. Viel Spaß beim Hantieren mit den Schallplatten.
Achja, eine ausgiebige Reinigung der Schallplatten vor dem Digitalisieren versteht sich hoffentlich von selbst.
 
Zum Reinigen der Schallplatten würde ich dir eine Knosti empfehlen. (die gibts woanders auch billiger). Als Reinigungsflüssigkeit hat sich der AS Glasreiniger von Schlecker vielfach bewährt. Klingt lustig, ist aber so. ;)
Vor dem Abspielen der Schallplatte geht man dann natürlich nochmal mit einer Carbon-Plattenbürste drüber.
 
Also ich habs jetzt per Line-In aufgenommen und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht! Die Qualität ist super. Es ist zwar ein leichtes Hintergrundrauschen festzustellen, aber nur wenn man entsprechend aufdreht.
Mal sehen, wie ich softwareseitig noch was reißen kann. Ich würde ja was bei meinem Webspace zum Probehören hochladen, aber das ist ja strafbar, oder??:schief:

Naja das muss ja eh jeder selbst entscheiden, obs ihm gefällt oder nicht.;)
 
Hast du denn ein Pre-Recording gemacht um den korrekten Aufnahmepegel zu ermitteln? Wenn nicht würde ein zu niedriger Aufnehmepegel ein erhöhtes Rauschverhalten erklären. Ansonsten muss man sich halt bei der Digitalisierung immer mit einem minimalen Rauschen abfinden, das geht garnicht ohne.
 
Hast du denn ein Pre-Recording gemacht um den korrekten Aufnahmepegel zu ermitteln? Wenn nicht würde ein zu niedriger Aufnehmepegel ein erhöhtes Rauschverhalten erklären. Ansonsten muss man sich halt bei der Digitalisierung immer mit einem minimalen Rauschen abfinden, das geht garnicht ohne.

Ja, den Pegel hab ich so gut es geht eingestellt. Ich habe mehrmals die gleiche Stelle aufgenommen und verglichen. Ein Grundrauschen hat man, das wusste ich auch von anderer Seite her schon, es gilt eben diesen so gering wie möglich zu halten. Und ich denke, da muss ich nicht viel für tun.

Softwareseitige Bearbeitung der Tonspur ist immer die letzt Lösung wenn nichts mehr anderes mehr geht. Aber je besser eben die unkomprimierte Rohaufnahme ist, desto besser werden auch die MP3's oder CD's.

:daumen:
 
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